11 schöne Frühlingsspaziergänge in Köln

Frühling bedeutet: Endlich bleibt es wieder länger hell, die ersten Blumen fangen an zu blühen, die Vögel zwitschern um die Wette und die Temperaturen steigen. Außerdem können wir uns die Zeit wieder draußen vertreiben und lange Spaziergänge machen, ohne dabei zu frieren. Genau deshalb haben wir euch 11 schöne Frühlingsspaziergänge rausgesucht.

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©️ Amélie Kai Von der Belvederebrücke in den Landschaftspark

Wer mal was anderes sehen will als die Kölner Skyline, der sollte den Blick ins Grüne wagen. Denn Köln kann nicht nur Dom, Rhein und Colonius, sondern auch Weitsicht, Natur und Ruhe. Der perfekte Ort für jene Aussicht ins Grüne ist der Landschaftspark Belvedere, der zwischen Müngersdorf und Bocklemünd liegt. Besucher*innen haben die Möglichkeit, auf dem drei Kilometer langen Rundweg zwischen Wäldern und Feldern die Aussicht von vier Punkten aus zu genießen. Wir empfehlen euch, euren Spaziergang bereits an der Belvederebrücke zu starten. Die filigrane Fuß- und Radwegbrücke in Knallorange verbindet die Stadtteile Vogelsang und Müngersdorf und ist definitiv einen Abstecher wert.

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© Christin Otto Eine grüne Runde durch Lindenthal

In Lindenthal geht es eher entspannt zu – perfekt also für einen kleinen Spaziergang durchs Veedel. Eure Tour sollte auf jeden Fall die Kanäle an der Clarenbachstraße und der Rautenstrauchstraße beinhalten und neben einem kleinen Abstecher zum Aachener Weiher empfehlen wir euch natürlich auch, auf dem Melatenfriedhof vorbeizuschauen. Das ist nicht nur einer der bekanntesten, sondern vielleicht auch einer der schönsten Friedhöfe Deutschlands. Wenn ihr auf dem Weg noch an einem leckeren Kaffee to go nippen wollt, macht vorab einfach einen Abstecher zur Dürener Straße und stattet dem Café Mucki einen Besuch ab.

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© Christin Otto Durch den Königsforst spazieren

Raus aus der Stadt und rein in die Natur! Köln teilt sich mit dem Bergischen den Königsforst, der gleich hinter Rath Heumar beginnt. Der Weg in den Wald eignet sich perfekt für eine Fahrradtour. Falls euch das aber zu weit ist, gelangt ihr auch mit der Linie 9 ans Ziel. Das Naturschutzgebiet ist der ideale Ort für einen ausgiebigen Spaziergang. Hier könnt ihr nämlich wunderbar entspannen, abschalten und fernab des Trubels die Natur genießen.

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© Nicola Dreksler Tropisch schön in der Flora und dem Botanischen Garten

Jährlich kommen mehr als eine Million Menschen in die Flora und den anliegenden Botanischen Garten. Kein Wunder: Auf über elf Hektar könnt ihr hier 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Hinzu kommen englische Gärten, Springbrunnen und Gewächshäuser, die subtropische Pflanzen beheimaten. Vor allem der Wintergartenpalast hat etwas Majestätisches. Im Frühling könnt ihr hier den Krokussen beim Wachsen zuschauen. Es gibt viel zu sehen – und zu riechen. Falls euch bei all den Eindrücken der Hunger überkommt, empfehlen wir einen Besuch im Dank Augusta.

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© Christin Otto Ausflug zum Adenauerweiher

Ein Ausflug in den Stadtwald lohnt immer – noch schöner wird's, wenn ihr das Ganze mit einem Abstecher zum Adenauerweiher kombiniert. Der Weiher ist in den 20er-Jahren im Zuge der Erweiterung des Stadtwalds entstanden und wurde nach dem damaligen Oberbürgermeister von Köln, Konrad Adenauer, benannt. Heute kann man den Weiher auf einem Weg wunderbar umrunden – auch Hundehalter*innen und Jogger*innen sind hier gerne unterwegs. Für eine Verschnaufpause bietet sich der Club Astoria an – der hat nämlich einen wunderschönen Biergarten mit Blick auf den Weiher.

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© Christin Otto Absolute Ruhe im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen und am Rhein die Seele baumeln lassen.

