11 Orte, an denen du Europa in Köln erleben kannst

Wir feiern Europa – für Vielfalt, Demokratie, Menschenrechte, Frieden und die Möglichkeiten, die wir hier haben. Europäischer Staatsbürger zu sein, ist ein Privileg, für das man ruhig mal eine Runde Konfetti schmeißen kann. Und wann ist ein besserer Zeitpunkt dafür, als kurz vor der anstehenden Europawahl am 26. Mai 2019? Demokratie entsteht nicht von alleine, also bewegt euch zum Wahllokal! Um Europa zu genießen, müsst ihr übrigens nicht mal die Stadt verlassen. Auch in Köln könnt ihr europäische Vielfalt abfeiern. Chapéu EU!

Frankreich

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© Nicola Dreksler Auf eine Galette und einen Crémant im Délibon

Was mit einem kleinen Crêpes- und Galettes-Foodtruck begonnen hat, hat sich inzwischen zu einem französischen Bistro inmitten des Agnesviertels gemausert. Die Rede ist vom Délibon, das längst nicht mehr nur Galettes und Crêpes serviert. Ob Käseteller, Salate, Austern, Steak et Frites oder Croques – gearbeitet wird mit besten Zutaten. Und das schmeckt man auch. Dazu gibt es eine feine Getränkeauswahl, die die hauseigene Sommilière eigens für das Délibon zusammengestellt hat. Für ausreichend Abwechslung sorgen zudem die wechselnde Wochenkarte und das leckere Mittagsangebot. Und als ob all das nicht schon überzeugend genug wäre, gibt es noch zwei Boulespiele. Wer mag, kann also zwischen Wein und Auster auf dem Mittelstreifen ein paar ruhige Kugeln werfen. Klein Frankreich mitten im Agnesviertel eben.

Belgien

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© Christin Otto Belgien im angesagtesten Viertel der Stadt

Ok, Belgien ist gar nicht so weit weg von Köln, doch zwei bis drei Stunden Fahrt müsste man trotzdem einplanen, um unser Nachbarland zu besuchen. Einfacher ist es da, das Belgische Viertel aufzusuchen, welches zentral in Köln liegt. Diese Ecke Kölns ist hip, schön und teuer – zumindest, wenn man dort wohnen möchte. Die schönen Straßenzüge mit den imposanten Altbauten kann man sich aber umsonst anschauen. Außerdem gibt es hier eine fast grenzenlose Auswahl an coolen kleinen Shops, Cafes, Bars und Galerien, wie zum Beispiel 30 works, wo ihr Streetart und Popart bewundern und kaufen könnt. Und was hat das Ganze nun mit Belgien zu tun? Ganz einfach: die Straßen hier wurden nach belgischen und südniederländischen Städten benannt. So könnt ihr unter anderem durch die Brüsseler oder Antwerpener Straße schlendern, aber auch über die Maastrichter oder Brabanter Straße flanieren. Interessant ist es im Belgischen Viertel sowieso überall.

Dänemark

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© Christin Otto Smørrebrød und süße Schnecken im Oskar Davidson

Was wir hierzulande ganz schnöde „Butterbrot“ nennen, bezeichnen die Dänen liebevoll als Smørrebrød – und genau das gibt es seit dem Frühjahr 2018 dank dem Oskar Davidson auch in Köln. Musa und Salim servieren in ihrem kleinen Laden an der Ehrenstraße üppig belegte Schnittchen – mal vegan  mit Roter Beete oder Avocado, mal richtig deftig mit Roastbeef oder Schnitzel. Wir empfehlen die maritime Variante mit Lachs. Und zum Nachtisch einfach noch ein Zimtschnecke ordern!

Österreich

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© Christin Otto Kaiserschmarrn und Backhendl im Gasthaus Scherz

Im Scherz einen Platz zu bekommen, war lange nicht nur wegen des guten Essens schwierig, sondern auch wegen des begrenzten Raums. Seit dem Umzug in eine größere Location hat sich zumindest an Letzterem etwas geändert. Das Essen hingegen ist unverändert hervorragend und lockt nach wie vor unzählige Gäste an. Serviert wird österreichische Küche, wobei vor allem das Backhendl und der Kaiserschmarrn inzwischen schon fast berühmt-berüchtigt sind. Aber auch das Wiener Schnitzel und das Schulterscherzl sind ein echter Gaumenschmaus für Fleischesser.

Italien

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© Christin Otto Rosticceria Massimo – klein, quirlig und lecker

Zuallererst: Wer im Massimo essen möchte, der sollte unbedingt vorher reservieren. Der kleine Italiener in der Südstadt hat nämlich gerade mal Platz für etwa 20 Leute und ist ziemlich beliebt. Das liegt vor allem am guten Essen, denn im Massimo gibt es Pasta, Pizza und Co. wie in Italien – und das in gemütlicher Wonzimmeratmosphäre. Da kann es schon mal passieren, dass es etwas lauter wird und man sich mit wildfremden Menschen an einer langen Tafel wiederfindet. Doch der recht kommunikative Kölner hat damit ja zum Glück kein Problem und verlebt gerne einen quirligen und vor allem leckeren Abend. Das Massimo ist dafür jedenfalls der ideale Ort. Bei gutem Wetter stehen auch draußen noch ein paar Tische, an denen man sich bei Vitello Tonnato und Aperol Spritz dann wirklich fühlt wie in Bella Italia.

