Kölschvergnügen mit Musiker Keshav Purushotham

© Miriam Stoppek

Keshav Purushotham ist Musiker durch und durch und wie so oft fiel der Apfel nicht weit vom Stamm. Sein Vater wurde vor kurzem mit dem Jazzpreis der Musikkulturen vom WDR3 ausgezeichnet, von seinem Onkel bekam er seine erste Gitarre geschenkt. Keshav selbst hat und hatte schon viele Namen: John Goldtrain, Lil Walter, Minelli oder aktuell Keshavara. Ob Solokünstler, DJ oder seine zahlreichen Bands, wie Miami oder Timid Tiger. Mit letzterer hatten sie auch einen kleinen Indie-Hit: "Miss Murray" wurde 2005 in den Radios rauf und runter gespielt.

Und jetzt? Nach seinem letzten und persönlichsten Soloalbum – vier Jahre lang hat er in Köln und in seiner indischen Heimat an "Keshavara" geschrieben – arbeitet er weiterhin an Songs für seine nächste Platte. Wenn ihr seinen Mix aus Synthies, Hip-Hop-Beats, indischem Traditional, Pop und World-Music live sehen wollt, könnt ihr das am 1. März im Bumann & Sohn tun. Außerdem freuen wir uns Keshav Purushotham als einen von sechs DJs bei unserer Mit Vergnügen Party in Köln begrüßen zu dürfen. Ebenfalls im Bumann & Sohn und nur einen Tag später am 2. März.

1. Was macht dich zum Kölner?

Ich lebe hier seit 1990 und es passiert ja einfach so. Ein merkwürdiger Gedanke eigentlich.

2. Warum schlägt dein Hätz für diese Stadt?

Ich werd glaub ich nie Kölner genug sein, um wirklich ein „Hätz“ zu haben. Aber ich mag die Größe der Stadt. Nicht zu groß, nicht zu klein.

3. Dein Lieblingsveedel?

Zur Zeit das Agnesviertel, da ich vor kurzer Zeit erst hierhin gezogen bin und vieles noch „neu“ ist.

4. Dein Lieblingsort?

Hinter den Plattenspielern im Acephale.

5. Was zeigst du Freunden, die von außerhalb zu Besuch sind?

Meistens die Plattenläden: Groove Attack, A-Musik, Parallel Schallplatten.

6. Wohin nimmst du deine Eltern mit?

Meine Eltern wohnen auch hier. Wir gehen sehr oft Falafel essen bei Habibi und danach ins Kino (Off Broadway).

7. Wo trinkst du dein Kölsch am liebsten?

Ich trinke selten Kölsch, aber wenn, dann am liebsten, wenn jemand vergebens versucht, selber ein Fass anzuschlagen und dabei ein Springbrunnen entsteht.

8. Wenn du eine Sache an Köln ändern könntest – was wäre es?

Mieten erhöhen!

9. Was vergnügt dich am meisten?

Die Mieten.

10. Karneval ist für dich?

Es ist zur Tradition geworden, dass ich direkt aus dem Karmaurlaub aus Indien zurück in den Karneval komme, um durch Auflegen den Urlaub rückzufinanzieren. Das Problem ist nur, dass die körperliche und geistige Erholung dann sofort wieder weg ist und ich ein Jahr warten muss, um das selbe wieder von vorn zu machen.

11. Was möchtest du in diesem Leben unbedingt noch machen?

Mal nicht in Köln wohnen?!

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