11 Dinge, die ihr in Mülheim machen könnt

Mülheim ist bunt, multi-kulti und vor allem ein Stadtteil voller Gegensätze. Hier treffen Kriminalität und soziale Brennpunkte auf studentisches Leben und angesagte Industrie-Areale, in denen sich TV-Studios, Clubs und Kultur niedergelassen haben. Grauer Beton am Wiener Platz trifft auf prachtvolle Altbauten-Fassaden an der Mülheimer Freiheit. Wir haben uns im Stadtteil umgesehen – und 11 Dinge zusammengetragen, die ihr in Mülheim immer machen könnt.

© Sophie Franz

1
Frühstücken auf der Schäl Sick im Café Jakubowski

Richtig gute Frühstückscafés gibt es in Mülheim nicht unbedingt wie Sand am Meer. Dennoch oder gerade deswegen gibt es einen Laden, den in diesem Teil der Schäl Sick jede*r kennt: das Café Jakubowski. Über die Jahre hat sich das Café in dem Altbau an der Ecke zwischen Mülheimer Freiheit und Buchheimer Straße zur echten Institution entwickelt. In Sachen Frühstück bekommt ihr hier von Schnittchen, Ei und Porridge bis hin zu Cornflakes und richtig leckeren American Pancakes so ziemlich alles, was das Herz begehrt. Auch ein veganes Frühstück findet sich auf der Karte. Zu späterer Stunde müsst ihr natürlich auch nicht hungrig bleiben, denn dann gibt es hier Salate, Sandwiches, Suppe und Burger (auch vegan).

© Christin Otto
© Christin Otto

2
Klettern und Springen wie ein Ninja im Stuntwerk

Auf dem Carlswerk-Gelände, direkt gegenüber vom Schauspiel Köln, liegt mit dem Stuntwerk eine ganz besondere Sport- und Freizeitwelt. Dort, wo regelmäßig die Castings für die RTL-Sendung Ninja Warrior Germany stattfinden, könnt auch ihr euch austoben – beim Bouldern, Parkour, functional Fitness und Ninja Warrior Training. In der insgesamt 2000 Quadratmeter großen Halle gibt es dank verschiedener Schwierigkeitsgrade das Richtige für jeden: für Anfänger*innen und Ambitionierte, für Groß und Klein, für Jung und Alt. Das Stuntwerk eignet sich übrigens auch prima für Teambuilding-Events oder Pärchen, die das gegenseitige Vertrauen auf die Probe stellen wollen.

© Susanne Lidell

3
Pasteis auf der Schäl Sick: Rösterei Van Dyck

Seit 2016 gibt es sie – die rechtsrheinische Filiale von Van Dyck. Seitdem wird nicht mehr in Ehrenfeld geröstet, sondern in den größeren Räumen an der Schanzenstraße in Mülheim. Zu finden sind hier aber längst nicht nur Rösttrommel und Kaffeesäcke, sondern auch jede Menge Sitzgelegenheiten, auf denen ihr euch auf Kaffee und Süßes niederlassen könnt. Und es gibt sie zum Glück auch hier: die begehrten Pasteis de Nata.

© Christin Otto

4
Carlswerk-Gelände: Grüne Oase, Schauspiel & Gastro

Theater-Fans kennen das Carlswerk-Gelände in Mülheim natürlich. Schließlich befindet sich hier die Hauptspielstätte des Schauspiel Köln. Auf insgesamt drei Bühnen – dem Depot 1, Depot 2 und der Grotte – bekommt ihr von Klassikern, Stücken der Gegenwart bis hin zum Festival ein buntes Kulturprogramm geboten. Ein Besuch lohnt sich aber längst nicht nur für Theatergänger*innen, denn der angeschlossene Carlsgarten ist eine wahre Oase. Inmitten all der Beete, die fleißige Großstadtgärtner*innen mit viel Liebe angelegt haben, könnt ihr bei einem kühlen Drink laue Abende genießen. Eignet sich das Wetter nicht zum Draußensitzen, könnt ihr natürlich auch ins Offenbach am Carlsgarten flüchten. Ohnehin ist es im Restaurant des Schauspiel Köln so schön, dass man gar nicht weiß, ob man nun lieber drinnen oder draußen sitzen will.

© Pfarrgemeinde St. Clemens und Mauritius

5
Mülheimer Ufer: Dörfliche Gemütlichkeit vor St. Clemens

Für viele Kölner liegt der entspannteste Teil des Rheinufers in Mülheim – nicht so voll wie im Rheinpark, nicht so touristisch wie in der Altstadt und nicht so abgelegen wie in Rodenkirchen. Hier könnt ihr nicht nur in Ruhe schlendern, sondern auch einen Abstecher zur Kirche St. Clemens machen. Dort blickt ihr gemeinsam mit der Statue des Heiligen Nepomuk auf den Rhein und genießt ein bisschen dörfliche Gemütlichkeit. Die Pfarrgemeinde St. Clemens ist es übrigens auch, die einmal im Jahr die sogenannte „Mülheimer Gottestracht“ veranstaltet. Mit der Schiffsprozession an Fronleichnam erinnert sich der Kölner Stadtteil Mülheim an seinen Ursprung als altes Rheinschiffer-Dörfchen.

© Nicola Dreksler

6
Naanizza im Haldi Spoon in Mülheim

Das Haldi Spoon – der Hotspot für indisches Streetfood in Mülheim – serviert seine leckeren Currys nicht nur klassisch im Schälchen mit Reis, sondern auch als Naanizza, einer Kreuzung aus Naanbrot und Pizza. Zugegeben: Die Idee, eine Pizza mit Blumenkohl, Kartoffeln, Currysoße und Paneerkäse zu belegen, klingt zunächst seltsam, stellt sich in der Umsetzung aber als wunderbar fluffige und dazu noch überaus köstliche Angelegenheit heraus. Unsere Empfehlung: Gönnt euch die Naanizza mit Aloo Gobi, ihr werdet es nicht bereuen! Sollte euch indische Pizza doch zu experimentell sein, werdet ihr mit dem würzigen Tikka Masala aber genauso happy.

© Christin Otto

7
Maritimes Flair am Mülheimer Hafen

So ganz ohne Meer in Reichweite kann man die Kölner*innen wohl getrost als echte Landratten bezeichnen. Wer trotzdem Hafenluft schnuppern will, dem empfehlen wir einen Abstecher nach Mülheim. Unter der Katzenbuckelbrücke liegt ganz idyllisch der Mülheimer Hafen mit seinen Bötchen. Auf die Landzunge verirren sich nicht allzu viele Menschen, sodass man hier alleine oder zu zweit – vielleicht ja auch bei einem Date – ein paar ruhige Momente verbringen kann. Wenn euch der Hunger überkommt, dann sind der Lokschuppen und das Café Rheinspaziert nicht weit. Und wenn ihr dann über die Katzenbuckelbrücke lauft, gibt's Domblick inklusive.

© Pixabay

8
Türkei-Feeling in der Keupstraße

Ein bisschen Türkei findet sich ja fast überall in Deutschland. So viel gebündeltes türkisches Flair wie auf der Keupstraße in Mülheim findet man allerdings nur selten. Hier gibt es fast ausschließlich türkische sowie kurdische Geschäfte und Restaurants, sodass diese Straße sogar überregional als Zentrum des Türkischen Geschäftslebens bekannt ist. Obst- und Gemüseläden, türkische Bäckereien, Schmuck, Brautmode – hier ist alles versammelt. Wer in diese Straße einbiegt, hat sofort das Gefühl, in Istanbul gelandet zu sein: die Gerüche, die Menschen und selbst die Sprache – hier erinnert alles an die Türkei. Für die Anreise müsst ihr in keinen Flieger steigen, sondern lediglich den Rhein überqueren – falls ihr nicht sowieso schon rechtsrheinisch befindet. Lecker essen gehen könnt ihr dann beispielsweise im Mevlana, wo es türkische Gerichte vom Holzkohlegrill gibt.

© Kulturbunker

9
Ausstellungen und Partys im Kulturbunker

Konzerte, Partys und Kultur treffen im Mülheimer Kulturbunker aufeinander. In den denkmalgeschützten Räumen des ehemaligen Hochbunkers finden regelmäßig Ausstellungen, Lesungen, Salsa-Partys und andere Events statt. Auch das dazugehörige Café Kubus verwandelt sich immer wieder zur Bühne, denn dort gibt es neben Kaffee und Kuchen auch Lesungen, Tankzkurse und andere Veranstaltungen. In den Sommermonaten empfiehlt sich sonntags ein kühler Drink im Biergarten – der hat dann von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

© Carolin Franz

10
U wie Unverpackt – nachhaltig einkaufen auf der Schäl Sick

Wer auf der Schäl Sick am liebsten verpackungsfrei einkauft, der wird seit Oktober 2020 im „U wie Unverpackt“ in Mülheim fündig. Klassiker wie Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Haferflocken und Co. sind hier genauso zu finden wie Süßigkeiten, Essig und Öl, getrocknete Früchte und Nüsse. Sogar eine eigene Nussmühle steht bereit, mit der vor Ort frisches Nussmuß produziert und abgefüllt werden kann. Und damit der unverpackte Einkauf zu einem leckeren Essen verarbeitet werden kann, gibt’s auch jede Menge Gewürze. Die typischen Bad-Essentials stehen natürlich auch im Regal: Shampoo, Conditioner, Bambus-Zahnbürsten und Kosmetik gibt es ganz ohne Plastik. Und auch Haushaltsbedarf wie Waschmittel, Brotdosen, Trinkflaschen und Bienenwachstücher finden sich im Sortiment.

© Sophie Franz

11
Punkrock und Astra vom Fass im Limes

St.-Pauli-Kultkneipen gibt es nicht nur in Hamburg – auch im Kölner Stadtteil Mülheim könnt ihr in einer echten Punkrock-Kaschemme Astra vom Fass trinken. Die Rede ist vom Limes. In dem Laden an der Mülheimer Freiheit treten mehrmals pro Woche Bands auf und versorgen euch mit Live-Musik aus den Bereichen Punk, Rock und Hardcore. Alle zwei Monate steht außerdem Poetry Slam auf dem Programm. Wer auf Kneipensport steht, der kann entweder das Köpfchen beim Kneipenquiz "Klugscheißen für Schnaps" trainieren oder eine Runde Kickern.

  • Limes Mülheimer Freiheit 150, 51063 Köln
  • Montag – Samstag: ab 20 Uhr, bei Veranstaltungen ab 19 Uhr, Kaffee, Kuchen & Punkrock: Montag – Mittwoch: 11–17 Uhr, Sonntag: ab 12.30 Uhr

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