11 Orte in Köln, an denen du Second-Hand-Kostüme kaufen kannst

Nicht mehr lange und die schönste Zeit des Jahres beginnt – viele Kölner und auch Nicht-Kölner sehen das zumindest so. Die Rede ist von Karneval, der fünften Jahreszeit, den jecken Tagen. Und Jahr für Jahr stellen wir uns die gleiche Frage: Was können wir werden? Neue Kostüme kommen nicht in Frage, weil: zu teuer und zu unoriginell. Zum Glück gibt es viele Alternativen wie Second-Hand-Läden mit extra Karnevalsabteilungen und Karnevalsflohmärkte. Wir zeigen euch elf Orte in Köln, an denen ihr Second-Hand-Kostüme kaufen könnt und mit Sicherheit ein individuelles Kostüm habt.

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© Foxy_ | Pixabay "Fairkleidet Euch!" im Rautenstrauch-Joest-Museum

Der nachhaltige Konsum erreicht den Kölner Karneval – und genau deshalb veranstalten FEMNET e.V. und das Rautenstrauch-Joest-Museum eine gemeinsame Kleidertauschparty. Am Samstag, 9. Februar, pünktlich um 11.11 Uhr könnt ihr eure alten Kostüme mitbringen und untereinander tauschen. Denn – wieso sollte man sich Jahr für Jahr neue Kostüme zulegen, wenn doch jeder Jeck Zuhause welche in der Kostümkiste liegen hat? Und falls ihr fündig werdet, habt ihr anschließend ein neues Kostüm und müsst dafür noch nicht mal was zahlen. Getauscht werden können maximal fünf Kostüme, die ihr am Samstag einfach mitbringt.

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© Entlarvt Ausgefallene Einzelteile bei Entlarvt

Der Second-Hand-Laden "Entlarvt" an der Zülpicher Straße ist nicht nur für seine ausgefallene Vintage-Mode und schönen Lederschuhen und -taschen bekannt, sondern auch für ganz besondere Karnevalskostüme. Hier bekommt ihr bis zum 28. Februar – also bis zum Tag aller Tage: Weiberfastnacht – Schräges, Buntes, Fantasievolles und Einzelteile. Ganz gleich, wie konkret eure Vorstellung bereits ist, die Entlarvt-Mitarbeiter stehen euch mit Rat und Tat zur Seite und erstellen gemeinsam mit euch euer Karnevalskostüm, das mit Sicherheit einmalig sein wird.

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© KRiemer | Pixabay Kostüme und Accessoires in der Lutherkirche

Gleich an vier Terminen könnt ihr auf dem Karnevals-Kostümmarkt an der Lutherkirche in der Südstadt nach eurem Traumkostüm suchen – und hoffentlich auch fündig werden. Die vielseitige Auswahl verspricht auf jeden Fall so einiges: Originale Theaterkostüme, Designerkappen, zu Kostümen umgestaltete Materialien, nostalgische Hüte, 50er- bis 80er-Jahre-Kleidung und viele von Hobby-Designern geschneiderte Unikate. Die Aussteller wechseln sogar, es lohnt sich also mehrmals vorbeizuschauen. Dazu gibt es lecker Kölsch und etwas zu essen.

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© Anna Nguyen Second Hand-Mode shoppen bei Humana

In Kalk, Nippes, Ehrenfeld, der Südstadt und der Innenstadt findet ihr den Second Hand-Klassiker schlechthin. Vom Petticoat bis zum Jogginganzug, vom luftigen Sommerkleid bis zum dicken Wollpullover – bei Humana findet ihr alles. Und das Beste daran ist, dass die Sachen wirklich günstig sind. Der Gang zu Humana lohnt sich vor allem vor Karneval – denn eigens für die jecken Tage gibt es eine extra Karnevalsabteilung. Und so ein Vintage-Schätzchen ist definitiv um einiges origineller als das 0815-Plastik-Kostüm von der Stange. Humana wird täglich mit neuen Schätzen beliefert, sodass es sich immer mal wieder lohnt vorbeizuschauen.

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© Kostümtruhe Historische Kostüme in der Kostümtruhe

Die Kostümtruhe in der Mathiasstraße ist vor allem für die große Auswahl an historischen Kostümen bekannt: Von Mittelalterkostümen, über Kostüme aus der Römerzeit bis hin zu Kostümen der Steampunk-Szene ist alles mit dabei, was ein authentisches Kostüm braucht. Das Gute: Die Kostümtruhe braucht Platz und veranstaltet daher immer donnerstags einen kleinen Flohmarkt. Dort bekommt ihr aussortierte Sachen aus dem Verleih, aber auch originalverpackte Karnevalskostüme und viele Accessoires. Hemden bekommt man dann beispielsweise ab zehn Euro und Blusen ab fünf Euro.

