11 Dinge, die ich vermisse, seit ich nicht mehr in Köln wohne

Victoria Fridau lebt seit kurzem in Berlin und hat Köln noch im Herzen. Welche Dinge sie vermisst, hat sie für Mit Vergnügen Köln aufgeschrieben:

Wie so oft im Leben, merkt man erst wie schön etwas war, wenn man es nicht mehr hat.

„Vor ein paar Monaten habe ich meine Koffer in Köln gepackt und bin nach Berlin gezogen. Wie so oft im Leben, merkt man erst wie schön etwas war, wenn man es nicht mehr hat. Hier kommen meine 11 Dinge, die ich an Kölle vermisse, seit ich in Berlin wohne!“

1. Gästeliste

In Köln kennt man einander. Das macht tatsächlich vieles einfacher. Du brauchst noch einen Gästelisteplatz für heute Abend? Kein Problem, weil du kennst ja den Freund, von dem Freund eines DJs. Der schreibt dich bestimmt auf die Gästeliste. Die Kölner Szene ist offen und freut sich über neue Gesichter. In Berlin musst man sich erst einen gewissen „Status“ erarbeiten.

2. Richtiges Bier

 

„Kölsch? Das ist doch kein Bier!“ Diesen Satz höre ich oft, wenn ich Nicht-Kölnern davon vorschwärme, mal wieder ein leckeres kleines Kölsch trinken zu wollen. Dabei ist Kölsch einfach das beste Getränk der Welt. Im Sommer erfrischt es einen und im Winter wärmt es einen von innen. Zugleich ist es noch so unglaublich mild und süffig, dass man es fast den ganzen Tag trinken könnte. Besonders lecker schmeckt das Kölsch übrigens in einem der zahlreichen Brauhäuser, serviert von einem echten „kölsche“ Köbes, der das Kölsch mit einer liebevollen urkölschen Beschimpfung serviert. Hach- Kölle ich liebe dich.

3. Die kurzen Wege

In Köln kommt man ohne Probleme innerhalb von 30 Minuten, von der einen bis zur anderen Seite der Stadt. Diesen Luxus hat man in Berlin nicht. Da ist man gerne auch schon einmal eine ganze Stunde oder mehr unterwegs, um nur mal eben einen Freund zu besuchen. Das macht das Erhalten von Freundschaften tatsächlich schwieriger als zunächst erwartet. Nervt.

4. Mal keine Berliner Schnauze

 

Man kann den Kölnern wirklich viel vorwerfen, aber eine Sache ganz bestimmt nicht, dass sie arrogant und unhöflich wären. Egal was ist, in Köln wird einander geholfen und irgendwie immer versucht noch ein nettes Gespräch zu führen. Sei es noch so kurz. In Berlin freue ich mich mittlerweile schon, wenn mir mal jemand „Hallo“ sagt.

5. Mit Fremden zusammen schunkeln

Drink doch eine met! Leev Marie! Du bes Kölle! Und so weiter. Hattest Du bei jedem Satz ein wunderbares Lied im Kopf? Herzlichen Glückwunsch, du bist ein Kölner! Leider kennen die meisten Berliner maximal nur „Viva Colonia“. Ich würde gerne mal wieder abends gemeinsam mit Fremden schunkeln und all die wunderschönen Lieder singen, die ich seit meiner Kindheit kenne.

6. Der Effzeh

 

Kaum eine Stadt in Deutschland ist von sich selber so überzeugt wie Köln. Das macht es einen einfach, sich mit der Stadt zu identifizieren. Noch leichter verliebt man sich in die Stadt, wenn man schon einmal ein FC-Heimspiel mitgemacht hat. Selbst ich, als Nicht-FC-Fan, ertappe mich dabei wie ich laut die Hymne mitsinge. Generell ist es quasi undenkbar in Köln zu wohnen ohne hinter dem FC zu stehen.

7. Kein Sibirien-Winter

Früher dachte ich, kalt ist es ,wenn das Thermometer auf 0 °C steht. Heute freue ich mich darüber. Der Winter in Berlin ist quasi Sibirien, während Köln nahezu tropisch erscheint.

8. Das erste Kölsch des Jahres am Brüsseler

Ok zugegeben der Sommer ist in jeder Stadt schön, aber in Köln fühlt er sich noch ein stückweit schöner an. Der Sommer/Frühlingsanfang wird groß mit dem ersten Kölsch am Brüsseler oder am Aachener gefeiert und gefühlt hört man jeden nur noch „Köllefornia“ sagen!

9. Kölner und ihre Helden

 

Es gibt eindeutig nur einen Prinzen in Köln und dieser heißt Prinz Poldi. Eine ganze Stadt ist in ihn verliebt und verehrt grundsätzlich alles was er tut. Ganz egal, ob er eine Eisdiele oder Dönerbude aufmacht oder tatsächlich Fußball spielt, ganz Köln versammelt sich, um mit ihm zu feiern und die Chance auf ein kleines Selfie mit ihm zu haben.

10. Fastelovend

Jedes Jahr sehnsüchtig erwartet: Der Elfte im Elften und Wieverfastelovend. Denn diese beiden Daten läuten jeweils die wohl schönste Zeit im Jahr ein: KARNEVAL. Nebst den Verkleidungen, den Umzügen, Sitzungen und dem übermäßigen Kölsch-Verzehr, geht es um das Miteinander. Kölner treffen sich mit Kölnern und Nicht-Kölnern, um gemeinsam darauf zu trinken, dass zwar jeder Jeck verschiede, aber auch irgendwo gleich ist. Dass das in Berlin keiner versteht, führt dazu, dass ich so, wie fast alle Exil-Kölner, an Karneval definitiv in die Heimat zurückkehre.

11. Ankommen am Dom

 

Es gibt wohl kein Bauwerk, was für mich so sehr nach Heimat schreit, wie der Dom. Jedes Mal, wenn ich zurück nach Kölle komme und aus der Ferne den Dom erblicke, kriege ich Pipi in die Augen. Dies ist keine Übertreibung, sondern tatsächlich die blanke Wahrheit.

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