11 Filme, die in Köln spielen

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Auch wenn WDR, RTL und zig andere Firmen aus der Fernseh- und Filmbranche in Köln beheimatet sind; obwohl hier unzählige Serien gedreht und Shows aufgezeichnet werden – und Anthony Hopkins und Ben Kingsley sich einen finalen Showdown im „Stiefel“ lieferten: In internationalen Produktionen findet die Stadt so gut wie nicht statt. Macht aber nichts! Soll doch Jason Bourne in Berlin Unterschlupf vor den CIA-Häschern suchen – diese und andere wunderbare Filme in und über Köln sind sehenswerter und lehrreicher als dein Wochenend-Multiplexkinobesuch. Eine garantiert Ballauf&Schenk-freie Liste.

1. Pizza Colonia (1991, Film)

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Ist das schon Trash? Hierzulande eignet sich wohl niemand besser, einen italienischen Patriarchen zu verkörpern, als dieser Sohn eines italienischen Vaters: Mario Adorf. Der besitzt als Francesco Serboli in dieser kölsch-italienischen Komödie zwar stilecht ein Restaurant, muss sich dieses aber mit  – hold my beer – einem Brauerreibesitzer (gespielt von Willy Millowitsch) teilen. Mehr Klischee geht nicht? Abwarten. Serboli sähe seine Tochter gerne mit dessen Sohn vor dem Altar, muss aber zusehends fürchten, dass seine eigene Affäre mit einer Kioskbesitzerin auffliegt. Als sich dann auch noch der örtliche sizilianische Pate ankündigt, muss er gar um seine Geschäfte bangen. Serboli brennt daraufhin mit seiner Hilde durch, um ihr das heimatliche Italien zu zeigen. Überzeichneter Multi-Kulti-Klamauk für Leute mit starken Nerven.

2. Heil Hitler und Alaaf - Karneval in der NS-Zeit (2014, Film)

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Fight the Power? Schön wär’s gewesen: Die WDR-Doku untersucht was an dem Mythos, Karneval sei frei von nationalsozialistischen Einflüssen gewesen,  dran ist. Man ahnt es: nichts. Anhand von Originalaufnahmen, Zeitzeugen und Historikern werden der Kölner und Düsseldorfer Karneval unter dem Hakenkreuz beleuchtet – mit einem Ergebnis, dass eingefleischten Karnevalisten kaum schmecken wird. Kein Vergeben, kein Vergessen!

3. Gruppenbild mit Dame (1977, Film)

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Ob Haus ohne Hüter, Ansichten eines Clowns oder Die verlorene Ehre der Katharina Blum – gleich mehrere Werke des Kölner Ehrenbürgers und Literatur-Nobelpreisträgers Heinrich Böll wurden verfilmt, manche mehr als einmal. Die Hauptrolle Leni Gruyten wird hier gespielt von Romy Schneider. Außerdem dabei:Otto Sander und der heute noch aktive Brad Dourif (Blue Velvet, Dune, Mississippi Burning), der zwei Jahre zuvor mit Einer flog über's Kuckucksnest den mit einer Academy Awards-Nomminierung honorierten Durchbruch schaffte – mit seinem zweiten Film überhaupt.

4. Der bewegte Mann (1994, Trailer)

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Max Raabe und sein Palastorchester werden erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, Til Schweiger konnte noch nicht durch wirre Internetpostings auffallen, Rufus Becks Lesereise mit J.K. Rowling sollte noch folgen und Joachim Krol war noch weit davon entfernt, als Kommissar Guido Brunetti in Venedig zu ermitteln: Nach Vorlage des Kölner Comiczeichners Ralf König inszenierte Sönke Wortmann diesen Publikumserfolg in der Domstadt – und versammelte in ihm gleich eine ganze Reihe von SchauspielerInnen, die seit den 90ern nicht mehr aus der deutschen Film- und Fernsehlandschaft wegzudenken sind.

5. Über Barbarossaplatz (2016, Trailer)

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Kein Stoff für einen entspannten Abend auf der Couch: Aufwühlender ARD-Pilot einer Drama-Serie um eine Psychologen-Ehepaar, in dem sie, nach dem Selbstmord ihres Mannes, hinter das enge Verhältnis von ihm und einer ehemaligen Patienten kommt, worauf sie selbst einen Psychologen aufsuchen muss. Caroline Ströbele schreibt zum Drehort  bei ZEIT ONLINE: „Köln hat die interessanteste Rolle in diesem Film. Die Stadt ist lärmig und aggressiv, keine Spur Kölner Fröhlichkeit. Der Verkehrslärm des titelgebenden Barbarossaplatzes übertönt jedes Gespräch, die Menschen sind brutal, überall wird geschoben und gedrängelt, es ist immer zu voll und zu laut.“

6. Das weiße Rauschen (2001, Film)

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Gedreht unter anderem im ehemaligen Lupe-Kino, im Studentenwohnheim Dasselstraße und am Riehler Rheinufer, zeigt Regisseur Hans Weingartner das Innenleben eines unter Schizophrenie leidenden jungen Mannes: Daniel Brühl brilliert in diesem vielfach ausgezeichneten Langspieldebüt Weingartners, der sich bei seinem Abschlussfilm an der KHM eng an das von Lars von Trier und Thomas Vinterberg verfasste Dogma95 – Manifest hielt.

