11 Orte in Köln, an denen ihr die Ruhe genießen könnt

Manch einer freut sich am Wochenende oder nach Feierabend vor allem auf Partys, Shoppingmeilen und möglichst viele andere Leute. Doch es gibt natürlich auch diejenigen, die sich dann vor allem nach Ruhe sehnen – und nach Orten, an denen wenig bis gar nichts los ist. Wenn ihr zu letzterer Kategorie gehört, dann seid ihr hier goldrichtig – denn wir haben euch 11 ruhige Plätze zum Abschalten und Entspannen in Köln herausgesucht:

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© Christin Otto Entspannen im Stadtwald

Der Stadtwald ist so etwas wie die grüne Lunge Kölns. Wer hier spazieren geht, der findet eine echte Auszeit vom hektischen Großstadtleben. Besonders schön läuft es sich entlang des Kahnweihers, an dessen Ausläufer sich im Frühjahr und Sommer der Gänsenachwuchs in der Sonne badet. Hier könnt ihr euch auf einer Bank niederlassen und einfach nur die Ruhe genießen. Bei heißen Temperaturen sind die Bäume hier der ideale Schattenspender, während ihr im Herbst beobachten könnt, wie das Laub seine Farbe wechselt. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte den Spielplatz am Wildpark ansteuern – dort können sich die Kleinen nämlich prima austoben.

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© Tom Muir Die Lindenthaler Kanäle entlang gehen

Wenn die Sonne scheint und das Licht auf das Wasser in den Kanal fällt, könnte man kurz glauben, dass man nicht mehr in Köln, sondern in Holland oder Italien sei. Die Lindenthaler Kanäle sind ein beliebter Ort, um langsam zu schlendern oder einfach auf einer Bank zu verweilen. Entzückt sein dürften auch Tierliebhaber – die treffen hier nämlich auf Enten, Schwäne und im Frühling auch auf deren frisch geschlüpften Nachwuchs. Im Winter sind die Kanäle zudem ein Rückzugsort für afrikanische Nilgans-Familien.

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© Christin Otto Absolute Ruhe auf dem Melatenfriedhof

Der Melatenfriedhof ist einer der bekanntesten Friedhöfe Deutschlands, denn hier liegen ziemlich viele Kölner Prominente begraben. Zu den jüngeren Verstorbenen zählen zum Beispiel Dirk Bach und Guido Westerwelle. Doch der Melatenfriedhof hat auch eine dunkle Vergangenheit. Gebaut wurde er nämlich, um Leprakranke aus der Stadt auszulagern. Im Mittelalter diente ein Areal ganz in der Nähe zudem als öffentliche Hinrichtungsstätte. Heute ist der Melatenfriedhof nicht nur für die Toten da, sondern beherbergt u.a. auch grüne Papageie, die in den 60ern aus dem Zoo entflogen sind und sich hier breit gemacht haben. Unterschiedliche Flora und Fauna, mitten in der Stadt gelegen, viele spannenden Geschichten, schattenspendendes Grün und absolute Ruhe – all das macht den Melatenfriedhof zu einem sehenswertem Ort. Wer mehr zum Melatenfriedhof erfahren will, dem empfehlen wir eine Führung.

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© Christin Otto Am Decksteiner Weiher die Seele baumeln lassen

Der Decksteiner Weiher ist der ideale Ort, um mitten in der Stadt mal die Seele baumeln zu lassen. Die beiden Wasserflächen des Weihers werden durch einen Kanal verbunden, an dem Baumalleen im Sommer Schatten spenden und im Herbst für ein buntes Farbenspiel sorgen. Auch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühen, ist der Decksteiner Weiher ein echter Hingucker. Hier könnt ihr die Natur genießen – vor allem nach Feierabend. Am Wochenende hingegen ist etwas mehr los, denn dann seid ihr meist nicht die einzigen, die hier eine Auszeit suchen. Wer Stärkung braucht, kann auf der Terrasse des Restaurants "Haus am See" alle Viere gerade sein lassen und wem eher nach etwas mehr Action ist, der schwingt auf dem Minigolfplatz nebenan den Schläger.

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© Tim Horsch Entlang der Poller Wiesen spazieren

An einem sonnigen Tag gibt es fast nichts Schöneres, als über die Südbrücke Richtung Poller Wiesen zu spazieren. Die Strecke entlang des Rheins ist einfach Entspannung pur. Hier trefft ihr auf Menschen, die grillen, Musik hören oder einfach nur abhängen und direkt am Wasser entspannen. Auf Fußballmannschaften der Kölner Amateurligen, die sich spannende Duelle liefern. Ja sogar Schafsherden gibt es hier, die ab und zu entlang des Rheins grasen. Also: Es gibt viel zu sehen. Und wer genug gelaufen ist, der packt einfach die Picknickdecke aus und genießt in aller Ruhe die Abendsonne und den wunderbaren Blick auf den Rhein.

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© Mario Bezani | CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons) Sport machen und die Natur genießen im Königsforst

Köln teilt sich mit dem Bergischen den Königsforst, der gleich hinter Rath Heumar beginnt. Wer den Stadtpark nicht mehr sehen kann, sollte sich in die Linie 9 setzen und dieses große Naturschutzgebiet aufsuchen. Hier könnt ihr nämlich nicht nur entspannen und abschalten, sondern auch super Sport machen. Das Areal bietet sich bestens für ausgedehnte Radtouren an, aber auch für Jogging und Walking sind die Bedingungen optimal. Genau darum hat sich hier inzwischen sogar ein Lauf- und Walkingtreff etabliert – dienstags und donnerstags trifft man sich kurz vor 18 Uhr auf dem Parkplatz am Forsthaus Königsforst an der Forsbacher Straße und nach einem kurzen Aufwärmtraining machen sich die Teilnehmer gemeinsam auf den Weg.

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© Christin Otto Wildschweine füttern im Wildgehege Brück

Der Wildpark Brück liegt inmitten des Naherholungsgebiets "Brücker Hardt" am Rande des Königsforsts. Im Herbst ist es hier besonders schön, denn dann könnt ihr Blätter sammeln, Pilze suchen oder einfach nur durch die hohen Laubhaufen rennen – und natürlich das Rotwild und die Wildschweine bestaunen. Aber keine Sorge, ein Besuch im Wildgehege lohnt sich ganzjährig. Weil man bei einem Spaziergang durch den Wald herrlich entspannen und mal den Kopf freikriegen kann. Und weil die Wildschweine auch im Winter im Schweinsgalopp angerannt kommen – ihr müsst nur laut genug mit den Futterschachteln klappern, die man rund um das Wildgehege an verschiedenen Automaten kaufen kann. Die putzigen Tierchen zu füttern, ist ein Spaß für Jung und Alt.

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© Pixabay Wisente beobachten im Wildpark Dünnwald

Mufflons, Wildschweine, Hirsche und Nilgänse begegnen euch im Wildpark Dünnwald. Doch damit nicht genug: Absolute Attraktion sind die Wisente – eine Wildrindart, die in freier Natur in Deutschland ausgestorben ist. Der Legende nach hatte der Kölner Zoo die Wisente in den 70er auf Erholungsurlaub geschickt. Also fuhren sie mit der KVB bis zum Dünnwalder Wildpark und kamen – weil es ihnen so gut gefiel – einfach nie zurück. Ob es sich wirklich so zugetragen hat, sei mal dahingestellt, fest steht aber: Die Tiere werden in Dünnwald in großen Gehegen naturnah und artgerecht gehalten. Von der Aussichtskanzel aus habt ihr sogar die Möglichkeit, sie ohne störenden Zaun zu beobachten. Auch rund um den Wildpark gibt es viel zu entdecken. Naturschutzgebiete, Seen und die größte zusammenhängende Waldfläche auf Kölner Boden laden zum entdecken und zu Touren in der Natur ein.

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© Kor El Ya | Pixabay Erstaunliche Artenvielfalt in der Dellbrücker Heide

Die 40 Hektar große Dellbrücker Heide im Nordosten Kölns gehört zu den kleinsten, jüngsten und gleichzeitig wertvollsten Naturschutzgebieten der Bergischen Heideterrasse. Hier kommen mehrere Tagfalter- und Heuschreckenarten vor, die sogar in der berühmten Wahner Heide sonst schon ausgestorben sind. Die erstaunliche Artenvielfalt ist auch einer der Gründe, warum die Dellbrücker Heide seit 2010 unter Naturschutz steht. An einem kleinen Kiesgrubensee lässt es sich hier wunderbar entspannen – auch wenn das Baden nicht erlaubt ist.

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© Sophie Franz Optimale Aussicht vom Mülheimer Katzenbuckel

Die Landzunge unter dem "Mülheimer Katzenbuckel" ist der ideale Ort für alle, die Ruhe suchen. Schließlich finden sich auf der Halbinsel nur Grün und alte Industriebauten, sodass sich nur wenige Menschen hierhin verirren. Gebaut wurde die Fußgängerbrücke über der Hafeneinfahrt übrigens anlässlich der Kölner Bundesgartenschau 1955. Mit ihrem extrem steilen und runden Anstieg ist sie nicht nur ein echter Fitnesstest für Jogger, sondern erinnert optisch auch an einen Katzenbuckel – fanden zumindest die Mülheimer, die der Brücke diesen Spitznamen verpasst haben. Hoch oben habt ihr übrigens einen wunderbaren Ausblick über Köln – perfekt auch, um das Feuerwerk zu bewundern.

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© Zeno Thysman | Unsplash Kunst und Natur im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, der findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen oder auch einfach nur auf einer Bank sitzen und vor euch her träumen.

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