11 urige Brauhäuser in Köln

Köln ist bekannt für sein Kölsch, klar. Und wo wird das besonders reichlich ausgeschenkt? Natürlich im dazugehörigen Brauhaus. So lange, bis man mit dem Bierdeckel deutlich macht, dass man genug hat. Keine Lust mehr auf Bier? Dann muss der Deckel auf die Stange gelegt werden. Sonst fließt das Kölsch weiter.

Dazu kommen die Sprüche vom Köbes. Du willst ein Wasser bestellen? Dann wird man dich mit Sicherheit fragen, ob du zum Trinken oder zum Baden da bist. Dann noch die deftige rheinische Küche, die neben Klassikern wie Himmel un Äd oft auch leckere Pilzpfannen oder frische Muscheln bereithält. Ja, es gibt wenige urige Orte, an denen man so schön versacken kann. Köln ohne Brauhäuser – das ist wie Karneval ohne Kostüm.

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© Christin Otto Rheinischer Sauerbraten in der Brauerei zur Malzmühle

Die Brauerei zur Malzmühle wurde vor mehr als 150 Jahren eröffnet, was sie zur zweitältesten Brauerei Kölns macht. Ein uriges Original also mit typisch kölschem Brauhaus-Erlebnis direkt am Heumarkt. Absoluter Renner ist der Sauerbraten – und das hat die Malzmühle niemandem geringeren zu verdanken als dem einstigen US-Präsidenten Bill Clinton. Der soll hier 1999 zum Mühlen-Kölsch nämlich einen rheinischen Sauerbraten mit Klößen und Apfelkompott gegessen und dann den berühmten Satz "Ich bin ein Kölsch" gesagt haben.

  • Brauerei zur Malzmühle
  • Heumarkt 6, 50667 Köln
  • Montag – Donnerstag: 11.30–0 Uhr, Freitag – Samstag: 11.30–1.30 Uhr, Sonntag & Feiertags: 11.30–23 Uhr
  • Mehr Info
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© Christin Otto Bierspezialitäten vom Fass in der Braustelle

Herzlich willkommen in Kölns kleinster und Ehrenfelds einziger Brauerei! 2001 gegründet, hat sich die Braustelle auf hausgebrautes Bier spezialisiert. Hier könnt ihr zum Beispiel das Helios trinken oder ein Ehrenfelder Alt bestellen. Außerdem gibt es ein eigenes Weizenbier, ein Hibiskusbier namens Pink Panther und viele weitere Spezialbiere. Dazu wird deftige Kost serviert – beispielsweise Bratkartoffeln mit Altbiersauce, hausgemachte Käsespätzle, Biergulasch mit Semmelknödeln oder Bierkräuterhaxe. Wer also mal abseits vom typischen Brauhausspektakel ausgehen möchte, ist in Ehrenfeld in der Braustelle an der richtigen Adresse.

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© Christin Otto Kölsch trinken im urigen Päffgen Brauhaus

Das Päffgen ist eines der bekanntesten Brauhäuser in Köln. In mehreren Räumen, die so wunderbare Namen wie "Das Kabäuschen" oder "Der Beichtstuhl" tragen, lädt das Brauhaus zu einem prototypischen Köln-Erlebnis ein. Auch kulinarisch wird hier die ganze Bandbreite kölscher Klassiker aufgefahren: Bierhaxe, Grünkohl mit Mettwürsten, die 3/4 Meter Bratwurst oder einfach nur ein richtig leckeres Schnitzel. Aber auch eher universale Klassiker wie Fish'n'Chips mit Päffgen-Mayo oder ein halbes Hähnchen mit Fritten stehen auf der Karte. In den Monaten von September bis April ist außerdem dienstags Reibekuchen-Tag. Wie hat die New York Times so schön über das Päffgen und Köln geschrieben? "But drinking a Kölsch is more than just drinking a beer: it's like drinking an entire culture."

