11 Restaurants für traditionelles Fischessen an Aschermittwoch
Kaum ist der Karnevalstrubel vorbei, geht es auch schon zurück in die Kneipen und Restaurants der Stadt – diesmal aber nicht zum Schunkeln, sondern zum traditionellen Fischessen an Aschermittwoch. Woher die Tradition kommt? Da hatten mal wieder die Katholik*innen ihre Finger im Spiel. Für sie ist der Aschermittwoch nämlich der Auftakt einer 40-tägigen Fastenzeit, die erst an Ostern endet. Währenddessen wird zwar auf Fleisch verzichtet, Fisch ist jedoch erlaubt.
So hat sich das Fischessen an Aschermittwoch auch in Köln zu einem kulinarischen Highlight entwickelt – selbst für diejenigen, die mit Kirche und Fasten wenig am Hut haben. Schließlich punkten an diesem Tag viele Lokale mit tollen Fischmenüs oder einer eigenen Fischkarte. Klingt gut? Wir haben 11 Restaurants in Köln herausgesucht, die traditionelles Fischessen an Aschermittwoch anbieten. Jetzt müsst ihr nur noch schnell einen Tisch reservieren – denn die Plätze sind begehrt. Für die genauen Uhrzeiten und Menüs kontaktiert bitte die Restaurants.
1 Forelle, Backhendl und mehr in Essers Gasthaus
Gutbürgerliche Küche auf hohem Niveau und edle Tröpfchen – genau dafür ist das Essers Gasthaus bekannt. Gekocht wird mit saisonalen, regionalen und hochwertigen Zutaten. Da versteht es sich fast von selbst, dass Fleisch und Fisch aus der Region und artgerechter Tierhaltung stammen. Steirisch gebratene Forelle, friesischer Matjes, deftige Krautfleckerl oder ein zünftiges Nackensteak – da ist für jede*n etwas dabei. Kenner*innen fiebern jeweils dem ersten Donnerstag im Monat entgegen, denn dann gibt es im Essers Backhendl. Sonntags steht Wiener Schnitzel auf der Karte und nach Karneval sollte man sich das traditionelle Fischessen keinesfalls entgehen lassen. Auch sonst wechselt das Angebot regelmäßig und wartet mit saisonalen Leckereien wie Spargel und Co. auf. Bei schönem Wetter isst es sich im Biergarten besonders schön.
2 Französische Küche im Hardy Kugel
Frankreich-Fans werden dieses Lokal lieben: Im Hardy Kugel in der Südstadt könnt ihr richtig lecker französisch dinieren. Egal ob Fisch, Loup de Mer, Muscheln und Schnecken oder auch Artischocken mit Vinaigrette – hier wird frische und bodenständige französische Landhausküche gekocht.
3 Schlemmen mit Rheinblick im Joseph's
Wenn ihr auf der Suche nach einem tollen Dinner Spot am Rhein seid, wo Essen und Ausblick gleichermaßen beeindrucken, seid ihr im Joseph's am Rheinauhafen richtig. Während ihr auf der herrlichen Terrasse beobachten könnt, wie die Schiffe über den Rhein treiben, verwöhnt euch das Team kulinarisch mit moderner Crossover-Küche sowie süddeutschen und österreichischen Klassikern. Auf der Karte finden sich Evergreens wie Wiener Schnitzel, Backhendl oder Kaiserschmarren, aber auch saisonale Gerichte wie zum Beispiel Spargel. Und natürlich werden auch die Veggies im Menü bedacht. Ganz günstig ist so ein Dinner im Joseph's zwar nicht, aber definitiv eine gute Wahl, wenn ihr euch mal einen besonderen Abend gönnen wollt.
4 Päffgen und Kotelett im Lommerzheim
Einen Schönheitspreis gewinnt das "Lommi" mit seinem rustikalen Aussehen zwar nicht, trotzdem ist es die Mutter aller kölscher Kaschämmen. Über das Lommerzheim gibt es Lieder, einen Wikipedia-Eintrag und die Straße gegenüber heißt "Hans-Lommerzheim-Straße". Mehr Kult geht nicht. Zu verdanken ist all das dem ehemaligen Besitzer Hans Lommerzheim, der die Gaststätte zusammen mit seiner Frau Annemie über 40 Jahre geführt hat. Mit seiner Art begeisterte er Stammkund*innen und Touris ein halbes Jahrhundert lang, bis er im Jahre 2005 verstarb. Kult ist das "Lommi" aber noch immer. Wer hier essen und trinken möchte, muss früh da sein, denn oft bildet sich schon nachmittags eine Schlange. Was man hier isst? Das berühmte Kotelett mit Schmorzwiebeln natürlich! Außer es ist Aschermittwoch, denn dann steht auch im "Lommi" das traditionelle Fischessen auf dem Plan. Dazu gibt es süffiges Päffgen – bei schönem Wetter auch im Biergarten.
5 Haus Unkelbach – deftige Klassiker auch für Veganer*innen
Im Herzen von Sülz an der Luxemburger Straße steht das Haus Unkelbach. Schon von außen lädt es mit seiner grünlich-schimmernden Waben-Glasfront in sein uriges Inneres ein. Neben einer großen Auswahl an Fleischgerichten und deftigen Klassikern wie Käsespätzle und Speckpfannkuchen findet ihr auf der Karte auch Gerichte für Veganer*innen: Schnitzel, Maultaschen und Knödel bekommt ihr hier auch rein pflanzlich. Wer auf Reibekuchen steht, sollte dienstags vorbeischauen, denn dann gibt es den Klassiker mit Apfelkompott, Blutwurst, Tatar, gebratenen Champignons oder hausgebeiztem Lachs. Bei schönem Wetter könnt ihr zudem wunderbar im Biergarten sitzen und dort das kühle Reissdorf vom Fass genießen. Außerdem gibt's eine Kegelbahn, die ihr mit Freund*innen mieten könnt.
