Kölschvergnügen mit Mona vom Coffee Truck Heimathafen

© Mona Jacob

Der Heimathafen Coffee Truck tuckert quer durch Köln und versorgt euch auf Street Food Festivals, Messen, Hochzeiten, Firmenfeiern und sogar vor dem Schokoladenmuseum mit bestem Kaffee. Hinter "Heimathafen" stehen Jan und Mona. Als Mona vor etwa fünf Jahren von Holland nach Köln gezogen ist, dachte sie, Köln wäre einfach nur eine weitere Zwischenstation. Viel lieber wollte sie irgendwo leben, wo es richtig aufregend ist – Australien oder Portugal vielleicht. Doch dann hat sie sich in Köln verliebt und die Stadt wurde zu ihrem persönlichen „Heimathafen“. In unserer neuen Folge Kölschvergnügen erzählt uns Mona, wie diese Liebe zu Köln entstanden ist und was ihr hier besonders gut gefällt.

1. Was macht dich zum Kölner?
Da mein Vater Diplomat ist, bin ich auf der gesamten Welt groß geworden. Ich war immer auf der „Durchreise“. In Köln bin ich nun endlich angekommen. Die Stadt und die Menschen, die hier wohnen, sind für mich das Besondere und ich fühle mich hier einfach zu Hause. Zu Beginn habe ich mich ein wenig gesträubt nach Köln zu ziehen, weil ich die Stadt nie besonders „schön“ fand. Dann hat mich Köln aber doch ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Heute ist Köln mein Hätz vun d'r Welt.

2. Warum schlägt dein Hätz für diese Stadt?
Mit seinen vielen, ganz unterschiedlichen Veedeln hat man in Köln das Gefühl in einem Dorf in der Stadt zu wohnen. Du musst nicht weit fahren, um in deinem Lieblingscafé deinen Cappuccino zu trinken und an der Supermarktkasse kennt man dich. Wenn man dann doch mehr „Stadt“ will, schnappt man sich das Fahrrad und kann auch das haben. Mit dem Auto ist man schnell in anderen tollen Städten in der Umgebung oder in der Natur im Kölner Umland. Aber neben der Lage und den positiven Eigenschaften der Stadt machen natürlich hauptsächlich die Bewohner selbst die Stadt zu etwas ganz Besonderem.

3. Dein Lieblingsveedel?
Ich wohne mit meinem Mann und Hund in Sülz. Für uns ist das perfekt. Wir lieben den Mix aus alteingesessenen Sülzern und neu zugezogenen Öko-Immi-Familien. Ich könnte mich hier stundenlang ins Café setzen und Leute beobachten. Außerdem ist man schnell im Grünen und viele unserer Freunde wohnen fußläufig entfernt. Da ich in Ehrenfeld arbeite, treibe ich mich dort natürlich auch gerne rum. Mit einem Kaffee in der Hand schlendere ich in der Mittagspause durch die Straßen und suche nach neuer, spannender Streetart. Am Wochenende findet man mich dann (wenn ich nicht mit unserem Heimathafen Coffee Truck unterwegs bin) in der Südstadt, in Nippes oder im Belgischen beim Entdecken von neuen Cafés und Restaurants.

4. Dein Lieblingsort in Köln?
Da das vergangene Jahr doch ganz schön stressig war, ist mein aktueller Lieblingsort wohl das Neptunbad. Nach dem zweiten Saunagang sind die Batteriereserven wieder aufgeladen. Aber eigentlich liebe ich Köln für seine Naherholungsgebiete. Mit Mountainbike und Hund im Schlepptau düse ich um den Decksteiner oder Kalscheurer Weiher, wandere durch den Königsforst oder die Wahner Heide. Mein Lieblingsort ändert sich also eigentlich ständig je nach Stimmung und Laune.

