11 Dinge, die du mit deinen Eltern in Köln unternehmen kannst

Deine Eltern sind zu Besuch in Köln und du hast keine Ahnung, was du mit ihnen machen sollst? Kein Problem – dafür gibt's ja uns. Bei einer Schifffahrt über den Rhein schaut ihr euch die Altstadt entspannt vom Wasser aus an, ihr gönnt euch ein edles Mittagessen im MaiBeck, ihr wechselt dank Seilbahn in luftige Gefilde, schlendert durch die Flora oder den Rheinpark, erlebt die kölsche Kultur im Brauhaus und kommt nachts bei Live-Jazz in Stimmung. So, und jetzt viel Spaß!

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© Charly Wulff Bunte Frühstücksauswahl im Café Feynsinn

Shakshuka im Pfännchen, pochierte Eier, French Toast, hausgemachtes Granola mit Joghurt und Früchten, veganes Frühstück, die deftige Variante mit Brot und Käse-Vielfalt, oder doch lieber bunt gemischter Aufschnitt? Im Café Feynsinn habt ihr die Qual der Wahl – und alles, was es zu eurem Frühstücksglück braucht, sind ein paar Kreuzchen an der richtigen Stelle. Denn: Auf einem Zettelchen kreuzt ihr einfach all das an, wonach euch so ist – Frühstück zum Selberzusammenstellen sozusagen, und das bis 16 Uhr. Das Schöne: Das Café Feynsinn setzt auf regionale Lieferanten – das gilt auch und vor allem für Fleisch. Rind und Hähnchen sind Bio und auch beim Schwein wird auf artgerechte Haltung geachtet. Joghurt, Quark, Eier und Gouda bekommt ihr hier ebenfalls in Bio-Qualität. Toll!

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© Nicola Dreksler Tropisch schön in der Flora und dem Botanischen Garten

Jährlich kommen mehr als eine Millionen Menschen in die Flora und den anliegenden Botanischen Garten. Kein Wunder: Auf über elf Hektar könnt ihr hier 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Hinzu kommen englische Gärten, Springbrunnen und Gewächshäuser, die subtropische Pflanzen beheimaten. Vor allem der Wintergartenpalast hat etwas Majestätisches. Im Frühling könnt ihr hier den Krokussen beim Wachsen zuschauen. Es gibt viel zu sehen – und zu riechen. Die zahlreichen Duftpflanzen sind besonders für Blinde interessant. Falls euch bei all den Eindrücken der Hunger überkommt, empfehlen wir einen Besuch im Dank Augusta.

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© Christin Otto Mit dem Schiff über den Rhein schippern

Mit dem Schiff über den Rhein schippern – das mag sich vielleicht anhören wie Tourikram. Tatsächlich bringt das aber selbst dann Spaß, wenn man schon seit Ewigkeiten in Köln wohnt. Egal, ob nun die einstündige Panoramafahrt entlang der Altstadt-Rheinpromenade oder doch die längere Tour bis ins Siebengebirge – vom Wasser aus lässt sich Köln hervorragend aus anderer Perspektive entdecken. Übrigens: Wer seinen Geburtstag auf dem KD-Schiff verbringt, bekommt für sich und eine Begleitperson eine Ermäßigung in Höhe von 50% auf alle Panorama- und Linienfahrten. Die ermäßigten Tickets müssen am Tag des Geburtstages am KD Ticket Office erworben werden.

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© Maibeck für Dich Mittagspause auf Sterneniveau im Maibeck für Dich

Dass ein Besuch im Sterne-Restaurant nicht immer gleich Hunderte Euro kosten muss, dafür ist das Maibeck der beste Beweis. Bereits im November 2015 wurde das Restaurant direkt am Rheinufer mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – der Besuch hier ist seither dennoch erschwinglich geblieben. Das Vier-Gänge-Menü gibt es hier nämlich schon für 46 Euro, auf der Karte stehen überwiegend saisonale und regionale Gerichte. Alle Produkte werden kritisch auf Lieferwege, Aufzuchtbedingungen und Nachhaltigkeit überprüft. Da man hier abends ohne Reservierung nicht wirklich einen Tisch bekommt, lautet unsere Empfehlung: Einfach mal zum Lunch vorbeischauen – da stehen die Chancen besser. Und so eine Mittagspause auf Sterneniveau kann man sich bei so einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis tatsächlich mal gönnen.

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© Holger Talinski Ein Konzert in der Philharmonie

Ziemlich schade, dass kurzfristige Karten zu klassischen Konzerten oft recht teuer sind, wenn man nicht gerade einen Studentenausweis vorzeigen kann. Aber Moment, da war doch was: Beim Kölner Philharmonie Lunch gibt es zwar kein Essen, dafür aber eine saftige Portion Klassik, ganz ohne Frack und ohne Eintritt. Jeden Donnerstag öffnen die Pforten um Punkt 12 Uhr zum 30-minütigen Probenbesuch. Zu hören gibt’s das hauseigene Gürzenich-Orchester, das WDR Sinfonieorchester Köln sowie wechselnde Solisten und Ensembles – die perfekte Kostprobe für musikhungrige Klassik-Fans und die, die es noch werden wollen. Wer Blut geleckt oder die Eltern zu Besuch hat, der sollte sich und seinen Liebsten dann vielleicht doch mal eine Konzertkarte gönnen. Dafür muss man kein Beethoven- oder Mozart-Fan sein, denn in der Philharmonie treten auch angesagte junge Künstler wie Nils Frahm oder Ólafur Arnalds auf – ein echtes Erlebnis!

