21 Dinge, die ihr im Kwartier Latäng immer machen könnt
Sind die Vorlesungen vorbei, so zieht es viele Studierende ins Kwartier Latäng. An der Zülpicher Straße, die als Kölns große Studimeile bekannt ist, reihen sich Bars, Clubs, Cafés, Imbisse und Restaurants aneinander. Hier wird gefeiert, getrunken, getanzt und der ein oder andere deftige Mitternachtssnack verputzt. Aber auch richtig guten Kaffee und tolle Kinofilme bekommt ihr in dieser Gegend geboten. Hier kommen 21 Dinge, die du im Kwartier Latäng immer machen kannst.
1 Perfekter Cheesecake mit perfektem Kaffee bei The Coffee Gang
So manch Kölner*in schwört: Der Cheesecake bei The Coffee Gang ist der beste der Stadt. Fest steht jedenfalls, dass dieser Käsekuchen nach amerikanischem Vorbild tatsächlich ganz hervorragend schmeckt. Hausgemacht, cremig und mit Knusperboden. Vom Feinsten ist aber nicht nur der Kuchen, sondern auch der Kaffee. Ein Besuch bei The Coffee Gang am Hohenstaufenring – oder auch in der zweiten Filiale im Agnesviertel – lohnt in jedem Fall.
2 Où j’ai grandi – vom kleinen Lädchen auf die große Bühne
"Où j’ai grandi" bedeutet so viel wie "Wo ich aufwuchs" – und dass der gleichnamige Blumenladen einen französischen Namen trägt, erklärt sich wiederum damit, wo Besitzerin Isabelle aufgewachsen ist. Die Wahl-Kölnerin kommt nämlich eigentlich aus Venn in Belgien und hat Design und Mediale Künste studiert. Mit ihrem kreativen Händchen und Gespür für schöne Arrangements hat sie es geschafft, dass ihr kleiner Blumenladen am Rathenauplatz inzwischen auch auf großen Bühnen präsent ist – bei Events, in Pop-up-Stores und auf Modeschauen zum Beispiel. Für ihre Kunden stellt sie wunderschöne Sträuße für jeden Anlass zusammen und lässt sich dabei gerne mal von der flämischen Blumenmalerei aus dem 16. Jahrhundert inspirieren.
3 Tsukiji – japanisches Wellnessprogramm für den Gaumen
Unser wohl heißester Tipp in Sachen Essen im Kwartier Latäng ist das Tsukiji. Das Restaurant direkt am Zülpicher Platz verwöhnt seine Gäste mit japanischer Küche vom Feinsten – mal ganz anders als gewohnt, aber superlecker. Spezialität des Hauses sind nämlich nicht etwa allseits bekannte Reis- und Nudelgerichte und köstliches Sushi, sondern auch fein geschichtete Kunstwerke, deren Basis frittierte Süßkartoffel bildet. Unsere Favoriten sind die Veggie-Varianten "Shaolin" und "Spicy Tofu". Als Vorspeise solltet ihr die veganen Gyoza probieren. Übrigens könnt ihr im Tsukiji auch problemlos mit größeren Gruppen essen und feiern – es gibt sogar einen eigenen Raum dafür, in dem bis zu 40 Personen Platz haben.
4 Schlichtes und Außergewöhnliches bei Tausend fliegende Fische
Bei Tausend fliegende Fische gibt es allerlei Schönes zu entdecken: Schuhe, Mode, Schmuck und Accessoires – und das bereits seit 1998. Der hübsche Fashion-Store bietet die perfekte Mischung aus schlichten Teilen und außergewöhnlichen Stücken. Marken wie ArmedAngels, MbyM, Selected, Levi's, Mavi und Co. sorgen dafür, dass man den Laden meist mit einer Tüte verlässt. Ein weiteres Highlight ist der Lagerverkauf, der zweimal im Jahr stattfindet und bei dem man oft ein paar Euro sparen kann.
5 Chinesisch essen wie bei Oma bei Asia Oma
Das vielleicht beste Restaurant an der Zülpicher Straße – glaubt man den Google-Rezensionen – ist Asia Oma. Hier gibt's authentische chinesische Küche in eher schlichter, aber total herzlicher Atmosphäre – und fünf Sterne sprechen für sich. Hinter dem unscheinbaren Laden steckt eine liebe Familie, die echte Klassiker der chinesischen Küche auf den Tisch bringt wie Mapo Tofu, hausgemachte Dumplings und allen voran Ente: superknusprig, perfekt gewürzt, einfach lecker.
