11 Dinge, die wir am Kölner Nachtleben vermissen
Es wird Zeit, sich mal wieder den Dingen zu widmen, die wir Kölner*innen besonders gut können. Kölsch trinken? Ja, in gewissem Sinne, aber was wir eigentlich meinen: Den Orten hinterhertrauern, an denen wir eigentlich so gerne Kölsch trinken würden. Das war nämlich schon immer unsere Paradedisziplin. Denn anstatt uns an dem zu erfreuen, was uns das Kölner Nachtleben (als es das noch gab) bietet, haben wir lieber rumgeheult, wie toll das Underground, die Werkstatt und die Papierfabrik waren und wie viel besser wir das King Georg fanden, als man hier noch rauchen durfte und die Wände holzvertäfelt waren.
Und jetzt? Haben wir den Salat! Denn wie das eine Weile nach einer unverhofften Trennung so ist, merken wir plötzlich, was wir an der Beziehung hatten. War ja doch nicht alles schlecht. Klar, die Drinks waren teuer, aber man konnte sie wenigstens noch versehentlich jemandem drüber schütten. Yes, die Clubdichte war nicht riesig, aber dafür wusste man, woran man ist. Kölner Nachtleben, du fehlst uns!
1. Ein Dutzend volle Kölschstangen durch einen noch volleren Club balancieren
2. Dank der kölschen Offenheit nie lange alleine bleiben
3. Die Gassenhauer unserer Jugend gemeinsam mitgrölen und sich dabei in den Armen liegen – "because maybe you're gonna be the one that saves me"
4. Diese Konzerte und Partys, bei denen du wieder weißt, warum du in der Großstadt wohnst
5. Die besten Gespräche nicht im, sondern vorm Club führen
6. Drinks, die die Hausbar einfach nicht hergibt – wie den perfekten Mexikaner
7. Sich mit fremden Menschen in der Kloschlange verschwestern
8. Der Mitternachtssnack nach einer wilden Partynacht: Habibi, Kebapland, Falafel König – you name it!
9. Die kleinen Trophäen der Nacht – wie der Einlassstempel, der einfach nicht weggehen will
10. Der Sonntagskater als gesellschaftlich akzeptierter Grund, im Bett zu bleiben
11. Am nächsten Tag noch Kronkorken und Pfandmarken in den Taschen finden
Christin Otto