11 Hotels und Hostels in Köln mit Stil, Charme oder Geschichte

Wie man sich bettet, so liegt man – dieses Sprichwort gilt auch im nimmermüden Köln. Wer sich am quirligen Leben der Domstadt sattgetrunken hat und sein Haupt auch einmal abseits der heimischen vier Wände auf weiche Daunen sinken lassen möchte, wer ein schniekes Hotel für die Schwiegereltern sucht, ein stylishes Zimmer für den Geschäftspartner oder eine bezahlbare Butze für seinen besten Buddy, ist mit unseren 11 Hotel-Tipps bestens beraten. Da ist garantiert für jeden Stil und Geldbeutel etwas dabei.

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© 25 Hours / Steve Herud Einzigartiges Design im 25hours Hotel The Circle

Wer das 25hours bereits aus Wien, Zürich oder Berlin kennt, weiß wieso Kölner auf die Fertigstellung des The Circle regelrecht hingefiebert haben. Super stylishes Ambiente plus einzigartiges Design plus – für ein Hotel dieser Klasse – bezahlbare Preise sind schon mal drei gute Gründe, hier zu bleiben. Und als wenn das nicht schon genug wäre, kommt noch die geniale Aussicht auf unsere geliebte Domstadt hinzu. Damit wir diese auch bei einem köstlichen Teller Hummus im Neni oder einem kühlen Basil Smash in der Monkey Bar genießen können, haben die Architekten einen achten Stock auf den historischen Rundbau – unweit des Friesenplatzes – gesetzt und die Interior Designer alle Puppen tanzen lassen. Herausgekommen ist ein gigantisches Kunstwerk mit einer spektakulären Lobby und unterschiedlich großen Zimmern im Stil des Retro-Futurismus, ein Rückblick in die Träume einer anderen Ära und der Aufbruch in eine irisierende Zeitreise. Für das Gerling-Quartier eine echte Bereicherung, denn das The Circle ist nicht nur ein Ort für Gäste von nah und fern, sondern dank Workspace im Erdgeschoss und Restaurant und Bar ganz oben auch ein potenzieller neuer Lieblingsort für die Kölner. Hier hat jemand aus dem ehemaligen Verwaltungsgebäude des Versicherungskonzern eine eindrucksvolle Traumfabrik gemacht.

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© Die Wohngemeinschaft Unterschiedliche Stile in der Wohngemeinschaft

Kölner kennen die Wohngemeinschaft im Belgischen Viertel vor allem als Café und Bar, dabei lässt es sich im dazugehörigen Hostel auch bestens wohnen. Nun ja, eigentlich wie der Name schon sagt. Nur kommt man so  selten darauf, in seiner eigenen Stadt zu nächtigen. Sollte man aber vielleicht mal ausprobieren bei diesen kreativ gestalteten Zimmern und hier kann man auch guten Gewissens seinen Besuch hinschicken, wenn man sein eigenes Bett nicht gern teilt, den Kumpel oder die beste Freundin aber gut und preiswert untergebracht wissen möchte. Insgesamt sechzehn Zimmer sind mit viel Detailverliebtheit und Ideenreichtum in unterschiedlichen Stilen eingerichtet und schaffen für die Dauer des Aufenthaltes das Gefühl eines echten Zuhauses – vom Einbett-Aussteigerzimmer über das stylischen Fotostudio mit Doppelbett  bis zum Shakesperantos-Schlafsaal, einem Achter-Dorm oder dem aufgerüschten Ballett-Mädels-Mehrbettzimmer. Der Aufenthaltsraum im Erdgeschoss ist dann quasi das Wohnzimmer, Dreh- und Angelpunkt des sozialen Geschehens. Alles wie in einer echten WG, nur eben auf Zeit, perfekt geputzt und aufgeräumt.

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© Hotel Marsil Stilvolles Ambiente im Hotel Marsil

Gleich hinter dem Kölschen Bermudadreieck, schon wieder ein wenig abseits des schwul-lesbischen Getümmels, liegt eines der schönsten und stilvollsten Boutique Hotels der Stadt. Hahnenviertel nennen die Einheimischen diese etwas in Vergessenheit geratene Gegend zwischen Rudolfplatz und Neumarkt und auch das Marsil haben viele nicht auf dem Schirm. Dabei ist das kleine Hotel auch eine super schöne Event Location und vor allem ein echtes Schmuckstück. Seit 1999 ist der denkmalgeschützte Altbau in Familienhand – eine Hand, die ein Händchen hat für Interior Design, Kunst und Fotografie und auf individuellen Stil mit klaren Formen, reduzierter Farbpalette und hochwertigen Materialien setzt. Alle Zimmer sind modern saniert und eingerichtet mit Queen-Size Boxspring-Bett und Schreibtisch, die Denkmal-Zimmer verfügen sogar über eine kleine Pantryküche. Barfuß gehen über den alten Echtholzfußboden ist ein echtes Vergnügen, im Erdgeschoss gibt es eine Bar und – sehr praktisch, wenn man sich an eben jener zu sehr verlustiert hat – man kann hier so lange schlafen wie man mag.

