11 Ausstellungen, die ihr diesen Winter nicht verpassen solltet

Statt schneebedeckten Häuserdächern und Sonnenschein heißt Winter in Köln meistens: Nieselregen bei acht Grad. Nicht gerade das beste Wetter, um draußen unterwegs zu sein. Perfektes Wetter aber, um einen trockenen und warmen Abstecher in die vielen Museen und Galerien zu machen und in diesen trüben Zeiten mal wieder etwas Neues zu erleben. Ihr habt Lust? Welche Ausstellungen ihr euch diesen Winter anschauen könnt, erfahrt ihr natürlich bei uns.

1. Bis 23. Januar: Philibert & Fifi

© Jörn Neumann

Der junge französische Künstler Philibert Charrin war ein begabter Zeichner und Karikaturist – 1943 wurde er im Alter von 23 Jahren zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich verpflichtet. Während seines Einsatzes als Erdarbeiter in der Steiermark in den Jahren 1943 bis 1945 fertigte er zahlreiche Zeichnungen und Karikaturen an und schuf sich damit seine eigene Welt abseits der harten Arbeitsbedingungen. Mit seiner Feder zeichnete er das Lagerleben, die Arbeit und die Einheimischen – ansehen könnt ihr euch seine Werke im NS-Dokumentationszentrum.

NS-Dokumentationszentrum | Appellhofplatz 23–25, 50667 Köln | Bis 23. Januar | 4,50 Euro, ermäßigt. 2 Euro | Mehr Info

2. Bis 29. Januar: Jeff Mermelstein – Hardened

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Was passiert, wenn ein Fotograf seine jahrzehntelange Arbeit mit einer Leica-Kamera hinter sich lässt und nur noch mit der Handykamera des iPhones fotografiert? Genau das thematisiert die Ausstellung "Hardened" über den amerikanischen Fotojournalisten und Straßenfotografen Jeff Mermelstein, die ihr euch noch bis Ende Januar in der Galerie Bene Taschen an der Moltkestraße ansehen könnt. Im Zeitalter der sozialen Medien entdeckt Mermelstein die Fotografie völlig neu.

Galerie Bene Taschen | Moltkestraße 81, 50674 Köln | Bis 29. Januar | Eintritt frei | Mehr Info

3. Bis 30. Januar: Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen

© Rheinisches Bildarchiv, Köln / M. Mennicken

Das Museum Schnütgen ist immer einen Abstecher wert: In einer der ältesten Kirchen Kölns beherbergt das Museum eine Sammlung mittelalterlicher Kunstwerke. In der aktuellen Sonderausstellung liegt der Fokus auf von Hand geschriebenen, künstlerisch gestalteten Büchern, die von Frauen hergestellt wurden. In Kooperation mit der Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek Köln zeigt das Museum Schnütgen Handschriften, die von Ordensfrauen in Frankreich, Köln, Niedersachsen und Nürnberg in der Zeit um 800 und im späten 13. bis zum frühen 16. Jahrhundert geschaffen wurden.

Museum Schnütgen | Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln | Bis 30. Januar | 6 Euro, ermäßigt 3,50 Euro | Mehr Info

4. BIS 13. FEBRUAR: ENTDECKT! MALTECHNIKEN VON MARTINI BIS MONET

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Wer sich für die ganz großen Künstler*innen interessiert, sollte diesen Winter unbedingt einen Abstecher ins Wallraff-Richartz-Museum machen: Dort wartet eine neue Ausstellung auf euch, die die geheimen Tricks von Meistern wie Martini, Rembrandt und Monet enthüllt. Kunsttechnolog*innen des Museums haben dafür in den letzten zwanzig Jahren Gemälde von prominenten Malern aus dem Spätmittelalter, Barock, Romantik, Realismus, Impressionismus und Symbolismus mit Röntgenstrahlen, Infrarot und Co. untersucht. Erstmals werden die Forschungsergebnisse epochenübergreifend präsentiert.

Wallraf-Richartz-Museum | Obenmarspforten 40, 50667 Köln | Bis 13. Februar | 8 Euro, erm. 4,50 Euro | Mehr Info

5. Bis 13. Februar: Hier und Jetzt: zusammen dafür und dagegen

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Die siebte Ausstellung der Reihe "Hier und Jetzt" im Museum Ludwig entführt euch in die zeitgenössische Kunst Japans und ihre historischen Vorläufer. Dabei blickt die Ausstellung aus heutiger Perspektive auf die Japanische Avantgarde der 1960er-Jahre. Diese entstand im Anschluss an die Besatzung des US-amerikanischen Militärs von 1945 bis 1952. Wie japanische Künstler*innen auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Neuorientierung Japans in dieser spannenden Zeit reagierten, könnt ihr im Museum Ludwig erfahren.

