Nachhaltige Workshops und permanenter Lagerverkauf im IGLU von "kiss the inuit"

© Nicola Dreksler

Der ökofaire Concept Store "kiss the inuit" ist vielen von euch mit Sicherheit bereits bekannt. Kein Wunder – bereits seit acht Jahren könnt ihr in der Schillingstraße, inmitten des Agnesviertels, nachhaltig shoppen. Um den Textilmüll zu reduzieren, haben Inhaberin Kathi und ihre Mitarbeiterin Steffie vor circa einem Jahr den sogenannten Öko-Loop ins Leben gerufen: eine permanente Tauschmöglichkeit für ökofaire Kleidung. Um dieser Plattform mehr Raum zu bieten, suchten sie nach einem zusätzlichen Laden. Seit Ende Juni gibt es nun das IGLU – und das hat weitaus mehr als den Öko-Loop zu bieten.

Nur einen Katzensprung vom "kiss the inuit" entfernt, befindet sich nun – direkt am Sudermanplatz – der Shop und die Begegnungsstätte IGLU. Neben der permanenten Tauschmöglichkeit gibt es hier eine weitere Besonderheit: Im IGLU könnt ihr Eco-Fashion zu stark reduzierten Preisen kaufen. Wie im Einzelhandel so üblich, bleibt auch bei "kiss the inuit" Saison für Saison das ein oder andere Teil liegen, das eben keinen Besitzer findet. Im IGLU könnt ihr genau diese Kleidungsstücke shoppen – nur eben 40 bis 50 Prozent günstiger.

© IGLU | kiss the inuit
© Nicola Dreksler

Und die Kleidung ist keineswegs veraltet, im Gegenteil: Meistens ist sie zeitlos – Kleidungsstücke, die man quasi immer tragen kann. Angeboten werden alle gängigen Ökofair-Labels wie beispielsweise ARMEDANGELS, Greenbomb, El Naturalista, Miss Green, Wunderwerk, LANA und K.O.I. T-Shirts gibt es im IGLU für Männer und Frauen bereits ab 15 Euro und Hosen ab 50 Euro.

Aber auch Steffies eigene Schmuck-Kollektion, namens IVIDU, könnt ihr im IGLU shoppen. Steffie ist nämlich ausgebildete Goldschmiedin und Accessoiredesignerin. Während ihrer Ausbildung hat sie oft mit Firmen zusammengearbeitet, die wahnsinnig viel "Müll" übrig hatten – obwohl das fast alles noch super Materialen waren. Nun kreiert sie aus scheinbar Wertlosem wertvollen Schmuck.

Recycelt wird aber nicht nur der Schmuck, sondern auch alte Jeanshosen und Wollsachen. Das IGLU arbeitet nämlich mit dem niederländischen Eco-Fashion-Label Blue Loop zusammen, das aus alten Jeans neue und hochwertige Kleidungsstücke produziert. Wenn ihr also eine alte Jeans habt, könnt ihr sie mit gutem Gewissen im IGLU abgeben. Selbst die Tüten werden aus dem Staub, der beim Schreddern der Jeans entsteht, hergestellt.

© Nicola Dreksler
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Upcycelt wurde auch die Einrichtung des IGLUS: Alles, was ihr hier an Interior seht, ist gebraucht – nichts wurde neu gekauft. Regale sind aus alten Schubläden entstanden und Möbel wurden aus verschiedenen Dingen zusammengezimmert oder beim Sperrmüll erstanden.

Wie man aus wunderbaren Rohstoffen und verschiedenen Materialien kreative DIY-Produkte upcycelt, könnt ihr in den Workshops des IGLUS aber auch selbst lernen. Zweimal die Woche bietet Steffie unterschiedliche Kurse an – hier stellt ihr aus alten Fahrradschläuchen Schmuck her oder knüpft Makramee-Pflanzenampeln aus alten Shirts.

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Aber das ist längst nicht alles: Auch Wandhaken, Statementketten, Silberringe und Rohkostpralinen könnt ihr im IGLU aus eigener Hand anfertigen. Preislich liegen die Workshops zwischen 40 und 70 Euro – je nach Aufwand und Zeit. Studenten bekommen allerdings immer zehn Prozent Rabatt. Die Workshops werden sogar für Teamevents und Junggesellenabschiede angeboten, die gemeinsam etwas kreieren wollen.

Daneben gibt es aber auch immer mal wieder kostenlose Events, wie zum Beispiel die Pflanzentauschparty am 15. August. Im September startet außerdem die Klimanotstand-Filmreihe in Zusammenarbeit mit der Gemeinwohl-Ökonomie. Jeden ersten Montag im Monat könnt ihr euch hier dann einen kostenlosen Film ansehen. Das IGLU bringt jetzt schon so viel (nachhaltiges) Leben ins Agnesviertel – wir sind schon ganz gespannt und freuen uns auf alles, was da noch so kommt.

IGLU | Sudermanplatz 1, 50670 Köln | Mittwoch – Freitag: 10.30–19 Uhr | Mehr Info

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