 

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© The Qvest Hideway Design-Klassiker im The Qvest Hideaway

Stil hat einen Namen. Und er wohnt im Kölner Gereonsquartier, genauer gesagt im ehemaligen Gereonskloster. Zwar lässt sich über Geschmack bekanntlich selten streiten, dass das The Qvest Hideaway eine eklektische Aneinanderreihung ausgesprochen schöner Dinge und Zimmer ist, darüber sind sich Interior Design-Affictionados allerdings ziemlich einig. Dieser gute Geschmack hat natürlich auch seinen Preis. Glücklich der, der ihn zahlen kann. Eingerichtet mit den großen Designikonen des 20. Jahrhunderts und ausgestattet mit den Annehmlichkeiten der heutigen Post-Moderne, kann man hier in Räumlichkeiten wie aus dem Architekturmagazin /Wohnmagazin schlafen und schwelgen. Die geräumigen Zimmer sind mit einer Minibar und Bademänteln samt passendem puristisch-schönem Bad ausgestattet. Außerdem beherbergt das imposante neo-gotische Gebäude eine eigene Kunstgalerie und ein hauseigenes Restaurant, in dem abends auch perfekt gemixte Drinks serviert werden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist dies das nonchalanteste Hotel der Stadt.

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© Hotel Hopper Charmante Gestaltung und Historie im Hotel Hopper

Gleich drei Hotels dürfen diesen Namen tragen und machen ihm tatsächlich alle Ehre: Hier schläft man wirklich jeweils in einem ganz besonderen Setting. Sowohl das et Cetera im Belgischen Viertel wie auch das St. Antonius im Kunibertsviertel verbinden charmante Gestaltung und Historie mit Lage Und darauf – seien wir mal ehrlich – kommt es schließlich an. Bei letzterem punktet außerdem die geniale Terrasse im Hof des historischen Gesellenhauses, in der man sommers entspannt Füße und Seele baumeln lassen kann. Das St. Josef in der Südstadt ist das dritte Hotel im Bunde und befindet sich in einem ehemaligen Stiftsgebäude. Einzelzimmer, Doppelzimmer und Suiten sind mit originalen Skulpturen junger Künstlern der Münsteraner Kunstakademie bestückt. Preistechnisch vielleicht nichts für Studenten, aber perfekt wenn Eltern mit Anspruch zu Besuch kommen, die man gerne in einem angemessenen Ambiente parkt.

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© markusspiske | pixabay Entspannung pur im Mauritius Hotel und Therme

Ok, wir geben zu, die Zimmer sind ein wenig spießig. Dafür punktet das Mauritius Hotel und Therme mit einer 3500 m² großen Sauna- und Thermenlandschaft im Bauch des Hauses, die Hotelgäste täglich gegen einen Obulus von einem Euro nutzen dürfen und das ist vor allem in der etwas kühleren Jahreszeit schon ziemlich fett. Was noch ziemlich fett ist: Die Lage. Im Schutz der Mauritiuskirche hat man hier nachts seine absolute Ruhe, tagsüber braucht man dagegen nur aus der Haustüre zu fallen, um in wenigen Minuten mitten in der Innenstadt und dem Belgischen Viertel zu sein. Auch die Stadtbibliothek, das Agrippabad und das Schokoladenmuseum sind per pedes sehr gut zu erreichen. Und so schlecht sind die 91 Zimmer auch überhaupt nicht: Breite Betten, große Flatscreens, sonntags Late Check Out gegen einen kleinen Aufpreis. Könnte wirklich schlimmer sein.

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© Humboldt1 Palais-Hotel Mondänes Flair im Humboldt1 Palais-Hotel

Für Liebhaber puristischer Einrichtungsstile ist das Humboldt1 Palais-Hotel eher nichts. Wem Kronleuchter, Brokattapete und ein klein bisschen Edel-Kitsch aber gerade recht kommen, ist hier bestens aufgehoben. Das kleine, gerade mal sieben Zimmer umfassende Boutiquehotel in Kölns Innenstadt wird sehr liebevoll geführt und hat durchaus einen Reiz. Außerdem modernste Schallschutzverglasung für erholsamen Schlaf, ein mondänes Flair sowie viele Stammgäste, die die persönliche Note und die gute Erreichbarkeit zu schätzen wissen. Mitten im Zentrum, aber ruhig gelegen ist es die perfekte Basis für Altstadterkundungen, Museums- und Dombesuche, kulinarische Ausflüge und Spaziergänge zum Rhein, bis zur Messe braucht man mit der Bahn ca. 10 Minuten. Abends nippt man an der Bar ein Weinchen oder einen erfrischenden Gin Tonic. Alles sehr praktisch und alles sehr privat.

