11 Dinge, die du gut alleine in Köln machen kannst

Es gibt Tage, da hat man keine Lust auf andere Menschen oder alle sind schon verplant in ihrem superbusy Freizeitstress. Macht gar nichts. Man kann tatsächlich auch alleine eine gute Zeit in Köln haben. Damit ist aber nicht gemeint, sich in sein Bett zu verkriechen und maximal den Weg zum Kühlschrank oder Klo auf sich zu nehmen. Wir haben elf Tipps, wie ihr euch auf eigene Faust vergnügen könnt.

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© Elya | CC BY-SA 3.0 Ins Museum gehen

Es regnet oder du hast ein paar Stunden zu überbrücken – da kommt ein Museumsbesuch gerade Recht. Unsere Empfehlung: Das Kolumba Museum. Bis vor wenigen Jahren stand in der unmittelbaren Nähe zur befahrenen Tunisstraße noch eine Ruine mitten in der Innenstadt. Seit 2007 steht nun das Kolumba Museum auf den Überresten der Pfarrkirche St. Kolumba. Hier sind die Werke des Erzbistums Köln zu sehen – der Fokus liegt auf christlicher Kunst, aber auch auf allgemeinen Werken. Von romanischen Skulpturen bis zum Gebrauchsgegenstand des 20. Jahrhunderts ist alles dabei. Von der Kirche, die 1945 zerstört wurde, blieb eine Madonna-Statue übrig. Um diese wurde eine Kapelle gebaut, die im Museum integriert ist. Und alleine ist man da wirklich nicht lange.

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© Pixabay Über den Flohmarkt schlendern

Wer kennt es nicht: Man ist am Wochenende ausnahmsweise mal früh wach und fit und hat Lust gemütlich über den Flohmarkt zu schlendern während die Freunde noch den Rausch der letzten Nacht ausschlafen. Macht aber nichts – auf den Flohmarkt kann man nämlich optimal alleine gehen. Bekanntlich gibt‘s die besten Schnäppchen in den frühen Morgenstunden. Wenn man alleine geht, ist das Gute, dass man sich nach niemandem richten muss und eben dann starten kann, wann man möchte. Neben dem wöchentlich stattfindenden Flohmarkt am Unicenter, sind an ausgewählten Sonntagen in Nippes auf dem Wilhelmplatz, im Agnesviertel an der alten Feuerwache und in der Südstadt am Südstadion ebenfalls tolle Flohmärkte.

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© Christin Otto Alleine ins Kino gehen

Bisher fandet ihr es komisch alleine ins Kino zu gehen? Dann ist jetzt der richtige Moment gekommen, um eure eure Ängste über Bord zu werfen. Was ist denn schon dabei, mal bewusst alleine ins Kino zu gehen oder eben einen Film zu schauen, den sonst niemand sehen möchte? Genau, rein gar nichts. Im Gegenteil: Im Kino kann man sich eh nicht unterhalten. Das Odeon in der Südstadt ist beispielsweise ein klassisches Programmkino – ohne Popcorn, dafür aber mit viel Charme. Donnerstags ist Kinotag (5 Euro).

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© Christin Otto In kleine Cafés gehen

Seltsamerweise gilt bei Cafés das Gesetz: Umso kleiner, desto wohler fühlt man sich, auch wenn man ohne Begleitung dort ist. Es gibt aber auch Besitzer, die einem den Aufenthalt so schön machen, dass man fast vergisst, dass man gerade alleine hier ist. So zum Beispiel im Madame Tartine in Ehrenfeld. Passend zum Namen gibt es Tartines – also belegte Brote –, und andere französische Spezialitäten. Croissants, Pain au chocolat oder französische Käseplatte zum Beispiel. Aber auch Suppen, eine Buddha Bowl und viele leckere Tartes und Kuchen stehen auf der Speisekarte.

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© Zeitan | CC BY-SA 3.0 Auf eine Wanderung oder Radtour in den Königsforst

Raus aus der Stadt und rein in die Natur. Das Naturschutzgebiet Königsforst zwischen Köln und Bergisch Gladbach ist der ideale Ort für eine Fahrradtour oder eine umfangreiche Wanderung. Wer die Anreise mit der KVB bestreiten will, fährt mit der Linie 9 direkt bis zur Haltestelle Königsforst. Bei Wanderungen sollte man definitiv GoogleMaps oder eine Karte in petto haben, denn der Königsforst umfasst unglaubliche 2500 Hektar Waldgebiet. Die umliegenden Restaurants eignen sich optimal für eine Verschnaufpause.

