Köln hakt nach: Wie viele Tonnen Kamelle braucht man für einen Rosenmontagszug?

© Festkomitee Kölner Karneval

"Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!" Sesamstraßen-Fans haben diese Lebensweisheit längst verinnerlicht. Trotzdem traut man sich bei der ein oder anderen Frage nicht, sie zu stellen. Weil sie zu banal erscheint – oder man schlichtweg nicht weiß, wer die Antwort kennen könnte. Hier kommen wir ins Spiel, denn wir haken für euch nach. Wir finden nämlich: Fragen – seien sie noch so simpel – sind nicht nur was für Kinder. Schließlich begegnen uns in Köln immer wieder kuriose Dinge, die uns staunend oder fragend zurücklassen. Geht euch genauso? Dann schickt uns eure Fragen – wir beantworten sie oder suchen schlaue Menschen, die das können.

Wie viel Kamelle fliegt am Rosenmontag durch Köln?

Eine Million Besucher*innen, 76 Kapellen, 90 Tribünen, 64 Sanitätstrupps, 4700 Fußgruppenteilnehmer*innen und ein Weg von 8,2 Kilometern – wer sich die Zahlen und Fakten zum letzten Rosenmontagszug 2020 anschaut, merkt schnell: Es ist ein Tag der Superlative und ein gewaltiger organisatorischer Akt. Aber habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie viele Tonnen Kamelle gebraucht werden, um den ganzen Tag über Süßes in die Menge zu werfen? 

Wir verraten’s euch heute: Es sind unglaubliche 300 Tonnen Süßigkeiten. Zum Vergleich: Das ist das Gewicht von ungefähr zwei ausgewachsenen Blauwalen oder 200 mittelgroßen PKW – absolut krass! 700.000 Schokoladentafeln und 220.000 Schachteln Pralinen wurden 2020 beim Rosenmontag unters Volk gebracht – die Kamelle, die zusätzlich bei den Veedelszügen geworfen werden, sind da noch gar nicht dabei. Obendrauf gab’s noch 300.000 Strüßjer und natürlich ein paar süße Stofftiere und andere Goodies, 

© Festkomitee Kölner Karneval

Während sich die einen vorbereitet mit Regenschirmen an den Straßenrand stellen und die anderen dabei sind, Süßigkeiten vom Boden aufzusammeln, wurden manche von euch mit Sicherheit auch schon mal am Kopf mit einer Schoki-Tafel oder einer Pralinenpackung erwischt. Spoiler: Wir auch!

Aufregen bringt da übrigens nicht so viel – und den Veranstalter verklagen wohl auch nicht. Die Erfahrung musste zumindest eine Frau machen, die 2010 am Auge getroffen wurde und den Festwagen-Besitzer auf Schmerzensgeld verklagen wollte. Im Urteil des Kölner Amtsgerichts wurde damals erklärt, dass das Werfen von Gegenständen beim Rosenmontagszug nun mal üblich sei und Zuschauer*innen damit rechnen müssten, getroffen zu werden. 

Also: Wenn ihr das nächste Mal mit dem dritten Kölsch in der Hand am Rosenmontag nach Kamelle ruft – denkt dran, dass es ganze 300 Tonnen am Tag auf euch niederregnet. Na dann, Kölle Alaaf!

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