11 Ausstellungen in Köln, die ihr nicht verpassen solltet
Ob Geschichte, Fotografie, Architektur oder interaktive Erlebniswelten – Köln hat aktuell zahlreiche spannende Ausstellungen zu bieten. Wir zeigen euch 11 Ausstellungen, die ihr in den kommenden Wochen und Monaten nicht verpassen solltet – von kostenfreien Museumsschauen über außergewöhnliche Kunstprojekte bis hin zu immersiven Erlebnissen.
1 Urban-Art-Ausstellung "Quick & Dirty"
Bei der Urban-Art-Gruppenausstellung "Quick & Dirty" könnt ihr vom 2. bis 4. Oktober Arbeiten von 20 Künstler*innen entdecken. Im A.Street 48 im Belgischen Viertel treffen unterschiedliche Urban-Art-Stile aufeinander – von Graffiti bis Street Art. Mit dabei sind unter anderem Hera von Herakut, Tabby, Steffen Mumm, Adultremix, Tape That, Case Maclaim und Doktor Yo. Alle ausgestellten Werke könnt ihr vor Ort auch kaufen und direkt mitnehmen. Der Eintritt ist frei.
2 „r e t u r n“ im Rautenstrauch-Joest-Museum
In der Sonderausstellung "r e t u r n" im Rautenstrauch-Joest-Museum dreht sich alles um Rückkehr, Erinnerung und Zugehörigkeit. Mit Video, Sound, Fotos und raumgreifenden Installationen erzählen 22 Künstler*innen aus aller Welt persönliche Geschichten von Migration und Vertreibung und machen sie auf unterschiedliche Weise erlebbar. In der offenen Werkstatt könnt ihr selbst kreativ werden, auf der Bühne erwarten euch Performances, Filme, Lesungen und Gespräche. In der Home Food Canteen Baraza wird mitten in der Ausstellung gemeinsam gegessen, erzählt und Musik gemacht. Das Programm verändert sich während der Laufzeit immer wieder, sodass es auch bei einem zweiten Besuch noch Neues zu entdecken gibt. Die Ausstellung könnt ihr noch bis zum 6. Dezember besuchen.
3 Das verrückteste Büdchen Kölns – Silky Späti
Es gibt in Köln ein Büdchen, das komplett aus Papier ist – kein Witz! Bierchen, Süßigkeiten, Kippen und Co. gibt’s hier zwar zu kaufen, trinken oder snacken könnt ihr sie aber nicht. Denn im Silky Späti ist alles Kunst und komplett von Hand aus Pappmaché gemacht. Dahinter steckt die Berliner Künstlerin Silky alias Silke, die mit ihrem begehbaren Gesamtkunstwerk noch bis zum 14. November in Köln Halt macht. Zwischen all den täuschend echten Kiosk-Produkten verstecken sich gesellschaftliche Themen und jede Menge ziemlich witzige Sprüche. Und wenn euch eine Papier-Kippe oder ein Dosenbier besonders gut gefällt, könnt ihr die Kunstwerke auch direkt mitnehmen – die Preise starten bei 30 Euro.
4 Serienkiller – die True Crime Ausstellung
"Serienkiller – Die True Crime Ausstellung" feiert ihre Deutschlandpremiere in Köln und nimmt euch mit auf eine rund 90-minütige Reise durch die Abgründe der Kriminalgeschichte. In über zwanzig Stationen beleuchtet die Schau bekannte Fälle von historischen Figuren bis zu Tätern des 20. Jahrhunderts und verbindet dabei Dokumente, Tatortrekonstruktionen und psychologische Einordnungen. Ergänzt wird das Ganze durch ein nachgebautes Ermittlungsbüro und ein Virtual-Reality-Erlebnis, bei dem ihr selbst in die Rolle der Fahnder schlüpft. Neben den Täterprofilen geht es auch um die mediale Darstellung von Verbrechen und den schmalen Grat zwischen Faszination und Abscheu. Tickets für Erwachsene kosten 28 Euro.
5 Über Nationalsozialismus und Demokratie lernen im NS-Dokumentationszentrum
Die Dauerausstellung im NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus beleuchtet die Geschichte Kölns im Nationalsozialismus – von der Errichtung der Diktatur über Verfolgung und Terror bis zum Krieg. Der Rundgang führt auch durch das ehemalige Gestapo-Gefängnis mit erhaltenen Wandinschriften sowie in den Innenhof, in dem 1944/45 über 400 Menschen hingerichtet wurden.