Portugal

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© Christin Otto Portugiesische Weine und kulinarische Spezialitäten im Saudade

Das Portugal-Flair beginnt im Saudade schon vor der Haustür: Noch bevor Gäste das Weinlokal in Ehrenfeld betreten, werden sie vom bunten Antlitz einer portugiesischen Kleinstadt empfangen. Doch nicht nur die Fassade macht Lust auf Urlaub – auch drinnen ist die Atmosphäre so urig-gemütlich, dass man sich tatsächlich fühlt wie in einem hübschen Lokal direkt in Portugal. Bekannt ist das Saudade vor allem für seine Weine. Tatsächlich wurde die Weinkarte des Saudade sogar schon als drittbeste Weinkarte für portugiesische Weine innerhalb Deutschlands nominiert. Zu den guten Tröpfchen werden wechselnde landestypische Gerichte wie Bacalhau, Gambas, Bitoque, Tapas, Chourico oder Serrano-Schinkenplatte serviert. Das kommt an – und zwar so gut, dass das Saudade fast immer voll ist. Wer hier essen möchte, sollte vorab also besser einen Tisch reservieren.

Spanien

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© Christin Otto Cocktails und Tapas bei Tapeo & Co.

Das Tapeo Picus in Lindenthal gehörte lange Zeit zu den beliebtesten Tapas-Adressen Kölns. Gehörte? Genau: Im Herbst 2018 wurden die Schotten in Lindenthal dicht gemacht. Aber keine Sorge, das Tapeo ist nicht aus der Welt, sondern nur umgezogen – und zwar an die Lindenstraße. In zentraler Innenstadtlage und mit noch mehr Platz gibt es unter dem Namen "Tapeo & Co." auch weiterhin leckere Tapas, Sangria und zahlreiche Cocktails. Unsere Empfehlung: Probiert die Lachs-Seeteufel-Spieße und das geschmorte Rindfleisch in Rioja-Sauce und bestellt dazu eine weiße Sangria.

Niederlande

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© Katharina Perl Niederländische Naschereien bei HEMA

Klein, niedlich und wunderschön – das sind die Niederlande. Bis zur Grenze ist es von Köln aus glücklicherweise nicht allzu weit. Doch was tun, wenn einen plötzlich der Heißhunger nach Stroopwafels und holländischer Lakritze packt? Ganz einfach: ein Besuch in der Filiale der niederländischen Kaufhauskette HEMA auf der Hohen Straße im Zentrum Kölns löst das Problem. Hier gibt es verspielte niederländische Dekoartikel, Kleidung, Kosmetik und eben auch die typischen niederländischen Leckereien, die hierzulande oft schwer zu bekommen sind. Wundert euch also nicht, wenn ihr schwerbepackt mit kiloweise Waffeln, Mintdrops und Salmiak den Laden verlasst. Günstig ist es hier nämlich auch noch.

Baskenland

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© Willie Tanner Baskische Pintxos, Bier und Longdrinks im Willie Tanner

Das Willie Tanner bereichert seit Ende Mai 2018 die Gastro-Landschaft in Nippes. In dem Ecklokal direkt am Wilhelmplatz bekommt ihr neben einer großen Auswahl an verschiedenen Bieren, Longdrinks und anderen Getränken auch leckeres Fingerfood. Inspiriert vom Baskenland, wo Pintxos-Bars zum Stadtbild dazu gehören, werden zu leckeren Drinks also auch schmackhafte kleine Köstlichkeiten, die sogenannten Pintxos, serviert. Unbedingt probieren solltet ihr die handgemachten Jamon Iberico Kroketten und das baskische Rinderfilet „mit saisonalem Jemös & Jus“.

Griechenland

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© Jay Mantri | Pixabay Das Beste der mediterranen Küche in der Ouzeria

Traditionell ist eine "Ouzeri" ein kleines, griechisches Restaurant, in dem vor allem Ouzo ausgeschänkt wird. Die Osteria wiederum ist der Name, den die Italiener kleinen Restaurants gerne geben. In Köln hat sich eine Mischung aus beidem mitten im Belgischen Viertel etabliert: die Ouzeria. In gemütlichem Ambiente bekommt ihr hier verschiedenste mediterrane Tapas serviert, mal griechisch, mal italienisch, mal spanisch, mal gespickt mit Inspirationen aus Übersee. Die Auswahl an leckeren Kleinigkeiten ist groß und reicht von Veggie bis hin zu Fisch und Fleisch. Empfehlenswert sind zum Beispiel der Oktopus vom Grill, die Lammkoteletts, der Schafskäse aus der Pfanne oder die überbackene Papaya.

Polen

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© Christin Otto Bigosz und Pierogi im polnischen Supermarkt Groszek

Wer polnische Leckereien wie Bigosz, Pierogi oder Knedle mag, der sollte dem Groszek in Kalk unbedingt einen Besuch abstatten. In dem polnischen Supermarkt findet ihr nämlich nicht nur den berühmten Sauerkrauteintopf, Teigtaschen und süß gefüllte Mini-Klöße, sondern noch unzählige weitere Produkte aus unserem Nachbarland. Darunter auch Klassiker wie Magarine und Frischkäsesorten, die es auch in deutschen Supermärkten gibt – nur dass im Groszek eben alles in Polnisch beschriftet ist. Neben einer Fleischtheke gibt es vor dem Laden auch frisches Obst und Gemüse. Das Beste: Die Preise sind fair.

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