11 Dinge, die du in Köln umsonst und drinnen machen kannst

Wer gerade mal wieder pleite ist, hat es in den kalten Monaten oft nicht leicht. Draußen ist es grau und ungemütlich. Möchte man der Tristesse entfliehen und sich den schönen Dingen des Lebens widmen, kommt man ohne Käsch in de Täsch meist nicht weit. Wir haben uns gedacht: Das muss doch auch anders gehen. So wie im Sommer, wo es vor "Umsonst und Draußen"-Angeboten nur so wimmelt. Nur scheint da eben öfter die Sonne und die Tage sind länger. Gesagt, getan: Hier kommen elf tolle Dinge, die ihr in Köln "Kostenlos und Drinnen" machen könnt.

1

© KHM Ausstellungen, Literatur und Filme in der KHM

Die Kunsthochschule für Medien ist nicht nur für ihre spannenden Studiengänge rund um die medialen Künste bekannt, sondern auch für ihr umfassendes Programm, das von den Studierenden, Absolventen und Dozenten auf die Beine gestellt wird und für jeden zugänglich ist. Es lohnt sich also, gelegentlich die Termine auf der Website der KHM abzuchecken – ob Lesungen, Ausstellungen, Filmfestivals oder -vorführungen: Die Inhalte sind wirklich immer interessant und sehenswert und der Eintritt ist sogar frei.

2

© Schnörres Montag ist Tontag im Schnörres

Achja, der Wochenanfang kann ja so nervig sein, umso schöner, dass im Schnörres in der Südstadt jeden Montag Tontag ist. Auf die Ohren gibt es dann Musik von verschiedenen lokalen Künstlern – immer anders, immer originell: mal elektronische Klänge von den Plattentellern, mal Live-Musik. Und das Beste: Der Spaß ist auch noch umsonst.

3

© Christin Otto Freier Eintritt zu den Museen am Köln Tag

Jeweils am ersten Donnerstag im Monat (außer an Feiertagen) haben alle Kölner freien Eintritt in die Ständigen Sammlungen der städtischen Museen. Einfach Personalausweis mitbringen, fertig. Die Museen schließen am Köln Tag erst um 22 Uhr.

4

© die wohngemeinschaft Gemeinsam singen in der Wohngemeinschaft

Wer seine Stimmbänder aufpolieren möchte, muss dafür nicht zwingend Geld ausgeben. In der Wohngemeinschaft wird an regelmäßigen Terminen bei "Songs to sing" gemeinsam als Kneipenchor gesungen. Es werden Songs geträllert, die gefühlt schon jeder mal singen wollte, sich bisher aber vielleicht nicht getraut hat. Ganz egal wie gut oder wie schlecht deine Stimme ist, es macht wirklich Spaß hier lauthals mitzusingen. Vor Karneval gibt es sogar ein paar Sonderausgaben, bei denen ausschließlich Karnevalslieder gesungen werden. Der Eintritt ist wie immer frei.

5

© Christin Otto Skeeball spielen in der Red Fox Bar

Die Red Fox Bar in Ehrenfeld liegt etwas versteckt in der Klarastraße und ist eine große Spielwiese für Erwachsene. Denn: Neben amerikanischen Bieren wie Miller, Milwaukee's, Moosehead und Bud Light gibt es hier auch Skeeball, Flipper-Automaten aus den 70er Jahren und eine originale Pac-Man-Konsole. Das Beste: Dienstags und donnerstags könnt ihr euch in Kölns erster Skeeball-Bar sogar kostenlos beim Skeeball austoben. Während sich das Jahrmarktspiel in Amerika an großer Beliebtheit erfreut, ist die Ballsportart in Deutschland bisher noch ziemlich unbekannt. Das muss geändert werden – also: Let the good times roll!

6

© Holger Talinski Ein Konzert in der Philharmonie

Ziemlich schade, dass kurzfristige Karten zu klassischen Konzerten oft recht teuer sind, wenn man nicht gerade einen Studentenausweis vorzeigen kann. Aber Moment, da war doch was: Beim Kölner Philharmonie Lunch gibt es zwar kein Essen, dafür aber eine saftige Portion Klassik, ganz ohne Frack und ohne Eintritt. Jeden Donnerstag öffnen die Pforten um Punkt 12 Uhr zum 30-minütigen Probenbesuch. Zu hören gibt’s das hauseigene Gürzenich-Orchester, das WDR Sinfonieorchester Köln sowie wechselnde Solisten und Ensembles – die perfekte Kostprobe für musikhungrige Klassik-Fans und die, die es noch werden wollen. Wer Blut geleckt oder die Eltern zu Besuch hat, der sollte sich und seinen Liebsten dann vielleicht doch mal eine Konzertkarte gönnen. Dafür muss man kein Beethoven- oder Mozart-Fan sein, denn in der Philharmonie treten auch angesagte junge Künstler wie Nils Frahm oder Ólafur Arnalds auf – ein echtes Erlebnis!