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© Nicola Dreksler Günstige Kostüme bei Unser Blicklicht

"Unser Blicklicht" ist ein kleiner Second-Hand-Laden, der bereits seit über 15 Jahren die Einnahmen an gemeinnützige Kölner Einrichtungen spendet. Die Mitarbeiter arbeiten hier sogar ehrenamtlich und die Kleidung wird gespendet. Von Klamotten über Schuhe bis hin zu Accessoires bekommt ihr hier wirklich alles für wenig Geld. Zur Karnevalssaison gibt es sogar Kostüme, die ihr teilweise bereits schon ab zwei Euro ergattern könnt. Den ganzen Februar gibt es zusätzlich nochmal fünfzig Prozent auf alles – hier könnt ihr also einen richtiges Karnevals-Schnäppchen machen.

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© Lobo Studio Hamburg | pixabay Kleider- und Kostümtausch im 922m²

Beim Zero Waste-Kleidertausch in der 922m²-Kirche im Belgischen Viertel könnt ihr sämtlichen Karnevalsjedöns tauschen. Also, wühlt euch doch mal durch eure Kleiderschränke und Karnevalskisten und kramt nicht mehr getragene Schätze raus, die ihr gegen neue Lieblingsteile und Kostümhighlights tauschen könnt. Mit dabei ist auch das Mode Kollektiv, das euch an der Upcyclingstation mit Rat und Tat zur Seite steht und die Kleiderei Köln, die euch ihre Fashionflatrate vorstellt. Pro Person kann man ein bis 15 gut erhaltene, gewaschene Kleidungsstücke bei der Annahmestation abgeben. Außerdem gibt es was für den Gaumen und die Ohren.

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© Emmaus Möbel, Klamotten und Karnevalskostüme im Emmaus

Egal, ob Blumentopf, Möbel, Backform, Bücher oder Klamotten – im Second-Hand-Sozialkaufhaus von Emmaus findet ihr alles Mögliche. Darunter auch oft ausrangierte Schätzchen, die ihr hier für kleines Geld erstehen könnt. Pünktlich zu Karneval gibt es sogar Kostüme und jede Menge Accessoires zu ergattern. Das ist nicht nur nachhaltiger als ein Neukauf – ihr unterstützt mit eurem Einkauf auch die Arbeit von Emmaus. Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaft, die sich für sozial Schwache einsetzt.

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© NadineDoerle | Pixabay Kostümetausch in der STAPEL.BAR

Kurz vor knapp – am Sonntag vor Weiberfastnacht – lädt auch die STAPEL.BAR zum Kostümtausch ein. Wer also bis dahin noch nichts hat, kann hier auf den letzten Drücker tauschen. Die Regeln: Jeder, der ein gut erhaltenes und sauberes Kostüm mitbringt, erhält eine Tauschmarke. Aber auch Zubehör – wie Hüte oder Masken – können getauscht werden. Ein Kostüm kann allerdings nur gegen ein anderes Kostüm und Zubehör gegen Zubehör getauscht werden. Wer nichts zum Tauschen hat, aber dringend noch ein Kostüm braucht, kann an der Kasse eine Kostüm-Tauschmarke (4 Euro) oder eine Zubehör-Tauschmarke (3 Euro) erwerben. Zur Stärkung gibt es leckere Kuchen und frischen Kaffee an.

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© mali maeder | Pexels Auf Flohmärkten stöbern

Klar, im Winter über Flohmärkte schlendern macht nur halb so viel Spaß wie im Sommer. Der Vorteil: Es ist weniger los und man kann richtig gute Schnäppchen abgreifen. Und auch für‘s Karnevalskostüm findet ihr auf Flohmärkten oft das, was es eben nicht an jeder Stange gibt. Bis Karneval könnt ihr – abseits der Karnevals-Flohmärkte – auf diversen Flohmärkten nach euren Kostümhighlights suchen oder euch von Vintageklamotten inspirieren lassen – vielleicht kommt euch dann die zündende Idee. Am 10. Februar ist beispielsweise der Ehrenfelder Flohmarkt im Bürgerzentrum und am 17. Februar ist Nippeser Flohmarkt auf dem Wilhelmplatz.

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© Nicola Dreksler Den Karnevalsfundus bei Oxfam durchsuchen

Bei Oxfam bekommt ihr nicht nur Second Hand-Kleidung, sondern auch alle möglichen nützlichen Dinge für euer Zuhause und bevor die fünfte Jahreszeit beginnt sogar Karnevalskostüme und -accessoires. Wer also für sein Kostüm nicht allzu tief ins Portemonnaie greifen möchte, sollte mal bei Oxam vorbeischauen – hier shoppt man sogar für den guten Zweck. Die Einnahmen gehen nämlich gesammelt an eigene Projekte gegen Armut in Entwicklungsländern. Gleich zweimal gibt es Oxfam in Köln: Am Friesenplatz und in der Südstadt an der Bonner Straße.

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