11 Orte zum Pilze sammeln in und um Köln

Der Herbst ist da, es ist nicht mehr zu leugnen – mit all seinem schlechten Wetter. Doch der Regen hat auch sein Gutes: In den Wäldern schießen die Pilze aus dem Boden. Alles, was ihr für eine gute Pilzpfanne braucht, könnt ihr nämlich auch selbst sammeln. Egal, ob im Wildpark in Brück oder im Bergischen Land – wir haben für euch 11 Orte in und um Köln zusammengestellt, an denen ihr diese köstlichen Bodenschätze finden könnt.

Wichtig: Unerfahrene Pilzsammler sollten auf jeden Fall gegenchecken lassen, ob die gesammelten Pilze genießbar sind. Zum Beispiel beim freundlichen Pilzverkäufer auf dem Wochenmarkt. Oder ihr schließt euch direkt einer Gruppe an und lernt, welche Schwämme essbar sind und welche eure Pilzpfanne nicht nur ungenießbar, sondern wohlmöglich gesundheitsgefährdend machen. Wir empfehlen auch, Apps oder ganz klassische Bestimmungsbücher beim Sammeln mitzunehmen. Außerdem müsst ihr darauf achten, nicht in Naturschutzgebieten zu sammeln.

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© Howi | CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons) Pilze sammeln im Kölner Stadtwald

Im Westen von Köln liegt der Kölner Stadtwald, eine der größten Grünflächen der Stadt. Wer hier herkommt, hat die Möglichkeit, zu entspannen, spazieren zu gehen, zu picknicken oder zu joggen. Vor allem ist der Stadtwald aber bekannt für seinen Tierpark und dafür, dort Rehe zu streicheln und zu füttern. Doch neben den Ziegen, Eseln und Rehen dort habt ihr eben auch die Möglichkeit, Pilze zu sammeln. Der Stadtwald ist natürlich nicht so weitläufig wie die Eifel, mit einer Lupe und gutem Auge habt ihr aber sicher trotzdem Glück.

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© Imat Bagja Gumilar | Unsplash Ein Wald voller Sagen und Pilze: Der Hülser Berg

Der Hülser Berg ist ist mit 63 Metern die höchste natürliche Erhebung von Krefeld. Er liegt zwei Kilometer von Hüls entfernt, wohin ihr mit den Öffis knappe eineinhalb Stunden und mit dem Auto etwa eine Stunde braucht. Über den Hülser Berg gibt es einige Sagen, zum Beispiel die von den Erdmännekes vom Hölschenberg, die, ähnlich wie die Heinzelmännchen, Gutes tun. Wenn das mal kein gutes Omen ist, sich selbst als fleißiges Erdmänneken auf Pilzsuche zu begeben. 

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© Presetbase Lightroom Presets | Unsplash Maronenröhrling, Rotkappen oder Birkenröhrlinge in der Leucht

Ganze 1200 Hektar groß ist das Waldgebiet des Regionalforstamts Niederrhein „Die Leucht“. Nach Kamp-Lintfort, in dessen Norden die Leucht fast komplett zu verorten ist, fahrt ihr mit dem Auto eine Stunde. In dem Waldgebiet könnt ihr wunderbar wandern und die Natur so richtig genießen. Und auch Pilze sammeln geht dort prima: Maronenröhrling, Rotkappen oder Birkenröhrlinge sind Pilze, die ihr dort findet. Aber aufgepasst: Die Leucht ist geprägt von vielen Naturschutzgebieten, aus denen ihr nichts entwenden und die Wanderwege nicht verlassen dürft. Hier ist also Vorsicht und Geduld gefragt.

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© Nick Grappone | Unsplash Pilz-Mannigfaltigkeit im Ebbegebirge

Für den Naturpark Ebbegebirge muss man bis ins Sauerland, mit dem Auto sind das aber nicht mal eineinhalb Stunden Fahrt. Und es lohnt sich: Nadel-, Laub- und Mischwald prägen die grünen Landschaften und für eine märchenhafte Atmosphäre sorgen kleine Gewässer, Moore und Heidegebiete. Der Naturpark ist bekannt für seine Talsperren – Pilze könnt ihr dort aber auch suchen. Neben Pfifferlingen, Maronen, Täublingen, Semmelstoppelpilzen und Steinpilzen findet ihr vielleicht auch graue Leistlinge oder goldstielige Trompetenpfifferlinge.