6 Döner-Tradition im Oruc Kebap
Der beste Döner der Stadt? Schenkt man den vielen Oruc-Fans Glauben, dann gibt es den im Kwartier Latäng – an der Ecke zwischen Heinsberg- und Kyffhäuserstraße. Verfehlen könnt ihr ihn kaum, denn meistens bildet sich vor dem Laden eine kleine Schlange. Schon seit 1988 ist der türkische Imbiss Oruc Kebap dort beheimatet und serviert einen Döner, der vor allem durch seine frischen Zutaten und das selbstgebackene Brot überzeugt. Und was macht so einen Dönergenuss perfekt? Na klar, ein leckerer Ayran dazu. Und den bekommt ihr jetzt umsonst, wenn ihr euch einen E-Scooter von Spin schnappt und damit zu Oruc Kebap düst.
7 Il Bagutta: Italienisch in der Heinsbergstraße
Das Il Bagutta gehört zur Massimo-Familie und ist im Gegensatz zum Bruder in der Südstadt größer geschnitten. Außerdem gibt es einen schattigen Innenhof, der nochmal mehr Platz bietet – auch zur kalten Jahreszeit, dann mit Heizstrahlern. Die Atmosphäre ist gemütlich und die Backsteinmauern verleihen dem Laden einen coolen Style. Beim Essen setzt das Il Bagutta auf kulinarische Spitzenqualität. Wir empfehlen euch, abends eins der frei kombinierbaren Menüs zu bestellen, zum Beispiel mit den Spinat und Ricotta Ravioli in Trüffelsoße. Dazu noch einen Aperol-Spritz und das Italien-Feeling ist perfekt!
8 Auf ein Kölsch ins Hellers Brauhaus
Seit über 20 Jahren gibt es das Brauhaus "Hellers" im Herzen des Kwartier Latäng nun schon. 2024 wurde der eigene Brauerei-Betrieb aus Kostengründen zwar eingestellt, aber Kölsch und Wiess fließt hier trotzdem weiterhin reichlich. Außerdem gibt's Spezialitäten wie den hauseigenen Kräuterlikör "Kallendresser". Als Grundlage erwartet euch rustikale Brauhausküche, die ihr nicht nur im Brauhaus selber, sondern auch im herrlichen Wintergarten genießen könnt. Dort lässt es sich zwischen Pflanzen wunderbar abschalten und den Feierabend genießen. Top für Veggies: Es gibt auch vegane Gerichte wie veganen Gulasch oder Spätzlepfanne.
9 Biergarten am Rathenauplatz – ein bisschen wie in Frankreich
Dass wir am Rathenauplatz ein kühles Bierchen in Biergartenatmosphäre genießen können, ist einigen engagierten Kölner*innen zu verdanken. Die betreiben nämlich den Bürgerpavillon am Platz und sorgen dafür, dass wir hier nicht nur gemütlich sitzen, sondern auch essen und trinken können. Es gibt Speisen von der Wagenhalle in der Südstadt, Kölsch von Hellers und ab und an auch Musik. Zudem versammeln sich am Rathenauplatz bei gutem Wetter oft Dutzende Boule-Spieler*innen – darunter auch die Profis von den Pétanque-Freunden Rathenauplatz. Wer will, kann sich also ein paar Tricks abgucken und dann selbst ein paar Kugeln werfen – das macht das französische Flair perfekt.
10 Falafel-Teller im Habibi an der Zülpicher
Mitten auf der Studimeile im Kwartier Latäng findet ihr das Habibi – Kölns wohl bekanntesten Falafel-Laden. Vor dem Feiern, nach dem Kinobesuch, in der Mittagspause oder einfach nur so – hier tummeln sich Kölner*innen allen Alters und zu jeder Tageszeit. Ob nun das köstlich gewürzte Schawarma, die knusprigen Falafelbällchen, der cremige Hummus, die bunten Wände oder der kostenlose Zimttee: Es gibt viele Gründe, diesen Laden zu lieben. Ein weiterer sind die günstigen Preise. Im Habibi bekommt ihr für unter zehn Euro nämlich verschiedene Tellergerichte – und die sind um Längen besser als die kleinen Sandwiches auf die Hand. Am Wochenende gibt es all das sogar bis 3 Uhr nachts.
