11 Orte in Köln, die Weinliebhaber*innen kennen sollten

Dass in Köln vor allem Kölsch getrunken wird, ist hinlänglich bekannt. Was aber vielleicht noch nicht jeder weiß: Auch Wein spielt bei uns eine wichtige Rolle. Köln kommt als Weinhandelsstadt nämlich eine herausragende historische Bedeutung zu – denn mit ihrer Lage zwischen Ahr und Mittelrhein verbindet die Stadt seit jeher die Weinhochburgen Deutschlands. Dass es in Köln jede Menge Weinliebhaber gibt, die für ein edles Tröpfchen auch gerne mal etwas mehr Geld springen lassen, dürfte spätestens seit Anfang August klar sein. Seitdem gibt es nämlich die exklusive WineBank – ein privater Club, bei dem die Mitglieder ein Fach für ihre Weine mieten können. Kostenpunkt: Zwischen 79 und 189 Euro im Monat.

Aber keine Sorge: Um in Köln in den Genuss von gutem Wein zu kommen, müsst ihr euch keinem exklusiven Club anschließen oder jedes Mal direkt ein kleines Vermögen ausgeben. Wir haben euch 11 Orte rausgesucht, die Weinliebhaber glücklich machen – von edel bis unprätentiös, vom Weinfachgeschäft über das Bistro bis hin zum Restaurant.

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© Weinladen Südstadt Wein ohne Dresscode im Weinladen Südstadt

Der Weinladen Südstadt ist in Köln zwar noch kein uralter Hase, in der Kölner Weinlandschaft spielt er aber trotzdem schon ganz oben mit. Das Motto "Wein ohne Dresscode" ist Programm, denn die Macher unterstützen Start-ups, nachhaltige Konzepte und junge Weingüter – und bringen damit frischen Wind in die Szene. Zu einem guten Glas Wein könnt ihr eine leckere Brotzeit mit Wurst, Käse und Antipasti bestellen. Im Weinladen Südstadt kommen Jung und Alt, Weinkenner und unbedarfte Weintrinker zusammen und genießen ihren Wein in gemütlichem Schummerlicht und stylishem Interieur – und die kleine, bunt bestuhlte Terrasse ist bereits zum beliebten Veedelstreff avanciert.

2

© Sophia Schillik Geile Teller und fette Weine in der HENNE.Weinbar

Die HENNE.Weinbar mitten in der Kölner City hat das Potenzial zur Lieblings-Weinbar. Das liegt einerseits an der Karte für die Flüssignahrung – da ist für jede*n, von Einsteiger*innen über Naturweinfans bis hin zu selektiven Profi-Trinker*innen, etwas dabei. Andererseits ist das Restaurant auch in kulinarischer Hinsicht eine absolute Bereicherung. Inzwischen fast schon legendär ist der HENNE-Lunch. Wochentags bekommt ihr in dem chicen Restaurant zwischen 12 und 15 Uhr nämlich leckere Mittagsgerichte für kleines Geld. Drei Gänge kosten schmale 26 Euro – zur Wahl steht unter anderem ein perfekt souffliertes Kalbsschnitzel, das manch eine*r als bestes Schnitzel der Stadt feiert. Im Sommer könnt ihr all das im lauschigen Innenhof genießen.

3

© Maximilian Lorenz / Weinlokal Heinzhermann Edel lunchen im Weinlokal Heinzhermann

Das Weinlokal Heinzhermann ist ein echtes Paradies für Weinliebhaber – die können hier nämlich aus rund 1500 internationalen Weinen wählen, darunter zahlreiche offene. Wer von einer so riesigen Auswahl überfordert ist, kann sich getrost in die Hände von Sommelier und Restaurantleiter Yuriy Apelyushynskyy begeben, denn der findet mit Sicherheit den passenden Wein für euch – egal, ob es nun der günstige Riesling oder doch ein Romanée-Conti am anderen Ende der Preisskala sein soll. Kulinarisch werdet ihr hier mit gehobener und innovativer Küche verwöhnt – Bäckchen vom Eifler Glücksschwein und Entrecôte vom Eifler Rind zum Beispiel. Mittags gibt es einen günstigen Businesslunch, bei dem ihr für zwei Gänge um die 20 bis 25 Euro zahlt.

