11 Kultur-Events im Februar 2020, die du nicht verpassen solltest

In dem Monat, in dem sich so ziemlich alles um Kölsch, Kamelle und Kostüme dreht, kann so ein bisschen Kultur gar nicht schaden. Spannende Theateraufführungen, imposante Ausstellungen, vielseitige Lesungen und ein Dokumentarfilm, der uns sehr berührt hat – hier kommen 11 Kultur-Events, die ihr im Februar nicht verpassen solltet. Los geht‘s:

1. Samstag, 1. Februar: "Fight Club" im Theater der Keller

© Meyer Originals

"Fight Club" erzählt von einem jungen Mann, der nichts mehr empfindet und sich selbst fremd geworden ist. In einer durchfunktionalisierten Wirklichkeit besucht er Selbsthilfegruppen Todkranker, um an ihren Gefühlen teilhaben zu können. Er trifft auf Marla Singer, die an einem ähnlichen Selbstverlust zu leiden scheint. Und er begegnet Tyler Durden, seinem Gegenbild, dem er verfällt – bis es zur Eskalation kommt. Am 1., 14. und 15. Februar könnt ihr euch die Schauspiel- und Tanz-Performance von „Fight Club" im Theater der Keller anschauen.

Theater der Keller | Siegburgerstraße 233w, 50679 Köln | 1., 14. und 15. Februar: 20 Uhr | 20 Euro, erm. 14 Euro | Mehr Info

2. Mittwoch, 3. und Donnerstag, 4. Februar: "The Room" im Comedia Theater

© Comedia Theater | The Room

Anfang Februar könnt ihr das Abschlussprojekt "The Room" des Jugendkurses im Comedia Theater bestaunen. Die Handlung: Acht Teenager wachen gemeinsam in einem Raum auf. Sie kennen sich nicht. Sie können sich an nichts erinnern. Sie sind eingesperrt und können nicht entkommen. Sind sie in konkreter Gefahr? Wie sind sie dorthin gekommen? Zu welchem Zweck sind sie dort gefangen? Wer hat ihnen das angetan? Nach und nach erinnern sich die jungen Menschen daran, was ihnen widerfahren ist und jetzt gibt es für sie nur noch ein Ziel: Raus hier.

Comedia Theater | Vondelstraße 4-8, 50677 Köln | 3. und 4. Februar: 19 Uhr | 9 Euro, erm. 6 Euro | Mehr Info

3. Donnerstag, 6. Februar: Mit anderen Worten

© Christin Otto

Normalerweise findet die Lesereihe "Mit anderen Worten" im Café Duddel statt – im Februar gibt es aber eine Special-Ausgabe im Hallmackenreuther. Das Konzept ist einfach: Autoren aus Köln und der Umgebung lesen ihre eigenen Texte auf der Bühne vor. Sechs Autoren haben die Möglichkeit, ihren Text bis zu einer Länge von zehn Minuten zu präsentieren. Von Spannendem bis Entspannendem, Heiterem bis Nachdenklichem, Nüchternem bis Fantastischem ist alles erlaubt.

Hallmackenreuther | Brüsseler Platz 9, 50674 Köln | 6. Februar: 19 Uhr | Mehr Info

4. Donnerstag, 6. Februar: Hof Butenland

Wieso hat die Kuh so einen kleinen Euter? Und seit wann können Kühe überhaupt schnurren? Der Gnadenhof "Hof Butenland" zeigt, dass ein Leben mit Tieren auch funktioniert, ohne sie zu schlachten oder ihr ganzes Leben permanent angekettet zu melken. Hof Butenland ist das erste Kuhaltersheim Deutschlands, das der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück nahe der Nordseeküste gegründet haben. Der Dokumentarfilm hält Momente des Glücks und der Trauer fest, hinterfragt den gegenwärtigen Status von Nutztieren in unserer Gesellschaft und lässt wirklich jeden berührt zurück – unbedingt anschauen!

Cinenova | Herbrandstraße 11, 50825 Köln | ab 6. Februar | Mehr Info

5. Donnerstag, 6. Februar: Geschichten vom Klimawandel

@ die Wohngemeinschaft

In der Wohngemeinschaft könnt ihr am 6. Februar alarmierenden, aber auch ermutigenden, Geschichten zum Klimawandel lauschen. Mithilfe von Comics und Karten erfahrt ihr etwas darüber, was gerade auf diesem Planeten geschieht, wer wie betroffen ist – und vor allem: Was wir alle tun können. Seid live dabei, wenn die Crowdfunding-Kampagne für die gedruckte Version des Comic-Atlanten startet. Mit dabei sind außerdem der Meteorologe Dr. Erlend Knudsen und Kartograph Frederik von Reumont.

die Wohngemeinschaft | Richard-Wagner-Str. 39, 50674 Köln | 6. Februar: 20 Uhr | Eintritt frei | Mehr Info

6. Ab Freitag, 7. Februar: Ausstellung – Die Ästhetik des Brutalismus

© www.gregorzoyzoyla.de

Schon während seines Studiums der Geografie interessierte sich der Frankfurter Fotograf Gregor Zoyzoyla dafür, urbane Räume zu erkunden und deren Funktion, Ästhetik und Bedeutung für die Bewohner und Bewohnerinnen der Stadt auch fotografisch festzuhalten. Vom 7. Februar bis zum 30. April stellt Gregor Zoyzoyla seine Fotografien in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln aus. Gezeigt werden viele öffentliche Einrichtungen, Kirchen und Wohngebäude der Nachkriegsmoderne. Bei der Vernissage erwartet euch außerdem ein vielseitiges Eröffnungsprogramm.

