11 Dinge, die ihr am Sonntag im Juni in Köln machen könnt

Klar, sonntags kann man auch einfach mal die Füße hoch legen und zu Hause bleiben. Aber wenn wir mal ehrlich sind: Von unseren eigenen vier Wänden haben wir nach wochenlangem Corona-Drinnensein jetzt auch wirklich genug. Wir wollen raus, was erleben, auch sonntags! Geht euch genauso? Dann haben wir ein paar Vorschläge für euch, was ihr alles anstellen könnt:

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© Christin Otto Dicke Wickel & leckere Kuchen in der Mehlwerkstatt

Leckere Brote und Brötchen, mal hell, mal dunkel, mal mit Körnern und Nüssen, mal ohne – all das gibt es in der Mehlwerkstatt in Ehrenfeld. Bekannt ist die Bäckerei, die früher zu "Zeit für Brot" gehörte, aber vor allem für ihre dicken Zimtschnecken – ähm: Wickel. So heißen die Schnecken jetzt nämlich. Doch Name hin oder her – fest steht, dass diese aus Hefeteig gemachten Sünden einfach zu jeder Tageszeit gehen. Geschmacklich hat es uns vor alle die mit Ahornsirup und Walnuss angetan. Ja, sogar eine vegane Schnecke gibt es. Lecker sind aber auch die Blechkuchen – der Carrot Cake beispielsweise bringt nicht nur süßes Frosting mit, sondern auch noch Körner für den Crunch. Wer etwas Herzhaftes sucht, der wird natürlich auch fündig. Wir empfehlen in diesem Fall die Stullen – die gibt es für Veganer*innen, Vegetarier*innen und Fleischesser*innen.

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© Christin Otto Flohmarkt auf dem Wilhelmplatz in Nippes

Auf dem Wilhelmplatz im Herzen von Nippes findet an mehreren Sonntagen und ausgewählten Feiertagen ein Flohmarkt statt, auf dem sich rund 150 Verkäufer versammeln – darunter professionelle Händler, aber auch Privatpersonen. Das Angebot ist entsprechend bunt gemischt und reicht von Antiquitäten und Trödel bis hin zu aussortierten Klamotten und Haushaltswaren. Neuwaren hingegen sind verboten. Wer genug von der Schnäppchenjagd hat, sollte sich am KaffeeKiosk eine Pause gönnen. Hier bekommt ihr Kaffee und Cappuccino aus der Siebträgermaschine, dazu gibt es kleine Leckereien vom Muffin bis zum Croissant. Unsere Empfehlung für die Verschnaufpause am KaffeeKiosk lautet: Unbedingt die Marktstulle probieren – die ist nämlich richtig lecker!

3

© The Gentle Temper Schwimmen und spazieren gehen am Otto-Maigler-See

Der im Jahr 1977 entstandene Otto-Maigler-See in Hürth gehört zu den bestbesuchten Badezielen der Region. Vor allem das Strandbad im Nordosten ist wegen seines feinen Sands und der guten Wasserqualität sehr beliebt. Gegen Gebühr mietet man hier Liegestühle und Sonnenschirme, spielt eine Runde Beachvolleyball und belohnt sich anschließend mit einem Eis am Kiosk. Ruderer, Segler, Angler und Surfer kommen am Otto-Maigler-See ebenfalls auf ihre Kosten. Während es an sonnigen Tagen im Strandbad voll werden kann, geht es auf den Liegewiesen am Südufer ruhiger zu. Zum Wandern bietet sich der Rundweg an: Vorbei an Feldern und Wäldern spaziert man am Ufer entlang, passiert das Kloster Burbach und genießt den Ausblick über den See.

So lange brauchst du hin:
Mit dem Auto:  ca. 30 Minuten
Mit den ÖV: ca. 45 Minuten

Aus „Take Me to the Lakes - NordrheinWestfalen Edition“, S. 48

4

© Christin Otto Putzige Vierbeiner streicheln im Lindenthaler Tierpark

Wer Lust hat auf ein paar tierisch gute Erlebnisse mitten in der Großstadt, der sollte einen Abstecher in den Lindenthaler Tierpark machen. Der Weg dorthin führt euch durch den Stadtwald und schon hier habt ihr das Gefühl, dem Trubel endlich mal komplett entfliehen zu können – alles ist grün, Enten und Schwäne machen Siesta am Wasser. Noch mehr tierische Großstadtbewohner trefft ihr im Tierpark selbst. Ob Hirsche, Esel, Ziegen, Hühner oder Schafe: Hier könnt ihr putzige Vierbeiner streicheln und sogar mit ein paar Leckerlis aus den Futterautomaten im Park locken. Wer jetzt meint, das sei nur was für Kinder, der sollte es ausprobieren – wir versprechen: Das ist auch für die Großen ein großer Spaß.

5

© Christin Otto Ländliches Idyll und Minigolf auf der Groov

Die Reise nach Porz-Zündorf lohnt sich gleich aus mehreren Gründen. Zum einen, weil allein die Überfahrt mit der Krokodil-Fähre von Weiss nach Zündorf ein kleines Highlight ist. Zum anderen, weil sich hier viele jahrhundertealte Bäume, wunderschöne Rheinstrände und alte Fachwerkhäuser befinden. Auch für Entertainment ist gesorgt: In der Minigolfanlage Groov spielt ihr auf kreativ gestalteten Bahnen, was jede Menge Action verspricht. Außerdem kann man am Marktplatz super Kaffee trinken oder eine Portion Pommes verdrücken. Wenn sich der Tag dann dem Ende neigt, könnt ihr euch ein lauschiges Plätzchen suchen und die Abendsonne an der Groov oder direkt am Rhein genießen.