7

© Raimond Spekking | CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons) Den Kölner Dom besichtigen

Ständig sehen wir den Dom von außen und erfreuen uns an ihm – es wird Zeit, dass wir "unseren Dom" auch mal wieder von innen zu Gesicht bekommen. Der kann nämlich – abseits der Gottesdienste– umsonst besichtigt werden. Lediglich für die Turmbesteigung und die Besichtigung der Domschatzkammer muss man Eintritt zahlen. Und wer den Dom an einem Freitag besichtigt, kann anschließend für noch mehr kölsche Stimmung ins Gaffel am Dom gehen: Freitags lädt Björn Heuser ins Brauhaus ein, um mit den Gästen kölsche Lieder zu singen. Der Eintritt ist auch hier frei.

  • Kölner Dom
  • Domkloster 4, 50667 Köln
  • November – April: 6–19.30 Uhr, Mai – Oktober: 6–21 Uhr, Besichtigung an Sonn- und Feiertagen: 13–16.30 Uhr
  • Eintritt frei
  • Mehr Info
8

© Pixabay Im Umsonstladen stöbern

Die Idee des ersten Kölner Umsonstladens ist simpel: Wer etwas übrig hat, gibt es ab. Wer etwas braucht, nimmt es sich. Wenn ihr also etwas übrig habt, könnt ihr es gerne abgeben, allerdings müssen einige Regeln beachtet werden wie zum Beispiel, dass die Kleidung sauber und gut erhalten und die Geräte funktionsfähig sein müssen. Insgesamt dürfen fünf Teile abgegeben werden. Nutzer des Umsonstladens dürfen jeweils drei Teile auf einmal mitnehmen. Neben dem Geben und Nehmen ist der Umsonstladen aber auch ein Begegnungsort für Ideen und neue Projekte, Veranstaltungen und Kunst.

9

© ReferenceBK | CC BY-SA 3.0 Kostenlose Führung durch Kölns Atombunker

Das wissen auch nur die Wenigsten: In der U-Bahn-Station Kalk Post befindet sich ein Zugang zu einer ganz anderen Welt. Nein, kein 9 3/4-Quatsch, sondern eine Hinterlassenschaft des kalten Krieges. Hinter einer unscheinbaren Tür verstecken sich tonnenschwere Tore aus Spezialstahl, die im Fall eines Atomkriegs vor radioaktivem Fallout schützen sollten. Jeden ersten Sonntag im Monat findet eine kostenlose Führung statt. Dann geht's rein in diese Bunkerwelt, in der 2400 Menschen Platz gehabt hätten. Es ist übrigens kalt da unten.

10

© Sascha Waldschenk | Zum Scheuen Reh Feiern und Konzerten lauschen im Scheuen Reh

Das Scheue Reh ist eine echte Institution im Belgischen Viertel – und das nicht nur wegen der leckeren Drinks und der netten Terrasse, sondern auch, weil der Club seit neun Jahren mit immer neuen Events für Abwechslung sorgt. Beispiele gefällig? Jeden Montag lädt das Scheue Reh zu "Reh Monday Live" ein – hier gibt‘s Live-Musik von verschiedenen lokalen Künstlern. Unter der Woche und am Wochenende legen dann verschiedene DJ's auf und es wird ausgelassen gefeiert. Und das alles gibt‘s bei freiem Eintritt – wer also mal knapp bei Kasse ist und auf‘s Party machen nicht verzichten möchte, ist im Reh an der richtigen Adresse.

11

© Christin Otto Lesungen und Konzerte für umme im Café Goldmund

Im Café Goldmund in Ehrenfeld könnt ihr nicht nur auf all die zahlreichen Bücher zurückgreifen, die hier überall verteilt sind, sondern gelegentlich auch richtig gute Veranstaltungen besuchen, die größtenteils noch nicht mal etwas kosten. Jeden Monat finden in dem Literaturcafé zahlreiche Lesungen und Konzerte statt – am besten checkt ihr einfach mal den Veranstaltungskalender des Cafés ab und schaut, was euch interessiert.

Sags deinen Freunden: