11 Orte in Köln, die sich nicht anfühlen wie Köln

Mitten in Köln gibt es Orte, die sich überraschend weit weg anfühlen – ruhiger, grüner oder einfach anders als das, was man mit der Stadt verbindet. Zwischen Rheinufer, Biergarten, Campingplatz und botanischem Garten zeigen sich Ecken, die sich eher nach Dorf, Urlaub oder internationalem Kurztrip anfühlen. Dieser Guide versammelt 11 solcher Orte, die Köln aus einer ungewohnten Perspektive zeigen.

© Christin Otto

1
Dorf-Feeling auf der Zündorfer Groov

Auch der Kölner Süden hat einige tolle Orte in petto – die Zündorfer Groov zum Beispiel. Vom linksrheinischen Weiß aus könnt ihr mit der Krokodils-Fähre übersetzen. Die Fahrt dauert zwar nur ein paar Minuten, aber ein großer Spaß ist das Ganze trotzdem. Sollte die Fähre gerade in der Winterpause sein (November bis Februar), gelangt ihr auch mit der KVB-Linie 7 nach Zündorf. Auf der Freizeitinsel Groov warten rund um den Marktplatz pittoreske Gasthäuser auf euch, der ein oder andere Strandkorb lädt zum Entspannen ein und eine Minigolfanlage gibt es auch. Unser Tipp für alle, die Lust auf Frühstück oder Tea Time haben: Schaut unbedingt im Daisys vorbei! Für einen kleinen Spaziergang ist die Gegend ebenfalls toll. Wenn man hier durch die Straßen flaniert, könnte man meinen, man sei in einem kleinen Dorf fernab der Großstadt gestrandet. Urlaubsfeeling gibt es auf der Groov direkt am Rhein, der hier sogar mit Strand aufwartet.

© Sommergarten am alten Schwimmbad

2
Riehl genießen zu Füßen des Axa-Turms im Rhein-Sommergarten am Schwimmbad

Zu Füßen des Axa-Hochhauses liegt das ehemalige Schwimmbadgelände in Riehl. Heute befindet sich hier einer der schönsten Biergärten Kölns: der Rhein-Sommergarten mit rund 600 Plätzen. Hier könnt ihr entspannt ein kühles Hellers Kölsch trinken und dazu leckere Kleinigkeiten genießen. Auf der Karte stehen kölsche Klassiker, Salate und saisonale Gerichte. Toll für Familien: Direkt nebenan gibt es einen Spielplatz für die Kids. Das Highlight für alle Fußball-Fans: Welt- und Europameisterschaften werden im Biergarten Schwimmbad auf großer Leinwand übertragen.

© Nicola Dreksler

3
Café, Camping und Tiny Häuser im grünen Wiesenhaus

Unweit der Rodenkirchener Brücke findet sich ein ganz besonderer Ort: das Poller Wiesenhaus. Die Mischung aus Campingplatz und Café liegt nur einen Katzensprung vom Rhein entfernt und sorgt für echtes Urlaubsfeeling. Auf der großen Wiese direkt am Wasser könnt ihr unter den großen vielfältigen Bäumen eure Picknickdecke ausbreiten und Waffeln, Kuchen oder Deftiges aus dem Wiesenhaus-Café Café Uferglück genießen. Perfekt ist dieser Ort übrigens auch, wenn ihr mit Hunden unterwegs seid, denn die können hier ganz entspannt mit euch zusammen auf der großen Wiese chillen.

© Christin Otto

4
US-Feeling im Forstbotanischen Garten

Wer die Vegetation der USA erkunden will, muss nicht zwingend in den Flieger steigen – es reicht auch ein Ausflug in den Forstbotanischen Garten in Rodenkirchen. Dort findet ihr nämlich Bäume, Sträucher und Stauden aus vielen Teilen der Welt, unter anderem auch nordamerikanische Bäume wie Riesenmammutbäume, Gelbkiefern, Flusszedern und Coloradotannen. Aber natürlich lohnen sich auch die übrigen Teile des nach Regionen eingeteilten Gartens – Asien liegt direkt nebenan und bestimmt trefft ihr irgendwo auch die Pfaue, die im Park unterwegs sind, und mit etwas Glück ihr prachtvolles Gefieder für euch aufspannen.

© Förderverein Römergrab Weiden e.V, Köln | Axel Thünker DGPh, Bonn

5
Die römische Grabkammer besichtigen

Mitten in Weiden liegt einer der größten archäologischen Schätze Nordrhein-Westfalens: eine römische Grabkammer, in der seit der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. eine reiche Gutsfamilie ihre verstorbenen Angehörigen bestattete. Lange Zeit war die Grabkammer nicht zugänglich, jetzt könnt ihr sie aber besichtigen. Hier bekommt ihr einen Einblick in das Bestattungswesen, den Totenkult und die Grabkunst der Römer. Die Grabkammer öffnet die Tür ins Reich der Toten, erzählt aber auch viel über die Lebenden.