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln | Universitätsstr. 33, 50931 Köln | 7. Februar bis 30. April | Montag – Freitag: 9–0 Uhr, Samstag – Sonntag von 9–21 Uhr | Eintritt frei | Mehr Info

7. Donnerstag, 13. Februar: Buch-Premiere mit Aladin El-Mafaalani und Robert Habeck

© Danny Frede

Wer sind die Verlierer und wer die Gewinner der Wissensgesellschaft? Was muss getan werden, um von Armut betroffene und abgehängte Milieus mit an den Tisch zu holen? Diese Fragen werden euch Mitte Februar bei der Buchpremiere "Mythos Bildung, die neue Gegenwartsdiagnose" von Aladin El-Mafaalani im Gloria Theater beantwortet. Robert Habeck, Bundesvorsitzender der Grünen und selbst erfolgreicher Autor, stellt das brandneue Buch im Gespräch mit Aladin El-Mafaalani vor und nimmt soziale Ungerechtigkeit und ihre Verstrickung mit dem Bildungswesen in den Fokus.

Gloria Theater | Apostelnstr. 11, 50667 Köln | 13. Februar: 20 Uhr | 17 Euro | Mehr Info

8. Freitag, 14. Februar: Lesung mit Sarah Bosetti

© Comedia

Sarah Bosetti hat eine Superkraft: Sie kann Hass in Liebe verwandeln. Sie sammelt die schönsten Hasskommentare, die sie bekommt, und macht aus ihnen lustige Liebeslyrik und witzige Geschichten. Misogynie wird zur Pointe, Sexismus zu Schmalz und irgendwo dazwischen wird das Patriarchat zu Poesie. Bosetti ist nicht nur witzig, ihr Kommentar zum Feminismus ist fantastisch. Ende Februar könnt ihr euch in der Comedia selbst davon überzeugen.

Comedia Theater | Vondelstraße 4-8, 50677 Köln | 14. Februar: 20 Uhr | 22 Euro, erm. 14 Euro | Mehr Info

9. Samstag, 15. Februar: Kunstnacht

© Christin Otto

Am 15. Februar ist es wieder soweit: Die Kunstnacht im Wallraf-Richartz-Museum geht in die nächste Runde und vereint Führungen renommierter Persönlichkeiten aus der Kulturszene, außergewöhnliche Performances, Musik und Party. Unter dem Motto "Tanz im Glanz" liegt der Fokus in diesem Jahr auf der Sonderausstellung "Inside Rembrandt". Bis 23 Uhr könnt ihr an den Führungen teilnehmen, die von atemberaubenden Performances begleitet werden. Anschließend startet die Party im Foyer mit den DJ Acts Sarah Wild und Philipp Fein von Feines Tier.

Wallraf-Richartz-Museum | Obenmarspforten 40, 50667 Köln | 15. Februar: ab 19 Uhr | VVK: 8 Euro, erm. 7 Euro, AK: 12 Euro, erm. 10 Euro | Mehr Info

10. Bis Sonntag, 23. Februar: Ausstellung – Vergiss deinen Namen nicht

© Archiv Alwin Meyer

Bewegend ist die Ausstellung "Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von Auschwitz" im NS-Dokumentationszentrum. Mindestens 232.000 Säuglinge, Kinder und Jugendliche wurden aus allen Teilen Europas nach Auschwitz deportiert oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Auf 56 großformatigen Tafeln werden Lebensgeschichten von Kindern und Jugendlichen erzählt, die den Holocaust überlebt haben.

NS-Dokumentationszentrum | Appellhofplatz 23-25, 50667 Köln | Bis 23. Februar 2020 | Mehr Info

11. Samstag, 29. Februar: "Clockwork Orange" im Theater der Keller

© MEYER ORIGINALS

Grundlose Gewalt, nächtliche Streifzüge und blanker Wahnsinn – das erwartet euch im Theater der Keller bei der Inszenierung von "Clockwork Orange". Alex und seine Gang stürzen sich aus purem Spaß auf wehrlose Opfer. Im Gefängnis wird Alex einer Gehirnwäsche unterzogen, die ihm seine Aggressionen austreibt. Anschließend wird er wieder in die Welt ausgesetzt: als funktionierende Stütze der Gesellschaft oder als – ja, als was? Eine irrwitzige Suche nach Menschlichkeit.

Theater der Keller | Siegburger Str. 233w, 50679 Köln | 29. Februar: 20 Uhr | 19,80 Euro, erm. 14,30 Euro | Mehr Info

Titelbild: © www.gregorzoyzoyla.de

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