11 schöne Ausflüge, die du nördlich von Köln machen kannst

Glaubt man alten Legenden und Klischees, so meiden die Kölner*innen das Gebiet nördlich der Stadt wie der Teufel das Weihwasser – schließlich liegt dort Düsseldorf, das Feindesland also. Gut, dass das tatsächlich nur ein Klischee ist. Denn bei so einem Städtetrip in die Landeshauptstadt gibt es jede Menge zu entdecken. Und längst nicht nur Düsseldorf taugt als Ausflugsziel. Nördlich von Köln warten imposante Klosteranlagen, idyllische Kleinstädte, spannende Museen, aber auch Natur und Badespaß auf euch.

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© Nicola Dreksler Die Klosteranlage Knechtsteden erkunden

Jahrelang war Knechtsteden in Dormagen ein nahezu autonomes Klosterdorf und die Heimat von rund 450 Menschen. Heute befinden sich auf dem Klostergelände rund um die Basilika Kreativwerkstätten, ein wunderschöner Kräutergarten, eine Fundgrube, Ateliers, Gastronomie und Co. Dementsprechend ist Knechtsteden ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Hauptbahnhof aus seid ihr mit Bus und Bahn in nur 30 Minuten in Knechtsteden. Von der Bushaltestelle gelangt ihr über den Obstwanderweg zur Klosteranlage und begegnet dabei putzigen Schafen. Wen das Erkunden der Klosteranlage hungrig macht, der kann sich im Anschluss im "Klosterhof" stärken – wir empfehlen euch die Flammkuchen.

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© Atamari | CC BY-SA 3.0 | Wikimedia Commons Bergisches Kleinstadt-Feeling in Gräfrath

Enge Gassen mit bergischen Fachwerkhäusern, ein idyllischer Marktplatz umgeben von liebevoll restaurierten Gebäuden, eine hochgelegene Klosterkirche, zu der 72 Stufen hinauf führen: Der Solinger Stadtteil Gräfrath zeigt das Bild einer bergischen Kleinstadt auf vorindustrieller Zeit. Gut erhaltene Häuserensembles aus dem 18. und 19. Jahrhundert sowie die reformierte Kirche von 1689 prägen das Bild. Der historische Ortskern steht unter Denkmalschutz. Das ehemalige Klostergebäude beherbergt heute das Deutsche Klingenmuseum. Wem nicht nach Museum ist, der kann auch einfach in Ruhe etwas essen oder trinken: Im Kaffeehaus Solingen habt ihr einen tollen Blick auf den idyllischen Gräfrather Markt.

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@ Madeleine Dengler Kunst im Museum Insel Hombroich entdecken

Südwestlich von Neuss, direkt an der Erft, liegt ein Landschaftsschutzzareal von 21 Hektar, das das Tageslichtmuseum Insel Hombroich beherbergt. Mit der S-Bahn fahrt ihr bis nach Neuss Süd – von dort aus sind es dann nur noch zehn Minuten mit dem Bus zum Museum Insel Hombroich. Das Konzept: Natur und Kunst sollen hier zusammenwirken, ohne künstliches Licht, ohne Beschilderungen oder Erklärungen. Auf dem Gelände stehen begehbare Skulpturen, die selbst als Ausstellungsraum genutzt werden. Ein weiteres Highlight: Die ehemalige Nato-Raketenstation, die seit 1994 als Arbeitsraum für Künstler*innen genutzt wird. Auf der Raketenstation befindet sich auch das Gästehaus "Kloster" – wer will, kann sich hier ein Zimmer reservieren und direkt für eine Nacht an diesem ganz besonderen Ort bleiben.

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© Pixabay Beyenburg – ein Schmuckstück im Bergischen

Fachwerkhäuser, eine Klosterkirche und all das auch noch am Wasser – Beyenburg und der Beyenburger Stausee sind ein kleines Juwel mitten im Bergischen Land. Das Örtchen im Osten Wuppertals ist eine knappe Dreiviertelstunde Autofahrt von Köln entfernt und wie gemacht für einen netten Ausflug. Nach einem Abstecher zur Klosterkirche St. Maria Magdalena könnt ihr euch den historischen Ortskern mit seinen pittoresken Häuschen anschauen und dann bei einem entspannten Spaziergang den Beyenburger Stausee umrunden. Wer noch etwas mehr Energie hat, der kann auch den Bilsteiner Kopf besteigen, von da aus den Ausblick auf Beyenburg genießen und auf dem Rückweg im Landgasthaus Bilstein einkehren.

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© Pixabay Das Ruhr Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein

Ein besonderes Wahrzeichen von Essen ist die Zeche Zollverein – hier wurde von 1851 bis 1986 Steinkohle abgebaut. Heute ist das stillgelegte Werk ein beeindruckendes, architektonisches Monument, in dem sich so einiges entdecken lässt. Unter anderem: das Ruhr Musem, welches sich in der ehemaligen Kohlenwäsche befindet. Die Location für sich ist schon sehenswert, aber auch die Ausstellung ist einen Besuch wert: Mit 6.000 Exponaten wird die Natur- und Kulturgeschichte des Reviers erzählt, von der Entstehung der Kohle vor Millionen Jahren bis zur spannenden Entwicklung des Ruhrgebiets. Auf dem Gelände befinden sich außerdem ein Skulpturenpark und weitere Ausstellungsräume – am besten plant ihr für das ganze Zechenspektakel einen ganzen Ausflugstag ein.

