11 Cafés, die den Charme vergangener Jahrzehnte versprühen

Wir gehören zwar nicht zu den Menschen, die behaupten, dass früher alles besser war. Dennoch gibt es ein paar Relikte aus alten Zeiten, die auch uns ins Schwärmen geraten lassen. Alte Vintage-Möbel zum Beispiel, Omas Blümchenporzellan, samtbezogene Ohrensessel und dicke Sahnetorten von echten Konditoren. Für alle, denen es genauso geht, haben wir uns in der Stadt einmal nach hübschen Retro-Cafés umgeschaut – solchen, die wirklich alt sind, und anderen, die Altem einfach neuen Glanz verleihen.

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© Christin Otto Frühstück, Kuchen und Cocktails im Café Franck

Das Café Franck in Ehrenfeld ist eine echte Institution im Veedel – nicht nur wegen der vielen leckeren Kuchen und dem reichhaltigen Frühstück, das man hier bei schönem Wetter auch auf der Terrasse genießen kann. Beliebt ist dieser Laden auch wegen seines zauberhaften 50er-Jahre-Charmes. Am Wochenende verwandelt sich das Café zudem regelmäßig in die "Shibuya-Lounge" – dann gibt es Cocktails, Musik und vielleicht auch ein Tänzchen.

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© Christin Otto Filmklassiker und Crêpes im Bande à part

Der perfekte Ort für Liebhaber alter Filme ist die Crêperie Bande à part in der Südstadt – nicht nur, weil sie nach dem gleichnamigen Godard-Streifen (Die Außenseiterbande) benannt ist. Poster von französischen Kultstreifen und Kult-Regisseuren wie Jacques Tati und François Truffaut hängen hier nämlich überall. Ein Laden ganz in Rot – mit Mobiliar aus vergangenen Jahrzehnten, einem Grammophon und einem gigantischen Projektor, der an jene Zeiten erinnert, als hier tatsächlich noch Filme gezeigt wurden. Die Filmabende sind inzwischen zwar Geschichte, die leckeren und hauchdünnen Crêpes gibt es aber natürlich immer noch. In herzhaft und in süß. Empfehlenswert!

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© Christin Otto Hohe Kuchenkunst im Café Fassbender

Eines der ältesten Kaffeehäuser der Stadt ist das Café Fassbender (ehemals Café Jansen) an den Obenmarspforten. Mitten in der Innenstadt liegt es – zwischen der Hohe Straße und dem historischen Rathaus. Zwar wurde das bereits 1830 eröffnete Café im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, dank des Wiederaufbaus können die Kölner hier nun aber schon seit Jahrzehnten wieder hohe Tortenkunst genießen. Der runde Café-Saal mit seinen historischen Möbeln macht diesen Ort zu einem echten Kleinod für Retro-Fans. Vor allem ältere Semester und Touristen lassen sich hier gerne zu Kaffee und Kuchen nieder.

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© Christin Otto Für jede Tageszeit etwas in der Helmholtz Café/Bar

Es wirkt, als wäre sie schon immer da gewesen – und doch ist sie noch relativ neu: die Helmholtz Café/Bar in Ehrenfeld. Inhaberin Silke hat das Ecklokal 2016 übernommen und ihrer Vorliebe für alte Schätzchen und Danish Design freien Lauf gelassen. Ergebnis ist ein Laden mit viel Retro-Charme, in dem ihr vom Frühstück, Kaffee und Kuchen bis hin zum Mittagessen oder hochprozentigem Drink so ziemlich alles bekommt. Während heißer Sommertage empfehlen wir die Terrasse des Helmholtz – hier findet ihr ein schattiges Plätzchen, das dank WLAN sogar zum Arbeiten taugt.

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© Christin Otto Üppige Schnittchen bei Tante Gertruud

Kronleuchter, Mustertapete und Sofas mit Samtbezug: Wer das Tante Gertruud an der Roonstraße betritt, fühlt sich wie in Omas Wohnzimmer. Gemütlich ist es hier. Und lecker noch dazu. Hoch im Kurs stehen bei Tante Gertruud die Schnittchen, die hier gestapelt, dick belegt und getoastet an den Gast gebracht werden. Für gute Laune sorgt zudem das Menü, denn die Speisen tragen hier lustige Namen wie "Knut's Küstengruß" oder "Ecki's Evergreen".