5. Was zeigst du Freunden, die von außerhalb zu Besuch sind?
Das kommt natürlich immer ein bisschen auf die Freunde an, wo sie herkommen und wie lange sie bleiben. Meistens beginne ich aber mit einem kleinen Touri-Tag und zeige den Besuchern den Dom, spaziere mit ihnen durch die Altstadt und dann am Rhein entlang in Richtung Rheinauhafen. Der nächste Tag wird dann im eigenen Veedel verbracht. Entspanntes Beisammensein, ein kleiner Walk durch den Beethovenpark, nachmittags Kuchen und abends in die urige Kölschkneipe. Am dritten Tag geht’s dann an den Bleibtreusee oder ins Siebengebirge.

6. Wohin nimmst du deine Eltern mit?
Meine Mutter wohnt in Bonn und kennt sich in Köln bestens aus. Deswegen muss ich ihr nichts „präsentieren“, sondern nehme sie einfach dorthin mit, wo ich selbst gerne hingehe. Ins Lieblingscafé, in den Park oder eben auch mal mit ins Neptunbad.

7. Wo trinkst du dein Kölsch am liebsten?
Tatsächlich trinke ich keinen Alkohol, meine Freunde allerdings schon. Ich gucke also eher beim Kölschtrinken zu während ich an meiner Apfelschorle nippe. Im Sommer tue ich das am liebsten draußen. Im Biergarten, auf der Terrasse irgendeiner netten Bar oder am See. Jetzt im Winter finde ich es am gemütlichsten einfach mit Freunden in der Küche zu sitzen, vielleicht gemeinsam zu kochen und ein wenig zu klönen. 

8. Wenn du eine Sache an Köln ändern könntest – was wäre es?
Gerade jetzt im Winter erscheint einem Köln doch häufig ein wenig trist. Ein bisschen mehr Farbe würde der Stadt gut tun. Außerdem wäre es natürlich schön, wenn mehr der tollen Altbauten noch erhalten wären. Köln’s Stadtbild besticht ja doch sehr durch Nachkriegsbauten. Und es ist Zeit, dass Köln sich mal etwas mehr traut – ob architektonisch, gastronomisch oder kulturell. Da ist noch Spiel nach oben.

9. Was vergnügt dich am meisten?
Jeder Tag beginnt für mich mit perfektem Filterkaffee aus dem V60 oder der AeroPress. Honigbrot dazu, Kaffee in den Becher, Hund schnappen und ab an die frische Luft. So kann ich langsam wach werden und mich auf einen perfekten Tag vorbereiten. Diese Stunde morgens ist für mich heilig. Sonst ist mein größtes Hobby aktuell natürlich unser Truck. Die Planung, Vorbereitung und dann natürlich der Verkauf machen mir wahnsinnig viel Freude.

10. Karneval ist für dich?
Ganz ehrlich: Die schlimmste Zeit des Jahres. Meistens versuche ich zu flüchten und dem ganzen Trubel zu entkommen. Die Musik, das Gegrapsche, der Müll, die Kotze und ich werden trotz inniger Liebe zu Köln nicht so richtig warm miteinander. Karneval hat natürlich auch viele positive Eigenschaften und ich finde es großartig, wie viele Menschen sich dafür begeistern können. Ich suche allerdings lieber das Weite und gehe in dieser Zeit dann doch lieber Snowboarden oder fliege in den Süden.

11. Was möchtest du in diesem Leben unbedingt noch machen?
Puh, gute Frage. Gerade jetzt im neuen Jahr hat man natürlich einige gute Vorsätze, die man umsetzen möchte. Gleichzeitig haben wir uns mit der Realisierung unseres Heimathafen Coffee Trucks schon einen riesen Traum erfüllt – das Projekt muss jetzt nur noch weiter ausgebaut werden. Als nächstes steht die Familienplanung und die ein oder andere große Reise auf der Wunschliste. Insgesamt versuche ich aber einfach so oft wie möglich neue Dinge auszuprobieren und es nicht langweilig werden zu lassen. So lange mir das gelingt, bin ich glücklich!

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