6

© Christin Otto Natur, See & Tiere – ein Abstecher in die Dellbrücker Heide

Im Nordosten von Köln erwartet euch mit der Dellbrücker Heide eine kleine Oase zum Spazieren und Wandern. Mit der S-Bahn könnt ihr direkt nach Dellbrück fahren und sofort mit eurer Wanderung loslegen. Auf der rund zehn Kilometer langen Tour kommt ihr am Höhenfelder See vorbei und könnt schön am Wasser entlang spazieren. Kleine Bötchen und jede Menge Natur machen diesen Ort perfekt, um die Decke auszubreiten und einfach mal zu genießen. Wenn es euch noch weiter in den Norden verschlägt, begegnen euch im Dünnwalder Wildpark jede Menge Rehe, Mufflons und andere Tiere. Natürlich könnt ihr die Wanderroute auch ein wenig verlängern oder verkürzen – Wege gibt es in der Gegend genug.

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© Christin Otto Bestes Eis und köstliche Sorbets in der Bar Schmitz

Für viele Kölner*innen ist es die unangefochtene Nummer 1 in Sachen Eisgenuss: die Bar Schmitz an der Aachener Straße. Kaum lässt sich die Sonne blicken, bildet sich hier eine riesige Schlange. Kein Wunder: Die Eissorten sind einfach zum Dahinschmelzen. Von Lemon-Cheesecake über Mohn und Pistazie bis hin zu Noisette und Fleur de Sel – man möchte sie einfach alle haben. Beliebt ist die Bar Schmitz übrigens auch, weil es viele richtig leckere Sorbets gibt, sodass auch Veganer*innen auf ihre Kosten kommen.

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© Celina Albertz | Unsplash Mit der Seilbahn über den Rhein gondeln

Nach 20 Monaten Stillstand war es im März 2019 endlich soweit: Die Kölner Seilbahn fährt wieder. Nachdem die Gondeln im Juli 2017 plötzlich stehen geblieben waren und 75 Fahrgäste von Höhenrettern befreit werden mussten, war erstmal Schluss mit der lustigen Gondelei über den Rhein. Nun ist aber alles wieder sicher, künftig soll die Seilbahn bei Wind schneller als bisher gestoppt werden und das Bergungskonzept für Notfälle wurde überarbeitet. Also können wir (hoffentlich) wieder ganz beruhigt einsteigen und bei der Fahrt von Riehl nach Deutz den Blick über die Stadt genießen – Domblick inklusive. Bei regelmäßigen Specials wie der "Kölner Nacht der Seilbahn" oder der "Herbstnachtfahrt" ist das sogar bis Mitternacht möglich, sodass ihr die Lichter der Stadt von eurer Gondel aus beobachten könnt.

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© Christin Otto Maritimes Flair am Mülheimer Hafen

So ganz ohne Meer in Reichweite kann man die Kölner*innen wohl getrost als echte Landratten bezeichnen. Wer trotzdem Hafenluft schnuppern will, dem empfehlen wir einen Abstecher nach Mülheim. Unter der Katzenbuckelbrücke liegt ganz idyllisch der Mülheimer Hafen mit seinen Bötchen. Auf die Landzunge verirren sich nicht allzu viele Menschen, sodass man hier alleine oder zu zweit – vielleicht ja auch bei einem Date – ein paar ruhige Momente verbringen kann. Wenn euch der Hunger überkommt, dann sind das Anker 7 und das Café Rheinspaziert nicht weit. Und wenn ihr dann über die Katzenbuckelbrücke lauft, gibt's Domblick inklusive.

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© Charles Deluvio | Unsplash Ein neues Erdbeerfeld in Rath

Kölner auf der Schäl Sick aufgepasst – für euch gibt es einen Geheimtipp unter den Erdbeerfeldern: Ganz neu in Köln-Rath gibt es nämlich seit dieser Saison ein Erdbeerfeld zum Selberpflücken der Familie Conrads vom Gut Nesselrath. Das könnt ihr sogar mit der Linie 9 entspannt erreichen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, sobald die ersten Erdbeeren geerntet werden können, werdet ihr auf Facebook informiert.

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© Christin Otto Chillen mit Rheinblick im Johann Schäfer Rhein-Biergarten

Ein Spaziergang am Rheinauhafen lässt fast jedes kölsche Herz höher schlagen. Schließlich ist der Blick auf die Kranhäuser, den Rhein und die gegenüberliegenden Poller Wiesen einfach wunderschön. Als Ziel empfiehlt sich der Rhein-Biergarten des Johann Schäfer an der Agrippawerft – denn dort werdet ihr bei schönem Wetter mit frisch gezapftem Südstadt-Pils und Leckereien wie Pommes und Rippchen empfangen. Außerdem wird in diesem Jahr auch die EM übertragen. Wenn ihr keinen Tisch oder Liegestuhl ergattern könnt, findet sich am KAP686 Skateplaza bestimmt noch ein Plätzchen zum Schlemmen und Südstadt-Pils trinken – dort könnt ihr zusätzlich den Skater*innen bei ihren Tricks zuschauen.

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