7. Wildes Köln (2013, Film)

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Gut, beim Eff Zeh kann man mittlerweile den Bock der achten Generation antreffen, die Population wilder Papageien in der Domstadt ist in Deutschland die größte ihrer Art und vor 50 Jahren schwamm gar ein weißer Wal den Rhein runter – Oma, Opa und Google erinnern sich. Wo und wie sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen oder Igel und Schildkröten leben, erfährt man in dieser bezaubernden Doku, die einem das tierische Leben in der Stadt zeigt, das sonst meist nicht einmal auf den zweiten Blick wahrgenommen wird.

8. Der schwule Neger Nobi (2009, Film)

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Andreas Göbel, Anfang der 1960er in der ostdeutschen Provinz geboren, stellte als schwarzer Homosexueller in der DDR einen Exoten dar – klar, dass das zu Zeiten des SED-Regimes nicht ohne Folgen blieb. In dieser Doku reist der heutige Betreiber des Kult-Büdchens La Ola in der Mozartstraße (EXPRESS-Prädikat) knapp 20 Jahre nach dem Fall der Mauer an die Orte seiner Vergangenheit, besucht alte Schulkameraden, das Gefängnis, in dem er einsaß, und seinen ersten Freund.

9. Am Kölnberg (2014, Film)

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Ohne das übliche Abfilmen von Polizeieinsätzen, Interviews mit Sozialarbeitern und PolitikerInnen und wertenden Off-Kommentaren kommt dieses Portrait über eine Handvoll Bewohner der Meschenicher Großwohnsiedlung Am Kölnberg aus. Gerade deswegen ist – trotz all der zerplatzten Träume, lebenserhaltenden Hoffnungen, an die sich hier geklammert wird, und Suchterkrankungen – ein respektvolles Bild des Lebens am Rande der Gesellschaft entstanden, in dem die Protagonisten nicht zur allgemeinen Belustigung vorgeführt werden. Der Film ermöglicht einen Blick in normalerweise nicht zugängliche Paralleluniversen – zu Recht ein Publikumserfolg.

10. Der Kuaför aus der Keupstraße (2015, Trailer)

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Die Doku rekonstruiert die Ermittlungen in Folge des Nagelbombenanschlags der nationalsozialistischen Terrororganisation NSU in der Mühlheimer Keupstraße des Jahres 2004, in der bis zum öffentlichen Bekanntwerden der NSU ein fremdenfeindlicher Hintergrund durch Polizei und Staatsanwaltschaft ausgeschlossen und stattdessen im Umfeld der Opfer nach den Tätern gefahndet wurde. Der Film stellt die Frage nach strukturellem Rassismus in der BRD aus der Perspektive der Opfer und zeigt deren Stigmatisierung durch die Behörden.

11. Chicago am Rhein (2010, Film)

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Zugegeben: Namen wie Dummse Tünn, Schäfers Nas, Abels Män oder Frischse Pitter lassen einen nicht gerade erschaudern. Doch mit kölschem Klamauk war spätestens mit den Namen Schluss: Zu Hochzeiten des Verbrechens in der Domstadt wurden jährlich 50.000 Straftaten registriert, 3000 Prostituierte gingen ihrem Gewerbe nach spülten reichlich Schotter in die Taschen der Genannten. Kult-Doku, in der längst vergangene Jahrzehnte Kölner Kriminalgeschichte nachgezeichnet werden. In ihr kommen Größen von damals, Journalisten, Ermittler und Zeitzeugen zu Wort  – ein Muss, nicht nur für Kölner. Einen Spielfilm zum Thema gibt’s übrigens auch: Heißes Pflaster Köln (1967), der sich an die Geschichte des Dummse Tünn anlehnt – „Ein neuer Kriminalfilm erschreckt die Fremdenverkehrswerber und macht Polizeibeamte zornig“ schrieb der Stadtanzeiger damals.

Autor Kevin Goonewardena ist Kölner im Exil. Das Rheinland ist seine Heimat, hier ist er aufgewachsen. Inzwischen lebt er in Hamburg, wo er ebenfalls für Mit Vergnügen schreibt. Für uns hat er die Filmszene nach kölschen Perlen durchforstet.

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