11 Orte in Köln, an denen ihr die Ruhe genießen könnt

Manch eine*r ist am liebsten da, wo möglichst viel los ist. Doch es gibt natürlich auch diejenigen, die sich vor allem nach Ruhe sehnen – und nach Orten, an denen wenig bis gar nichts los ist. Wenn ihr zu letzterer Kategorie gehört, dann seid ihr hier goldrichtig – denn wir haben euch 11 ruhige Plätze zum Abschalten und Entspannen in Köln herausgesucht:

1

© Christin Otto Entspannen im Stadtwald

Der Stadtwald ist so etwas wie die grüne Lunge Kölns. Wer hier spazieren geht, der findet eine echte Auszeit vom hektischen Großstadtleben. Besonders schön läuft es sich entlang des Kahnweihers, an dessen Ausläufer sich im Frühjahr und Sommer der Gänsenachwuchs in der Sonne badet. Hier könnt ihr euch auf einer Bank niederlassen und einfach nur die Ruhe genießen. Bei heißen Temperaturen sind die Bäume hier der ideale Schattenspender, während ihr im Herbst beobachten könnt, wie das Laub seine Farbe wechselt. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte den Spielplatz am Wildpark ansteuern – dort können sich die Kleinen nämlich prima austoben.

2

© Carolin Franz Die grüne Oase am Kalscheurer Weiher

Von der Innenstadt aus muss man nicht weit fahren, bis man am Kalscheurer Weiher angekommen ist. Am Militärring gelegen, ist er einer von drei künstlich angelegten Seen im Grüngürtel. Inmitten eines Naturschutzgebietes nisten hier Schwäne oder Kormorane am Rand des Gewässers. Überall stehen Bänke, auf denen man unter schattenspendenden Bäumen chillen kann. Wer keine Lust auf Bahnfahren hat, ist auch mit dem Fahrrad schnell am Weiher angekommen und findet sich in weitläufiger und erholsamer Natur wieder – und das quasi mitten in der Stadt.

3

© Christin Otto Absolute Ruhe auf dem Melatenfriedhof

Der Melatenfriedhof ist einer der bekanntesten Friedhöfe Deutschlands, denn hier liegen ziemlich viele Kölner Prominente begraben. Zu den jüngeren Verstorbenen zählen zum Beispiel Dirk Bach und Guido Westerwelle. Doch der Melatenfriedhof hat auch eine dunkle Vergangenheit. Gebaut wurde er nämlich, um Leprakranke aus der Stadt auszulagern. Im Mittelalter diente ein Areal ganz in der Nähe zudem als öffentliche Hinrichtungsstätte. Heute ist der Melatenfriedhof nicht nur für die Toten da, sondern beherbergt u.a. auch grüne Papageie, die in den 60ern aus dem Zoo entflogen sind und sich hier breit gemacht haben. Unterschiedliche Flora und Fauna, mitten in der Stadt gelegen, viele spannenden Geschichten, schattenspendendes Grün und absolute Ruhe – all das macht den Melatenfriedhof zu einem sehenswerten Ort. Wer mehr zum Melatenfriedhof erfahren will, dem empfehlen wir eine Führung.

4

© Christin Otto Am Decksteiner Weiher die Seele baumeln lassen

Der Decksteiner Weiher ist der ideale Ort, um mitten in der Stadt mal die Seele baumeln zu lassen. Die beiden Wasserflächen des Weihers werden durch einen Kanal verbunden, an dem Baumalleen im Sommer Schatten spenden und im Herbst für ein buntes Farbenspiel sorgen. Auch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühen, oder im Winter, wenn die Wasserflächen manchmal zufrieren, ist der Decksteiner Weiher ein echter Hingucker. Hier könnt ihr die Natur genießen – vor allem nach Feierabend. Am Wochenende hingegen ist etwas mehr los, denn dann seid ihr meist nicht die einzigen, die hier eine Auszeit suchen. Wer Stärkung braucht, kann  – wenn nicht gerade Lockdown ist – auf der Terrasse des Restaurants "Haus am See" alle Viere gerade sein lassen oder auf dem Minigolfplatz nebenan den Schläger schwingen.

5

© Tim Horsch Entlang der Poller Wiesen spazieren

An einem sonnigen Tag gibt es fast nichts Schöneres, als über die Südbrücke Richtung Poller Wiesen zu spazieren. Die Strecke entlang des Rheins ist einfach Entspannung pur. Hier trefft ihr auf Menschen, die grillen, Musik hören oder einfach nur abhängen und direkt am Wasser entspannen. Auf Fußballmannschaften der Kölner Amateurligen, die sich spannende Duelle liefern. Ja sogar Schafsherden gibt es hier, die ab und zu entlang des Rheins grasen. Also: Es gibt viel zu sehen. Und wer genug gelaufen ist, der packt einfach die Picknickdecke aus und genießt in aller Ruhe die Abendsonne und den wunderbaren Blick auf den Rhein.