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© Magasin 2 In kleinen Boutiquen stöbern

Lange Shoppingtouren mit Freunden sind ja schön und nett, aber hin und wieder sehnt man sich dann doch danach, in die Läden zu gehen, auf die man Lust hat – ohne stundenlange Absprachen, welche Läden man als erstes abklappert. Alleine shoppen kann so viel entspannter sein. Im Belgischen Viertel könnt ihr bestens durch kleine Boutiquen – wie das "Magasin 2" oder "Fairfitters" – schlendern, in Buchläden – wie "Siebter Himmel"– stöbern und in Einrichtungsläden – wie "Schee" – Geschenke für euch oder eure Freunde shoppen. Die schönsten Blumen gibt‘s bei Goldregen und wer richtig gute Metzgerware fürs Abendessen mit nach Hause nehmen will, schaut bei Lappen und Prengel in der Markthalle vorbei.

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© Ocrho | Public Domain Die Aussicht auf dem Kölntriangle genießen

2005 wurde das Bürohochhaus fertig gebaut und prägt seitdem den Anblick des Stadtteiles Deutz. Mit über 100 Metern Höhe liegt das Kölntriangle auf quasi auf Augenhöhe mit dem Kölner Dom, der von der gegenüberliegenden Rheinseite winkt. Hier kann man nicht nur arbeiten, sondern man hat auch einen sehr guten Panorama-Ausblick auf den Rhein und ganz Köln. Fans von DSDS kennen die Plattform vielleicht aus dem Fernseher, denn da wurden in mehreren Staffeln das Casting durchgeführt. Wer einen richtig guten Blick auf die Stadt haben möchte, sollte sich mal nach Deutz begeben.

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© Christian Gutknecht Im K11 bouldern

Im K11 – der eher kleinen, aber feinen Boulderhalle in der Südstadt – könnt ihr bestens alleine bouldern, also klettern ohne Seil. Hier erwarten euch viele Boulderwände von einfach bis zum großen Dach in einer entspannten und angenehmen Atmosphäre. Zudem habt ihr die Möglichkeit einen Kaffee oder ein Bier im Sitzbereich oder draußen unter den Bäumen zu genießen. Und wenn ihr dann doch mal Lust auf einen kurzen Schnack habt, ist das kein Problem. Bouldern ist eine ziemlich soziale Sportart, bei der man schnell neue Kontakte knüpft.

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© Pixabay Entspannung pur im Neptunbad

Wer sich und seinem Körper mal was Gutes tun will und eine Auszeit vom stressigen Alltag sucht, der ist im Neptunbad an der richtigen Adresse. Hier kann man perfekt alleine hinkommen und entspannen. Eröffnet wurde das Bad am Neptunplatz bereits 1912 – damals war es die erste neuzeitliche Badeanstalt in einem Kölner Vorort. Heute steht hier alles im Zeichen von Wellness und Fitness. Erholung verspricht vor allem die asiatische Sauna- und Bäderlandschaft: Hier warten sieben verschiedene Saunen im Innen- und Außenbereich, Pools, ein japanischer Zen-Garten und vier große Sonnenterrassen auf euch.

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© Christin Otto Jazz-Musik lauschen im Metronom

Es ist eine komische Angelegenheit, denn während man sich in Köln niemals alleine in eine angesagte Bar stellen würde, kann man ganz getrost in die Jazz-Pinte Metronom einkehren und bei Kölsch, Guinnes oder Whisky entspannt der Jazz-Musik lauschen. Das Metronom ist klein, gutbesucht und dementsprechend eigentlich immer kuschelig warm. Jazzliebhabern wird es hier – zwischen all dem Vinyl und Bildern alter Jazz-Legenden – aber auch so ganz warm ums Herz. Einige nette Bekanntschaften runden den Abend ab.

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© Hannah Brüggemann Durch den Felsengarten spazieren

Im 19. Jahrhundert entstand ein Festungsring um die Stadt Köln herum. 46 Kilometer lang und mit mehreren Forts gesäumt. Eins davon ist das Fort VI und das wurde in den 20ern größtenteils abgerissen. 1923 wurde dann der Felsengarten in den Trümmergräben der ehemaligen Festungsanlage gebaut. Wenn man den Felsengarten durchläuft, fühlt man sich wie in einem Märchen. Es wirkt verwunschen dort und die hohen Bäume scheinen einen zu drohen, wie sie dort die Pfade säumen. Ein kleiner Pfad führt auf ein Plateau, von dem man einen schönen Blick auf den Decksteiner Weiher und den Wald hat.

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