Kreative Gerichte, hochwertige Produkte und kölsche Geselligkeit im Eigelsteyn

© Christin Otto

Mit dem „Eigelsteyn“ hat direkt neben der Eigelsteintorburg ein Restaurant eröffnet, das wir euch ohne jegliche Zweifel ans Herz legen müssen. Bereits von außen überzeugt das Restaurant mit einem großen Außenbereich mit modernen Stühle in verschiedenen Grüntönen. Umgeben von der kölschen Geselligkeit am Eigelstein kann man hier ganz wunderbar mit einem Aperitif – wie Aperol, Lillet Rouge oder hausgemachten Shrubs und Switchel – in den Abend starten und diesen mit bestem Essen ausklingen lassen.

Denn ob kleinen Hunger oder großen Appetit: Im Eigelsteyn haben die verschiedenen Gerichte alle die gleiche Größe – perfekt, um sie zu teilen und ganz verschiedene Speisen miteinander zu kombinieren und zu probieren. Frei nach dem Motto "sharing is caring". Aber keine Sorge: Wer ohne Begleitung kommt oder nur schweren Herzens teilt, bestellt sich einfach zwei bis drei Gerichte für sich alleine.

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Von den kalten Speisen – wie beispielsweise Burrata mit Erdbeeren, Fenchel und Balsamico – bis hin zu den warmen Tellern – wie gegrillte Rinderrippe mit Harissa, Sardellen und Wurzelgemüse – schmeckt das Essen ausgezeichnet. Die Rinderrippe wird über mehrere Stunden im Ofen gegart und kurz vor dem Servieren nochmal gegrillt – und das schmeckt man auch: Das Rippchenfleisch ist so zart, dass es förmlich zerfällt und die Kruste ist herrlich knusprig.

Aber ganz gleich, ob man etwas mit Fleisch, etwas Vegetarisches oder eines der leckeren Desserts bestellt: Die Gerichte sind allesamt innovativ und unheimlich kreativ. So wird der Schweinebauch in einem gedämpften Brötchen nach „Kimchi“-Art serviert. Anstelle des typischen Chinakohls wird im Eigelsteyn allerdings Sauerkraut verwendet. Was man sich dazu bestellt, ist jedem selbst überlassen – das soll der Gast nach seinem Gusto entscheiden. Denn genau das ist den Gründern des Eigelsteyns unheimlich wichtig: Sie wollen sich an keine Küche binden, sondern möchten das machen, worauf sie eben Lust haben – und genau jenes Konzept geht wunderbar auf. 

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Pascal, Sascha und Henning lernten sich vor über 20 Jahren während ihrer Hotelausbildung eines renommierten Kölner Hotels kennen. Nach der Ausbildung trennten sich ihre Wege und jeder ging seinen ganz eigenen Weg: Einen verschlug es nach Neuseeland, den anderen in die Schweiz und den dritten nach London – bis Henning und Pascal 2009 Freddy Schilling in Köln gegründet haben. Zehn Jahre und ein weiterer Burgerladen später stoß der ausgebildete Sommelier Sascha dazu – mit ihm eröffneten sie im Juni das Eigelsteyn.

Zu dem Trio gesellt sich Daniel Lengsfeld als Küchenchef – und auch dieser ist kein Unbekannter in der Gastronomieszene. Daniel hat zum Beispiel als Sous Chef im Restaurant “Tim Raue” gearbeitet. Gemeinsam kreieren sie nicht nur eine moderne Küche, die fantastisch schmeckt, sondern auch eine regionale und nachhaltige. Sie arbeiten mit sage und schreibe 27 regionalen Lieferanten zusammen und beziehen ihre Produkte unter anderem von Kleinbauern.

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Im Eigelsteyn richtet sich die Karte nämlich nach den Bauern – und nicht umgekehrt. Genau deshalb bekommen sie einmal die Woche eine Ladung mit frischem Gemüse, welches eben aktuell von den Bauern geerntet wurde. Das führt dazu, dass sich die Karte je nach Saison und Ernte eben ändert und dementsprechend neue Gerichte entstehen. Das Fleisch beziehen sie von Neuland und von kleinen Höfen. Und auch an anderen Stellen, wie zum Beispiel bei ihrer Kleidung, achten sie darauf, dass diese nachhaltig und lokal produziert wurde. Ihre Schürzen sind beispielsweise von dem Kölner Unternehmen Kaya&Kato und wurden aus PET-Flaschen recycelt, die aus dem Meer gefischt wurden.

Am Wochenende kann man im Eigelsteyn im Übrigen auch ausgezeichnet frühstücken. Neben dem Breakfast Bao könnt ihr hier Shashuka, Rosinenstuten, Waffeln oder – wenn man sich mal was gönnen möchte – sogar ein Steak mit Fritten essen. Das Konzept bleibt das Gleiche wie beim Abendessen: Es werden etwas kleinere Gerichte angeboten – nicht nur, um zu kombinieren, sondern auch, um bewusster zu essen. An erster Stelle stehen im Eigelsteyn nämlich der Genuss und die hochwertigen Produkte und an zweiter die Sättigung. Denn die setzt bekanntlich erst nach zwanzig Minuten ein – das entschleunigt nicht nur ungemein, sondern sorgt auch dafür, dass savoir-vivre am Eigelstein voll und ganz auszukosten – herrlich!

Unbedingt probieren: die gegrillte Rinderrippe und die Tomaten mit Ziegenfrischkäse, Wassermelone und Jalapenos.

Besonderheit des Ladens: hochwertige und regionale Produkte werden innovativ miteinander vereint und die Lage inmitten des Eigelsteins.

Mit wem gehst du hin: mit deinen Freunden zum Abendessen oder für einen Drink und mit deiner Familie zum Frühstücken am Wochenende.

Preise: Burrata mit Erbeeren, Fenchel und Balsamico: 8 Euro, Schweinebauch im gedämpften Brötchen mit Sauerkraut "Kimchi": 6 Euro, Kartoffelpüree mit Vegi-Jus und Röstzwiebeln: 4 Euro, Desserts: 5 Euro

Eigelsteyn | Lübecker Straße 2, 50668 Köln | Montag – Freitag: 11.30–23 Uhr, Samstag – Sonntag: 10–23 Uhr | Mehr Info 

Die Fotos für den Beitrag wurden mit der Sony Alpha 7ii gemacht.

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