6

© Christin Otto Sport machen und die Natur genießen im Königsforst

Köln teilt sich mit dem Bergischen den Königsforst, der gleich hinter Rath Heumar beginnt. Wer den Stadtpark nicht mehr sehen kann, sollte sich in die Linie 9 setzen und dieses große Naturschutzgebiet aufsuchen. Hier könnt ihr nämlich nicht nur entspannen und abschalten, sondern auch super Sport machen. Das Areal bietet sich bestens für ausgedehnte Radtouren an, aber auch für Jogging und Walking sind die Bedingungen optimal. Genau darum hat sich hier inzwischen sogar ein Lauf- und Walkingtreff etabliert – dienstags und donnerstags trifft man sich kurz vor 18 Uhr auf dem Parkplatz am Forsthaus Königsforst an der Forsbacher Straße und nach einem kurzen Aufwärmtraining machen sich die Teilnehmer gemeinsam auf den Weg. Ein Highlight für Familien findet sich am Rande des Königsforst: Im Wildpark Brück könnt ihr Rehe, Hirsche und Wildschweine besuchen und füttern, spazieren gehen, Laub sammeln – und natürlich Pilze suchen.

7

© Christin Otto Wildschweine füttern im Wildgehege Brück

Der Wildpark Brück liegt inmitten des Naherholungsgebiets "Brücker Hardt" am Rande des Königsforsts. Im Herbst ist es hier besonders schön, denn dann könnt ihr Blätter sammeln, Pilze suchen oder einfach nur durch die hohen Laubhaufen rennen – und natürlich das Rotwild und die Wildschweine bestaunen. Aber keine Sorge, ein Besuch im Wildgehege lohnt sich ganzjährig. Weil man bei einem Spaziergang durch den Wald herrlich entspannen und mal den Kopf freikriegen kann. Und weil die Wildschweine auch im Winter im Schweinsgalopp angerannt kommen – ihr müsst nur laut genug mit den Futterschachteln klappern, die man rund um das Wildgehege an verschiedenen Automaten kaufen kann. Die putzigen Tierchen zu füttern, ist ein Spaß für Jung und Alt.

8

© Christin Otto Die Ruhe im Blücherpark genießen

Egal, ob ihr nun in Ruhe joggen, entspannt spazieren oder eine Runde mit dem Hund Gassi gehen wollt – der Blücherpark zwischen Neuehrenfeld, Nippes und Bilderstöckchen ist dafür eine wunderbare Adresse. Von der Haltestelle Bilderstöckchen Escher Straße (Linie 13) führt die Müngersdorfer Straße vorbei an den Tennisplätzen von „Grün Gold“ direkt hinein ins satte Grün und zu dem kleinen, zentral gelegenen Weiher, von wo aus man links- wie rechtsherum in eine bewaldete Runde starten kann. Besonders am nördlichen und südlichen Ende bietet sich ein schöner Blick auf die langgezogene Parkanlage. Wem das zu viel Bewegung ist, der lässt sich einfach im Biergarten oder auf der Liegewiese zum Entspannen nieder.

9

© Christin Otto Erstaunliche Artenvielfalt in der Dellbrücker Heide

Die 40 Hektar große Dellbrücker Heide im Nordosten Kölns gehört zu den kleinsten, jüngsten und gleichzeitig wertvollsten Naturschutzgebieten der Bergischen Heideterrasse. Hier kommen mehrere Tagfalter- und Heuschreckenarten vor, die sogar in der berühmten Wahner Heide sonst schon ausgestorben sind. Die erstaunliche Artenvielfalt ist auch einer der Gründe, warum die Dellbrücker Heide seit 2010 unter Naturschutz steht. An einem kleinen Kiesgrubensee lässt es sich hier wunderbar entspannen – auch wenn das Baden nicht erlaubt ist.

10

© Christin Otto Einen Abstecher zum Naturschutzgebiet "Am Hornpottweg"

Unweit des Dünnwalder Wildparks findet sich ein ganz besonderes Biotop: das Naturschutzgebiet "Am Hornpottweg". In Köln ist diese Art von Lebensraum sogar einzigartig. Denn: In der Sumpflandschaft ist die Artenvielfalt besonders groß. Eigentlich war das Ganze einmal eine Kiesgrube – als die dann stillgelegt wurde, hatte man es mit dem Auffüllen aber nicht besonders eilig, sodass sich erst Tümpel und später ein ganzer Sumpf entwickelte. Weil das 40 Hektar große Naturschutzgebiet zuletzt immer mehr zuwuchs, wurden sogar zwei Wasserbüffel angesiedelt, die das Grün wegfressen. Den Sumpf selbst darf man zwar nicht betreten, aber von verschiedenen Aussichtspunkten könnt ihr den Bereich überblicken. Mit ein bisschen Glück erspäht ihr hier Eulen, Fischadeler, Kraniche und andere Tiere. Und der Weg führt durch jede Menge Wald, der herrlich ruhig ist. Wenn ihr eine Wanderung ohne Auto plant, dann fahrt vom Breslauer Platz einfach mit dem Bus 260 bis zum Nittumer Weg in Leverkusen – das dauert keine 40 Minuten und dann könnt ihr eure Route starten.

11

© Christin Otto Kunst und Natur im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, der findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen oder auch einfach nur auf einer Bank sitzen und vor euch her träumen.

Sags deinen Freunden: