11 Ausflugsziele in und um Köln für den Spätsommer

Es hat immer irgendwie ein bisschen was Melancholisches, den Sommer verabschieden zu müssen. Sobald der September begonnen hat, wissen wir: Die sonnigen Tage sind gezählt, die Bäume schütteln schon bald ihre Blätter ab und spätestens in ein paar Wochen sitzen wir wahrscheinlich nur noch mit Jacke und Schal draußen. Doch bevor sich das Wetter wieder von seiner verregneten und stürmischen Seite zeigt, nutzen wir die schönen Spätsommertage nochmal für ein paar tolle Ausflüge. Hier kommen 11 Ideen für euch, wohin es gehen könnte:

© Christin Otto

1
Ein Rundweg durch die Wahner Heide

Direkt neben dem Flughafen Köln-Bonn erstreckt sich die Wahner Heide – sie beheimatet ein Wasserschutzgebiet, schöne Eichenwälder und entspannte Wanderwege, die auch für Anfänger*innen leicht zu bewältigen sind. Auf einer 6,7 Kilometer langen Tour könnt ihr die schöne Natur genießen, kommt dabei aber noch nicht allzu sehr ins Schwitzen. Perfekt für Einsteiger*innen oder für einen entspannten Nachmittag. Am einfachsten erreicht ihr die Wahner Heide mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, verschiedene Parkplätze sind direkt in der Nähe. Und: Wenn ihr euch beim Wandern in der Wahner Heide so richtig ausgepowert habt, könnt ihr euch danach mit einem Besuch in der Waldwirtschaft Heidekönig belohnen und euch dort Flammkuchen und Wein gönnen.

© Christin Otto

2
Märchenhafte Atmosphäre auf Schloss Paffendorf

Das Schloss Paffendorf in Bergheim ist das ideale Ausflugsziel bei schönem Wetter. Die im 16. Jahrhundert erbaute Anlage ist von Wassergräben umgeben und verzaubert mit vielen Details wie Zinnen, Türmchen, Balustraden und Balkonen. Doch nicht nur das Schloss selbst ist beeindruckend, auch die wunderschöne Parkanlage ringsum ist ein echter Hingucker. Bei einem Spaziergang durch dieses grüne Kleinod könnt ihr wunderbar die Seele baumeln lassen. Außerdem gibt es auch noch eine Schloss-Brasserie im Innenhof, auf deren Terrasse ihr wunderbar etwas essen oder trinken könnt. Wer noch aktiv werden will, findet nahe des Schlossparks auch noch eine hübsche Minigolfanlage. Und noch ein Tipp: Wenn ihr vorher in Bergheim frühstücken wollt, schaut doch im Café Verweilchen im ältesten Gebäude der Stadt vorbei – dort ist es herrlich gemütlich.

© Christin Otto

3
Den zweitschönsten Dom besichtigen

Auch auf der anderen Seite des Rheins steht ein ehrfürchtiges Gotteshaus: der Altenberger Dom. Das Westfenster der gotischen Klosterkirche ist das größte Kirchenfenster nördlich der Alpen und wurde 2005 renoviert. Auch die Anlage um die Kirche herum lädt zum Spazierengehen ein. Falls ihr mit Kids unterwegs seid, dann schaut doch mal im Altenberger Märchenwald vorbei – der liegt nur ein paar Gehminuten entfernt. Der Eintritt in den Märchenwald ist im Gegensatz zum Dom zwar nicht frei, aber mit 8,90 Euro pro Erwachsenem und 6,90 Euro pro Kind sind die Preise durchaus human. In der Umgebung könnt ihr zudem wunderbar entlang der Dhünn wandern und auch an Einkehrmöglichkeiten (Restaurant Wißkirchen, Küchenhof, Altenberger Hof) mangelt es nicht.

© Nicola Dreksler | Christin Otto

4
Einen Tag in Bad Honnef verbringen

Für diejenigen, die guten Wein und verträumte Örtchen lieben, empfiehlt sich ein Ausflug nach Bad Honnef. Mit der Regionalbahn seid ihr in nur 45 Minuten in dem kleinen Städtchen. Zuerst könnt ihr den historischen Ortskern mit seinen pittoresken Fachwerkhäusern erkunden. Für eine kleine Verschnaufpause empfiehlt sich das Café Karlottas. Anschließend könnt ihr noch etwas idyllische Natur und Bötchen-Romantik auf der Insel Grafenwerth genießen – die ist vom Zentrum nur 15 Minuten zu Fuß entfernt. Zwei Bahnstationen oder einen halbstündigen Spaziergang von der Insel entfernt liegt die Weinwirtschaft Zum Böllchen, in die ihr zum Abschluss einkehren könnt. Dort könnt ihr euch ein romantisches Plätzchen im lauschigen Innenhof suchen, gemeinsam eine Brotzeit bestellen und den tollen Wein von der Karte probieren. Vom Böllchen aus könnt ihr auf dem Rückweg schon an der Station "Rhöndorf" in die Bahn zurück nach Köln steigen.

© Christin Otto

5
Blumen zum Selberschneiden auf dem Bauernhof Sesterhenn

Wer noch nie erlebt hat, wie es sich anfühlt, durch ein Feld riesiger Sonnenblumen zu laufen, der sollte im Sommer unbedingt dem Bauernhof Sesterhenn in Leichlingen einen Besuch abstatten. Dort könnt ihr nämlich nicht nur durch große Blumenfelder laufen, sondern diese auch selber schneiden und als Strauß mit nach Hause nehmen. Es gibt Tulpen, Sonnenblumen, Lilien, Gladiolen und Dahlien – alles könnt ihr hier über die Saison verteilt schneiden und kaufen. Das Geld packt ihr passend in die Vertrauenskasse oder ihr bezahlt einfach ganz easy via PayPal. Ein toller Ort! Übrigens hat der Bauernhof Sesterhenn neben dem Blumenfeld auch noch kleinen Hofladen mit Kartoffeln und Eiern aus eigener Produktion sowie regionale Produkte.

© Christin Otto

6
Wandern rund um die Igeler Mühle

Eine wunderschöne Gegend für ausgiebige Spaziergänge und entspannte Wanderungen findet sich rund um die Igeler Mühle in Bergisch Gladbach. Die ehemalige Wassermühle, in der sich heute ein buddhistisches Meditationszentrum befindet, ist umgeben von einem herrlichen Naturschutzgebiet. Am Flusslauf der Strunde entlang lässt es sich wunderbar durch die Natur spazieren – hier und da warten Bänke und bieten Platz für eine kleine Rast. Die Geräusche der nahegelegenen Straße trüben die Idylle zwar ein wenig, doch das Geplätscher des Wassers macht auch das wett. Wer aus dem Spaziergang eine ganze Wanderung machen möchte, der läuft bis zum Igeler Hof. Der ist so schön, dass sich dort einst schon der Kölner Komponist Max Bruch zu einigen seiner bedeutendsten Werke inspirieren ließ. Von da aus geht es weiter über den GeoPfad durch ein großes Rapsfeld, in deren Mitte ihr unbedingt Halt machen solltet. Von da aus habt ihr nämlich einen wunderbaren Blick auf die Kölner Bucht und könnt bei gutem Wetter sogar den Dom und den Colonius sehen.

© Christin Otto

7
Vom Thomashof zur Rausmühle wandern

Der Thomashof in Burscheid ist ein echter Alleskönner: In der hofeigenen Käserei werden verschiedenste Milch- und Käseprodukte hergestellt, im Hofladen könnt ihr die Milcherzeugnisse, aber auch Produkte anderer Landwirte aus der Umgebung, kaufen und anschließend mit Schafen und Kühen auf Tuchfühlung gehen. Außerdem wäre da noch das Restaurant, in dem ihr nicht nur brunchen, sondern auch leckere rustikale Gerichte aus den hofeigenen Produkten essen könnt. Wenn ihr vor dem Essen lieber noch etwas laufen wollt, dann lautet unsere Empfehlung: Lauft am Eifgenbach entlang bis zur Rausmühle in Wermelskirchen. Nach der etwa eineinhalbstündigen Wanderung habt ihr euch die Stärkung in diesem tollen Ausflugslokal auch wirklich verdient.

  • Thomashof Burscheid Hammerweg 69, 51399 Burscheid
  • Thomashof: Montag – Sonntag: ab 9 Uhr | Rausmühle: Mittwoch – Freitag: 17–22 Uhr, Samstag: ab 16 Uhr, Sonntag: ab 13 Uhr
© Christin Otto

8
Schloss Drachenburg – ein echtes Märchenschloss

Obwohl Schloss Drachenburg durch und durch ehrwürdig und royal wirkt, ist es weder besonders alt, noch von Königen gebaut. Ein Börsenanalyst aus Bonn war es, der seinen Reichtum dazu nutzte, sich 1882 einen repräsentativen Wohnsitz bauen zu lassen: Schloss Drachenburg – eine Mischung aus Villa, Burg und Schloss. Nur wohnte er selbst nie hier, sondern bevorzugte Paris. Macht nix, denn an seinem Märchenschloss erfreuen wir uns – nach einigen Sanierungen – bis heute. Das wunderschöne Schloss ist beliebtes Ausflugsziel und Kulisse für allerlei Events wie den historischen Weihnachtsmarkt. Es hat eine tolle Parkanlage und gewährt einen großartigen Blick über das umliegende Rheinland. Wer fußlahm ist, kann sich mit der Drachenfelsbahn quasi bis zum Eingang kutschieren lassen. Wanderfreudige hingegen wagen auch noch den Aufstieg bis hoch zum Drachenfels.

© Christin Otto

9
Die Weite der Weinberge genießen auf dem Rotweinwanderweg

Der Rotweinwanderweg ist eine der Top-Attraktionen des Ahrtals – daran hat auch die Flutkatastrophe nichts geändert. Der 36 Kilometer lange Weg, der sich durch die Weinberge des Ahrtals schlängelt, verzaubert Besucher*innen mit atemberaubenden Aussichten – und natürlich gutem Wein. Von Köln aus braucht ihr nur eine Stunde, um in Altenahr direkt mit dem schönsten Abschnitt des Rotweinwanderwegs zu starten. Sucht euch einfach einen Parkplatz nahe des Café Caspari, folgt der Beschilderung und wandert in etwa einer Stunde bis zum Michaelishof in Mayschoss, wo ihr euch mit einem Gläschen Wein und einer deftigen Mahlzeit im wunderschönen Biergarten belohnen könnt. Während des Weinherbst Mittelahr gibt's die edlen Tröpfchen aber auch schon entlang der Strecke. Wenn ihr mit dem Zug anreist, fahrt ihr bis "Ahrweiler Markt" oder "Walporzheim" und wandert von da aus über Marienthal, wo ihr in der Klosterruine einkehren könnt, weiter über Dernau und Rech bis nach Mayschoss.

© Christin Otto

10
Die Brühler Schlösser erkunden

Wenn man am Brühler Bahnhof aussteigt, ist das erste, was man sieht, das Schloss Augustusburg. Zack, ist man von Brühl beeindruckt und fühlt sich wie in längst vergessene Zeiten zurückversetzt. Läuft man durch den imposanten barocken Schlossgarten und weiter durch Wälder, über Wiesen und Felder, gelangt man nach einem schönen Spaziergang zum Schloss Falkenlust, wo ein italienisches Restaurant als Einkehrmöglichkeit auf euch wartet. Kein Wunder, dass die Schlösser der ganze Stolz der Brühler*innen sind. Anschauen könnt ihr das alles bei freiem Eintritt. Lediglich wer Schloss Augustusburg und Schloss Falkenlust auch von innen besichtigen will, muss dafür bezahlen, bekommt allerdings auch Beeindruckendes geboten.

  • Schlösser Brühl Parkplatz, Max-Ernst-Allee, 50321 Brühl
  • Schlösser: Dienstag – Freitag: 9–16 Uhr, Samstag – Sonntag: 10–17 Uhr, Schlosspark: ganzjährig täglich geöffnet
  • Entfernung von Köln: rund 30 Minuten Autofahrt
© Christin Otto

11
Waldcafé Steinhaus: Waldspaziergang und köstliche Kuchen

Wer Waldspaziergänge gerne mit einem hübschen Ort zum Einkehren kombiniert, ist im Waldcafé Steinhaus in Bergisch Gladbach goldrichtig. Das urige Häuschen mit den dunkelgrünen Fensterläden und dem idyllischen Innenhof liegt direkt am Königsforst. Damit ist das Waldhäuschen nicht nur der ideale Startpunkt für eine Wanderung durchs Grüne, sondern auch das perfekte Ziel, um sich für die gelaufenen Kilometer zu belohnen. Dabei darf die Belohnung auch ruhig mal etwas üppiger ausfallen, denn die hausgemachten Kuchen sind so gut, dass es geradezu unmenschlich wäre, sich für nur ein einziges Stück zu entscheiden.

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