© Christin Otto

6
Zauberhaftes Ambiente in der Waldschenke in Dünnwald

Ein pittoreskes Fachwerkhäuschen, ein romantischer Biergarten im Grünen und hübsches Ambiente im Inneren – die Waldschenke in Dünnwal versteckt sich mitten in einer Wohnsiedlung und empfängt euch mit Idylle pur. Ein Besuch lohnt sich donnerstags und freitags auch schon mittags, denn dann gibt es von 12 bis 14.30 Uhr wechselnde Zwei-Gänge-Menüs für 24,50 Euro, inklusive Softdrink und Kaffee. Abends wird bodenständige, aber feine saisonale Küche serviert – mit tollen Fleisch- und Fischgerichten, aber auch vegetarischen Optionen. Übrigens: In der Umgebung könnt ihr wunderbar wandern und entspannen, denn der Von-Diergardt-See, das Naturschutzgebiet Am Hornpottweg und auch der Wildpark Dünnwald liegen in der Nähe.

© Blackfoot Beach

7
Baden, beachen und surfen am Fühlinger See

Der Fühlinger See liegt ein bisschen außerhalb, ist aber easy mit der Linie 15 oder der S-Bahn zu erreichen. Und wer keine Lust auf Bahnfahren hat, schwingt sich einfach aufs Rad und fährt Richtung Norden. Festival-Fans kennen den Weg sowieso schon, da der See mit dem Summerjam eines der bekanntesten Festivals Deutschlands hostet. Der Fühlinger ist auf sieben Teilseen verstreut. An den unterschiedlichen Abschnitten gibt es Entspannung, aber auch viele Sportmöglichkeiten. Bekannt ist zum Beispiel die Regattastrecke. Wer auf Windsurfen steht, kommt hier auch auf seine Kosten. Schwimmen könnt ihr im Strandbad des Blackfoot Beach am See Nummer 5 – weißer Sandstrand, Palmen und private Pavillons inklusive. Dort ist der Badebereich überwacht. Auch an See 1 und See 7 gibt es Badestellen, allerdings schwimmt ihr hier auf eigene Gefahr.

© Christin Otto

8
Campen direkt am Rhein in Poll

Campen in der eigenen Stadt und das auch noch direkt am Rhein – das könnt ihr auf dem städtischen Campingplatz in Poll. Neben zahlreichen Stellplätzen, einem Sanitärgebäude mit Duschen und einer Küche samt Gaskocher zur freien Nutzung gibt's auch einen Kiosk, der euch mit Getränken, Eis und Co. versorgt. Zudem gibt es einen Brötchenservice für alle, die morgens nicht selbst zum Bäcker fahren wollen. Und abends könnt ihr im urig-gemütlichen Poller Fischerhaus essen.

  • Campingplatz Stadt Köln Weidenweg 35, 51105 Köln
  • Winterpause: November bis Februar
  • Erwachsene: 10,50 Euro, Fahrzeuge: ab 5 Euro
© Christin Otto

9
Gegrilltes im Grünen bei Raph's BBQ Family Diner

An der Grenze zu Widdersdorf, direkt an einem Tennisplatz gelegen, lockt Raph's BBQ Family Diner mit einem schönen Biergarten in Sonnenlage, in dem überwiegend Gegrilltes auf die Teller kommt. Das perfekte Ziel, um nach einer ausgedehnten Radtour die Energie-Reserven wieder aufzufüllen. Seit 1970 in Familienbesitz, überzeugt das Lokal mit einer außergewöhnlichen Speisekarte und größtenteils hausgemachten Produkten. Neben Burgern und Sandwiches, BBQ-Platten, Salaten, Vorspeisen und Desserts gibt’s auch Bowls wie zum Beispiel die BBQ Bowl mit Pulled Pork. Aus dem Süden kommend, könnt ihr eine schöne Radtour am Äußeren Grüngürtel unternehmen, eine Tour aus dem Norden führt euch am Pescher See vorbei – und direkt zum BBQ eurer Träume.

© Christin Otto

10
Im Sürther Bootshaus das Leben genießen

Im Sürther Bootshaus könnt ihr auf dem Wasser entspannen, euch kulinarisch verwöhnen lassen – und dabei den ein oder anderen Drink und verschiedene Leckereien genießen. Auf der Karte erwarten euch zum Beispiel Klassiker wie Wiener Schnitzel oder Cordon bleu, saftige Steaks, aber auch leckere Salate – zum Beispiel mit karamellisierten Walnüssen. Das Angebot variiert jede Woche, je nachdem, was eingekauft wird. Immer montags gibt's außerdem Reibekuchen (solange der Vorrat reicht) und donnerstags wird zum Schnitzeltag eingeladen – dann erwarten euch verschiedene Schnitzelvariationen, alle mit zartem Schweinefleisch vom Bio-Hof.

© MOK Köln | Alexandra Malinka

11
Japan erleben im Museum für Ostasiatische Kunst

Auch der ferne Osten liegt viel näher als man denkt. Im Museum für Ostasiatische Kunst, das sich direkt am Aachener Weiher befindet, fühlt man sich schnell nach Japan, Korea oder China versetzt. Außer in Berlin gibt es in Deutschland keine andere vergleichbare Sammlung aus dieser Region. Zudem findet ihr hier noch einen kleinen Garten im Japanischen Stil, mit Felsen und Wasser, gestaltet von einem Japanischen Künstler. Jetzt wisst ihr also, wie euch ein preiswerter und stressfreier Wochenendtrip nach Japan gelingt. Und das Beste: Wenn euch der Hunger überkommt, könnt ihr euch im Schmitz im Museum stärken – zwar ganz unasiatisch, dafür aber richtig lecker. Dort gibt es nämlich die Speisen, die ihr auch aus der Metzgerei Schmitz kennt – von Frühstück, Suppen, Quiche und Kuchen bis hin zu Eis, Sorbet und täglich wechselnden Mittagsgerichten.

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