11 gute Tipps für den Winter in Köln

Der Winter 2020/21 wird kälter als andere – nicht etwa, weil in Köln plötzlich sibirisches Wetter ausbrechen würde, sondern weil der harte Lockdown uns den Alltag erschwert. Glühweinstände, große Freund*innen-Treffen, kuschelige Cafés und gemütliche Kinosessel – auf all das müssen wir diesmal verzichten. Da gilt es, andere Seelentröster zu finden. Also belohnen wir uns mit leckerem Brot und dicken Hefeteigschnecken, wir boosten unser Immunsystem mit Vitaminbomben vom Wochenmarkt, wir lassen uns leckeres veganes Fast Food nach Hause kommen und wenn das Wetter mitspielt, atmen wir bei einem Spaziergang in der Abgeschiedenheit der Natur mal so richtig durch. Und wenn wir uns dann doch einsam fühlen, lernen wir neue Leute kennen – online. Hier kommen unsere 11 Tipps für diesen außergewöhnlichen Winter:

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© Christin Otto Dicke Wickel & leckere Kuchen in der Mehlwerkstatt

Leckere Brote und Brötchen, mal hell, mal dunkel, mal mit Körnern und Nüssen, mal ohne – all das gibt es in der Mehlwerkstatt in Ehrenfeld. Bekannt ist die Bäckerei, die früher zu "Zeit für Brot" gehörte, aber vor allem für ihre dicken Zimtschnecken – ähm: Wickel. So heißen die Schnecken jetzt nämlich. Doch Name hin oder her – fest steht, dass diese aus Hefeteig gemachten Sünden einfach zu jeder Tageszeit gehen. Geschmacklich hat es uns vor alle die mit Ahornsirup und Walnuss angetan. Ja, sogar eine vegane Schnecke gibt es. Lecker sind aber auch die Blechkuchen – der Carrot Cake beispielsweise bringt nicht nur süßes Frosting mit, sondern auch noch Körner für den Crunch. Wer etwas Herzhaftes sucht, der wird natürlich auch fündig. Wir empfehlen in diesem Fall die Stullen – die gibt es für Veganer*innen, Vegetarier*innen und Fleischesser*innen.

2

© Christin Otto Einkaufen auf dem Ökomarkt am Severinskirchplatz

Dienstags und freitags ist auf dem Severinskirchplatz in der Südstadt der Ökomarkt zu finden. Der Markt besteht zwar nur aus vier Ständen, aber es lohnt sich, hier seine frischen Zutaten zu besorgen, denn alles ist aus ökologischem Anbau. Obst und Gemüse stammen vom Biohof Bursch in Bornheim, die Backwaren kommen aus Hennef von der Mühlenbäckerei, der Käse und die Milchprodukte sind aus der Hofkäserei Bollheim in Zülpich und Wurst und Fleisch gibt es vom Biobauer Bernd Huth aus Erftstadt. Übrigens: Den Ökomarkt findet ihr nicht nur in der Südstadt – er gastiert insgesamt an fünf unterschiedlichen Wochentagen in drei Veedeln. So könnt ihr die ganze Woche frische Bio-Lebensmittel direkt vom Erzeuger einkaufen – und das mitten in der Stadt. Die Termine findet ihr hier.

3

© Christin Otto Wandern im Königsforst

Raus aus der Stadt und rein in die Natur: Das Naturschutzgebiet Königsforst zwischen Köln und Bergisch Gladbach ist der ideale Ort für eine umfangreiche Wanderung. Ein ganz besonderes Highlight: Der im Königsforst gelegene Monte Troodelöh ist mit 118 Metern die höchste Erhebung der Stadt Köln. Also denkt dran, es kann beim Wandern auch ein bisschen anstrengend werden. Wer die Anreise mit der KVB bestreiten will, fährt mit der Linie 9 direkt bis zur Haltestelle Königsforst.

4

© Christin Otto Köski Royal – das vielleicht schönste Büdchen Kölns

Wer Kölns wohl außergewöhnlichstes und vielleicht auch schönstes Büdchen noch nicht kennt, der sollte dem Köski Royal in Braunsfeld unbedingt einen Besuch abstatten. Hier sieht nämlich nicht nur alles ganz anders aus als in einem 0815-Büdchen, auch das Angebot ist royal: Es gibt Kaffee aus der Siebträgermaschine – gemacht mit einer eigenen Köski-Bohnenröstung von Tim & Sebastian's. Für die Süßen unter euch hat Besitzerin Charlotte einen richtig guten hausgemachten Carrot Cake, Bananenbrot und andere selbstgebackene Kalorienbömbchen in petto. Außerdem umfasst das Sortiment wunderschöne Kissen von "Wild Heart Free Soul" und andere tolle Deko, sodass man fast schon vom kleinsten Concept Store der Stadt sprechen kann.

5

© Christin Otto Natur, See & Tiere – ein Abstecher in die Dellbrücker Heide

Im Nordosten von Köln erwartet euch mit der Dellbrücker Heide eine kleine Oase zum Spazieren und Wandern. Mit der S-Bahn könnt ihr direkt nach Dellbrück fahren und sofort mit eurer Wanderung loslegen. Auf der rund zehn Kilometer langen Tour kommt ihr am Höhenfelder See vorbei und könnt schön am Wasser entlang spazieren. Kleine Bötchen und jede Menge Natur machen diesen Ort perfekt, um die Decke auszubreiten und einfach mal zu genießen. Wenn es euch noch weiter in den Norden verschlägt, begegnen euch im Dünnwalder Wildpark jede Menge Rehe, Mufflons und andere Tiere. Natürlich könnt ihr die Wanderroute auch ein wenig verlängern oder verkürzen – Wege gibt es in der Gegend genug.