6 Abtauchen im Bubble Planet Museum
Wer sagt eigentlich, dass Museen immer nur aus "Anschauen und bloß nicht Anfassen" bestehen müssen? Im Bubble Planet im Coloneum ist genau das Gegenteil Programm. Hier landet ihr in einer Welt, die sich anfühlt wie ein Mix aus einem wahr gewordenen Traum und einem überdimensionalen Bällebad für Erwachsene. Auf über 2.000 Quadratmetern spaziert ihr durch 12 verschiedene Themenräume, die sich alle um das Thema Blasen, Farben und optische Täuschungen drehen. Mal seid ihr von riesigen Seifenblasen umgeben, mal schwebt ihr virtuell in einem Heißluftballon über eine bunte Fantasiewelt. Die Installationen sind nicht nur extrem fotogen, sondern machen auch einfach verdammt viel Spaß.
7 "Hier und Jetzt" im Museum Ludwig
Im Museum Ludwig widmet sich die Reihe "Hier und Jetzt" unter dem Titel "De/Collecting Memories from Turtle Island" noch bis 8. November den Perspektiven indigener Künstlerinnen aus den USA. Im Dialog mit historischen Fotochromen der Detroit Publishing Company hinterfragen Marie Watt und Wendy Red Star gängige Narrative über Landschaft, Erinnerung und Identität – ergänzt durch eine neue raumgreifende Installation und performative Elemente rund um den Jingle-Dress-Tanz.
8 "Zum Mondjahr des Pferdes" im Museum für Ostasiatische Kunst
Die Ausstellung "Zum Mondjahr des Pferdes – Ein Galopp durch Zeit und Raum" im Museum für Ostasiatische Kunst widmet sich noch bis zum 31. Januar 2027 der vielschichtigen Bedeutung des Pferdes in den Kulturen Ostasiens. Anlässlich des Mondjahres des Feuerpferdes veranschaulichen Malereien, Holzschnitte, Keramiken, Bronzen und Lackarbeiten aus mehr als zwei Jahrtausenden seine Rolle als mythologisches Wesen, militärische Kraft, Handelsgut und Statussymbol – ergänzt durch eine filmische Intervention von Jie Lu.
9 "Along the Color Line" im Museum Ludwig
Zum 50. Jubiläum zeigt das Museum Ludwig ab dem 3. Oktober die große Ausstellung „Along the Color Line“. Darin treffen Werke der internationalen Schwarzen Diaspora auf europäische Moderne und zeigen, wie eng Kunst, Kultur und Geschichte über den Atlantik hinweg miteinander verbunden sind. Zu sehen sind Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen ebenso wie Literatur, Musik und zeitgenössische Positionen.
10 „EXPO/SURE“ im KunstWerk
Bei „EXPO/SURE“ verwandeln elf Künstler*innen die große Ausstellungshalle des KunstWerks in einen Raum aus Licht, Schatten, Klang und Bewegung. Zu sehen sind Videoinstallationen, Lichtobjekte und weitere Arbeiten, die mit Wahrnehmung und der Wirkung von Licht im Raum spielen. Zur Vernissage am 8. Oktober könnt ihr die Ausstellung von 19 bis 22 Uhr entdecken und außerdem eine Sound-Performance erleben. Der Eintritt ist frei.
11 Kölner Filmgeschichte im Kölnischen Stadtmuseum
Im Kölnischen Stadtmuseum erlebt ihr die Geschichte der Domstadt ganz neu: Statt eines klassischen Rundgangs erwarten euch interaktive Stationen, spannende Objekte und überraschende Geschichten aus über 2.000 Jahren Köln. Ab dem 15. Oktober lohnt sich der Besuch gleich doppelt: Die neue Sonderausstellung „FILM AB! 130 Jahre Kino und Film in Köln“ nimmt euch mit zu den Anfängen des Kinos in der Stadt. Historische und aktuelle Filmausschnitte, der berühmte Cinématographe Lumière und weitere Exponate erzählen, wie sich Köln vom Schauplatz früher Filmvorführungen zur vielseitigen Filmstadt entwickelt hat. Der OPEN SPACE mit der Sonderausstellung ist kostenlos zugänglich.
Christin Otto