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© Gaffel Kölsche Kost im Brauhaus ohne Namen

Es braucht nicht immer einen ausgefallenen oder kölschen Namen im Titel. So oder so ähnlich hat sich das wohl das Brauhaus ohne Namen gedacht. Was beim Betreten des b.o.n. direkt auffällt, ist das Personal. Hier erwarten euch keine Köbesse mit Schnauzbart und der kultigen Griesgrämigkeit, sondern junge Leute, die sympathische Herzlichkeit ausstrahlen. Wer am Wochenende mal reinschauen möchte, sollte besser reservieren. Einmal drin, könnt ihr euch auf richtig gutes Essen freuen. Von Haxe und Braumeister-Kotelett über Rösti und Käsespätzle bis hin zu kleinen Zwiebelhappen und dem vitaminreichen Brauhaus-Salatteller ist im Brauhaus ohne Namen für jede*n was dabei. Übrigens: Immer sonntags gibt's halbes Hähnchen.

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© Christin Otto Auf ein Kölsch ins Bierhaus en d'r Salzgass

Brauhäuser gibt es in der Altstadt ja so einige. Eines, das uns besonders gut gefällt, ist das Bierhaus en d’r Salzgass – zum einen, weil dort das besonders süffige Päffgen-Kölsch ausgeschenkt wird, zum anderen, weil das Ambiente besonders urig ist. Holzvertäfelte Wände, riesige Kronleuchter und die mittelalterliche zweistöckige Dielenhalle machen den Charme dieses Hauses aus. Außerdem wird hier noch der gute alte "grumpy Köbes"-Service gepflegt, der nie um einen frechen Spruch verlegen ist. Serviert wird natürlich nicht nur Kölsch, sondern auch deftige Brauhausküche – von Himmel und Ääd bis hin zu Haxe mit Päffgenbiersauce.

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© Christin Otto Rheinische Bierkultur im Brauhaus Reissdorf

Das Reissdorf Brauhaus findet ihr am Kleinen Griechenmarkt, zwischen Poststraße und Barbarossaplatz. Zum süffigen Reissdorf-Kölsch werden hier deftige Speisen serviert, die auch mal ohne Fleisch auskommen. Das Brauhaus achtet nämlich auf eine ausgewogene Mischung aus kölschem, aber auch internationalem und saisonalem Essen. An Aschermittwoch wird Fisch serviert, sonntags ist Schnitzel-Tag und mittwochs dreht sich alles um Reibekuchen. Außerdem zu empfehlen: der günstige Mittagstisch zwischen 12 und 14.30 Uhr. Wer Lust hat, kann auch die Kegelbahn im Untergeschoss mieten.

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© Hellers Brauhaus Bio-Kölsch im Hellers Brauhaus

Seit über 20 Jahren gibt es die Brauerei "Hellers" im Herzen des Kwartier Latäng nun schon. In Köln ist es eines der wenigen Brauhäuser, die sich trauen, neben Kölsch und unfiltriertem Wiess auch Alt zu servieren. Außerdem bekommt ihr hier Spezialitäten wie den hauseigenen Kräuterlikör "Kallendresser". Als Grundlage gibt es rustikale Brauhausküche, die ihr nicht nur im Brauhaus selber, sondern auch im Hinterhof zusammen mit einem Bier genießen könnt. Dort lässt es sich zwischen Pflanzen und einem kleinen Brunnen wunderbar abschalten und den Feierabend genießen. Top für die Veggies unter euch: Es gibt auch vegane Gerichte wie veganen Gulasch und vegane Wirsingroulade.

