11 Dinge, die ihr in der Altstadt machen könnt

Wir lieben die kölsche Altstadt mit ihren Gassen, urigen Brauhäusern, historischen Häuschen und natürlich dem Dom. Aber wer kennt es nicht: Wenn man in einer Stadt wohnt, meidet man die Ecken mit besonders hohem Touri-Aufkommen gerne mal. Dabei bringen viele Dinge, die Köln-Besucher*innen auf ihrem Programm stehen haben, ja auch uns Spaß. Und genau deswegen sollten auch wir es öfters mal machen: ein Kölsch im Altstadt-Brauhaus trinken, die Aussicht vom Dom aus genießen, mit dem Schiff über den Rhein schippern und den Jazzbands im Papa Joe's lauschen.

© Christin Otto

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Am Altstadt-Rheinufer entlang flanieren

Am Rheinufer in der Altstadt entlang zu flanieren, mag wie ein Touri-Ding klingen, aber auch die Kölner*innen genießen das Flair bei schönem Wetter gerne. Da tollen Kinder im Wasserspielplatz, auf den Wiesenflächen des Rheingartens wird gelesen und sich gesonnt, auf der Mauer an der Fankenwerft trinken Freund*innen gemeinsam ein Büdchen-Bier und in den Gasthäusern am Buttermarkt wird gegessen und Kölsch getrunken. All das mit Groß St. Martin und den wunderschönen bunten Altstadt-Häuschen im Rücken.

© Christin Otto

2
Auf ein Kölsch ins Bierhaus en d'r Salzgass

Brauhäuser gibt es in der Altstadt ja so einige. Eines, das uns besonders gut gefällt, ist das Bierhaus en d’r Salzgass – zum einen, weil dort das besonders süffige Päffgen-Kölsch ausgeschenkt wird, zum anderen, weil das Ambiente besonders urig ist. Holzvertäfelte Wände, riesige Kronleuchter und die mittelalterliche zweistöckige Dielenhalle machen den Charme dieses Hauses aus. Außerdem wird hier noch der gute alte "grumpy Köbes"-Service gepflegt, der nie um einen frechen Spruch verlegen ist. Serviert wird natürlich nicht nur Kölsch, sondern auch deftige Brauhausküche – von Himmel und Ääd bis hin zu Haxe mit Päffgenbiersauce.

  • Bierhaus en d'r Salzgass Salzgasse 5-7, 50667 Köln
  • Dienstag – Donnerstag: 16–0 Uhr, Freitag – Samstag: 12–1 Uhr, Sonntag: 12–22 Uhr
© Christin Otto

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Über 533 Stufen bis zur Spitze des Kölner Doms

Was zeigt man seinem Besuch, wenn er in Köln ist? Den Dom natürlich! Dabei lautet die Devise: Nicht einfach nur rein, sondern auch mal rauf gehen! Denn bei 533 Stufen – so viele sind es bis zur Spitze des Südturms – trainiert man nicht nur die Oberschenkel, sondern wird oben auch noch mit einer hervorragenden Aussicht über Köln belohnt. Das ist nicht nur was für Köln-Besucher*innen – das sollte auch jede*r Kölner*in mal gemacht haben. Kleine Warnung: Schwindelfrei solltet ihr am besten schon sein, denn die Gittertreppe für das letzte Stück bis ganz nach oben hat es in sich.

© Christin Otto

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Jazz in der Altstadt: Papa Joe’s Jazzlokal

Wer Fan von abendlicher Live-Musik ist, sollte bei Papa Joe's in der Altstadt vorbeischauen. In Papa Joe’s Jazzlokal "Em Streckstrump" am Buttermarkt spielen jeden Abend wechselnde Jazzbands, sonntags sogar zwei. Und das seit 45 Jahren. Die Getränkepreise sind hier zwar nicht die günstigsten, dafür ist der Eintritt frei – also bekommt ihr hier sozusagen Konzerte zum Schnäppchenpreis. Übrigens hat "Papa Joe" – damit ist die kölsche Legende Joe Buschmann gemeint – gleich zwei Jazzmusik-Locations in Köln gegründet: Die zweite Location – der Biersalon "Klimperkasten" – liegt direkt um die Ecke am Heumarkt und ist vor allem für seine Sammlung altmodischer Musikinstrumente bekannt, die nach Münzeinwurf von selbst spielen. 

  • Em Streckstrump Buttermarkt 37, 50667 Köln
  • Em Streckstrump: Freitag: 17–2 Uhr, Samstag: 11–2 Uhr , Klimperkasten: Freitag – Samstag: ab 19.30 Uhr
  • Eintritt frei
© TimeRide

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Virtueller Rundgang durch das alte Köln mit TimeRide


Wer eine Zeitreise ins alte Köln erleben möchte, hat dank Virtual Reality die Chance dazu – und zwar bei TimeRide am Alter Markt. In 45 Minuten und an drei Stationen erlebt ihr hier das Köln der legendären 20er-Jahre. Highlight ist die Fahrt mit der historischen Straßenbahn – ein echt kölscher Fahrer, Straßengeräusche, Fahrtwind und holpernde Bahn inklusive.

