Alle Jahre wieder: Die 11 Phasen auf dem Weihnachtsmarkt

© Stephanie von Below

Weihnachtsmärkte – kaum ein kollektives Besäufnis wird in Großraumbüros und Kantinen so kontrovers diskutiert. Man kann sie hassen, man kann sie lieben oder mal kurz lieben und dann wieder hassen. Manchen sind sie auch einfach wurscht. Doch egal, ob man nun eher Typ Grinch, Typ Weihnachtsfanatiker oder irgendwas zwischendrin ist – am Ende landet man dann doch mindestens einmal im Jahr dort. Weil die Erinnerung an das Loch im Geldbeutel, die klebrigen Glühweinbecher und abgefrorene Zehen nach zwölf Monaten dann dem ständigen "Ach, komm halt mit!" dann doch nicht mehr standhält. Und dann kommen sie – die 11 Phasen auf dem Weihnachtsmarkt, die wahrscheinlich (fast) jeder schon mal so oder so ähnlich durchlebt hat:

1. Oh man, soll ich mir das Gedrängel wirklich antun? Am Ende hab ich wieder Glühwein auf der Jacke.

2. Na gut, mal schnell drüber laufen und einen Glühwein trinken – kann ja auch ganz nett werden. Am besten nehme ich nur 15 Euro mit, dann bin ich safe.

3. So, auf ins Getümmel. Mal eben in die Whats-App-Gruppe schreiben, wo wir uns treffen. An welchem Stand seid ihr? Schick mal Standort!

4. Roter, Weißer oder doch gleich mit Eierpunsch durchstarten? Ich muss meinen Rausch klug takten. Alter, dauert das lange. Und teurer wird es auch jedes Jahr. Zwei Euro Pfand – dafür nehm' ich aber auch die Tasse mit!

5. Hui, ist der heiß. Pusten hilft. Ganz viel Pusten. Mist, jetzt ist alles auf meiner Jacke. Ich fühle mich wie doppelseitiges Klebeband!

6. Geil, genau die richtige Temperatur. Schluck, großer Schluck. Also der von der Mama schmeckt besser.

7. Toll, jetzt ist er kalt. Wie meine Füße. Ich brauch nen Neuen. Kannst du mir später Geld leihen?

8. Hunger! Halbe Meter Wurst oder doch Reibekuchen? Ich liebe Anstehen und boah, der Glühwein ballert auch schon.

9. Und er treibt! Wo ist hier überhaupt das Klo? Warum müssen genau jetzt alle pinkeln? Ich schreibe mal meinem Ex, ob er auch da ist. Wuhhuuu, ich liebe Wham. Laaast Christmas ei gäiv ju ma hart!

10. So noch ein Weißer mit Schuss. Oder soll ich den Hot Mojito wagen? Dicht shoppt sich's eh besser. Lammfellhausschuhe, geil! Gefilzte Traumfänger, auch geil. Ich hätte mehr Geld mitnehmen sollen.

11. Bin pleite und jetzt reicht's eh mit Bill Crosby und dem scheiß Rudolf-Renntier. Wie komm ich jetzt eigentlich nach Hause? Fazit: Ich muss morgen um sieben raus, hab 30 Euro Schulden und ein neues Paar Filzhausschuhe. Nächstes Mal bleib ich beim Kinderpunsch.

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