11 Ausstellungen, auf die ihr euch im Winter 2018/19 freuen könnt

© Stadtrevue Verlag Köln | Dörthe Boxberg

Zwischen Gans, Spekulatius und Raketen verspürt man dann doch hin und wieder mal den Drang etwas zu unternehmen – wenn es doch draußen nur nicht so kalt so wäre. Wir haben die Lösung: Ab ins Museum! Im Winter steht einiges auf dem Programm – damit ihr nicht den Überblick verliert, kommen hier 11 Ausstellungen, die sich mit Sicherheit lohnen werden.

1. Gert Weigelt - Autopsie in Schwarz/Weis

© Janet Sinica

Menschliche Skulpturen füllen den Raum des Deutschen Tanzmuseum Kölns. Es sind Skulpturen in Bewegung – inszeniert wurden sie von dem Fotografen Gert Weigelt. Seine Arbeiten in Schwarz/Weiß entstanden aus der Zusammenarbeit mit Tänzern im Studio und gehen weit über das Selbstverständnis konventioneller Tanzfotografie hinaus. Gert Weigelt war selbst Tänzer und widmete sich später der Fotografie. Die Bilder faszinieren durch ihre betonte Formenstrenge und Ästhetik sowie ihr erotisches Flair. Die Fotografien werden durch die Präsentation seiner Kunstfilme ergänzt, die Gert Weigelt in den 1990er Jahren für das Zweite Deutsche Fernsehen und den niederländischen Fernsehsender NOS kreiert hat.

Gert Weigelt - Autopsie in Schwarz/Weis | Deutsches Tanzmuseum Köln | Im Mediapark 7, 50670 Köln | 24.03.2018–19.01.2019 | Donnerstag – Dienstag: 14–19 Uhr | Mehr Info

2. Doing the Document. Fotografien von Diane Arbus bis Piet Zwart.

Die Ausstellung "Doing the Document" im Museum Ludwig zeigt Fotografien des frühen 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart – darunter Ikonen der Fotogeschichte neben neu zu Entdeckendem. Zu verdanken ist diese Ausstellung einer Schenkung von über 200 Werken vorwiegend deutscher und amerikanischer Fotograf/Innen durch die Kölner Familie Bartenbach. Darunter sind Fotografien von Künstlern wie Diane Arbus, Walker Evans, Lee Friedlander, August Sander und vielen anderen zu bewundern. Bis Anfang Januar habt ihr noch die Gelegenheit, einen Blick in die Ausstellung zu werfen.

Doing the Document | Museum Ludwig | Hein­rich-Böll-Platz, 50667 Köln | 31.08.2018–06.01.2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr | Mehr Info

3. Gabriele Münter: Malen ohne Umschweife

Gabriele Mün­ter war eine zen­trale Kün­stler­fig­ur des deutschen Ex­pres­sion­is­mus. Die Gründung der Künstlergruppe "Der Blaue Reiter" fand in ihrem Haus in Murnau statt. Münter war die langjährige Lebensgefährtin von Kandinsky und eine sehr experimentierfreudige Malerin. Im Museum Ludwig werden über 120 Werke von Gabriele Münter gezeigt, die einen ganz neuen Blick auf ihre Persönlichkeit werfen. Bis Mitte Januar könnt ihr euch noch euer ganz eigenes Bild von der Künstlerin und ihren Werken machen.

Gabriele Münter: Malen ohne Umschweife | Museum Ludwig | Hein­rich-Böll-Platz, 50667 Köln | 15.09.2018–13.01.2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr | Mehr Info

4. Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode

Wie kann es sein, dass ein T-Shirt weniger kostet als ein Kinoticket oder ein Kaffee? Genau mit diesen Fragen setzt sich die Ausstellung "Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode" auseinander. Der Begriff "Fast Fashion" steht für eine Unternehmensstrategie, die befolgt, in immer kürzer werdenden Abständen neue Kollektionen in die Geschäfte zu bringen. Im Kontrast dazu steht die "Slow Fashion", deren Ziel es ist Mode zu produzieren, die mehr Verantwortung und Respekt gegenüber Menschen, Rohstoffen und der Umwelt aufbringt. Die Ausstellung veranschaulicht und analysiert beide Seiten – Fast und Slow Fashion.

Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode | Rautenstrauch-Joest-Museum | Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln | 12.10.2018–24.02.2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr, Donnerstag: 10–20 Uhr, Jeder erster Donnerstag im Monat: 10–22 Uhr | Mehr Info

5. KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation

© Privatarchiv: Dorothee Joachim | Foto: Jens Hagen

„Berlin brennt, Köln pennt!“, so spotteten 1968 Studierende aus anderen Universitätsstädten mit Blick auf Köln. Tatsächlich fielen die Proteste und Demonstrationen in anderen Städten lauter aus, aber auch Köln machte den Mund auf – und auch hier kommt es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht. Aber auch Mode und Musik prägten die Protestbewegung und gaben ihr einen eigenen unverwechselbaren Stil und Soundtrack. In Köln entstand eine lebendige und bunte Subkultur. Das Kölnische Stadtmuseum nimmt mit der Sonderausstellung „KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.“ erstmals die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus.

KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation | Kölnisches Stadtmuseum | Zeughausstraße 1-3, 50667 Köln | 20.10.2018–24.02.2019 | Dienstag: 10–20 Uhr, Mittwoch – Sonntag: 10–17 Uhr | Mehr Info

6. Alles unter dem Himmel - 40 Jahre Museum für Ostasiatische Kunst

Museum für Ostasiatische Kunst Köln © Rheinisches Bildarchiv Köln: rba_d045400

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg erhielt das Museum für Ostasiatische Kunst am Aachener Weiher im Dezember 1977 ein neues Domizil. In der Ausstellung "Alles unter dem Himmel" könnt ihr die Neuzugänge der letzten 40 Jahre begutachten: Schreibkunst der japanischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, buddhistische Skulpturen des 6. bis 16. Jahrhunderts, Gelehrtenmalerei, klassische chinesische Möbel oder ein chinesisches Prinzessinnengewand des 18. Jahrhunderts. Außerdem lädt die Ausstellung zu einer Zeitreise durch die Bestandskataloge und Sonderausstellungsplakate der letzten 40 Jahre.

Alles unter dem Himmel - 40 Jahre Museum für Ostasiatische Kunst | Museum für Ostasiatische Kunst | Universitätsstraße 100, 50674 Köln | 17.11.2018–30.06.2019 | Dienstag – Sonntag: 11–17 Uhr | Mehr Info

7. Es war einmal in Amerika – 300 Jahre US-amerikanische Kunst

© Thomas Köster

In diesem Winter widmet sich das Wallraf-Richartz-Museum mit einer großen Überblicksausstellung der US-amerikanischen Kunst zwischen 1650 und 1950. Mehr als 130 Leihgaben aus den renommiertesten Sammlungen und Museen der Vereinigten Staaten und Europa hat das Wallraf für „Es war einmal in Amerika“ direkt an den Rhein geholt. Darunter sind herausragende Werke von Meistern wie John Copley, Benjamin West, Edward Hopper, George Bellows, Georgia O`Keeffe, Mark Rothko, Barnett Newman und Jackson Pollock. Schaut vorbei und lasst euch von der faszinierenden Vielfalt von drei Jahrhunderten US-amerikanischer Kunst begeistern.

Es war einmal in Amerika – 300 Jahre US-amerikanische Kunst | Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud | Obenmarspforten (am Kölner Rathaus), 50667 Köln | 23.11.2018–24.03.19 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr, Jeden ersten und dritten Donnerstag im Monat: 10–22 Uhr | Mehr Info

8. Käthe Kollwitz – Zeitenwende(n)

© Käthe Kollwitz Museum

Das Kaiserreich und der Erste Weltkrieg, die Weimarer Republik, der Nationalsozialismus und der Zweiter Weltkrieg – bedeutende Zeitenwenden begleiten das Leben von Käthe Kollwitz (1867–1945). Wie kaum ein anderer Künstler setzt sie sich mit den politischen Ereignissen in ihrer Kunst, ihren Tagebüchern und Briefen auseinander. In der Aussttellung "Käthe Kollwitz – Zeitenwende(n)" gibt es mehr als 200 Zeichnungen, Druckgraphiken, Plastiken und die bekanntesten Plakate der Künstlerin aus dem Bestand der Kölner Kollwitz-Sammlung zu sehen. Ort des Geschehens ist selbstverständlich das Käthe Kollwitz Museum.