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© Kölner Weinkeller Mehr als 3300 Weine aus aller Welt im Kölner Weinkeller

Ein Besuch im Kölner Weinkeller ist für Weinliebhaber ein echtes Erlebnis. Denn: In dem historischen Gewölbekeller an der Stollberger Straße lagern auf einer Fläche von knapp 2500 Quadratmetern mehr als 3300 verschiedene Weine aus aller Welt – was das Ganze zu einem der größten Weinhändler für internationale Top-Weine in Deutschland macht. Von der günstigen südfranzösischen Entdeckung bis hin zur 100-Parker-Punkte-Rarität werden hier die verschiedensten Tröpfchen geboten.

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© Christin Otto Bar Rix – eine Weinbar wie in Frankreich

Wer eine Weinbar sucht, die ihrem Namen gerecht wird, der ist in der Bar Rix am Friesenwall richtig. Der kleine Laden mit den charmanten Backsteinwänden und dem sonst schlichten Interieur wird von Valentine Mühlberger geführt, die nicht nur Tochter einer Französin ist, sondern auch selbst lange in Frankreich gelebt hat. Passend dazu stammt gut die Hälfte der hier erhältlichen Weine aus Frankreich. Die offene Weinkarte wechselt wöchentlich – so soll neuen Winzern, Rebsorten und Anbaugebieten eine Bühne geboten werden. Sogar einige Naturweine bekommt ihr hier.

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© Christin Otto Weinproben im Weinkeller bei Vinum

Seit fast 30 Jahren gibt es die Weinhandlung Vinum im Drei-Königs-Viertel – unweit der Alten Feuerwache – nun schon. In dem urig-gemütlichen Weinkeller bekommt ihr leckere Weine aus Frankreich, Italien und Deutschland, Schaumweine und Brände. Der Schwerpunkt des Sortiments liegt auf Alltagsweinen im Preissegment zwischen fünf und zehn Euro. Aber auch den ein oder anderen teureren Tropfen aus Italien und Burgund könnt ihr bei Vinum kaufen. Besonders zu empfehlen sind die Wein-Tastings. Auf wunderbar herzliche und humorvolle Weise bringt euch Inhaberin Helene dabei sechs Weine näher und serviert dazu passende Antipasti. Die Weine stammen dabei allesamt von Winzern, die das Vinum-Team persönlich kennt. Das Beste: Die Tastings sind mit einem Preis von 25 Euro ein echtes Schnäppchen.

  • Vinum
  • Kasparstraße 23, 50670 Köln
  • Montag – Freitag: 15–20 Uhr, Samstag: 11–15 Uhr
  • Weinproben ab 25 Euro (an drei Samstagen im Monat von 18 bis 20 Uhr), Wegen Corona erst ab Herbst wieder
  • Mehr Info
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© Terry Vlisidis | Unsplash Le Moi – die Online-Vinothek jetzt auch analog

Lange Zeit gab es das Le Moi – die Vinothek des Sterne-Restaurants Le Moissonnier – nur online. Seit November 2018 können Weinliebhaber ihren Warenkorb nun auch analog bestücken, denn das Le Moi hat an der Sudermannstraße einen kleinen Laden eröffnet. Frei nach dem Motto "Wir schnüffeln nach Wein wie das Schwein nach Trüffeln" findet ihr hier richtig edle Tröpfchen im Regal. Knapp 200 verschiedene Weine umfasst das Angebot – vor allem französische, die es sonst nicht in Deutschland zu kaufen gibt. Die Preisrange reicht von um die zehn bis hin zu mehreren Hundert Euro pro Flasche. So ganz analog geht es aber selbst im neuen Laden nicht zu. Denn: Die offenen Weine, die man hier probieren kann, kommen aus einer elektronischen Schenkanlage – und bezahlt wird nicht in Bar, sondern mit Karte.