6

© Nicola Dreksler Frischer Fisch und köstliche Fischbrötchen im Pescado

Für ein richtig leckeres Fischbrötchen müsst ihr nicht extra bis nach Hamburg tingeln – da reicht auch ein Abstecher ins Agnesviertel. Dort hat nämlich mit dem Pescado nach vielen Jahren endlich wieder ein Fischladen eröffnet und ein ganz besonders guter noch dazu. Neben frischem Fisch – wie Lachs-, Steinbutt- oder Rotbarschfilet – könnt ihr euch im Minimarkt auch mit Fisch aus der Tiefkühltruhe sowie Produkten aus Spanien und Portugal eindecken. Außerdem gibt es Salate mit hausgemachten Saucen und – klar – Fischbrötchen! Mit Preisen zwischen 6,50 und 8,50 Euro sind die zwar nicht ganz günstig, wer jedoch mal eins gegessen hat, der weiß, dass dieser Schmackofatz jeden Cent wert ist.

7

© Kölner Weinkeller Weinkenner werden bei Weinkeller-Online-Seminaren

Wem alleine zu Hause trinken keine Freude bringt, der sollte sich vielleicht Gesellschaft suchen – zum Beispiel bei den Online-Weinseminaren des Kölner Weinkellers. Bei den unterschiedlichen Online-Verkostungen und -Seminaren bekommt ihr eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis geboten. Vorab bekommt ihr zu jeder Veranstaltung ein passendes Weinpaket geliefert. Preislich beginnen die Events bei 79 Euro – die Weine sind da natürlich schon inbegriffen. Am günstigsten ist das Einsteigerseminar "Absolute Beginners". Mit sechs verschiedenen Flaschen Wein macht ihr euch dabei gemeinsam auf den Weg vom einfachen Weinfreund zum Weinkenner.

8

© Christin Otto Am Decksteiner Weiher die Seele baumeln lassen

Der Decksteiner Weiher ist der ideale Ort, um mitten in der Stadt mal die Seele baumeln zu lassen. Die beiden Wasserflächen des Weihers werden durch einen Kanal verbunden, an dem Baumalleen im Sommer Schatten spenden und im Herbst für ein buntes Farbenspiel sorgen. Auch im Frühjahr, wenn die Krokusse blühen, ist der Decksteiner Weiher ein echter Hingucker. Hier könnt ihr die Natur genießen – vor allem nach Feierabend. Am Wochenende hingegen ist etwas mehr los, denn dann seid ihr meist nicht die einzigen, die hier eine Auszeit suchen. Wer Stärkung braucht, kann  – wenn nicht gerade Lockdown ist – auf der Terrasse des Restaurants "Haus am See" alle Viere gerade sein lassen und wem eher nach etwas mehr Action ist, der schwingt auf dem Minigolfplatz nebenan den Schläger.

9

© Wolkenburg Einen Lichter-Spaziergang durch Köln machen

Auf unsere heiß geliebten Weihnachtsmärkte müssen wir zwar verzichten, doch einige Orte mit richtig toller Weihnachtsdeko und festlicher Beleuchtung sorgen in Köln dennoch für Weihnachtsstimmung. Also macht doch einfach mal einen Spaziergang – und schaut bei der Wolkenburg, dem Bürgerhaus Stollwerck oder auf dem Roncalliplatz vorbei. 21 Orte, an denen Weihnachtsstimmung aufkommt, findet ihr hier.

10

© Christin Otto Veganes Fastfood von Bärenstark bestellen

Veganes Fastfood vom Feinsten bekommt ihr bei Bärenstark in Ehrenfeld. Vöner, verschiedenste Burger, Mac 'n Veese, Pita und noch einige andere bärenstarke Gerichte stehen auf der Karte. Das Beste: Abgesehen vom Brot – das von der Kölner Bäckerei Ecke stammt – ist alles selbstgemacht. Das gilt sogar für den Seitan, die Süßkartoffelfritten und die vielen Saucen von Parmesanmayo bis hin zu Aioli. Echtes Soulfood eben für die kulinarische Verwöhnung auf der Couch.

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© Avel Chuklanov | Unsplash Neue Leute kennenlernen im Social Club Cologne

Der harte Lockdown macht vieles schwerer – zum Beispiel: neue Leute kennenzulernen. Abhilfe schafft hier der  Social Club Cologne. Das virtuelle Meet-up bringt jede Woche (Neu-) Kölner*innen in einer virtuellen Bar zusammen und sorgt somit dafür, dass euch zu Hause alleine nicht die Decke auf den Kopf fällt. Mit einem Avatar kannst du dich durch einen virtuellen Raum bewegen, auf verschiedene Menschen treffen und diese in interessante Gespräche verwickeln. Lass dich mal richtig über das aktuelle politische Geschehen aus, erzähl anderen von deinen schönsten Reisen oder sprich über deine Lieblingsserie. Du entscheidest, worauf du gerade Lust hast! Alles was du brauchst, sind ein kostenloses Ticket, deinen Lieblingsdrink und gute Laune.

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