11 Dinge, die ihr an einem Sonntag im September machen könnt

Es gibt zwei Sonntags-Typen – die einen, die sonntags gerne chillen, mit Vorliebe auf der Couch. Und dann sind da diejenigen, die den letzten Tag des Wochenendes gerne nochmal so richtig auskosten und was erleben wollen. Solltet ihr zu letzterer Kategorie zählen, dann helfen wir euch gerne etwas auf die Sprünge. Schließlich ist das mit dem Sonntags-Entertainment im September oft ja gar nicht so einfach – für Baden im See ist es schon zu kalt, aber um nur in geschlossenen Räumen abzuhängen, ist es draußen dann doch noch zu schön. Also haben wir eine bunte Mischung für euch – vom mediterranen Frühstück über Ausflüge in die Natur und zu wunderschönen Schlössern bis hin zu asiatischer Küche für den Abend.

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© Christin Otto Auf ein mediterranes Frühstück ins Café Soleil

Im Café Soleil sorgt nicht nur die Einrichtung für sonnige Gemüter, sondern auch das Essen. Das fängt schon bei den Zutaten an – denn die sind meist regional, bio und fair gehandelt – und hört beim Anrichten nicht auf: Das mediterrane Rührei macht seinem Namen alle Ehre – nicht nur wegen der frischen Kräuter, sondern auch, weil es im schmucken Silberpfännchen an den Tisch kommt. Das vegane Frühstück sieht nicht minder verlockend aus und die Spezialität des Hauses – der Café Gourmand – ist sowieso der Knaller. Dahinter verbirgt sich ein Cortado mit drei Leckereien: Joghurt mit frischen Früchten, ein Stück köstliche Mandel-Schoko-Tarte und ein Stück saftiger Lavendel-Zitronenkuchen, jeweils in Probierportiönchen. Und das für nur 4,90 Euro! Sowieso ist im Café Soleil alles sehr günstig – so günstig, dass sich vom chronisch klammen Studenten bis hin zum Rentner wahrscheinlich jeder ein Frühstück leisten kann.

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© Christin Otto Flohmarktmeile am Rheinufer in der Altstadt

Einer der schönsten und auch ältesten Flohmärkte der Stadt findet im Frühling und Sommer ein- oder auch zweimal pro Monat direkt am Rhein statt. Auf der Rheinpromenade in der Altstadt, zwischen Hohenzollernbrücke und Bastei, bieten Aussteller aus ganz Deutschland ihre Waren an – und das schon seit mehr als 40 Jahren. Etwa 150 Händler, aber auch Privatpersonen laufen hier mit Porzellan, Kleinmöbeln, Antikem und Kuriosem auf. Wer hungrig ist, der sollte Ausschau nach dem Foodtruck von "Veggie Foods" halten – dort gibt es nämlich Fritten mit üppigen Veggie-Toppings und die sind richtig lecker.

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© Christin Otto Am Decksteiner Weiher die Seele baumeln lassen

Der Decksteiner Weiher ist der ideale Ort, um mitten in der Stadt mal die Seele baumeln zu lassen. Die beiden Wasserflächen des Weihers werden durch einen Kanal verbunden, an dem Baumalleen im Sommer Schatten spenden und im Herbst für ein buntes Farbenspiel sorgen. Auch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühen, ist der Decksteiner Weiher ein echter Hingucker. Hier könnt ihr die Natur genießen – vor allem nach Feierabend. Am Wochenende hingegen ist etwas mehr los, denn dann seid ihr meist nicht die einzigen, die hier eine Auszeit suchen. Wer Stärkung braucht, kann auf der Terrasse des Restaurants "Haus am See" alle Viere gerade sein lassen und wem eher nach etwas mehr Action ist, der schwingt auf dem Minigolfplatz nebenan den Schläger.

