Auf eine Galette und einen Crémant im Délibon

© Nicola Dreksler

Was mit einem kleinen Crêpes- und Galettes-Foodtruck auf dem wöchentlichen Meat & Eat-Markt am Rudolfplatz begann, hat sich zu einem französischen Bistro inmitten des Agnesviertels in der Sudermanstraße gemausert. Laurence, Tochter einer gebürtigen Französin, ist bereits seit 2016 im Crêpes-Geschäft und hat sich mit ihrem Wagen Délibon in Köln längst einen Namen gemacht.

Der Foodtruck blieb bestehen – hinzukamen nicht nur das Ladenlokal samt größerer Speisen- und Getränkeauswahl, sondern auch Peter. Gemeinsam schmeißen sie seit Ende Mai das Délibon, in dem es nicht nur wahnsinnig hübsch aussieht, sondern auch noch ausgezeichnet schmeckt.

© Nicola Dreksler

Eigentlich haben Peter und Laurence in Köln Sport studiert. Nach Zwischenstopps in Hamburg und im Ausland stand für sie nicht nur fest, dass ihre Wahlheimat Köln sein soll, sondern auch, dass sie was eigenes auf die Beine stellen wollen. Laurence' Mutter kommt aus der Bretagne und ihre Ur-Ur-Ur-Großmutter führte einst eine Crêperie in Frankreich – und da der Apfel hin und wieder dann eben doch nicht weit vom Stamm fällt und Laurence selbst mal in Frankreich als Crêpière gearbeitet hat, lag es auf der Hand, die französische Küche in Köln fortzuführen.

Als die Anfrage vom Pop-Up-Restaurant Laden Ein kam, fackelte Laurence nicht lange und holte sich als Unterstützung Peter ins Boot. Die bretonische Küche konnte die Gäste überzeugen – und die Gastronomie Peter und Laurence.

© Nicola Dreksler

Das Ladenlokal samt Außengastro im Agnesviertel war erstaunlich schnell gefunden. Schön ist es geworden, hell, in genau der richtigen Größe. Geschirr aus der Crêperie der Ur-Ur-Ur-Großmutter ziert die Wände. Die Bilder stammen von Laurence' Opa – und überhaupt entspringt ein Großteil der Einrichtung der Marke Eigenbau.

Es ist der Ort, an dem die beiden die Bretagne – also Laurence' Herkunft – mit der gemeinsamen Heimat Köln verbinden. Ihr Obst und Gemüse kaufen Peter und Laurance auf dem Wochenmarkt im Veedel, das Fleisch stammt von der Metzgerei Werners ums Eck und die bretonischen Spezialitäten selbstverständlich aus der Bretagne.

© Nicola Dreksler

Ob Käseteller, Salate, Austern, Steak et Frites, Croques, Galettes oder Crêpes – gearbeitet wird also mit besten Zutaten. Und das schmeckt man auch. Dazu gibt es eine feine Getränkeauswahl, die die hauseigene Sommilière eigens für das Délibon zusammengestellt hat. Für ausreichend Abwechslung sorgen zudem die wechselnde Wochenkarte und das leckere Mittagsangebot. Und als ob all das nicht schon überzeugend genug wäre, gibt es noch zwei Boulespiele. Wer mag, kann also zwischen Wein und Auster auf dem Mittelstreifen ein paar ruhige Kugeln werfen. Klein Frankreich mitten im Agnesviertel eben.

© Nicola Dreksler

Unbedingt probieren: Galette Chèvre (Ziegenkäsecreme, Walnüsse & Honig) und natürlich den Crémant rosé.

Besonderheit des Ladens: Französische Apéro-Kultur mitten im Agnesviertel.

Mit wem gehst du hin: Mit deinen Kollegen und deinen Freunden nach der Arbeit auf ein Glas Wein oder Crémant und die passende Essensbeilage.

Preise: Teller mit 3 Käsesorten: 10 Euro, Crémant Rosé (0,1l): 3,90 Euro, Cidre (0,2l): 3,50 Euro, Mittagsmenü (12 – 15 Uhr): Galette/Croque + Pommes Frites/Salat + Getränk: 10 Euro.

Délibon | Sudermanstraße 12, 50670 Köln  | Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 12–22 Uhr | Mehr

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