11 Musik von der Platte und Südstadt-Pils im Mäurer
Wer am Zülpicher Platz nach einer Kneipe sucht, in der man fernab von Cocktails und Radio-Charts gemütlich mit seinen Freunden ein Bierchen trinken kann, der ist im Mäurer richtig. Hier sitzt man schön simpel auf Barhockern oder der hölzernen Fensterbank und trinkt sein Getränk in schummrigem Kerzenlicht. Bier-Liebhaber bekommen hier Astra und Flensburger, Früh Kölsch und sogar das süffige Südstadt-Pils und Chlodwig-Weizen aus dem Johann Schäfer. Dazu gibt's Funk, Soul und Jazz direkt von der Platte. Eine Kneipe für tiefgründige Theken-Gespräche, bei denen man die Uhrzeit vergisst.
12 Papeterie und zauberhafter Klimbim im Papelito
Das Papelito gibt es gefühlt schon eine halbe Ewigkeit. Inmitten von Bars und Imbissen liegt der kleine Laden an Kölns Studentenmeile schlechthin: der Zülpicher Straße. Mit einer bunten Mischung aus Papeterie, Design, Kitsch und Krimskrams begeistert das schnuckelige Geschäft diejenigen, die gerne stöbern. Ausschneidepuppen, Blechroboter, Papiermasken, Postkarten, Kalender und viele andere kuriose und hübsche Kleinigkeiten könnt ihr hier entdecken.
13 Wechselnde Tagesgerichte im Lu
Das Lu gehört zu den beliebtesten Vietnamesen der Stadt. Kein Wunder – das kleine Restaurant im Zülpicher Viertel wurde von Toni aufgebaut, der inzwischen im Chum Chay seine Gäste mit rein vegetarischer und veganer Küche begeistert. An der Speisekarte des Lu hat sich zum Glück auch nach Tonis Weggang wenig verändert. Sommerrollen, Glasnudelsalat mit Frühlingsrollen, vietnamesische Suppen – all das gibt es hier immer noch. Veggie-Optionen gibt es zur Genüge, sodass Fleisch-Fans ihre Veggie-Freunde guten Gewissens mitnehmen können. Wir empfehlen einen Blick auf die Tageskarte. Dort sind in der Regel vier bis fünf wechselnde Gerichte gelistet.
14 Independent-Filme im Off Broadway
Keine Lust auf Tatort? Dann wäre vielleicht ein Film im Off Broadway die passende Alternative. Das Kino liegt mitten im Kwartier Latäng. Der erste Film flimmerte hier schon 1949 über die Leinwand. Damit ist das Kino älter als die meisten Besucher*innen hier. Zwei kleine Säle gibt es, gezeigt werden Independent-Filme. Beliebt ist das Kino bei Cineast*innen aber nicht nur wegen der außergewöhnlichen Filmauswahl, sondern auch aufgrund des hübschen Biergartens und der Tatsache, dass das Habibi direkt um die Ecke ist – schließlich sind Falafel der perfekte After-Movie-Snack.
15 Riesen-Schnitzel bei Oma Kleinmann
Die Kultkneipe Bei Oma Kleinmann kennt man in Köln einfach. Mitten auf der Zülpicher Straße liegt sie – und ist dort eine der letzten richtigen Eckkneipen inmitten von Cocktailbars und Dönerbuden. Benannt ist das Lokal nach der kölschen Kult-Wirtin Paula Kleinmann, die noch bis ins hohe Alter in der Küche gestanden und Kartoffeln geschält haben soll. Berühmt ist das Oma Kleinmann aber nicht für Kartoffeln, sondern für seine üppigen Schnitzel, die ihr in verschiedenen Varianten und Größen bestellen könnt – für Kids und Senior*innen gibt's extra kleinere Schnitzel. Gemacht sind sie aus Neuland-Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Selbst Veggies bekommen hier ein Schnitzel – in diesem Fall aus Sellerie oder Käse. Apropos Käse: Auch die Käsespätzle sind ein Evergreen auf Omas Karte und richtig lecker. Hinzukommen saisonale Specials – je nach Jahreszeit gibt es zum Beispiel Spargel, Grünkohl, Pfifferlinge oder Fischessen an Aschermittwoch.
16 Hi Daisy – wunderschöner Coffee Spot im Kwartier Latäng
Das Hi Daisy an der Kyffhäuser Straße im Kwartier Latäng ist Café und Concept Store in einem. In den wunderschönen, hellen Räumen bekommt ihr nicht nur leckeren Kaffee, verschiedene Matcha-Kreationen und leckeres Gebäck, sondern auch hübsche Goodies wie Tassen, Kerzen, Postkarten und Kunst. Definitiv ein Pluspunkt: Early Birds können unter der Woche bereits ab 8 Uhr für den ersten Wachmacher vorbeischauen und Aufpreis für Hafer- oder Kokosmilch zahlt ihr hier nicht.