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© Christin Otto Für den schmalen Taler ins Hostel Weltempfänger

Hipsteralarm und preisgünstige Übernachtungen bekommt man im Weltempfänger  auf der Venloer Straße – womit das Hostel mit zugehöriger Kneipe perfekt nach Ehrenfeld passt. Ein Palast ist es nicht gerade, aber die Preise sind mehr als fair kalkuliert. Für die Sicherheit sorgen individuelle Schließfächer, Schlüssel für die Durchgangstüren zu den Zimmern und nachts ein Code für die Haupttüre, Mädchen können sich ein Bett im Female Dorm buchen. Oder man nimmt gleich ein Doppel- oder Einzelzimmer. Was noch? Basics wie Bettwäsche sind vorhanden, wer sein Handtuch vergessen hat kann sich eines mieten, im ersten Stock des Hauses befindet sich eine große gemeinschaftlich nutzbare Küche. Täglich wird zwischen 8 und 12 Uhr ein wirklich sehr ordentliches Frühstück mit regionalen und Bio-Produkten für  den schmalen Taler angeboten, abends finden gelegentlich kleine Konzerte statt.

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© Hotel Stern am Rathaus Geschmackvoll und zentral: Hotel Stern am Rathaus

Zufriedene Gäste hinterlassen zufriedene Bewertungen – so einfach ist das. Weil das Stern am Rathaus seit Jahren einen super Job macht, läuft es für das kleine Boutiquehotel an allen Fronten und auf allen Bookingportalen auch richtig gut. Well deserved. Wer für den nächsten Schwiegermutter-Besuch also eines der lediglich acht Zimmer ergattern möchte, sollte ein bisschen mit Vorlauf planen. Lohnt sich aber: Die Zimmer und Suiten sind sehr chic, ohne Schnick und ohne Schnack, dafür klassisch geschmackvoll mit großen Fenstern und ausgesprochen zentraler Lage, von der aus es sich in alle Richtungen ausströmen lässt, alle zudem mit übertrieben komfortablen Boxspringbetten, kuscheliger Daunenbettwäsche und Regenwalddusche ausgestattet. Das bereits im Zimmerpreis enthaltene Frühstück ist hervorragend. Eins mit – höhö – Stern.

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© Hotel Chelsea Chelsea – Ein Hotel mit Kultcharakter

Das mit seinem dekonstruktivistisch-verschachtelten Dach markant in den Himmel der Jülicher Straße ragende Künstlerhotel gehört zum architektonischen Inventar der Domstadt, hat aber in letzter Zeit etwas Glanz und Gloria verloren. Weshalb man sich gerade um eine umfassende Sanierung des etwas in die Jahre gekommenen Baukörpers aus den 60er Jahren und der unterschiedlich großen Räumlichkeiten bemüht. Der Zahn der Zeit nagt eben auch an solchen Stätten des Geschehens, die dank prominenter Kölner Gäste wie Martin Kippenberger oder Hans W. Geißendörfer einst unsterblich zu sein schienen. Und ein bisschen legendär ist das Hotel Chelsea samt Bar Central ja auch tatsächlich. Dass die hier zur Blütezeit oft über mehrere Wochen residierenden Künstler ihre Logis zum Teil mit Kunst bezahlen durften, wird gern und häufig proklamiert und trägt zum Kultcharakter des Chelsea bei. Seit über 30 Jahren Grund genug für Fans, ihr Haupt in einem der nicht immer ganz so leisen Zimmer aufs Daunenkissen zu betten. Ein „Home away from home“ für die einen, für die anderen eine kleine Institution.

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© Black Hotels / Frank Metzemacher All Black Everything im Black Hotel

Ein Hotel ganz in schwarz? Klingt stark nach Fetisch. Vielleicht inspirierte die Macher dieses ganz und gar ungewöhnlichen Ortes aber auch einzig die Liebe zur lichtlosen Eleganz. Wer weiß das schon. Das Übernachtungserlebnis ist, sagen wir mal, ist speziell, zumal der ein oder andere Kölner die ehemalige Papierfabrik noch aus guten alten Tagen kennt, als hier wilde WG-Parties gefeiert wurden. Jetzt beherbergt die alte Werkhalle ein Superior Studio mit freistehender Badewanne und Industriedesign auf zwei Ebenen sowie Twin Rooms mit – nennen wir es großzügiger – Ausstattung wie Marmorbad, Schreibtisch und Boxspringbett – selbstverständlich alles in der Farbe aller Nicht-Farben: Black black black.

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