11 schöne Frühlingspaziergänge in und um Köln

Hurra, der Frühling ist da – und er könnte sich kaum von einer besseren Seite zeigen. In vollen Zügen genießen können wir die ersten warmen Tage zwar noch nicht richtig, aber wir sind uns sicher: das wird sich ändern. Und bis dahin bleiben wir – so gut es geht – zuhause. Treibt es uns dann doch mal raus, versuchen wir beliebte Anlaufstellen wie den Aachener Weiher, das Rheinufer und Co. zu meiden und anstelle dessen nicht ganz so überlaufene Orte anzusteuern. Genau aus diesem Grund haben wir euch 11 schöne Frühlingsspaziergänge rausgesucht, bei denen ihr nicht unbedingt auf Menschenmengen stoßt. Und falls euch dann doch mal Menschen entgegen kommen, haltet genügend Abstand.

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©️ Amélie Kai Von der Belvederebrücke in den Landschaftspark

Wer mal was anderes sehen will als die Kölner Skyline, der sollte den Blick ins Grüne wagen. Denn Köln kann nicht nur Dom, Rhein und Colonius, sondern auch Weitsicht, Natur und Ruhe. Der perfekte Ort für jene Aussicht ins Grüne ist der Landschaftspark Belvedere, der zwischen Müngersdorf und Bocklemünd liegt. Besucher haben die Möglichkeit, auf dem drei Kilometer langen Rundweg zwischen Wäldern und Feldern die Aussicht von vier Punkten aus zu genießen. Wir empfehlen euch, euren Spaziergang bereits an der Belvederebrücke zu starten. Die filigrane Fuß- und Radwegbrücke in Knallorange verbindet die Stadtteile Vogelsang und Müngersdorf und ist definitiv einen Abstecher wert.

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Camping Heider Bergsee

© Campingplatz Heider Bergsee Idylle pur am Heider Bergsee

Zwischen Hürth und Brühl, wo früher Braunkohle abgebaut wurde, liegt heute die Ville-Seenplatte: 40 kleinere und größere Gewässer reihen sich im Naturpark Rheinland aneinander. Der Heider Bergsee ist einer von ihnen – mit seinen angrenzenden weiten Wäldern lädt er zu kurzen Spaziergängen und langen Wanderungen ein. Am besten startet ihr am Campingplatz – von dort aus sind es nur zwanzig Meter bis zum Heider Bergsee. Am See angekommen, folgt ihr einfach dem Rundweg. Hier könnt ihr die Ruhe genießen.

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© Lukasz Szmigiel | Unsplash Durch den Königsforst spazieren

Raus aus der Stadt und rein in die Natur. Köln teilt sich mit dem Bergischen den Königsforst, der gleich hinter Rath Heumar beginnt. Der Weg in den Wald eignet sich perfekt für eine Fahrradtour. Falls euch das aber zu weit ist, gelangt ihr auch mit der Linie 9 ans Ziel. Das Naturschutzgebiet ist der ideale Ort für einen ausgiebigen Spaziergang. Hier könnt ihr nämlich wunderbar entspannen, abschalten und fernab des Trubels die Natur genießen.

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© Jon Flobrant / Unsplash Spazieren auf dem Kulturpfad

Wer Bayenthal und das angrenzende Rodenkirchen zu Fuß erkunden will, der muss dafür nicht erst eine eigene Route erstellen, sondern kann einfach dem Kulturpfad folgen. Zwar heißt das Ganze "Kulturpfad Rodenkirchen", doch die ersten sieben Stationen liegen in Bayenthal. Ihr startet direkt am Rhein am Oberländer Ufer, wo ihr einen Blick auf den Palais der Bankiersfamilie Oppenheim und den Bismarckturm – ein Denkmal für den ersten Reichskanzler – werfen könnt. In der Alteburger Straße trefft ihr auf die Kölsch-Brauerei Küppers und den ehemaligen Sitz der Dom-Brauerei. Wohin es außerdem geht? Entdeckt es doch einfach selbst!

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© Lukasz Szmigiel | Unsplash Im Wald der Zukunft spazieren gehen

Seit 2010 wird im Waldlabor auf der Bachemer Straße der Wald der Zukunft erforscht. Dafür wurden vier Wälder angepflanzt: Wandelwald, Energiewald, Klimawald und Wildniswald. Ziel des Projektes ist es, herauszufinden, wie Wälder in Zukunft bewirtschaftet werden können und wie sie aussehen. Bei einem Spaziergang könnt ihr euch auf Infotafeln die neuesten Ergebnisse durchlesen und gleich vier Wälder bestaunen.