17 Warmtanzen im Stereo Wonderland
Möglichst viele Menschen auf möglichst engem Raum – das sind die Zutaten, die es braucht, um die Zimmertemperatur anzukurbeln. Das Stereo Wonderland im Kwartier Latäng bringt jedenfalls beste Voraussetzungen mit, dass ihr eure Jacke schnell ablegen werdet. Denn: Freitag- und Samstagnacht wird getanzt. Wer ein Herz für kleine, schmuddelige Indie-Clubs hat, ist hier richtig. Unser Tipp: Probiert den leckeren Mexikaner!
18 Mittendrin im Stiefel
Der Stiefel ist ein kölsches Urgestein mitten im Kwartier Latäng. Eine Bar war das Ecklokal aber nicht immer – seinen Namen trägt der Laden, weil hier von der Kaiserzeit bis Anfang der 50er-Jahre eine Schuster-Werkstatt beheimatet war und die hieß schon damals "Stiefel". Später wurde daraus ein Jazzlokal, danach ein Punk-Schuppen. Heute trifft man hier vor allem Studierende, die auf Kölsch und kühle Drinks vorbeischauen oder sich die Zeit am Billardtisch, Kicker und Flipperautomaten vertreiben. Auch einige Hollywood-Stars haben in der kultigen Kneipe mit der bunten Fassade, den beschmierten Wänden und dem Kronleuchter aus Gaffel-Flaschen schon vorbeigeschaut. Anthony Hopkins und Ben Kingsley haben hier zum Beispiel Szenen für den Film "Autobahn" gedreht und auch Jennifer Lawrence soll schon dagewesen sein. Rappelvoll wird es im Stiefel an Karneval – ab Weiberfastnacht bleibt Gästen keine Wahl: Es muss mitgeschunkelt werden, denn für alles andere ist sowieso kein Platz.
19 Wallczka Bistro – Langos, Wein und Mezze im Kwartier Latäng
Wo Wallczka draufsteht, steckt bekanntlich nur Gutes drin – und Spoiler: Das gilt auch für ihr neues Bistro auf der Kyffhäuserstraße. Mittags dreht sich vieles um Langos. Die Varianten sind echt kreativ und überraschend: zum Beispiel mit Tahinijoghurt, Aubergine und Ei, süß mit Vanilleschmand und Zwetschgenkompott oder ganz klassisch mit Schmand, Käse und Knoblauch. Im Mittagstisch könnt ihr dazu aus Salaten wählen, das Langos gegen eine leckere Suppe tauschen oder euch durch kleine Leckereien wie Pommes mit Zhoug und Parmesan, Wildbratwurst oder Pickles snacken. Abends wird die Karte um weitere Mezze wie Pani Puri oder superkross frittierte Austernpilze ergänzt. Eine starke Weinkarte und richtig gute alkoholfreie Drinks gibt’s on top dazu – lieben wir!
20 Rosebud – die stylishe Bar im Kwartier Latäng
Nur einen Katzensprung vom studentischen Trubel der Zülpicher Straße entfernt geht es im Rosebud stilvoll zu. Die Cocktailbar kombiniert lässiges Ambiente mit erstklassigen Drinks und freundlichem Service – ohne abgehoben zu wirken. Auf der Karte stehen Klassiker wie Ginger Basil Smash oder Espresso Martini, aber auch unkomplizierte Optionen wie Kölsch und Gin Tonic. Wer lieber ohne Alkohol unterwegs ist, bekommt mit dem Black Bee – einer Mischung aus Cold Brew, schwarzer Beere, Honig und Tonic Water – eine richtig gute Alternative.
21 Hausgemachte chinesische Nudeln in der Ni'Hao Nudelbar
Ein absolutes Upgrade für die Zülpicher Straße ist die Ni'Hao Nudelbar. Ab 11,90 Euro bekommt ihr hier hausgemachte chinesische Nudeln in würzigen Suppen oder mit verschiedenen cremigen Saucen – mal gefüllt als leckere Wan Tan oder mit Spinat grün eingefärbt. Unser Tipp: Die vegetarische Thai Curry Noodlesoup. Die herrlich intensive Curry-Suppe in Kombination mit zartem Tofu, gebratenen Pilzen und den frischen Nudeln ist ein wahrer Gaumenschmaus, den ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Köstlich sind außerdem die vielen verschiedenen Beilagen. Von süß-sauer und leicht scharf eingelegtem Rettich, über knusprige Gyoza bis hin zu perfekt frittierten Jumbo Garnelen samt köstlicher hausgemachter Mango-Sauce ist wirklich für jede*n etwas dabei.
Christin Otto