Smørrebrød und süße Schnecken im Oskar Davidson

© Christin Otto

Er ist ein wehmütiger Gefährte – dieser Magen. Kaum verlassen wir die gewohnten Gefilde, bekommt er Heimweh. Dann vermisst er die unterschiedlichsten Dinge. Mamas Rouladen zum Beispiel, das süffige Kölsch oder auch: Smørrebrød. So zumindest ging es Musa und Salim. Die haben nämlich lange Zeit in Dänemark gelebt und sich dort, zumindest kulinarisch, in eben dieses verliebt. Und weil sich derlei Liebeskummer am besten durch ein Wiedersehen kurieren lässt, haben die beiden an der Ehrenstraße nun ihren eigenen Smørrebrød-Laden namens „Oskar Davidson“ eröffnet – benannt nach dem Mann, der das Smørrebrød in Dänemark berühmt gemacht hat.

Doch was ist es nun eigentlich – dieses Smørrebrød? Ganz einfach: Es ist das, was wir hierzulande ganz schnöde „Butterbrot“ nennen. Oder auch Stulle, Schrippe, Bemme – sucht euch was aus. Für Musa und Salim ist es jedenfalls sowas wie das Gute-Laune-Brot schlechthin. Berichten sie vom dänischen Smørrebrød, wird einem allein beim Zuhören ganz hyggelig ums Herz – oder besser gesagt: um den Magen. „Ein richtig gutes Brot mit mariniertem Hering, mit Ei oder auch mit Kartoffeln – einfach himmlisch“, schwärmt Musa. „Gute Zutaten – ganz wichtig“, ruft Salim hinterher, der kurz darauf zum Brotmesser greift, schneidet, schmiert und garniert, als stünde dabei seine Ehre als Koch auf dem Spiel.

© Christin Otto

Et viola, da ist es auch schon: ein Smørrebrød mit geräuchertem Lachs, würzig-süßer Sauce, liebevoll dekoriert mit Kräutern, Kaviar und anderen Feinheiten. Optisch ein Knaller. Bleibt der Geschmackstest – und der zeigt: Lecker ist das üppig belegte Scheibchen á la Dänemark auch noch. Selbst die ungewöhnliche Kombination aus Kartoffeln und Brot ergibt im Mund plötzlich Sinn.

Wichtigste Grundvoraussetzung ist freilich ein gutes Brot. Für Salim und Musa kein Problem – schließlich sitzen sie mit ihrem Laden an der Ehrenstraße an der Quelle und können sich feinste Kohlenhydrate direkt nebenan in der Bäckerei Zimmermann’s besorgen. Auch in Sachen Belag achten die beiden auf die Qualität der Produkte – möglichst regional sollen sie sein und bitte nicht zu viel Verpackungsmüll, erklärt Musa.

Zimtschnecken und Kuchen

Ergebnis der Smørrebrød-Liebe von Musa und Salim ist eine große Schnittchen-Auswahl, die mal mit Fisch, mal mit Roastbeef, mal mit Käse oder Ei, mal vegetarisch oder vegan belegt ist. Alles kreativ dekoriert und geschmacklich aufeinander abgestimmt. Ebenfalls nicht fehlen darf natürlich der einzig wahre skandinavische Nachtisch: Zimtschnecken. Die sind dank des Frostings zimtig-süß und machen die Prise Hygge an der Ehrenstraße Ecke Friesenwall perfekt.

Unbedingt probieren: Das Smørrebrød mit Lachs – am besten in der Kombination mit grünem Spargel. Und die Zimtschnecken natürlich. Übrigens: Wer Kuchen bevorzugt, wird ebenfalls fündig – die Auswahl wechselt.

Besonderheit des LadensHier dreht sich alles um die dänische Stulle namens Smørrebrød. Es gibt vegetarische und vegane Optionen – zum Beispiel mit Roter Beete oder Avocado.

Mit wem gehst du hin: Mit Brotzeit-Liebhabern, Dänemark-Fans und süßen Schnecken ohne Gluten-Intoleranz.

PreiseEin Smørrebrød kostet je nach Belag zwischen 3,50 Euro und 7 Euro. Während der Eröffnungswoche sind die Preise reduziert.

Oskar Davidson | Ehrenstraße 73, 50672 Köln | Montag – Samstag: 11 – 21 Uhr  | Mehr

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