11 Ausstellungen, die ihr im Herbst 2020 nicht verpassen solltet

Wenn der Herbst kommt und wir nicht mehr im Grüngürtel grillen oder jede freie Minute am See verbringen wollen, kann man sich auch wieder anderen schönen Dingen des Lebens widmen – und auch ohne schlechtes Gewissen mal drinnen sein. Wer trotzdem noch was erleben möchte, geht am besten mal wieder ins Museum oder in eine der vielen kleinen Galerien in Köln. Denn hier gibt es auch im Herbst wieder einiges zu entdecken. Maskenpflicht und Abstand stehen dabei natürlich immer noch an der Tagesordnung, aber das ist im Museum ja zum Glück kein Problem. Wer noch etwas Inspiration sucht, ist bei uns an der richtigen Stelle. 

1. Bis 2.10. „in other words…“

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In der kleinen Galerie am Ebertplatz sind immer wieder spannende Ausstellungen zu sehen – mit „in other words“ ziehen hier die Werke von zwei Berliner Künstlern bis Anfang Oktober ein. In Installationen, Collagen und Zeichnungen seht ihr die Werke von Carsten Sievers und Stef Heidhues – sie stehen zwischen Wiederholungen und Spiegelungen, Komplexität und Minimalismus, Alltag und Kunst, Fiktion und Realität. 

Labor Ebertplatz | Ebertplatzpassage 5, 50668 Köln | Bis 2. Oktober | Eintritt frei | Mehr Info

2. Bis 11.10. Mapping the Collection

©1974, Harry Gamboa Jr.

Im Fokus der Ausstellung Mapping the Collection stehen die 1960er und 1970er Jahre in den Vereinigten Staaten. Charakteristisch für die Zeit sind Werke von Andy Warhol und Roy Licht­en­stein, Do­n­ald Judd oder Robert Smith­son – in dieser aktuellen Ausstellung werden sie um Werke von weniger bekannten wei­blichen, queeren oder in­di­ge­nen Kün­stler*in­nen erweitert, die normalerweise nicht zur Sammlung des Museums gehören. Die Ausstellung will auf die sozialen und politischen Ereignisse der Zeit eingehen, aufzeigen, wie künstlerische Positionen dazu eingenommen wurden und dabei einen künstlerischen Dialog, ohne Grenzen von Gesch­lecht, eth­nisch­er oder sozialer Herkunft, ermöglichen.

Museum Ludwig | Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln | Bis 11. Oktober | 11 Euro, erm. 7,50 Euro | Mehr Info

3. Bis 18.10. Dunja Herzog – Meanwhile

© Dunja Herzog. Foto: Mareike Toch

Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Geschichte des Kupferhandels – mit Blick auf die Rolle des Kupfers als kommerzielles Produkt und auf systematische Ausbeutung im globalen Kapitalismus. Und auf die Frage, wieso die europäische Kultur die Natur früher verehrte und sie heute im großen Stil ausbeutet. Auch die Rolle der Frau in diesem System spielt für die Künstlerin Dunja Herzog dabei eine wichtige Rolle. Ihre Ausstellung im Kölnischen Kunstverein wird von verschiedenen Filmvorführungen, Künstlergesprächen, Performances und Workshops begleitet, zu denen man sich im Vorfeld online anmelden kann.

Kölnischer Kunstverein | Hahnenstraße 6, 50667 Köln | Bis 18. Oktober | Eintritt 4 Euro, erm. 2 Euro | Mehr Info 

4. 22.10. Performative Ausstellung – Ich bin ein Gastarbeiterkind

© Elissavet Hasse
Thema der performativen Ausstellung "Ich bin ein Gastarbeiterkind" sind die persönlichen Kindheitserinnerungen der beteiligten Künstler*innen, die selbst Gastarbeiterkinder waren. Mit Live-Installationen, Performances, Projektionen und Fotos werden die Erinnerungen und Lebensausschnitte erfahrbar gemacht. Dabei spielen Diskriminierung, Ausgrenzung und Traumata eine große Rolle – dargestellt in einer lebendigen Geschichte zieht die performative Ausstellung für einen Abend in einen Ehrenfelder Loft ein. Neben der Ausstellung erwartet euch eine Woche später, am 29. Oktober, außerdem am gleichen Ort eine Performance zum Thema Post-Migration.

Vogelsanger Straße 282, 50825 Köln | 22. Oktober | Eintritt 12 Euro | Mehr Info

5. Bis 24.10. TOKIO – DIE CITY

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In den 60er- und 70er-Jahren entwickelten Fotograf*innen in Japan eine neue Ästhetik und ein Bewusstsein für politische und soziale Realitäten – 1974 dann zeigte das MoMA in New York als erste ausländische Institution Fotografien aus Japan. Nur kurz darauf aber wurde Österreich ein wichtiger Ankerpunkt für japanische Fotografie – allen voran das Museum der Moderne Salzburg. Das Japanische Kulturinstitut zeigt nun zehn Positionen aus der Sammlung in Salzburg, im Fokus steht dabei die aufregende und lebendige Stadt Tokio. 