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© Tim Horsch Von Porz über die Poller Wiesen den Rhein entlang

Am Rhein radelt es sich eigentlich überall gut: Der Weg ist flach, die Wege sind befestigt, ihr habt eine schöne Sicht aufs Wasser und könnt richtig weit fahren, ohne euch unter den lästigen Autoverkehr mischen zu müssen. Die 30 Kilometer lange Route könnt ihr in Porz beginnen und über die Poller Wiesen Richtung Norden fahren – über den Rheinpark geht's dann zur Mülheimer Brücke und anschließend wieder ganz in den Süden über Rodenkirchen bis nach Köln-Weiß, wo ihr die Möglichkeit habt, mit der Fähre wieder auf die andere Rheinseite überzusetzen. Wenn ihr nicht ganz so lange durchhaltet, könnt ihr natürlich auch schon früher wieder die Seite wechseln und zum Beispiel über die Südbrücke zurück. Und da es sich hier um eine Rundtour handelt, könnt ihr natürlich auch überall einsteigen.

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© Bazar de Nuit Bazar de Nuit Nachtflohmarkt im Odonien

Das Odonien ist Freiluftatelier, Werkstatt, Veranstaltungsort und Kulturzentrum in einem. Hier, in Neuehrenfeld, hat der Bildhauer Odo Rumpf sein Reich geschaffen. Und genau das bildet im Sommer regelmäßig die Kulisse für den Bazar de Nuit. Auf dem beliebten Nachtflohmarkt flaniert ihr – am besten mit einem Getränk in der Hand – durch das bunte Labyrinth der Stände und feilscht um Secondhandjuwele. Denn ihr wisst ja: Des einen Ramsch ist des anderen Schatz. Im Jahr 2020 findet der Markt wegen Corona in abgeänderter Form statt – nämlich als Auktionsformat. Der letzte Termin vor der Winterpause ist am 20. September.

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© Nicola Dreksler | Christin Otto Einen Tag in Bad Honnef verbringen

Für diejenigen, die guten Wein und verträumte Örtchen lieben, empfiehlt sich ein Ausflug nach Bad Honnef. Mit der Regionalbahn seid ihr in nur 45 Minuten in dem kleinen Städtchen. Zuerst könnt ihr den historischen Ortskern mit seinen pittoresken Fachwerkhäusern erkunden. Für eine kleine Verschnaufpause empfiehlt sich das Café Karlottas. Anschließend könnt ihr noch etwas idyllische Natur und Bötchen-Romantik auf der Insel Grafenwerth genießen – die ist vom Zentrum nur 15 Minuten zu Fuß entfernt. Zwei Bahnstationen oder einen halbstündigen Spaziergang von der Insel entfernt liegt die Weinwirtschaft Zum Böllchen, in die ihr zum Abschluss einkehren könnt. Dort könnt ihr euch ein romantisches Plätzchen im lauschigen Innenhof suchen, gemeinsam eine Brotzeit bestellen und den tollen Wein von der Karte probieren. Vom Böllchen aus könnt ihr auf dem Rückweg schon an der Station "Rhöndorf" in die Bahn zurück nach Köln steigen.

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© Carolin Franz Kaffee und Pasteis de Nata im Café Alte Wäscherei

Dort, wo sich mehr als 30 Jahre eine Wäscherei befand und die Zollstocker ihre Hemden in die Reinigung brachten, trifft sich das Veedel inzwischen zum Kaffeeklatsch: Das Café Alte Wäscherei am Höninger Weg erinnert nicht nur mit seinem Namen, sondern auch mit Fotos aus diesen Zeiten an die Vergangenheit des Ortes. Inzwischen wird dort aber nicht mehr gewaschen, sondern Kaffee aufgebrüht – Heilandt-Kaffee um genau zu sein. Dazu gibt es Pasteis de Nata – diese köstlichen, kleinen Blätterteigtörtchen mit Puddingfüllung, die viele aus dem Portugal-Urlaub kennen. Etwas Zimt oder Puderzucker drauf und genießen!