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© Lukasz Szmigiel | Unsplash Pilze sammeln in Vluynbusch

Auch in den Neukirchen-Vluyner Wäldern könnt ihr prima frische Luft schnappen, mal die Großstadt hinter euch lassen und euch natürlich auf die Suche nach ein paar Bodenschätzen begeben. Mit dem Auto fahrt ihr nach Vluynbusch zum Beispiel eine Stunde, mit öffentlichem Nahverkehr ist es etwas aufwändiger. Wenn ihr auf der L 474 Richtung Rheurdt/Rayen fahrt und geradeaus weiter bis Rayen, erreicht ihr nach etwa zwei Kilometern das Waldgebiet, wo ihr leckere Pilze für herrliche Gerichte sammeln könnt. 

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© Jesse Gardner | Unsplash Vögel, Schlangen und Pilze imd Dämmerwald

Der Dämmerwald bei Schermbeck ist mit rund 1500 Hektar ein Zuhause für viele Wildtiere und ein Paradies für Wanderer und Radfahrer. Heidelandschaften wechseln sich mit Feuchtwiesen, Lichtungen und und Mischwäldern ab. In der Luft ziehen Singvögel ihre Kreise, aber auch der Blick auf den Boden lohnt sich: Neben Blindschleichen und Kreuzottern könnt ihr hier auch Pilze entdecken. 

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© Adolfo Félix | Unsplash Bei Wermelskirchen für die Pilzpfanne sammeln

Das Bergische Land ist zwar nicht unbedingt die klassische Pilzgegend, in der ihr massenhaft Pilze finden könnt, probieren solltet ihr es dennoch. Starten könnt ihr zum Beispiel auf dem Wanderparkplatz Hohe Mark bei Wermelskirchen. Im Wald findet ihr dann mit etwas Glück Steinpilze oder Stockschwämmchen, aus denen sich sicher etwas Leckeres zaubern lässt.

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© Rémi Müller | Unsplash Hallimasch sammeln bei Ratingen

Auch bei Ratingen lassen sich Pilze sammeln. Starten könnt ihr auf dem Wanderparkplatz „Am trockenen Stiefel“. Wie der Name schon verrät, sind Wanderschuhe zwar auf jeden Fall die richtige Schuhwahl, der Wanderweg ist jedoch super begehbar. Entlang des Wanderwegs führt der Dickelsbach, dessen Auen so feucht sind, dass sich Pilze dort richtig heimelig fühlen. Ein häufig vorkommender Pilz ist dort übrigens der Hallimasch, aber aufgepasst: Im rohen Zustand sind die Pilze unbekömmlich.

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© Frank Albrecht | Unsplash Zwischen Roteichen und Kiefern Pilze sammeln im Sterkrader Wald

Wenn ihr durch den Sterkrader Wald spaziert, lauft ihr durch Hainbuchen, Roteichen, Erlen, Bergahorn-Bäumen und Kiefern. Ein Grund, mal richtig tief einzuatmen. Und auch Pilze könnt ihr hier finden. Dabei müsst ihr allerdings aufpassen, denn 81 Hektar der 204 Hektar großen Waldfläche sind Naturschutzgebiet – da heißt es für euch auf jeden Fall auf den Wegen zu bleiben und nichts mitzunehmen, auch keine Pilze. Dafür könnt ihr im Naturschutzgebiet tolle Tiere entdecken. 

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© Nick Grappone | Unsplash Pilze sammeln im märchenhaften Marscheider Wald

Der Marscheider Wald ist ein Wald wie aus dem Märchenbuch. Spaziergänge dort sind auf jeden Fall gut für eure Lungen – und eure Pilzkörbe. Ihr findet dort alles, was es für eine gute Pilzpfanne benötigt: Steinpilze, Pfifferlinge, milde Täublinge und auch Champions. Besonders verbreitet ist dort der Hallimarsch, seine Hüte könnt ihr ebenfalls für die Küche verwenden. Mit dem Auto braucht ihr ungefähr eine Dreiviertelstunde bis dorthin, also gar nicht mal so ein langer Weg für ein paar Schätze aus dem Boden.

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© Amos G | Unsplash Wildschweine und Pilze im Wildpark Brück

Der Wildpark Brück liegt am Rande des Königsforsts. Mit der KVB-Linie 1 kommt ihr ganz easy dorthin, von der Haltestelle „Brück Mauspfad“ müsst ihr nur noch ein kleines Stückchen laufen. Dort könnt ihr Rehe, Hirsche und Wildschweine besuchen und füttern, spazieren gehen, Laub sammeln – und natürlich Pilze suchen. Wir empfehlen, allerlei Gutes für ein Picknick mitzunehmen, denn im Wildpark hält man’s gerne länger aus.

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