Der Teil-Lockdown kommt: Diese Regeln gelten ab 2. November

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Im Sommer fühlte es sich auf Kölns Straßen oft nicht so an, als würden wir gerade mitten in einer weltweiten Pandemie stecken. Doch das Virus war nie weg und inzwischen stecken wir mitten in der zweiten Welle. Die Corona-Zahlen steigen so rasant, dass Köln seit dem 10. Oktober 2020 offizielles Risikogebiet ist. Mit seinen explodierenden Infektionszahlen ist die Stadt nicht alleine – und genau darum haben Bund und Länder am 28. Oktober einen zweiten nationalen Lockdown beschlossen. Die neuen bundesweiten Beschränkungen gelten ab 2. November. Ob es eventuell noch strengere Regeln in Köln geben wird, entscheidet sich am Freitag, 30. Oktober – denn dann trifft sich die Stadtverwaltung erneut zur Krisensitzung.

Kleiner Lichtblick: Anders als im Frühjahr ist der zweite bundesweite Lockdown von vornherein zeitlich begrenzt und gilt zunächst bis Ende November. Je nach Infektionsgeschehen soll die Situation dann wieder regelmäßig an die aktuelle Lage angepasst werden. Schulen, Kitas und der Einzelhandel sollen weitestgehend geöffnet bleiben.

Gefasst machen müssen wir uns deutschlandweit aber wieder auf massive Kontakteinschränkungen sowie Schließungen von Restaurants und Freizeiteinrichtungen – nur so sei das exponentielle Wachstum der Neuinfektionen zu stoppen und ein Kollaps des Gesundheitssystem zu verhindern, hieß es. Was im Detail beschlossen wurde und welche Regeln ab Montag auch in Köln für vier Wochen gelten, lest ihr hier:

Kontaktbeschränkungen

Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal zehn Personen aus zwei Haushalten treffen. Wer gegen die Regel verstößt, muss mit Strafen rechnen. Feiern auf öffentlichen Plätzen sind nicht gestattet, auf Besuche von Verwandten soll möglichst verzichtet werden.

Maskenpflicht

Es gilt weiterhin eine verschärfte Maskenpflicht: Die Stadt Köln hat verschiedene Bereiche festgelegt, wo grundsätzlich Maskenpflicht herrscht – dazu gehören zum Beispiel die Innenstadt und belebte Straßen. Außerdem gilt die Maskenpflicht überall da, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Ausnahmen gelten für Radfahrer*innen, Kinder im Vorschulalter und Menschen mit medizinischem Attest.

Gastronomie

Restaurants, Cafés, Bars, Clubs und Kneipen müssen schließen und dürfen keine Gäste mehr empfangen. Außer-Haus-Lieferungen und Abholungen von Speisen für den Verzehr zu Hause sind aber erlaubt. Auch Kantinen dürfen offen bleiben.

Events und Kultur

Auch die Kultur- und Veranstaltungsbranche trifft es hart: Den kompletten November über sind jegliche Events, Vorstellungen und größere Zusammenkünfte untersagt. Theater, Kinos, Opern und Konzerthäuser müssen ab dem 2. November für vier Wochen schließen. Auch Messen, Freizeitparks und Spielhallen sind betroffen.

Sport

Freizeit- und Amateursport darf nicht mehr betrieben werden. Individualsport – wie zum Beispiel Joggen – ist aber ausgenommen werden. Der Profisport darf nur noch ohne Zuschauer stattfinden. Das gilt auch für die Fußballbundesliga. Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder müssen schließen.

Dienstleistungen

Dienstleistungen in allen Bereichen, wo eine große körperliche Nähe erforderlich ist, sollen ebenfalls im November untersagt werden. So müssen Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoo-Studios schließen. Friseursalons dürfen dieses Mal offen bleiben und auch medizinisch notwendige Behandlungen, etwa Physiotherapie, gibt es weiterhin.

Einzelhandel

Geschäfte im Groß- und Einzelhandel dürfen offen bleiben, allerdings gilt weiterhin die Regel: Nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter.

Reisen

Touristische Übernachtungen im Inland sind verboten und dürfen nur noch in absolut notwendigen Fällen in Anspruch genommen werden. In Bezug auf Reisen gelten weiterhin die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts, das alle Risikogebiete in Europa ausweist. Auch wenn Reisen nicht prinzipiell verboten sind, wird dringend davon abgeraten. Alle Bürger*innen sind darüber hinaus aufgefordert, auf private Reisen, Ausflüge und Besuche zu verzichten. Die Grenzen sollen aber möglichst offen bleiben.

Gottesdienste und Demonstrationen

Gottesdienste und Demonstrationen dürfen unter Auflagen weiterhin stattfinden, da die Religions- und Versammlungsfreiheit nach dem Grundgesetz geschützt werden sollen.

Homeoffice

Um die Kontakte zu minimieren, haben Bund und Länder Unternehmen dazu aufgerufen, Heimarbeit zu ermöglichen, wo immer es geht.

Schulen und Kitas

Schulen und Kindergärten bleiben unter strengen Hygienemaßnahmen geöffnet. In Schulen herrscht Maskenpflicht, zudem gibt es strikte Belüftungskonzepte.

Pflegeheime und Jugendhilfe

Anders als im März sollen Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen nicht generell untersagt werden, um soziale Isolation der Betroffenen zu vermeiden. Stattdessen sollen jetzt bereitstehende Corona-Schnelltests zur Verfügung gestellt werden, damit ein sicherer Kontakt möglich ist. Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe sowie andere Beratungseinrichtungen sollen auch geöffnet bleiben.

Alkoholverbot

In Köln gilt ab 22 Uhr draußen ein Alkoholkonsumverbot. Zudem gilt an Wochenenden, von Freitag 20 Uhr bis Montag 6 Uhr, an Hotspots wie der Schaafenstraße und Zülpicher Straße ein Alkoholverkaufsverbot. Dabei geht es um den Außer-Haus-Verkauf wie z.B. durch Büdchen. Am 11.11. gibt es ein Alkoholverbot im gesamten Stadtgebiet – Alkohol darf im öffentlichen Raum also weder verkauft noch konsumiert werden.

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