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© Zeno Thysman | Unsplash Absolute Ruhe im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, der findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen und am Rhein die Seele baumeln lassen.

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© Hannah Brüggemann Durch den Felsengarten spazieren

Im 19. Jahrhundert entstand ein Festungsring um die Stadt Köln herum. 46 Kilometer lang und mit mehreren Forts gesäumt. Eins davon ist das Fort VI und das wurde in den 20ern größtenteils abgerissen. 1923 wurde dann der Felsengarten in den Trümmergräben der ehemaligen Festungsanlage gebaut. Wenn man den Felsengarten durchläuft, fühlt man sich wie in einem Märchen. Es wirkt verwunschen dort und die hohen Bäume scheinen einen zu drohen, wie sie dort die Pfade säumen. Ein kleiner Pfad führt auf ein Plateau, von dem man einen schönen Blick auf den Decksteiner Weiher und den Wald hat.

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© Annie Spratt | Unsplash Gut Leidenhausen – das Tor zur Wahner Heide

Nicht nur im Königsforst zeigt sich Porz von seiner grünen Seite – auch in der angrenzenden Wahner Heide gibt es für Naturliebhaber viel zu entdecken. Die Heidelandschaft ist bekannt für ihre einzigartige Flora und Fauna – und mit Gut Leidenhausen findet ihr in Porz-Eil einen idealen Startpunkt für eure Entdeckungstour. Der ehemalige Rittersitz ist nämlich die Schnittstelle zwischen Köln und der Wahner Heide und versorgt euch mit allerlei Wissen. So erfahrt ihr im Haus des Waldes alles über Wälder und Bäume, während die Greifvogelstation über heimische Greifvogelarten informiert und sich um kranke und verletzte Vögel kümmert. Immer am 1. Mai findet auf dem Gut der Wahner Heide Tag statt, jährlich am 1. Adventswochenende steht die Waldweihnacht auf dem Programm. Wer die Heide in ihrer vollen Pracht erleben will, sollte im Herbst den weiten Geisterbusch ansteuern. Dann blüht das Heidekraut herrlich violett und man begegnet Rindern und Ziegen.

  • Gut Leidenhausen
  • Gut Leidenhausen 1, 51147 Köln
  • Mittwoch – Samstag: 12–16 Uhr, Sonntag: 11–17 Uhr
  • Mehr Info
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© [email protected] | via Wikimedia Commons Über den Westfriedhof schlendern

Seit über 100 Jahren besteht der Kölner Westfriedhof nun schon, der sich in den Stadtteilen Ossendorf und Vogelsang befindet. Der Westfriedhof verfügt – wie viele Kölner Friedhöfe – über den typischen Parkcharakter mit breiten Alleen und vielen großen, prächtigen Bäumen. Hier könnt ihr verweilen, entspannen, zur Ruhe kommen und die Natur genießen. Wem es komisch vorkommt seine Freizeit auf dem Friedhof zu verbringen, der sollte es mal mit einem Spaziergang versuchen. So seltsam ist das nämlich gar nicht.

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© Stefan Robertz Auf den Spuren früherer Zeiten spazieren

Der Stadtteil Bocklemünd/Mengenich hält mit seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte natürlich einige denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten bereit. So sind am östlichen Ortseingang nahe der Militärringstraße mehrere Höfe erhalten, deren Ursprünge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen. Im Freimersdorfer Weg steht mit dem Fort IV eins der drei größten Forts Kölns, das 1874 erbaut wurde und heute samstags und sonntags geführt besichtigt werden kann. An der Ecke Buschweg/Militärringstraße ist das trutzige „Zwischenwerk IIIb“ zuhause, ein Rest des Preußischen Festungsrings, der heute auch für private Feiern gemietet werden kann. Am Ehrenfelder Eingang zu Bocklemünd befindet sich der fast 45.000 Quadratmeter große Jüdische Friedhof mit einer imposanten Trauerhalle und künstlerisch anspruchsvoll gestalteten Gräbern.

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© HOWICC BY 3.0 (via Wikimedia Commons) Die Marienburger Villen bewundern

Alle sprechen immer von den prachtvollen Marienburger Villen – doch wie sieht es in Kölns luxuriösem Veedel wirklich aus? Wie wohnt die kölsche High Society? In Marienburg treffen architektonische Meisterwerke auf üppige Grünflächen. Besonders die Parkstraße ist ein absolutes Highlight: Dort steht zum Beispiel in der Parkstraße 55 die Marienburg, die namensgebend für das Veedel war. Aber auch alle anderen Villen sind einen Spaziergang wert und sorgen für Input für eure feuchten Häuserträume.

Titelbild: © Sergey Shmidt | Unsplash

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