11 Dinge, die ihr im Agnesviertel immer machen könnt

Dort, wo früher Heinrich Böll gelebt hat, wohnen heute junge Familien, Studenten und alteingesessene Kölner gleichermaßen. Das Agnesviertel gehört zweifelsohne zu den besonders beliebten Veedeln Kölns. Kein Wunder: Schließlich gibt es hier jede Menge tolle Restaurants, hippe Bars, schnuckelige Cafés, prachtvolle Altbauten – und natürlich Kölns zweitgrößte Kirche nach dem Kölner Dom: die Agneskirche. Während an der Neusser Straße das Leben pulsiert, zeigt sich das Veedel rund um den Reichenspergerplatz von seiner prunkvollen Seite. Hier steht nicht nur der imposante Justizbau des Oberlandesgerichts – nur wenige Schritte entfernt beeindruckt zudem die Weißenburgstraße mit ihren Gründerzeitbauten. Ihr habt Lust bekommen, das Veedel zu entdecken? Dann sind hier 11 Dinge, die ihr im Agnesviertel immer machen könnt.

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© Christin Otto Russische Blinis im Café Elefant

Direkt an der Weißenburgstraße, einer mit Platanen und wunderschönen Altbauten gesäumten Allee, liegt das Café Elefant. Im Agnesviertel ist dieses Café längst eine Institution – nicht nur, weil man hier so gemütlich sitzt, sondern auch wegen der russischen Blinis, die Gäste wahlweise herzhaft (z.B. mit Lachs und Kräutern) oder süß (z.B. mit Apfelkompott, Vanilleeis und Sahne) bestellen können. Ebenfalls Kult-Faktor hat ein heutzutage wohl fast schon einzigartige Angebot auf der Karte: Zigaretten, die einzeln bestellt werden.

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© Howi | CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons) Unweit vom Rosengarten Tischtennis spielen

In der Nähe der inneren Kanalstraße und der Neusser Straße liegt die Festungsanlage Fort X. Die wurde im Gegensatz zu den anderen der Stadt Köln nicht abgerissen oder gesprengt, sondern "grüner" gemacht. Ein symmetrischer Rosengarten wurde gepflanzt, der auch noch heute wunderschön blüht. Hier kann man sehr gut spazieren gehen oder an einen der beiden Platten Tischtennis spielen.

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© Christin Otto Frühstück, Kaffee und Kuchen im Café Dein & Mein

Das Café Dein & Mein versorgt seine Gäste im Agnesviertel mit selbstgemachten Leckereien und Kaffee aus der Ehrenfelder Rösterei Van Dyck. Einer der Klassiker und besonders zu empfehlen: die Weiße-Schokolade-Himbeer-Tarte. Neben hausgemachten Kuchen gibt es außerdem Frühstück, wechselnde Suppen und Croissants und andere Snacks. Die Backwaren stammen vom Brotspezialisten – der vielleicht bekanntesten Bäckerei im Veedel.

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© Christin Otto Trödeln an der Alten Feuerwache

Auf dem kleinen, aber feinen Flohmarkt im Innenhof der Alten Feuerwache tummeln sich ab März mindestens einmal im Monat die Schnäppchenjäger. Verkauft wird ausschließlich von Privat verkauft. Neben dem normalen Trödelmarkt gibt es ab und an auch einen gesonderten Bücherflohmarkt, bei dem Leseratten und Literaturliebhaber auf ihre Kosten kommen.

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© Christin Otto Jeden Monat neue Köche im Laden Ein

Öfter mal was Neues lautet die Devise im Laden Ein. In Deutschlands erstem Pop-Up-Restaurant im Agnesviertel stehen alle zwei Wochen andere Köche hinter dem Herd und zaubern ausgefallene Gerichte. Mal vietnamesische Küche, mal Wraps, mal fleischlastige Kost – hier lohnt sich der Besuch immer wieder. Mittags gibt es zwischen 12 und 15 Uhr sogar ein Lunch-Menü, bei dem ihr im Vergleich zur regulären Abendkarte ein paar Euro sparen könnt. Oft kochen im Laden Ein Gastronomen, die man sonst nur in Food-Trucks und auf Street Food Festivals antrifft – für manche von ihnen wird das Gastspiel im Pop-Up-Restaurant die Generalprobe für den eigenen Laden, so wie im Fall von Mashery, Poké Bay und Don Kölle zum Beispiel.