Japanisches Kulturinstitut | Universitätsstraße 98, 50674 Köln | Bis 24. Oktober | Eintritt frei | Mehr Info

6. Bis 25.10. Das Reichsarbeitsministerium 1933-1945 – Beamte im Dienst des Nationalsozialismus

© Jörn Neumann

Das Reichsarbeitsministerium spielte im NS-Staat eine große Rolle – nicht nur aufgrund der vielen sozialpolitischen Versprechen des Regimes, sondern auch, um die Zwangsarbeit zu koordinieren, und so den deutschen Vernichtungskrieg zu finanzieren. Wegen seiner bedeutenden Rolle wird dem Reichsarbeitsministerium diesen Herbst eine Sonderausstellung im NS-Staat gewidmet – und auch die Aufklärung durch die Nürnberger Prozesse spielen hier eine Rolle.

NS-Dokumentationszentrum | Appellhofplatz 23–25, 50667 Köln | Bis 25. Oktober | 4,50 Euro, ermäßigt. 2 Euro | Mehr Info

7. 26.9. bis 3.1.2021 Russische Avantgarde

© VG Bild-Kunst, Bonn 2020, Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln

Immer wieder gelangen Fälschungen in private und öffentliche Sammlungen – davon ist auch das Museum Ludwig betroffen. Das Museum, das selbst einen Sammlungsschwerpunkt auf Russische Avantgarde gelegt hat, arbeitet diese Problematik nun in einer Sonderausstellung auf: Es geht um Original und Fälschung und um den Prozess, das eine vom anderen zu unterscheiden. Mit Werken aus der eigenen Sammlung und Leihgaben aus anderen Museen werden Werke und ihre Vorbilder verglichen und die Besucher*innen können gleichzeitig viel über die Arbeit in einem Museum lernen. Am 25. September könnt ihr euch ab 19 Uhr außerdem die Eröffnung live auf Instagram ansehen.

Museum Ludwig | Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln | 26. September bis 3. Januar | 11 Euro, erm. 7,50 Euro | Mehr Info

8. Bis 3.1.2021 Die Schatten der Dinge#1

© Rautenstrauch-Joest Museum

Mit "Die Schatten der Dinge#1" startet das Rautenstrauch-Joest-Museum eine neue Ausstellungsreihe: "...der Dinge#1". Im ersten Teil widmet sich die Ausstellungsinstallation vier Objekten aus Kambodscha, Kanada, Neuseeland und Nigeria – und nähert sich über die Installation deren Biografie und Geschichte. Die Fotografin Sara-Lena Maierhofer und die Filmemacherin Clara Wieck bringen außerdem eine künstlerische Perspektive in die Ausstellung ein.

Rautenstrauch-Joest-Museum | Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln | bis 3. Januar | 7 Euro, erm. 4,50 Euro | Mehr Info

9. Bis 28.2.2021 REIZEND! Tanz in der Werbung

© Janet Sinica

Werbung soll Spaß machen und Menschen zum Kaufen anregen – aus gutem Grund hat deshalb der Tanz auch schon immer seinen Platz in der Werbung gefunden. Spätestens seit die Werbung von Litfaßsäulen und Zeitungen auch zunehmend ins Fernsehen wanderte, konnte der Tanz Bewegung in die Werbung bringen. In der aktuellen Ausstellung im Deutschen Tanzarchiv könnt ihr euch die Verbindung von Tanz und Werbung und die Entwicklung dieser im letzten Jahrhundert nun ansehen.

Deutsches Tanzmuseum Köln | Im Mediapark 7, 50670 Köln | Bis 28.02.2021 | 6,50 Euro, erm. 4 Euro | Mehr Info

10. Bis 11.4.2021 Poesie der See

© Ludolf Backhuysen, Die Einschiffung eines Admirals, Foto: Wallraff-Richartz-Museum

Rund 70.000 Malereien sind sind im 17. Jahrhundert jährlich in der Niederlande entstanden – das Land war auf dem Höhenflug, kulturell und wirtschaftlich. Der große Erfolg liegt vor allem an der Beherrschung der Weltmeere – und nicht nur Handel und Gesellschaft, sondern auch die Kultur ließ sich davon beeinflussen. Eine neue Form der Kunst entstand: die Marinepoesie. Im Wallraff-Richartz-Museum ist diesen Herbst eine Auswahl toller Marine-Malereien aus dieser Zeit zu sehen.

Wallraf-Richartz-Museum | Obenmarspforten 40, 50667 Köln | Bis 11. April 2021 | 8 Euro, erm. 4,50 Euro | Mehr Info

11. Bis 30.7.2022 KölnSkulptur 10 – ÜberNatur

© Stiftung Skulpturenpark | Veit Landwehr

Der Skulpturenpark ist ein besonderer Ausstellungspark, der euch Kunst unter freiem Himmel erfahren lässt. Alle zwei Jahre werden die Skulpturen durch wechselnde Kurator*innen ergänzt – in diesem Spätsommer ist es wieder soweit. Kurator Tobias Berger hat diesmal Skulpturen für den Park ausgewählt, die sich mit dem Thema Natur auseinandersetzen – inspiriert von der Lage des Parks, zwischen Zoo, Flora und dem Rhein. Im Skulpturenpark könnt ihr einen schönen Herbstspaziergang mit spannender Kunst kombinieren.

Skulpturenpark | Elsa-Brändström-Str. 9, 50668 Köln | Bis Juli 2022 | Eintritt frei | Mehr Info

Titelbild: © Museumsnacht Köln

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