Museum Ludwig | Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln | Bis 13. Februar | 13 Euro, erm. 8,50 Euro | Mehr Info

6. Bis 19. Februar: INSIGHTS

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Die 30works-Galerie in der Pfeilstraße präsentiert in diesem Winter erstmals eine Hybrid-Ausstellung. Das bedeutet: Ihr könnt euch die Ausstellung "INSIGHTS" sowohl vor Ort in der Galerie als auch zu Hause in einem virtuellen Rundgang ansehen. "INSIGHTS" spannt dabei einen Bogen vom Naturalismus und Surrealismus über abstrakte Malerei bis hin zu Urban Art. Ausgestellt sind die Werke verschiedener Künstler*innen, darunter ist zum Beispiel der Kölner Bananensprayer Thomas Baumgärtel.

30works | Pfeilstr. 47, 50672 Köln | Bis 19. Februar | Eintritt frei | Mehr Info

7. 13. Januar bis 19. Februar: Lucid Dreams

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Die Künstlerin Magdalena Los beschäftigt sich in ihrer Kunst mit dem Zusammenspiel von digitaler und analoger Kunstproduktion. Im Januar und Februar sind ihre Arbeiten in der artothek in der Kölner Altstadt zu sehen. Zentrales Werk der Ausstellung ist ein digital gemaltes Portrait der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit dem Titel "Situation Room". Auch in diesem Werk verbindet die Künstlerin reale und analoge Situationen und spielt so mit unserem Blick auf die Realität. Übrigens: 2021 wurde Magdalena Los das Friedrich-Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst der Stadt Köln verliehen.

artothek | Am Hof 50, 50667 Köln | 13. Januar bis 19. Februar | Freier Eintritt | Mehr Info

8. Bis 20. Februar: Eine Seele in allem

© The Foundation for Ainu Culture

Die Ausstellung "Eine Seele in Allem – Begegnungen mit Ainu aus dem Norden Japans" beschäftigt sich mit den Ainu-Gruppen und ihrem Streben nach Anerkennung in Japan. Die Gruppen der Ainu waren ursprünglich Jäger-Sammler-Gemeinschaften, die auf den japanischen Inseln Hokkaido und Sachalin lebten. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden sie von Japan kolonisiert, umgesiedelt und ausgebeutet – erst 100 Jahre später konnten sie sich wieder mehr auf ihre eigenen Traditionen besinnen. Inzwischen werden die Ainu als indigene Gruppe und seit 2019 als offizielle Minderheit mit eigenen Rechten in Japan anerkannt. In der Ausstellung liegt der Schwerpunkt auf der aktuellen Revival-Bewegung mit einer Vielzahl von Stimmen unterschiedlicher Ainu-Aktivist*innen.

Rautenstrauch-Joest-Museum | Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln | Bis 20. Februar | 7 Euro, erm. 4,50 Euro | Mehr Info

9. 17. Januar bis 24. April: The Circle

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Im MAKK erwartet euch im Winter wieder eine besondere Design-Ausstellung – diesmal geht es um "The Circle", also den Kreis. So simpel und doch so vielseitig. Designer*innen aus ganz Europa wurden gebeten, sich mit der Frage zu beschäftigen, was der Kreis für sie bedeutet. Dabei haben sie den Einfluss auf die Form durch Design, Material, Produktion und kollaborative Arbeit erforscht. Dabei entstanden sind 17 Projekte, die sich außerdem auch mit sozialen, kulturellen, politischen und ökologischen Themen beschäftigen – natürlich immer mit Blick auf den Kreis.

Museum für Angewandte Kunst Köln | An der Rechtschule, 50667 Köln | 17. Januar bis 24. April | 6 Euro, ermäßigt 3 Euro | Mehr Info

10. BIS JULI 2022: KÖLNSKULPTUR 10 – ÜBER NATUR

© Stiftung Skulpturenpark | Veit Landwehr

Wer sich auch im Winter – oder aufgrund der aktuellen Situation – lieber an der frischen Luft aufällt, ist im Skulpturenpark an der richtigen Adresse. Dort könnt ihr Kunst nämlich unter freiem Himmel betrachten. Aktuell stehen dort Skulpturen, die sich mit dem Thema Natur auseinandersetzen – inspiriert von der Lage des Parks zwischen Zoo, Flora und dem Rhein. Der Eintritt ist frei und ein Abstecher zum Skulpturenpark lässt sich super mit einem ausgiebigen Spaziergang kombinieren – zum Beispiel zum Rhein oder zur Flora. 

Skulpturenpark | Elsa-Brändström-Str. 9, 50668 Köln | Bis Juli 2022 | Eintritt frei | Mehr Info

11. Bis 15. August: In die Weite – Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland

© Bernhard Riedl | Erzbistum Köln

Das Kolumba-Museum ist schon von außen ein echter Blickfang – es lohnt sich aber natürlich auch, das eindrucksvolle Gebäude von innen zu betrachten. Diesen Winter erwartet euch dort eine Ausstellung, die anlässlich des Festjahres "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" seit dem Herbst zu sehen ist. Anschauen könnt ihr euch eine Auswahl von etwa 100 internationalen Leihgaben, die über jüdisches Leben in der Vergangenheit und Gegenwart facettenreich berichten. Ergänzt wird die Ausstellung mit Kunstwerken der Kolumba-Sammlung.

Kolumba | Kolumbastraße 4, 50667 Köln | Bis 15. August | 8 Euro, ermäßigt 5 Euro | Mehr Info

Titelbild: © Seiha Yamaguchi

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