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© Christin Otto Originalversionen und Kinderprogramm im Metropolis

Cineasten weltweit denken bei "Metropolis" natürlich sofort an eines: den bedeutendsten deutschen Science-Fiction-Film aller Zeiten. Metropolis ist aber nicht nur ein Klassiker von Regisseur Fritz Lang – in Köln ist es auch ein Kino. Direkt am Ebertplatz liegt das Dreisaalkino mit Café. Gezeigt werden beispielsweise Filme in Originalsprache. Zudem ist das Metropolis wegen seines großen Kinderprogramms bei Familien und Schulen beliebt. Donnerstags könnt ihr hier schon für 4,50 Euro Filme gucken.

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© Nicola Dreksler Fleischeslust und leichte Kost bei Metzger & Marie

Mitten im Agnesviertel hat das Metzger & Marie in den ehemaligen Pforten des Flogaus-Restaurants sein Zuhause gefunden. Während "der Metzger" die Fleischgerichte auf der Karte beisteuert, ist Marie für die leichtere Kost zuständig. Ergo: Von Wiener Schnitzel und Tafelspitz bis hin zu Risotto und Miesmuscheln gibt es hier eine bunte Mischung traditioneller Küche auf hohem Niveau. Regionale Produkte, Fleisch aus Deutschland, Fisch aus nachhaltigen Fischereien und edle Weine aus Deutschland und Österreich – und die werden hier nicht pro Glas oder Flasche abgerechnet, sondern abgewogen.

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© Christin Otto Keiserlich im Agnesviertel: Eis aus besten Zutaten

Seit dem Frühling 2018 ist die Sülzer Eismanufaktur Keiserlich auch mit einer Filiale im Agnesviertel vertreten. Das Eis wird von Hand gemacht – mit Zutaten aus kontrollierter Landwirtschaft, frischer Milch und frischem Obst, möglichst alles aus der Region. Das Ergebnis sind ausgefallene Sorten wie Zitrone-Basilikum, Himbeer-Cheesecake oder Milchreis.

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© Christin Otto Auf einen Nutella-Crêpe bei Pico Coffee am Neusser Platz

Direkt auf dem Neusser Platz befindet sich der Kiosk Pico Coffee, der dank seiner guten Lage direkt an der Agneskirche ein beliebter Treffpunkt im Veedel ist. Hier gibt es frische Crêpes mit Nutella, leckere Sandwiches und natürlich auch Bierchen, mit dem man es sich an warmen Tagen auf dem Platz gemütlich machen kann. Direkt nebenan macht zudem jeden Donnerstag von 8 bis 14 Uhr der Kölner Öko-Markt Station. Wer nach dem Marktbummel eine kleine Pause in der Sonne braucht, sucht sich einfach ein Plätzchen zwischen den Pflanzenkübeln und lässt bei einem Kiosk-Getränk oder einem süßen Crêpe erstmal alle Viere gerade sein.

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© Christin Otto Den perfekten Cappuccino trinken bei The Coffee Gang

Den wahrscheinlich besten Kaffee im Agnesviertel gibt es bei The Coffee Gang. Den Kaffeegangstern von Köln kommt nämlich nur das Beste in die Tasse – gebrüht aus hochwertigen Bohnen, die fair und möglichst direkt gehandelt werden. Meist kommen die von deutschen Röstern. So gibt es zum Beispiel den unter Kaffeefans beliebten JB Kaffee. Das schmeckt am Ende nicht nur toll, sondern es sieht auch so aus. Latte Art beherrschen die Gangster nämlich aus dem Effeff. Dazu empfehlen wir ein Stück vom hausgemachten Cheesecake – der gehört zu den besten der Stadt.

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@King Georg Lesung im King Georg

“Disco – Bar – Dancing“ lautet der Schriftzug überm King Georg am Ebertplatz. Abgesehen von diesen Aktivitäten, die wir, seien wir mal ehrlich, nicht unbedingt mit unseren Eltern erleben wollen, bietet diese Kölner Institution neben Konzerten auch regelmäßig Lesungen mit hervorragenden Gästen an. Im schrägen Rotlicht-Ambiente gibt’s hier hochkarätige Popliteratur mit anschließender Diskussion und DJ-Set. Und ne Bar gibt’s natürlich auch.

Titelbild: © Willy Horsch / GNU

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