Käthe Kollwitz – Zeitenwende(n) | Käthe Kollwitz Museum Köln | Neumarkt 18-24, 50667 Köln | 10.01.–24.02.2019 | Dienstag – Freitag: 10–18 Uhr, Samstag – Sonntag: 11–18 Uhr | Mehr Info

9. 100 Jahre lenkbares Licht – Ursprung und Aktualität beweglicher Beleuchtung

© Raimond SpekkingCC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Parallel zur imm cologne und den PASSAGEN 2019 eröffnet das MAKK die Ausstellung  „100 Jahre lenkbares Licht – Ursprung und Aktualität beweglicher Beleuchtung“, die auf die 100-jährige Geschichte sowie auf die erfinderischen und ästhetischen Dimensionen von lenkbaren Leuchten blickt. Zu sehen gibt es ausgewählte Beispiele beweglicher Beleuchtung von unterschiedlichen Herstellern und Designern von Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die aktuelle Zeit. Die Ausstellungsarchitektur basiert auf bis zu drei Meter hohe Stahlrohrelementen des Möbelherstellers Thonet – eine Hommage an 100 Jahre Bauhaus.

100 Jahre lenkbares Licht | Museum für Angewandte Kunst Köln | An der Rechtschule, 50667 Köln | 14.01.2018–19.02.2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr | Mehr Info

10. Hock­ney/Hamil­ton. Ex­pand­ed Graph­ics

© R. Hamilton. All Rights Reserved / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Vor kurzem haben die Köl­n­er Samm­ler Her­bert Mey­er-Ellinger und Chris­toph Vow­inck­el das Map­pen­w­erk des bri­tischen Kün­stlers David Hock­ney dem Mu­se­um Lud­wig geschenkt. An­läss­lich der Schenkung zeigt das Mu­se­um den ge­samten Be­s­tand an Ar­beit­en auf Pa­pi­er von David Hock­ney und Richard Hamil­ton – ergänzt wurde die Ausstellung um Lei­h­gaben aus Pri­vatbe­sitz. In der Ausstellung könnt ihr ab Mitte Januar einen Zyk­lus von 13 Radierun­gen aus der frühen Schaffensphase Hockneys – den Jahren 1966–67 – sehen und bestaunen.

Hock­ney/Hamil­ton. Ex­pand­ed Graph­ics | Museum Ludwig | Hein­rich-Böll-Platz, 50667 Köln | 19.01.2018–14.04.2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr | Mehr Info

11. Nil Yal­ter: Ex­ile Is A Hard Job

© Nil Yalter | Foto: Estelle Vallender

Nil Yal­ter ar­beit­et seit den 1970er Jahren als Pi­onierin ein­er ge­sellschaftlich en­gagierten und tech­nisch avancierten Kunst, die ihr – zumindest teilweise – ab März im Museum Ludwig bewundern könnt. Geboren in Kairo, aufgewach­sen in Is­tan­bul und seit 1965 wohn­haft in Paris – die Künstlern integriert in ihren ma­lerischen Col­la­gen, Mon­ta­gen und Videos, Fo­tos, Zeich­nun­gen und Berichte von Ar­beit­erIn­nen und Mi­grantIin­nen. Sie setzt sich mit den The­men Fe­mi­n­is­mus, Mi­gra­tion und Re­pres­sion auseinander und wurde in den let­zten fünf Jahren von in­ter­na­tio­nalen Museen und Samm­lun­gen neu ent­deckt. 2019 richtet das Ludwig die er­ste große Über­blick­sauss­tel­lung der mittlerweile 80-jährigen Künstlerin aus.

Nil Yal­ter: Ex­ile Is A Hard Job | Museum Ludwig | Hein­rich-Böll-Platz, 50667 Köln | 09.03.–02.06.2019 | Dienstag – Sonntag: 10–18 Uhr | Mehr Info

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