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© Kelsey Knight | Unsplash Pradels – das Weinbistro in Klettenberg

Gute Weine in gemütlicher Bistro-Atmosphäre und dazu noch leckeres hausgemachtes Essen – genau das gibt es im Pradels in Klettenberg. Freunde edler Tröpfchen bekommen hier vor allem Weine aus Deutschland und Österreich, aber auch die Gin-Auswahl ist groß. Als kulinarische Grundlage stehen von Suppe über Flammkuchen bis hin zu diversen Salaten und Desserts verschiedene wechselnde Gerichte zur Wahl. Zu den "Klassikern" des Hauses gehören die Dijonsenfsuppe und die Crème Brûlée. Aber auch Kleinigkeiten wie Käse oder Quiche könnt ihr hier ordern. Und: Falls euch der Wein geschmeckt hat, dann nehmt doch einfach noch eine Flasche für Zuhause mit – denn das Pradels ist Bistro und Feinkostladen in einem.

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© Zippiri Edle Tröpfchen und Business-Lunch in der Zippiri Weinbar WYN

Das Zippiri kennen Kölner Gourmets natürlich längst aus Riehl – schließlich gibt es dort frische Austern, Rinder-Tatar und Black Angus Filet von Küchen-Chef Marco Piras. Nun hat das Zippiri Nachwuchs bekommen und die Weinbar WYN an der Aachener Straße in Lindenthal eröffnet. Im Sommer kann man hier auf der Terrasse wunderbar den Tag bei einem guten Glas Wein ausklingen lassen. Aber auch kulinarisch hat die neue Weinbar einiges zu bieten. Die Speisekarte wechselt regelmäßig und bietet edle Mehr-Gang-Menüs zu fairen Preisen. Mittags gibt's den Drei-Gang-Business-Lunch schon für 20 Euro.

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© Christin Otto Schwindelgefühle im Zwölfgrad

Steht man im Zwölfgrad, so könnte man fast meinen, man sei schon beschwippst – und das, ganz ohne überhaupt einen Schluck getrunken zu haben. Aber keine Sorge: Das liegt allein an den schrägen Regalen, die passend zum Namen im Zwölfgradwinkel angebracht sind. Das ist dann aber auch schon das einzig Schräge in diesem hübschen Laden in der Südstadt. Bei der Auswahl der Weine wird nämlich Wert auf Geradlinigkeit gelegt, oder besser gesagt: auf Qualität. Die riesige Auswahl umfasst edle und bezahlbare Tröpfchen aus allen wichtigen Anbaugebieten in Europa und Übersee. Wer da direkt Lust bekommt, mehr über Wein zu erfahren und den eigenen Gaumen zu schulen, für den bietet das Zwölfgrad jeden Donnerstag ein Weinprobenseminar zu wechselnden Themen an.

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© Christin Otto Naturweine verkosten in der La Vincaillerie

Die Vincaillerie in Ehrenfeld ist Weinladen und Tasting-Ort in einem: In dem kleinen Laden an der Leostraße bietet Inhaberin Surk-ki Schrade ihre Tröpfchen nämlich nicht nur zum Kauf, sondern auch zur Verkostung an. Dass die Weinprobetermine so beliebt und oft schon ausgebucht sind, hat viele Gründe: Zum einen, weil man hier so viel über Wein erfährt und erschmeckt – und das für nur zehn Euro pro Person. Zum anderen, weil es keinen Standesdünkel gibt und auch Laien willkommen sind. Vor allem aber, weil die Weine hier etwas ganz Besonderes sind. Die Vincaillerie hat sich nämlich auf Vin Naturel spezialisiert – also Naturweine, die ohne Zusatzstoffe heranreifen.

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