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© Christin Otto Märchenhafte Atmosphäre auf Schloss Paffendorf

Das Schloss Paffendorf in Bergheim ist das ideale Ausflugsziel bei schönem Wetter. Die im 16. Jahrhundert erbaute Anlage ist von Wassergräben umgeben und verzaubert mit vielen Details wie Zinnen, Türmchen, Balustraden und Balkonen. Doch nicht nur das Schloss selbst ist beeindruckend, auch die wunderschöne Parkanlage ringsum ist ein echter Hingucker. Bei einem Spaziergang durch dieses grüne Kleinod könnt ihr wunderbar die Seele baumeln lassen. Außerdem gibt es auch noch eine Schloss-Brasserie im Innenhof, auf deren Terrasse ihr wunderbar etwas essen oder trinken könnt. Wer noch aktiv werden will, findet nahe des Schlossparks auch noch eine hübsche Minigolfanlage. Und noch ein Tipp: Wenn ihr vorher in Bergheim frühstücken wollt, schaut doch im Café Verweilchen im ältesten Gebäude der Stadt vorbei – dort ist es herrlich gemütlich.

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© Christin Otto Die Brühler Schlösser erkunden

Wenn man am Brühler Bahnhof aussteigt, ist das erste, was man sieht, das Schloss Augustusburg. Zack, ist man von Brühl beeindruckt und fühlt sich wie in längst vergessene Zeiten zurückversetzt. Läuft man durch den imposanten barocken Schlossgarten, gelangt man zum Schloss Falkenlust – kein Wunder, dass die Schlösser des Brühlers ganzer Stolz sind. Selbstverständlich kann man die Schlösser auch von innen besichtigen und sich auf ein Neues beeindrucken lassen. Die Schlossgartenanlage lädt zum Träumen und Spazieren ein. Hach, herrlich.

  • Schlösser Brühl
  • Parkplatz, Max-Ernst-Allee, 50321 Brühl
  • Schlösser: Dienstag – Freitag: 9–12 und 13.30–16 Uhr, Samstag – Sonntag: 10–17 Uhr, Schlosspark: ganzjährig täglich geöffnet
  • Entfernung von Köln: rund 30 Minuten Autofahrt
  • Mehr Info
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© Christin Otto Über den Melatenfriedhof spazieren

Ein Friedhof als Ausflugsziel – das mag erstmal ziemlich seltsam klingen. Aber der Melatenfriedhof ist ja auch nicht irgendein Friedhof – es ist einer der bekanntesten und wahrscheinlich auch schönsten Friedhöfe Deutschlands. Außerdem liegen hier ziemlich viele Kölner Prominente begraben. Zu den jüngeren Verstorbenen zählen zum Beispiel Dirk Bach und Guido Westerwelle. Unterschiedliche Flora und Fauna, mitten in der Stadt gelegen, viele spannende Geschichten, schattenspendendes Grün und absolute Ruhe – all das macht den Melatenfriedhof zu einem sehenswertem Ort. Also schwingt euch aufs Rad und gönnt euch diese mystische Auszeit! Wer mehr zum Melatenfriedhof erfahren will, dem empfehlen wir eine Führung.

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© Christin Otto Tsukiji – japanisches Wellnessprogramm für den Gaumen

Unser wohl heißester Tipp in Sachen Essen im Kwartier Latäng ist das Tsukiji. Im Winter 2019 hat das Restaurant direkt am Zülpicher Platz eröffnet und verwöhnt seine Gäste seitdem mit japanischer Küche vom Feinsten – mal ganz anders als gewohnt, aber super lecker. Spezialität des Hauses sind nämlich nicht etwa allseits bekannte Reis- und Nudelgerichte, sondern fein geschichtete Kunstwerke, deren Basis frittierte Süßkartoffel bildet. Unsere Favoriten: „Amazing Friendship“ oder als Veggie-Alternative „Shaolin“. Als Vorspeise solltet ihr die veganen Gyoza probieren. Übrigens: Unter der Woche könnt ihr hier mittags auch Ramen-Suppe schlürfen.

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