Warum Kaffeemundgeruch so ekelhaft ist und was dagegen hilft

© Alina Kovalchuk | Unsplash

Mundgulli. Dieses Wort trifft einfach den Nagel auf den Kopf. Jeder wird das kennen: In der Nähe beginnt jemand zu sprechen und man hält prompt die Luft an. Dieser fäkale Gestank, den Münder ausströmen können, ist manchmal einfach nicht zu fassen. Kaffeemundgeruch. Er ist irgendwie der schlimmste aller Mundgerüche. Sicherlich werden viele auch diesen einen Kollegen haben, der beim Sprechen immer ein klein wenig zu nah kommt und nach seinem morgendlichen Kaffee einfach nur riecht, als sei er innerlich tot.

Das Schlimmste: Derjenige merkt nicht, dass er gerade kurz davor ist, den Erstickungstod seines Gegenübers zu verursachen. Aber warum eigentlich? Diesen kalten Kaffee im Mund schmeckt man doch, man bemerkt das, oder nicht?

Laut diverser Medizin-Ratgeber trocknet das Kaffeetrinken den Mundraum aus und stört die Mundflora.

Widerlich ist die Vorstellung, ich selbst könnte damit meine Mitmenschen belästigen. Nicht umsonst befinden sich immer Zahnbürste und -pasta griffbereit in der Büroschublade. Aber die entscheidende Frage ist doch: Woher kommt Kaffeemundgeruch? Warum ist er ausgerechnet von diesem Getränk so penetrant unangenehm?

Die Antwort ist laut diverser Medizin-Ratgeber, dass das Kaffeetrinken den Mundraum austrocknet und somit die Mundflora stört, außerdem hinterlässt vor allem Milchkaffee auch noch Rückstände, die von Bakterien verstoffwechselt werden. Diese Verstoffwechselung setzt dann Schwefelstoffe frei, die für den Mundgulli verantwortlich sind. Hört sich eklig an – riecht aber ja auch leider genauso.

Eine effektive Lösung ist frischer Ingwer.

Hilft also nur, ausreichend Wasser zum Kaffee zu trinken und sich gegebenenfalls zwischendurch die Zähne zu putzen, wenn man das Gefühl hat, man könnte gerade zur wandelnden Geruchsbelästigung mutieren. Selbstverständlich kann man auch den Kaffee weglassen – aber das wird wohl für die Wenigsten eine Option sein.

Eine effektive Lösung ist außerdem frischer Ingwer. Wer die Wunderknolle mag, kann sich nach dem Kaffee ein Stück davon, gut zerkaut, einverleiben – die etwas softere Variante wäre dann der frische Ingwertee. Die Scharfstoffe regen die Bildung eines Enzyms an, das die für den üblen Geruch verantwortlichen Schwefelstoffe abbaut.

Studien zufolge riechen die wenigsten Menschen ihren eigenen Mundgeruch.

Der Selbstversuch zeigt: Immerhin schmeckt nach so einem Stück Ingwer alles deutlich frischer und der kalte Kaffeegeschmack ist weg. Den Geruchstest kann man selbst allerdings schlecht übernehmen, denn Studien zufolge riechen die wenigsten Menschen ihren eigenen Mundgeruch.

Wenn also das Gegenüber einen unangenehmen Atem mit sich rumträgt, sollte man – meiner Meinung nach – freundlich und diskret darauf hinweisen. Wer möchte schon stinkend seinen Tag bestreiten?

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