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© Hannah Brüggemann Durch den Felsengarten spazieren

Im 19. Jahrhundert entstand ein Festungsring um die Stadt Köln herum. 46 Kilometer lang und mit mehreren Forts gesäumt. Eins davon ist das Fort VI und das wurde in den 20ern größtenteils abgerissen. 1923 wurde dann der Felsengarten in den Trümmergräben der ehemaligen Festungsanlage gebaut. Wenn man den Felsengarten durchläuft, fühlt man sich wie in einem Märchen. Es wirkt verwunschen dort und die hohen Bäume scheinen einen zu drohen, wie sie dort die Pfade säumen. Ein kleiner Pfad führt auf ein Plateau, von dem ihr einen schönen Blick auf den Decksteiner Weiher und den Wald habt.

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© Christin Otto Gut Leidenhausen – das Tor zur Wahner Heide

Nicht nur im Königsforst zeigt sich Porz von seiner grünen Seite – auch in der angrenzenden Wahner Heide gibt es für Naturliebhaber*innen viel zu entdecken. Die Heidelandschaft ist bekannt für ihre einzigartige Flora und Fauna – und mit Gut Leidenhausen findet ihr in Porz-Eil einen idealen Startpunkt für eure Entdeckungstour. Der ehemalige Rittersitz ist nämlich die Schnittstelle zwischen Köln und der Wahner Heide und versorgt euch mit allerlei Wissen. So erfahrt ihr im Haus des Waldes alles über Wälder und Bäume, während die Greifvogelstation über heimische Greifvogelarten informiert und sich um kranke und verletzte Vögel kümmert. Immer am 1. Mai findet auf dem Gut der Wahner Heide Tag statt, jährlich am 1. Adventswochenende steht die Waldweihnacht auf dem Programm. Wer die Heide in ihrer vollen Pracht erleben will, sollte im Herbst den weiten Geisterbusch ansteuern. Dann blüht das Heidekraut herrlich violett und man begegnet Rindern und Ziegen.

  • Gut Leidenhausen
  • Gut Leidenhausen 1, 51147 Köln
  • Mittwoch – Samstag: 12–16 Uhr, Sonntag: 11–17 Uhr
  • Mehr Info
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© Nicola Dreksler Einmal bis zum Südfriedhof

Wer sich Zollstock einmal genauer anschaut, merkt schnell, dass das Veedel ganz schön grün ist – und dafür müsst ihr nicht mal bis zum Kalscheurer Weiher, der übrigens auch zu Zollstock gehört. Wenn ihr lieber mitten im Veedel starten wollt, macht einfach einen ausgiebigen Spaziergang durch den Vorgebirgspark. Schlängelt ihr euch Richtung Süden durch den Park, kommt ihr über die vielen Grünflächen sogar direkt bis zum Südfriedhof. Der lädt zum Entspannen und Schlendern ein, ist nicht nur wunderbar ruhig, sondern auch richtig groß und schön.

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© Stefan Robertz Auf den Spuren früherer Zeiten spazieren

Der Stadtteil Bocklemünd/Mengenich hält mit seiner mehr als 1000-jährigen Geschichte natürlich einige denkmalgeschützte Sehenswürdigkeiten bereit. So sind am östlichen Ortseingang nahe der Militärringstraße mehrere Höfe erhalten, deren Ursprünge bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen. Im Freimersdorfer Weg steht mit dem Fort IV eins der drei größten Forts Kölns, das 1874 erbaut wurde und heute samstags und sonntags geführt besichtigt werden kann. An der Ecke Buschweg/Militärringstraße ist das trutzige „Zwischenwerk IIIb“ zuhause, ein Rest des Preußischen Festungsrings, der heute auch für private Feiern gemietet werden kann. Am Ehrenfelder Eingang zu Bocklemünd befindet sich der fast 45.000 Quadratmeter große Jüdische Friedhof mit einer imposanten Trauerhalle und künstlerisch anspruchsvoll gestalteten Gräbern.

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© confused_me | Pixabay Forstbotanischer Garten und Friedenswald

Im Süden Kölns liegen der Forstbotanische Garten und der anliegende Friedenswald, die zusammen stolze 45 Hektar umfassen. In der Gartenanlage könnt ihr euch die Rhododendron-Schlucht, einen Heidegarten, Pfingstrosen sowie eine japanische Ecke mit Kirschblüten und Azeelen anschauen. Auch auf Mammutbäume stoßt ihr hier. Außerdem ist im Forstbotanische Garten ein Pfau unterwegs, der mit etwas Glück sein prachtvolles Gefieder für euch aufspannt. Im Friedenswald gibt es eine große Wiesenfläche, auf der ihr euch entspannen könnt. Umzingelt werdet ihr von Bäumen, Gewächsen und Sträuchern aus aller Welt – herrlich!

Titelbild: © Sergey Shmidt | Unsplash

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