11 traumhaft schöne Ausflugsziele im Siebengebirge

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Ja, schon der alte Goethe wusste, dass man für große Abenteuer und schöne Momente nicht zwingend weit reisen muss. Das gilt auch und vor allem für Köln, denn unser Umland hat jede Menge zu bieten. Besonders reizvoll für alle, die gerne wandern: das Siebengebirge. Dort warten tolle Aussichten, alte Burgen, zauberhafte Ausflugslokale und abgelegene Wanderwege mitten in der Natur auf euch. Ja, selbst Weinliebhaber*innen werden hier glücklich. Also kommt mit – wir stellen euch 11 traumhaft schöne Ausflugsziele im Siebengebirge vor!

1

© Christin Otto Ausflug zur Klosterruine Heisterbach in Königswinter

Vom ehemaligen Zisterzienserkloster Heisterbach in Königswinter ist zwar nur noch die Chorruine übrig, doch ein beliebter Ausflugsort ist die alte Klosterruine bis heute. Das liegt nicht nur am freien Eintritt, sondern vor allem daran, dass es hier noch viel mehr zu sehen gibt als Überreste alter Gemäuer. Ringsum, im idyllischen Naturpark Siebengebirge, warten Wälder und Wanderwege darauf, entdeckt zu werden. Außerdem gibt es auf dem Gelände mit der Klosterstube Heisterbach auch eine gute Einkehrmöglichkeit für alle, die gute Hausmannskost lieben. Wenn ihr kein Auto habt, erreicht ihr die Ruine von Bonn aus übrigens auch bequem mit der Straßenbahn (Haltestelle: Niederdollendorf).

2

© Christin Otto Vom Stenzelberg bis nach Bonn blicken

Wer einen Ausflug zur Klosterlandschaft Heisterbach macht, der sollte eine Wanderetappe auf keinen Fall auslassen: den Stenzelberg. Bei gutem Wetter sieht man oben angekommen nämlich nicht nur Bonn, sondern mit ein bisschen Glück sogar den Kölner Dom. Der fast 300 Meter hohe Berg im Siebengebirge beeindruckt außerdem mit seinen rauen Felsformationen, die zum Klettern verleiten – das solltet ihr aber dringend lassen, denn das kann schnell mal lebensgefährlich werden. Der Trachyitstein in dem alten Steinbruch ist nämlich sehr brüchig und weich und bröselt förmlich weg. Also genießt lieber den Ausblick!

3

© Christin Otto Zur Löwenburg im Siebengebirge wandern

Das Siebengebirge ist eine wunderbare Gegend für alle, die gerne wandern gehen. Routen und Ziele gibt es viele. Die Löwenburg zum Beispiel – so heißt nicht nur die Burgruine, sondern auch der Berg, auf dem sie steht. Die Löwenburg liegt drei Kilometer östlich des Rheins zwischen Bad Honnef und Ittenbach und wird zu den „sieben großen Bergen“ des Siebengebirges gezählt. Mit 455 Metern ist es nach dem Großen Ölberg der zweithöchste Berg dort. Der Aufstieg ist dementsprechend hin und wieder anstrengend, doch oben angekommen werdet ihr mit einer herrlichen Aussicht auf den Rhein und das Umland belohnt. Als Startpunkt eignet sich der Wanderparkplatz Margarethenhöhe. Auf dem Weg kommt ihr am Löwenburger Hof vorbei, wo es selbst während Corona kleine Stärkungen to go gibt.

4

© Christin Otto Den Drachenfels erkunden

Der Drachenfels ist ein Berg im Siebengebirge am Rhein zwischen Königswinter und Bad Honnef und ein sagenhafter Ort. Der Legende nach hat Siegfried im Siebengebirge den Kampf mit dem Drachen, der die Königstochter bewachte, gewonnen. Kein Wunder also, dass die Burgruine Drachenfels ein beliebtestes Ausflugsziel ist. Allerdings solltet ihr gut gestärkt losziehen, denn der Aufstieg ist nicht ohne. Wem das zu anstrengend ist, der kann sich gemütlich zurücklehnen und mit der Drachenfelsbahn fahren. Hierfür müsst ihr einfach mit der S-Bahn bis Königswinter fahren – von dort aus ist die Talstation der Drachenfelsbahn fußläufig erreichbar. Für Geburtstagskinder ist die Berg- und Talfahrt sogar kostenlos. Sollte die Bahn schon in der Winterpause sein, müsst ihr wohl oder übel laufen – aber in rund einer Stunde sollte die Strecke zwischen dem Bahnhof Königswinter und dem Drachenfels machbar sein. Oben angekommen wartet dann eine phänomenale Aussicht über das Siebengebirge und den Rhein auf euch.

5

© Christin Otto Schloss Drachenburg – ein echtes Märchenschloss

Obwohl Schloss Drachenburg durch und durch ehrwürdig und royal wirkt, ist es weder besonders alt, noch von Königen gebaut. Ein Börsenanalyst aus Bonn war es, der seinen Reichtum dazu nutzte, sich 1882 einen repräsentativen Wohnsitz bauen zu lassen: Schloss Drachenburg – eine Mischung aus Villa, Burg und Schloss. Nur wohnte er selbst nie hier, sondern bevorzugte Paris. Macht nix, denn an seinem Märchenschloss erfreuen wir uns – nach einigen Sanierungen – bis heute. Das wunderschöne Schloss ist beliebtes Ausflugsziel und Kulisse für allerlei Events wie den historischen Weihnachtsmarkt. Es hat eine tolle Parkanlage und gewährt einen großartigen Blick über das umliegende Rheinland. Wer fußlahm ist, kann sich mit der Drachenfelsbahn quasi bis zum Eingang kutschieren lassen. Wanderfreudige hingegen wagen auch noch den Aufstieg bis hoch zum Drachenfels.