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© Nicola Dreksler Gemütlicher als der große Bruder: Das FRÜH Em Veedel

Das Früh Brauhaus in der Nähe vom Dom kennt wohl jede*r Kölner*in und vor allem jede*r Tourist*in. Wer lieber originaler und gemütlicher sein Früh Kölsch trinken mag, kann das hervorragend im Früh em Veedel tun. Direkt am Chlodwigplatz und neben der berühmten Severinstorburg gelegen, trifft sich hier Jung und Alt, um gemeinsam lecker zu essen und frischgezapftes Kölsch zu trinken. Kölsche Klassiker wie Sauerbraten oder Himmel un Ääd, aber auch Vegetarisches wie hausgemachte Käsespätzle und Flammkuchen findet ihr auf der Karte. Früher war in dem Brauhaus übrigens eine Schnapsbrennerei zu Hause. Damals trafen sich frühmorgens immer die Rentner*innen, um den Tag mit einem Schnaps zu beginnen. Deswegen wird die Gaststätte immer noch liebevoll "Invalidendom" genannt. Wer eintauchen möchte ins kölsche Lebensgefühl, ist hier an der richtigen Adresse.

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© Christin Otto Päffgen und Kotelett mit Schmorzwiebeln im Lommerzheim

Einen Schönheitspreis gewinnt das "Lommi" mit seinem rustikalen Aussehen zwar nicht, trotzdem ist es die Mutter aller Kölscher Kaschämmen. Über das Lommerzheim gibt es Lieder, einen Wikipedia-Eintrag und die Straße gegenüber des Lokals heißt "Hans-Lommerzheim-Straße". Mehr Kult geht nicht. Zu verdanken ist all das sicherlich dem ehemaligen Besitzer Hans Lommerzheim, der die Gaststätte zusammen mit seiner Ehefrau Annemie Lommerzheim über 40 Jahre lang führte. Mit seiner urigen Art begeisterte er Stammkund*innen und Touris ein halbes Jahrhundert, bis er im Jahre 2005 verstarb. Kult ist das "Lommi" aber noch immer. Wer hier essen und trinken möchte, muss früh da sein – denn meistens bildet sich schon nachmittags eine Schlange. Was man hier isst? Na das berühmte Kotelett mit Schmorzwiebeln natürlich! Außer es ist Aschermittwoch, denn dann steht natürlich auch im "Lommi" das traditionelle Fischessen auf dem Plan. Dazu gibt es süffiges Päffgen – bei schönem Wetter auch im Biergarten.

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© Christin Otto Hämmchen im Haus Töller

Das Haus Töller ist zu Hause in einem der ältesten Gebäude Kölns. Erstmalig wurde es 1343 erwähnt. Dementsprechend urig ist es hier. 2003 wiedereröffnet, wird im Haus Töller kölsche Tradition großgeschrieben – und das fängt schon beim Inventar an. Das wird nicht etwa ausgetauscht, sondern immer wieder restauriert. So sind die Holztische schon über 100 Jahre alt und werden immer neu mit Wurzelbürste und Schmierseife behandelt. Auch beim Essen setzt das Haus Töller auf Tradition ohne große Experimente. Hier gibt's den Sauerbraten noch klassisch vom Pferd und jeden Freitag zwischen 17 und 20 Uhr frische Reibekuchen. Kenner*innen schwärmen vor allem vom Hämmchen – das frisch gepökelte Eisbein soll hier besonders gut sein.

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© Christin Otto Familientradition wird im Haus Unkelbach groß geschrieben

Im Herzen von Sülz an der Luxemburger Straße steht das Haus Unkelbach. Schon von außen lädt es mit seiner grünlich-schimmernden Waben-Glasfront in sein uriges Inneres ein. Neben einer großen Auswahl an Fleischgerichten und deftigen Klassikern wie Käsespätzle und Speckpfannkuchen findet ihr auf der Karte auch Gerichte für Veganer*innen: Schnitzel, Maultaschen und Knödel bekommt ihr hier auch rein pflanzlich. Wer auf Reibekuchen steht, sollte dienstags vorbeischauen, denn dann gibt es den Klassiker mit Apfelkompott, Blutwurst, Tatar, gebratenen Champignons oder hausgebeiztem Lachs. Im Frühjahr dürfen sich Spargel-Fans auf frisches Stangengemüse in unterschiedlichsten Varianten freuen – von klassisch bis modern, von fleischlastig bis vegan. Bei schönem Wetter könnt ihr zudem wunderbar im Biergarten sitzen und dort das kühle Reissdorf vom Fass genießen.

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