11 Ausstellungen in Köln, die ihr nicht verpassen solltet
Von immersiven Zeitreisen ins alte Ägypten über große Namen wie Yayoi Kusama und Frida Kahlo bis hin zu bewegenden Einblicken in Geschichte, Glamour und Gegenwartskunst: Kölns Museen und Ausstellungshäuser zeigen aktuell eine beeindruckende Bandbreite. Hier kommen 11 Ausstellungen, die ihr euch in den kommenden Wochen und Monaten nicht entgehen lassen solltet.
1 "Hollywood" in der in focus Galerie
Die in focus Galerie zeigt vom 28. Februar bis 18. April die Ausstellung "Hollywood – Das goldene Zeitalter 1945–1965" mit Fotografien von Bernard of Hollywood. Zu sehen sind ausgewählte Originalabzüge, darunter zahlreiche Vintage-Prints, die das Spannungsfeld zwischen Glamour, Studioalltag und Popkultur sichtbar machen und ikonische Stars wie Marilyn Monroe, Sophia Loren oder John Wayne jenseits der Leinwand zeigen.
2 Adultremix in der Arty Farty Gallery
Wer sich für Streetart interessiert, sollte am 24. April in der Arty Farty Gallery in Ehrenfeld vorbeischauen, denn dann feiert die Ausstellung "Past Present No Future" des Kölner Street Artist Adultremix Vernissage. Der Künstler ist für seine sozialkritischen und politischen Arbeiten bekannt, die vielerorts in Köln als Paste-ups zu finden sind.
3 Frida hautnah erleben in "Viva Frida Kahlo"
Frida Kahlo, Mexikos bekannteste Malerin, wird aktuell in der Alegria Exhibition Hall in Ehrenfeld zum Leben erweckt. Die Ausstellung "Viva Frida Kahlo – Immersive Experience" zeigt ihre legendären Werke in einem 360-Grad-Erlebnis voller Farben. Hier verschmelzen Bilder, Animationen und Musik zu einer mitreißenden multimedialen Atmosphäre. Tickets gibt es ab 20 Euro.
4 Yayoi Kusama im Museum Ludwig
Das Museum Ludwig widmet Yayoi Kusama bis zum 2. August eine umfassende Ausstellung. Mit über 300 Arbeiten gibt sie Einblick in ihr Werk von den frühen Anfängen bis heute – geprägt von Natur, Unendlichkeit, ikonischen Punktmustern und immersiven Spiegelräumen, die ihre außergewöhnliche künstlerische Entwicklung zwischen Japan und New York nachzeichnen.
5 Serienkiller – die True Crime Ausstellung
"Serienkiller – Die True Crime Ausstellung" feiert ihre Deutschlandpremiere in Köln und nimmt euch mit auf eine rund 90-minütige Reise durch die Abgründe der Kriminalgeschichte. In über zwanzig Stationen beleuchtet die Schau bekannte Fälle von historischen Figuren bis zu Tätern des 20. Jahrhunderts und verbindet dabei Dokumente, Tatortrekonstruktionen und psychologische Einordnungen. Ergänzt wird das Ganze durch ein nachgebautes Ermittlungsbüro und ein Virtual-Reality-Erlebnis, bei dem ihr selbst in die Rolle der Fahnder schlüpft. Neben den Täterprofilen geht es auch um die mediale Darstellung von Verbrechen und den schmalen Grat zwischen Faszination und Abscheu. Tickets für Erwachsene kosten 28 Euro.
6 "Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono" im MAKK
Das Museum für Angewandte Kunst zeigt mit "Von Louise Bourgeois bis Yoko Ono. Schmuck von Künstlerinnen" noch bis zum 26. April die erste deutsche Ausstellung, die sich ausschließlich Schmuckentwürfen bildender Künstlerinnen widmet. 113 Arbeiten von 45 internationalen Positionen machen Schmuck als künstlerisches Ausdrucksmedium sichtbar – zwischen Surrealismus, Konzeptkunst und zeitgenössischer Skulptur, als tragbares Statement zu Identität, Körper und Gesellschaft.
7 Barocke Blütenpracht im Wallraf-Richartz-Museum
Im Wallraf-Richartz-Museum blüht es barock – und zwar noch bis zum 31. Mai 2026. Die Ausstellung "B{L}OOMING – Barocke Blütenpracht" zeigt farbenfrohe Blumenstillleben aus dem 17. und 18. Jahrhundert in all ihrer Symbolik, Üppigkeit und Schönheit. Zwischen Vergänglichkeit und üppigen Blüten erfahrt ihr, was ein einfacher Blumenstrauß im Barock alles erzählen konnte. Ein Muss für alle, die Kunst, Geschichte und Details lieben.
8 Lebensräume in der Photographischen Sammlung
In der Photographischen Sammlung eröffnet am 13. März die Ausstellung "Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW". Gezeigt werden bis zum 12. Juli Arbeiten von 14 Künstler*innen, die sich mit urbanen Räumen, industriellen Strukturen und gesellschaftlichem Miteinander in Nordrhein-Westfalen beschäftigen – fotografisch in Farbe und Schwarz-Weiß sowie in filmischen Arbeiten.
9 Über Nationalsozialismus und Demokratie lernen im NS-Dokumentationszentrum
Die Dauerausstellung im NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus beleuchtet die Geschichte Kölns im Nationalsozialismus – von der Errichtung der Diktatur über Verfolgung und Terror bis zum Krieg. Der Rundgang führt auch durch das ehemalige Gestapo-Gefängnis mit erhaltenen Wandinschriften sowie in den Innenhof, in dem 1944/45 über 400 Menschen hingerichtet wurden. Noch bis zum 30. August lädt zudem die Ausstellung "WE … TOGETHER – gemeinsam. demokratisch. handeln." dazu ein, Demokratie im Alltag neu zu denken. Anhand konkreter Kölner Initiativen zeigt sie, wie gemeinsames Wohnen, Arbeiten, Erinnern und Engagement gelingen kann – und eröffnet Raum, eigene Perspektiven und Ideen einzubringen.
10 "Hier und Jetzt" im Museum Ludwig
Im Museum Ludwig widmet sich die Reihe "Hier und Jetzt" unter dem Titel "De/Collecting Memories from Turtle Island" noch bis 8. November den Perspektiven indigener Künstlerinnen aus den USA. Im Dialog mit historischen Fotochromen der Detroit Publishing Company hinterfragen Marie Watt und Wendy Red Star gängige Narrative über Landschaft, Erinnerung und Identität – ergänzt durch eine neue raumgreifende Installation und performative Elemente rund um den Jingle-Dress-Tanz.
11 "Zum Mondjahr des Pferdes" im Museum für Ostasiatische Kunst
Die Ausstellung "Zum Mondjahr des Pferdes – Ein Galopp durch Zeit und Raum" im Museum für Ostasiatische Kunst widmet sich noch bis zum 31. Januar 2027 der vielschichtigen Bedeutung des Pferdes in den Kulturen Ostasiens. Anlässlich des Mondjahres des Feuerpferdes veranschaulichen Malereien, Holzschnitte, Keramiken, Bronzen und Lackarbeiten aus mehr als zwei Jahrtausenden seine Rolle als mythologisches Wesen, militärische Kraft, Handelsgut und Statussymbol – ergänzt durch eine filmische Intervention von Jie Lu.
Christin Otto