6 Halver Hahn und Reibekuchen im Em Golde Kappes
Seit 1913 gibt es das Em Golde Kappes in Nippes nun schon – 2009 wurde es von Früh übernommen, restauriert und wiedereröffnet. Der Charme einer traditionellen Kölschkneipe ging dabei zum Glück nicht verloren. Zum frischgezapften Kölsch gibt es deftige Brauhausküche. Besonders zu empfehlen ist der Halve Hahn, denn Früh's Holländer wird im eigenen Käsekeller gereift. Wer Käse am liebsten geschmolzen mag, sollte die hausgemachten Käsespätzle probieren. Jeden Montag ist außerdem Reibekuchen-Tag. Auf saisonale Klassiker wie Spargel im Frühling, Muscheln im Herbst und Gans im Winter müsst ihr natürlich auch nicht verzichten.
7 Muscheln im Bier-Esel
Miesmuscheln nach Rheinischer Art bekommt man in Köln ab September in jedem guten Gasthaus – denn dann startet die Muschelsaison. Wer Muscheln allerdings nach alter Tradition genießen will, geht in Kölns ältestes Muschelhaus, den Bier-Esel in der Innenstadt. Serviert werden die Muscheln hier, wie es sich gehört, im Muscheltopf – mal auf Rheinische Art, mal auf italienische oder spanische. Sage und schreibe acht verschiedene Zubereitungsarten stehen zur Wahl. Sollte euch Seafood dann doch in Form von Fisch besser munden, bekommt ihr im Bier-Esel nicht nur das traditionelle Fischessen an Aschermittwoch geboten – Matjes, hausgebeizter Lachs und Fish'n'Chips sind fester Bestandteil der Karte. Vegetarier*innen sollten die Käsespätzle probieren.
8 Weinstube Bacchus – Regionale Küche mit mediterranem Touch
Gute Weine, leckeres Essen und beste Lage am Rathenauplatz – das ist die Mischung, mit der die Weinstube Bacchus überzeugt. Auf der Karte findet ihr saisonale und regionale Gerichte mit mediterranem Touch. Beliebt ist nicht nur das traditionelle Gänseessen in den Wintermonaten oder das Fischessen an Aschermittwoch – auch die Spargel-Karte im Frühling und die Muscheln ab dem Herbst sind wiederkehrende Highlights.
9 Ehrenfelder Senfrostbraten im Haus Scholzen
In Ehrenfeld ist das Haus Scholzen längst eine Institution. Grund ist natürlich vor allem das leckere Essen. Der Ehrenfelder Senfrostbraten – die Spezialität des Hauses – ist für Fleisch-Fans ein Must-try. Aber auch mit einem Schnitzel oder den Käsespätzle macht ihr hier nichts falsch. Wer kölsche Klassiker probieren will, bekommt im Haus Scholzen beispielsweise "Himmel un Ääd" oder Reibekuchen zum Gaffel-Kölsch serviert. Zudem gibt es eine wechselnde Karte mit saisonalen Gerichten – je nach Jahreszeit dürft ihr euch auf Spargel, Pfifferlinge, Gänsebraten oder traditionelles Fischessen an Aschermittwoch freuen. Außerdem könnt ihr auch ganze Bereiche für Feiern aller Art in dem urigen Gasthaus reservieren.
10 Rheinische Bierkultur im Brauhaus Reissdorf
Das Reissdorf Brauhaus findet ihr am Kleinen Griechenmarkt, zwischen Poststraße und Barbarossaplatz. Zum süffigen Reissdorf-Kölsch werden hier deftige Speisen serviert, die auch mal ohne Fleisch auskommen. Das Brauhaus achtet nämlich auf eine ausgewogene Mischung aus kölschem, aber auch internationalem und saisonalem Essen. An Aschermittwoch wird Fisch serviert, sonntags ist Schnitzel-Tag und mittwochs dreht sich alles um Reibekuchen. Außerdem zu empfehlen: der günstige Mittagstisch zwischen 12 und 14.30 Uhr. Wer Lust hat, kann auch die Kegelbahn im Untergeschoss mieten.
11 Gutbürgerliche Küche vom Feinsten im Haus Schnackertz
Gutbürgerliche Küche gekocht mit frischen Produkten aus der Region bekommt ihr im Haus Schnackertz. Spezialität des Hauses ist – neben dem Schnitzel mit Kartoffelsalat – der Nippeser Senfrostbraten. Jede*r Fleischliebhaber*in im Veedel sollte den mindestens einmal gegessen haben. Zumal Fleisch und Fisch aus artgerechter Haltung bezogen werden. Außerdem steht saisonale Küche hoch im Kurs – an Aschermittwoch wird Fisch serviert, zur Spargelzeit gibt es Stangengemüse, später im Jahr dann Pfifferlinge und Gans. Wer der österreichischen Küche verfallen ist, sollte hier übrigens nicht nur wegen des erstklassigen Wiener Schnitzels vorbeischauen, denn auch die hausgemachten Kasspatzn und der Kaiserschmarren sollen richtig gut sein.
Christin Otto