Kölschvergnügen mit Schauspielerin Elmira Rafizadeh

Die Schauspielerin Elmira Rafizadeh ist nicht nur in Köln aufgewachsen, sie hat in Köln auch ihre Liebe gefunden, ihr Kind geboren und die zwei erfolgreichen Concept Stores "keep loving" gegründet. Den organisatorischen Alltagswahnsinn zwischen ihrem Unternehmen, Mutter sein, Dreharbeiten und zahlreichen Events dokumentiert sie täglich in ihren Instagram-Stories. Im fiktionalen Bereich sieht man Elmira aktuell gemeinsam mit Annette Frier und Christoph Maria Herbst in der Comedy-Serie „Merz gegen Merz“. In unserer neuen Folge Kölschvergnügen hat uns Elmira verraten, wo ihre Lieblingsorte in Köln sind und warum ihr Hätz für diese Stadt schlägt.

1. Was macht dich zum Kölner?
Ich bin in Sülz aufgewachsen, in der Südstadt in die erste WG gezogen, habe in Nippes mit meinem Mann zusammen gewohnt und lebe heute mit Kind und Kegel in Ehrenfeld. Beruflich bin ich als Schauspielerin zwar deutschlandweit unterwegs – zwischendurch habe ich auch mal anderthalb Jahre in London gelebt – aber mein Herz hängt in Köln fest. Hier ist immer meine Base.

2. Warum schlägt dein Hätz für diese Stadt?
Meine Mutter und ich sind 1986/87 (da war ich fünf Jahre alt) aus Teheran nach Deutschland gekommen. Köln wurde ohne Wenn und Aber unsere Heimat und hat sich nie fremd angefühlt. Diese Stadt ist einfach lässig, bunt, lustig und herzenswarm.

3. Dein Lieblingsveedel?
Ehrenfeld, wo wir ja wohnen, und die Südstadt, wo unsere keep loving Stores sind. Dort schlagen die zwei Herzen in meiner Brust – beide Veedel haben ihren eigenen Charme, ihre lauten, aber auch harmonischen Facetten. Ich bin in beiden Veedeln stark verwurzelt.

4. Dein Lieblingsort in Köln?
Das Café Schwesterherz – da wird man frisch und heimatlich bekocht und es ist immer jemand da, den man kennt bzw. gerne antrifft. Wenn man seinem Alltag mal entfliehen möchte, hilft es schon, sich mal kurz an die Theke der Inhaberin Seher zu setzen – und schon sind alle Sorgen vergessen. Und last but not least ist mein Lieblingsort die Severinsbrücke bei Nacht, wenn man von einer Reise zurückkommt und diesen Panoramablick vor Augen hat. Das hat man als Kölner zwar schon hunderte Male gesehen, aber bei diesem Ausblick ist man jedes Mal aufs Neue schockverliebt.

5. Was zeigst du Freunden, die von außerhalb zu Besuch sind?
Natürlich unsere keep loving Stores in der Südstadt, den Rheinauhafen, die vielen tollen Parks und meine Lieblingsrestaurants.

6. Wohin nimmst du deine Eltern mit?
Meine Mom wohnt selbst mitten in der City, gegenüber von der Red Cat Lounge. Wenn ich sie Sonntagmittag zum Kaffee und Kuchen mit Kleinkind besuche, kommen gerade die Afterhour-Seelen aus dem Club. Ich würde meine Mutter daher eher mal in eine Time-Out-Zone in Köln führen: Im Ruheraum der Claudius Therme kann sie den Domblick genießen oder wir fahren zum Haus am See und essen im Bötchen ein Eis. Nicht, dass ich gerade Zeit dafür übrig habe, aber die Idee ist schön – das haben wir früher öfter gemacht.

7. Wo trinkst du dein Kölsch am liebsten?
Als ich noch Kölsch getrunken habe – mittlerweile sind Kaffee und Cola meine Drogen – war ich am liebsten im Sommer draußen im Hallmackenreuther oder einfach im Park auf einer Decke mit Freunden.

8. Wenn du eine Sache an Köln ändern könntest – was wäre es?
Den verkaufsoffenen Sonntag in den Veedeln wieder aufleben lassen – an wenigstens drei Sonntag im Jahr – und mehr Grünflächen sowie verkehrsberuhigte Flanier- und Einkaufsmeilen wären schön.

9. Was vergnügt dich am meisten?
Unsere keep loving-Girls – meine Team-Mädels bringen mich täglich zum Lachen und Weinen. Das ist so ein verrückter und cooler Mädelshaufen. Die haben alle "am Blitz geleckt“, würde unsere Ina sagen. Und natürlich meine Tochter – die haut mit ihren vier Jahren manchmal so lustigste Sätze raus – das ist pure Lebensfreude.

10. Karneval ist für dich?
Kotze, Kacke und Kamelle, wie Böhmermann mal so schön sagte. Eine Stadt außer Rand und Band. Bis ich 25 war, hab ich Karneval gefeiert bis zum Umfallen. Heute fliehen wir immer in den Urlaub.

11. Was möchtest du in diesem Leben unbedingt noch machen?
Mit meinem Töchterlein mehr reisen und es schaffen, abends mal vor Mitternacht ins Bett zu kommen.

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