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© Christin Otto Mehr als nur Eis im Schmitz Eis

Den Salon und die Metzgerei Schmitz an der Aachener kennt in Köln wohl jeder. Noch nicht ganz so bekannt ist hingegen der neueste Familienzuwachs im Schmitz-Imperium: Seit 2017 gibt es nämlich auch in Lindenthal einen Schmitz – um genau zu sein das "Schmitz Eis". Vom Namen solltet ihr euch nicht täuschen lassen, denn neben Eis gibt es auch die beliebten Schmitz-Kuchen und Waffeln. Dank Uralt-Küchenwage, Kronleuchter, kleiner Bistro-Tische und alter Bodenfließen ist das Retro-Feeling auch hier inklusive.

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© Christin Otto Hausgemachte Pralinen im Café Wahlen

Eine weitere kölsche Institution, die schon seit Jahrzehnten zur Kölner Café-Landschaft gehört und sich den Charme vergangener Zeiten beibehalten hat, ist das Café Wahlen. Weiße Tischdecken, Stühle mit rotem Samtbezug, Kronleuchter und Blümchentapete machen bis heute den Charme dieses Cafés aus. Hausgemachte Pralinen, Torten und Baumkuchen gehören zur Spezialität des Hauses am Ring, das bereits 1911 von Josef Wahlen gegründet wurde.

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© Christin Otto Kaffee, Waffeln und Kuchen in der Leuchte Kaffeebar

Schon seit Jahren ist die Leuchte Kaffeebar ein beliebter Treffpunkt in der Südstadt. Jung und Alt, Hipster und Geschäftsmann treffen in dem kleinen gemütlichen Café am Karolingerring zusammen. Hier könnt ihr auf einer geschwungenen Empore oder auf der angenehm schattigen Terrasse vor dem Café Platz nehmen, einen Kaffee aus zartem Blümchen-Porzellan schlürfen und auf der großen Ledercouch ein Stück vom hauseigenem Mandelkuchen vernaschen. Die Waffeln und Shakes sind übrigens auch ein Träumchen. Ein zauberhaftes Café mit der richtigen Prise Vintage-Flair.

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© Christin Otto Wie in Omas Wohnzimmer im Café Fridolin

Gemütlicher Ohrensessel, Blümchenporzellan, Retro-Möbel und stoffbespannte Lampenschirme: Auch das Café Fridolin in Ehrenfeld zählt zu jenen Cafés, in denen sich Gäste ein bisschen wie in Omas Wohnzimmer fühlen. Hier bekommt ihr Frühstück, hausgemachten Kuchen und Kaffee von Van Dyck. Ebenso sympathisch wie das Café selbst ist übrigens die Geschichte zum Namen des Ladens. Fridolin hieß nämlich ein kleines Postfahrzeug, das von 1964 bis 1973 von der Deutschen Bundespost genutzt und später von der Familie der Café-Betreiber eigenhändig zu einem kuscheligen Reisemobil umgebaut wurde.

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© Christin Otto Speisen mit Domblick im Café Reichard

Am Schaufenster des Café Reichard hat sich wohl schon so manch einer die Nase plattgedrückt. Kein Wunder – der Blick auf die zahlreichen Torten, Teilchen, handgegossenen Schokoladen und Pralinen im Verkaufsraum des Cafés ist ja auch zu verführerisch. Sobald ihr euch etwas ausgesucht habt, geht es ins eigentliche Café – Stühle mit rosa Samtbezügen, wallende Vorhänge und ein weißer Flügel warten hier auf euch. Die Geschichte dieses Traditionscafés in unmittelbarer Dom-Nähe geht zurück bis ins Jahr 1905. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude vom WDR gekauft, der es von einem Architekten originalgetreu im neugotischen Stil wieder herrichten ließ. 1986 folgte der Anbau des Glaspavillons, in dem Gäste bis heute mit Domblick speisen können.

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© Christin Otto Miss Päpki: Puppenstube in Weiß

Das Miss Päpki ist eine echte Veedelsperle. Beliebt ist das zauberhafte Café im Belgischen Viertel nicht nur, weil man hier im Sommer so wunderbar im Schatten der Bäume am Brüsseler Platz ausspannen kann, sondern auch, weil es hier so lecker und gemütlich ist. Eingerichtet ist das Miss Päpki wie eine kleine, zauberhafte Puppenstube in Weiß. In der Kuchenvitrine findet ihr so manche süße Versuchung, wobei wir euch vor allem den Lemon Cheesecake wärmstens empfehlen. Serviert wird das Ganze dann auf hübschem Blümchenporzellan, dazu noch einen leckeren Schamong-Kaffee – herrlich!

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