© Christin Otto

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Auf Entdeckungstour im Museum Ludwig

Wenn das Wetter nicht zum Draußensein animiert, ist ein Museumsbesuch die perfekte Alternative. In Köln empfiehlt sich da natürlich das Museum Ludwig, denn hier jagt ein Superlativ den nächsten. Die umfangreichste Pop Art Sammlung Europas, die drittgrößte Picasso-Sammlung der Welt, eine der besten Sammlungen zum deutschen Expressionismus und eine der international bedeutendsten Sammlungen zur Fotografie sind hier zu finden. Kein Wunder also, dass das Museum Ludwig nicht nur zu den berühmtesten, sondern auch den beliebtesten Ausstellungshäusern der Stadt gehört.

© Christin Otto

7
Beirut: Sandwich mit Rheinblick

Die perfekte Falafel-Adresse für gutes Wetter ist das Beirut am Buttermarkt. In dem Altstadt-Restaurant bekommt ihr leckere und prall gefüllte Falafel-Sandwiches. Die dürfen zwar – aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen – nicht im Laden gegessen werden, aber da der Rhein um die Ecke ist, findet ihr an der Promenade sowieso das schönere Lunch-Plätzchen. Wer mal was anderes probieren will, dem empfehlen wir das Sandwich mit gekochtem Löwenzahn – richtig lecker!

© Christin Otto

8
Mit dem Schiff über den Rhein schippern

Mit dem Schiff über den Rhein schippern – das mag sich vielleicht anhören wie Tourikram. Tatsächlich bringt das aber selbst dann Spaß, wenn man schon seit Ewigkeiten in Köln wohnt. Egal, ob nun die einstündige Panoramafahrt entlang der Altstadt-Rheinpromenade oder doch die längere Tour bis ins Siebengebirge – vom Wasser aus lässt sich Köln hervorragend aus anderer Perspektive entdecken. Übrigens: Wer seinen Geburtstag auf dem KD-Schiff verbringt, bekommt für sich und eine Begleitperson eine Ermäßigung in Höhe von 50 Prozent auf alle Panorama- und Linienfahrten. Die ermäßigten Tickets müssen am Tag des Geburtstages am KD Ticket Office erworben werden. Auch weitere Specials wie eine Muttertagstour bietet KD an.

  • KD-Anleger Frankenwerft 35, 50667 Köln
  • Muttertagstour: 8. Mai 2022
  • Panoramafahrt Köln: 12 Euro, am Geburtstag: 50 Prozent Ermäßigung für das Geburtstagskind und die Begleitperson
© Holger Talinski

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Ein Konzert in der Philharmonie

Ziemlich schade, dass kurzfristige Karten zu klassischen Konzerten oft recht teuer sind, wenn man nicht gerade einen Studi-Ausweis vorzeigen kann. Der kostenlose Philharmonie-Lunch, bei dem man früher immer donnerstags Punkt 12 Uhr zum 30-minütigen Probenbesuch vorbeischauen konnte, pausiert aktuell zwar, doch ein paar Termine bei freiem Eintritt gibt es trotzdem immer wieder. Wann die sind, könnt ihr hier nachschauen. Wer Blut geleckt oder die Eltern zu Besuch hat, sollte sich und seinen Liebsten dann vielleicht doch mal eine Konzertkarte gönnen. Dafür muss man kein Beethoven- oder Mozart-Fan sein, denn in der Philharmonie treten auch angesagte junge Künstler*innenn wie Nils Frahm oder Ólafur Arnalds auf – ein echtes Erlebnis!

© Maibeck für Dich

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Essen auf Sterneniveau im Maibeck für Dich

Dass ein Besuch im Sterne-Restaurant nicht immer gleich Hunderte Euro kosten muss, dafür ist das Maibeck der beste Beweis. Bereits im November 2015 wurde das Restaurant direkt am Rheinufer mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – der Besuch ist seither dennoch erschwinglich geblieben. Das Vier-Gänge-Menü gibt es für 55 Euro. Auf der Karte stehen vor allem saisonale und regionale Gerichte. Egal, ob nun "aus dem Wasser", "von der Weide" oder "vom Feld" – Fisch, Fleisch und Gemüse bekommt ihr hier in exzellenter Qualität von ausgesuchten Lieferant*innen. Die Kreationen sind kreativ, ohne abgehoben zu sein. So gibt es beispielsweise mal Zander mit Spitzkraut, Beluga-Linsen und Stampfkartoffeln, mal Schulterscherzel mit Pilzen, Grünkohl und Topinambur. Dazu noch hübsches Ambiente und netter Service – was will man mehr?

© Christin Otto

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Biere aus aller Welt im Delirium Café in der Altstadt

In die Altstadt verirren sich für das nächtliche Party- und Trinkvergnügen zwar meist nur Touris, aber ein Abstecher ins Delirium Café lohnt sich auch für Kölner – vor allem für solche, die gerne belgische und andere Biere aus aller Welt trinken. In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre habt ihr die Wahl zwischen 31 verschiedenen Bier-Sorten vom Fass – hinzu kommen unzählige Flaschenbiere. Die Zapfhahn-Belegung sowie das tagesaktuelle Flaschensortiment wechselt, sodass ihr immer ständig neue Sorten entdecken könnt. Ob nun süffige Fruchtbiere aus Belgien, kräftige Pale Ales aus den Staaten oder doch das namensgebende Delirium-Bier mit dem rosa Elefanten – hier dürfte so ziemlich jeder das passende Bier finden.

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