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© Einkehrhaus Waidmannsruh Leckere Wanderpause im Einkehrhaus Waidmannsruh

Ein beliebter Zwischenstopp für Wanderer im Siebengebirge ist das Einkehrhaus Waidmannsruh. Das urige Waldrestaurant bietet vom rustikalen Wanderfrühstück über Schnitzel bis hin zu selbst gebackenen Kuchen alles, was es für eine leckere Pause braucht. Ist gerade keine Pandemie, kann man hier wundervoll verweilen. Doch selbst in Corona-Zeiten gibt es Waffeln, Flammkuchen, Currywurst, Pommes und andere Leckereien zum Mitnehmen. Gut gestärkt könnt ihr vom Einkehrhaus Waidmannsruh aus zu verschiedenen Wanderetappen im Siebengebirge weiterziehen – ganz in der Nähe liegen beispielsweise die Burgruine Rosenau und der Nonnenstromberg.

7

© Steigenberger Hotels AG Petersberg – ein Grandhotel mit Weitblick

Der meistbesuchte Berg im Siebengebirge ist zwar der Drachenfels, der mit den meisten prominenten Gästen ist jedoch der Petersberg. Dort steht nämlich das berühmte Steigenberger Grandhotel, in dem schon Größen wie Queen Elisabeth II und Bill Clinton genächtigt haben. Nicht nur, weil hier die Aussicht so gut ist, sondern vor allem, weil das Hotel lange offizielles Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland war. Bis heute finden hier noch nationale und internationale Konferenzen statt. Ein Ausflug lohnt sich aber auch für weniger staatsmännische Gäste. Denn die Gegend ist perfekt für eine schöne Wanderung – starten könnt ihr die zum Beispiel am Oberdollendorfer Friedhof. Auf dem Petersberg angekommen, könnt ihr auf der riesigen Terrasse des Biergarten Petersberg den Sonnenuntergang über dem Rhein genießen – mit Blick auf Königswinter und Bonn. Herrlich!

8

© Christin Otto Wandern und einkehren im Milchhäuschen

Wer gerne durchs Siebengebirge wandert, kennt das Milchhäuschen natürlich – schließlich liegt das Ausflugs- und Rastlokal auf dem Weg zum Drachenfels. Früher war das Gebäude Teil des Burghofes, der die Wolkenburg und die Burg Drachenfels mit landwirtschaftlichen Produkten versorgte und ehemals der Milch- und Schweinewirtschaft diente. Heute kann man sich hier nicht nur während einer Wanderung stärken oder ein Picknick auf der großen Wiese machen – auch als Eventlocation für Feiern wie Hochzeiten ist das Milchhäuschen buchbar. Auf der Karte steht Gutbürgerliches von Schnitzel und Käsespätzle bis hin zu Waffeln und Pfannkuchen.

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© Christin Otto Auf Adenauers Spuren wandern in Rhöndorf

Am Fuße des sagenumwobenen Drachenfels im Siebengebirge liegt das malerische Rhöndorf – bis ins 20. Jahrhundert ein selbstständiger Ort, heute der nördlichste Stadtteil von Bad Honnef und noch immer einer der nördlichsten Weinorte am Rhein. Bekannt wurde Rhöndorf vor allem durch seinen prominentesten Bürger: Konrad Adenauer – Kölner Bürgermeister und der erste Kanzler der Bundesrepublik. Sein ehemaliges Wohnhaus, die ständige Ausstellung im Adenauer-Haus und sein Grab auf dem Waldfriedhof locken noch immer Besucher*innen an. Aber auch der historische Ortskern mit seinen Fachwerk­häusern, die hübsche Marienkapelle und die ehemalige Villa Merkens samt Park sind echte Hingucker. Absoluter Einkehrtipp in Rhöndorf: die Weinwirtschaft Zum Böllchen – idyllischer geht's nicht!

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© Christin Otto Der Ölberg – der höchste Berg im Siebengebirge

Ambitionierte Wanderer kennen im Siebengebirge natürlich nur ein Ziel: den Ölberg – mit 461 Metern der höchste Berg des Naturparks. Der Weg führt euch vorbei an einem verwunschenen Basaltsteinbruch mit See – keine einfache Strecke, doch der Schweiß lohnt sich. Bei guter Sicht kann man auf dem Ölberg nämlich im Norden bis weit hinter den Kölner Dom und im Süden bis in den Taunus schauen. Auf dem Gipfel könnt ihr euch dann auch mit einer kulinarischen Auszeit auf der Terrasse des Gasthauses auf dem Ölberg für den Aufstieg belohnen – zumindest, wenn das nicht gerade wegen Corona geschlossen ist.

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© Gernot Reihen | Pixabay Auf Weinentdecker-Tour im Siebengebirge

Nicht nur für Wanderer, sondern auch für Weinliebhaber*innen ist das Siebengebirge eine echte Entdeckung, denn hier finden sich gleich mehrere Weingüter. Reizvoll ist das kleine Weingut von Karl-Heinz Broel in Rhöndorf am Fuße des Drachenfelses. Dort hat schon Konrad Adenauer gerne ein Gläschen getrunken und Besucher*innen können hier noch immer süffige Weißweine genießen und den Weinkeller mit seinen großen Weinfässern besichtigen. Während Corona gibt's die edlen Tröpfchen immerhin zum Mitnehmen oder per Post. Sobald es wieder möglich ist, empfiehlt sich auch eine Weinwanderung durchs Siebengebirge – dabei könnt ihr nämlich die guten Tropfen von allen Winzer*innen der Gegend kennenlernen.

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