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© Pixabay Einen Ausflug nach Monheim am Rhein

Zwischen Köln und Düsseldorf – keine 30 Kilometer vom Kölner Dom entfernt – liegt das kleine Städtchen Monheim am Rhein. Die historische Altstadt mit dem Schelmenturm lädt zum entspannten Spaziergang samt Verschnaufpause im Café Mit Liebe ein. Im Sommer solltet ihr euch ein Eis in der Milchbar gönnen und für Bier-Liebhaber ist die Monheimer Biermanufaktur ein heißer Tipp. Ein echtes Schmuckstück Monheims ist übrigens die Marienburg (Bild) – dort finden nicht nur Trauungen und Tagungen statt, sondern auch Events wie Grillseminare. Übrigens: Wenn euch Monheim für einen Ausflug nicht genug ist, könnt ihr zwischen August und Oktober an den Wochenenden auch mit der Rheinfähre Piwipper Böötchen nach Dormagen übersetzen.

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© Blackfoot Beach Kanu, SUP und mehr am Blackfoot Beach

Am Blackfoot Beach am Fühlinger See steht den Adrenalin Junkies unter euch gleich eine ganze Auswahl an Wasseraktivitäten zur Verfügung: Hier könnt ihr euch ein Kanu ausleihen oder beim Stand Up Paddling übers Wasser treiben. Der Tauchverein Blue Marlin bietet am Fühlinger See außerdem ein Schnuppertauchen für 69 Euro an. Und wem Boote und Boards noch nicht genug sind, der kann nach dem Wassersport auch gleich noch zum benachbarten Hochseilgarten und sich dort auspowern. Und am Ende: die müden Knochen abkühlen und einfach eine Runde schwimmen.

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© Pixabay 80 verschiedene Tierarten im Wildpark Reuschenberg

Auf einem rund 60.000 Quadratmeter großen Areal mitten im Reuschenberger Wald in Leverkusen-Küppersteg befindet sich der Wildpark Reuschenberg – und der beherbergt 80 verschiedene Wild- und Haustierarten. Von der Waldameise über Schwarzstörche, Fischotter, Greifvögel, Frettchen und Reptilien, Ziegen, Schafe, Damwild und Mufflons bis hin zu Stachelschweinen, einem Luchs und Bienenvolk bekommt ihr hier einiges geboten. Auf einem Picknickplatz mit Bänken und Tischen könnt ihr eine Verschnaufpause einlegen oder ihr geht einfach ins Park-Bistro und genießt von der Terrasse ganz entspannt den Blick auf die „wilden“ Bewohner.

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© Christin Otto See und Biergarten: Dorfidylle in Esch

Ja, auch in Köln gibt es Orte, an denen man schnell mal vergisst, dass man sich immer noch in einer Großstadt befindet. Der Stadtteil Esch ist so ein Ort. Hier wohnen die Menschen noch in idyllischen Ein- und Zweifamilienhäusern mit wunderschönen Gärten, Parkplatz vor der Tür und: dem See um die Ecke. Gerade im Sommer muss es ein Traum sein, so nah am Wasser zu wohnen. Das Wasser ist übrigens der Escher See. Wer mag, kann den großen Beach Club besuchen. Hier warten gegen Eintritt Strandliegen und Malle-Feeling auf euch. Viel schöner finden wir jedoch den kleinen Strandabschnitt, den man zu Fuß am besten über die Straße "Am Braunsacker" erreicht. Am Abend solltet ihr dann unbedingt im idyllischen Biergarten des Restaurants Goebels einkehren – hier gibt es nicht nur leckere, bodenständige Küche, sondern vor allem den Blick auf die "Dorfkirche" St. Martinus.

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© Christin Otto Düsseldorf – auf Entdeckungstour in der Landeshauptstadt

Klar, für Kölner ist Düsseldorf sozusagen Feindesland. Aber wenn wir die neckischen Rivalitäten mal beiseite schieben, muss man zugeben: Düsseldorf hat vieles, wofür sich ein Tagesausflug lohnt. Am besten startet ihr mit einem Frühstück im Nooij Dutch Deli – ein derart hippes, holländisches Deli sucht man in Köln noch vergebens. Dann geht es weiter in die Altstadt – auf dem großen Markt könnt ihr wunderbar Blumen und frisches Gemüse kaufen oder lunchen gehen. Außerdem solltet ihr bei der Bäckerei Hinkel unbedingt ein Müslibrot mitnehmen. An der Rheinpromenade könnt ihr eine Verschnaufpause einlegen, bevor ihr euch auf den Weg zum Medienhafen macht und dort die Architektur bestaunt. Wer shoppen will, ist auf der Königsallee und der Schadowstraße richtig. Abends gönnt ihr euch am besten noch ein japanisches Dinner, denn so gute und authentische japanische Küche wie in Düsseldorf findet man sonst kaum in NRW – empfehlen können wir beispielsweise das Naniwa.

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© The Gentle Temper Am Hitdorfer See chillen

Der Hitdorfer See bei Leverkusen lockt nicht nur wegen seiner Nähe zur Stadt, sondern auch mit seinem Sandstrand. Während die Parkplätze für Besucher kostenpflichtig sind, ist der Zutritt zum See gratis. Auf dem begrünten Hang am Südwestufer kann man es sich gemütlich machen und das Treiben auf dem Wasser beobachten. Ein Café versorgt die Badegäste mit Pizza, Waffeln und Flammkuchen. Nach einem Spaziergang um den benachbarten Stöckenbergsee, der zwar nicht zum Schwimmen freigegeben ist, aber mit Flora und Fauna lockt, lässt man den Tag auf der Sonnenterrasse ausklingen.

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