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© Christin Otto Die Aussicht auf dem Kölntriangle genießen

Wer die wohl beste Aussicht über Köln und auf den Dom genießen will, der muss nur die Hohenzollernbrücke in Richtung Deutz überqueren. Dort steht es nämlich – das 2005 fertiggestellte Bürohochhaus "KölnTriangle", das seither die Deutzer Skyline prägt. Mit über 100 Metern Höhe liegt das Gebäude quasi auf Augenhöhe mit dem Kölner Dom, den man vom obersten Stockwerk aus auch bestens bewundern kann. Drei Euro kostet die Fahrt zur Aussichtsplattform – mit dem Fahrstuhl und somit ohne endloses Treppensteigen. Fans von DSDS kennen die Plattform vielleicht aus dem Fernsehen, denn da wurde in mehreren Staffeln das Casting durchgeführt. Dabei gibt es hier eigentlich nur einen Superstar: diese Aussicht! Wer zum Sonnenuntergang am liebsten auch noch ein leckeres Essen serviert bekommt, der sollte im KölnSky-Restaurant einen Platz reservieren.

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© Nicola Dreksler Auf Entdeckungstour im Rheinpark

Zwischen der Deutzer Messe und dem Mülheimer Hafen liegt der Rheinpark und verzaubert die Kölner*innen mit Natur pur. Wie der Name es schon vermuten lässt, liegt er entlang des Rheinufers und bietet einen prächtigen Blick auf den Kölner Dom, den man hier aus der Ferne anschmachten kann. Wer sich über die Schienen wundert, die überall liegen: Im Rheinpark fährt tatsächlich eine Kleinbahn regelmäßig ihre Runden, die 1957 zur Bundesgartenschau errichtet wurde. Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die von der Gartenschau übrig geblieben sind. Skulpturen, ältere Gebäude oder Wasseranlagen zieren die Wege des riesigen Stadtparks. Für Kinder gibt es einen großen Abenteuerspielplatz und der Skatepark lockt ebenfalls viele Besucher*innen an.

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© Celina Albertz | Unsplash Mit der Seilbahn über den Rhein gondeln

Als die Gondeln der Kölner Seilbahn im Sommer 2017 plötzlich stehen blieben und 75 Fahrgäste von Höhenrettern befreit werden mussten, sorgte das bundesweit für Schlagzeilen. Inzwischen ist aber alles wieder sicher und das Bergungskonzept für Notfälle wurde überarbeitet. Also können wir wieder ganz beruhigt einsteigen und bei der Fahrt von Riehl nach Deutz den Blick über die Stadt genießen. Zum Glück – schließlich hat man von da oben einen tollen Blick auf Köln, den Dom und die, nun ja, auch auf die Nackideis in der Claudius Therme. Bei regelmäßigen Specials wie der "Kölner Nacht der Seilbahn" darf sogar bis Mitternacht gefahren werden, sodass ihr die Lichter der Stadt von eurer Gondel aus beobachten könnt.

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© Christin Otto Kaffeepause am Brüsseler Platz bei Miss Päpki

Der vielleicht schönste Ort für eine Kaffeepause im Belgischen Viertel ist das Miss Päpki – ein zauberhaftes Café, das wie eine kleine Puppenstube in Weiß aussieht. Im Winter kann man sich hier die Hände an Cappuccino und frischem Minztee wärmen – und im Sommer lässt es sich wunderbar mit einem Iced Latte im Schatten der Bäume am Brüsseler Platz entspannen. Oder auch arbeiten. Dank der schattigen Lage sind die Temperaturen im Café nämlich wirklich angenehm und WLAN gibt es auch. In der Kuchenvitrine findet ihr so manche süße Versuchung, wobei wir euch vor allem den Lemon Cheesecake wärmstens empfehlen können. Serviert wird das Ganze dann auf hübschem Blümchenporzellan, dazu noch einen leckeren Schamong-Kaffee – wunderbar!

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© Christin Otto Kölsch trinken im urigen Päffgen Brauhaus

Das Päffgen ist eines der bekanntesten Brauhäuser in Köln. In mehreren Räumen, die so wunderbare Namen wie "Das Kabäuschen" oder "Der Beichtstuhl" tragen, lädt das Brauhaus zu einem prototypischen Köln-Erlebnis ein. Auch kulinarisch wird hier die ganze Bandbreite kölscher Klassiker aufgefahren: Bierhaxe, Grünkohl mit Mettwürsten, die 3/4 Meter Bratwurst oder einfach nur ein richtig leckeres Schnitzel. Wie hat die New York Times so schön über das Päffgen und Köln geschrieben? "But drinking a Kölsch is more than just drinking a beer: it's like drinking an entire culture."

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© Christin Otto Jazz in der Altstadt: Papa Joe’s Jazzlokal

Wer Fan von abendlicher Live-Musik ist, der sollte bei Papa Joe's in der Altstadt vorbeischauen.  In Papa Joe’s Jazzlokal „Em Streckstrump“ am Buttermarkt spielen jeden Abend wechselnde Jazzbands, sonntags sogar zwei. Und das seit 45 Jahren. Genau genommen hat „Papa Joe“ – damit ist die kölsche Legende Joe Buschmann gemeint – gleich zwei Jazzmusik-Locations gegründet: Zum „Em Streckstrump“ gehört noch der Biersalon „Klimperkasten“ direkt um die Ecke, der vor allem für seine Sammlung altmodischer Musikinstrumente bekannt ist, die nach Münzeinwurf von selbst spielen. Reichlich Auswahl für den anspruchsvollen Jazzliebhaber – und der Eintritt ist in beiden Locations frei.