Yen Sushi fährt im ehemaligen Thai Haus so richtig auf

© Christin Otto

Dass das Thai Haus an der Händelstraße nach mehr als 25 Jahren seine Türen geschlossen hat, traf so manchen Thai-Food-Fan in Köln schmerzlich. Entsprechend schwer hatten es die junge Vietnamesin Tran Thi Hong Ngan und ihr Mann Ngujen Duy Hung, als sie in den Räumen des ehemaligen Thai-Restaurants vor sechs Wochen unter dem Namen „Yen Sushi“ mit neuem Konzept und frischen Ideen in Sachen japanischer Küche an den Start gingen.

„Manche sind aufgestanden und gegangen, als sie gemerkt haben, dass sie nicht mehr im Thai Haus sitzen – die haben uns gar keine Chance gegeben“, erinnert sich Tran an die erste Woche nach der Eröffnung. „Der Laden war komplett leer.“

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Inzwischen hat sich das geändert. Vor allem die Außenplätze sind bei schönem Spätsommerwetter heiß begehrt und auch drinnen sitzt man nun in modernem und doch gemütlichem Ambiente. Wen das nicht tröstet, der vergisst seinen Schmerz über den Thai-Haus-Verlust spätestens, sobald das Essen auf dem Tisch steht. Dann ist nämlich großes Staunen angesagt. Genau dafür sorgt Tran höchstpersönlich – und zwar mit aufwendig dekorierten Sushi-Platten.

Blumen, kleine Figuren, Deko, Früchte und gehobeltes Gemüse verarbeitet sie zu Mini-Skulpturen, die am Ende tatsächlich mehr Kunst sind als Essen. Dabei gleicht kein Teller dem anderen. „Jede Platte, die an einen Tisch rausgeht, muss anders aussehen“, sagt die Gastronomin.

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Dass Tran und ihr Mann in jeden einzelnen Teller so viel Liebe, Sorgfalt und Zeit stecken, hat seinen Grund. Damit wollen sie nämlich nicht nur ihre Gäste glücklich machen, sondern auch ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. „Billige Sushi-Läden gibt es in der Umgebung schon genug“, sagt Tran.

Genau deswegen wird im „Yen Sushi“ auf imposante Optik und hohe Qualität gesetzt. Ihren Fisch beziehen die beiden immer frisch von einem Fischhändler in Düsseldorf, die Saucen – wie zum Beispiel die Sesamsauce zum Spinat-Salat – sind selbstgemacht und auch die Gyoza werden nicht aus irgendeiner Tiefkühltüte geschüttelt. Genau das sieht man den Gerichten am Ende nicht nur an, man schmeckt es auch.

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Bevor es aber überhaupt zum Schlemmen kommt, müssen natürlich erst einmal ein paar Entscheidungen getroffen werden – und das ist angesichts der umfangreichen Speisekarte gar nicht mal so einfach. Sushi-Liebhaber haben die Qual der Wahl zwischen verschiedensten Nigiri, Maki, Sashimi, Inside-Out und Special Rolls. Wen das überfordert, der bestellt am besten eine „Überraschungsplatte“ – und übergibt die Entscheidung an den Küchenchef, der für 25 Euro pro Person ein bisschen was von allem kredenzt.

Gesorgt ist aber auch für diejenigen, die mit Sushi wenig anfangen können: Neben verschiedenen Vorspeisen, Yen-Tapas, Bento-Menüs sowie japanischer Ramen- und Miso-Suppe haben Tran und Ngujen sogar noch ein paar Thai-Klassiker ihres Vorgängers in die Karte aufgenommen– „für die Stammgäste des Thai-Haus“, wie Tran sagt. Wer seinen Schmerz über das Ende des Thai Hauses also partout nicht ablegen kann, der bekommt hier auch weiterhin Curry und Phad Thai. Wobei spätestens nach dem ersten Besuch im Yen Sushi klar sein sollte: Einen Grund, traurig zu sein, gibt es hier nun wirklich nicht.

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Unbedingt probieren: das Sushi natürlich. Uns haben vor allem die Inside-Out-Rolls begeistert.

Besonderheit des Ladens: Serviert wird asiatische Küche, wobei der Fokus klar auf hochwertigem Sushi und japanischen Klassikern wie Ramen und Bento liegt. Die Sushi-Platten sind besonders aufwendig und liebevoll dekoriert.

Mit wem gehst du hin: deinem Date, deinen Mädels bzw. Jungs oder mit den Kollegen zum Bento-Lunch.

Preise: Vorspeisen und Salate 3 – 9 Euro, Ramen 8,50 – 12,50 Euro, Maki (8 Stück) 3 – 4,50 Euro, Inside Out (8 Stück) 7 – 10 Euro, Special Rolls (8 Stück) 7 – 16 Euro

Yen Suhsi | Händelstraße 28, 50674 Köln | Montag – Donnerstag: 12–15 Uhr und 17–22.30 Uhr, Freitag – Sonntag: 12–15 Uhr und 17–23 Uhr | Mehr Info

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