11 tolle Ausflugsziele auf der Schäl Sick

Wenn sowieso alles geschlossen hat und Events gestrichen sind, haben wir jede Menge Zeit – zum Beispiel, um endlich mal die Schäl Sick zu erkunden. Auf die trauen sich viele Linksrheiner*innen sonst ja eher selten. Aber weil ein (Lockdown-) Leben so ganz ohne Frischluft ja auch nicht gesund sein kann, ist jetzt genau die richtige Zeit, um mal ein paar Ausflüge auf die rechtsrheinische Seite zu unternehmen. Schließlich warten dort wunderschöne Seen, Wälder und Heidelandschaften und natürlich der Rhein darauf, entdeckt zu werden.

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© Valerie Dörner Aus Mülheim zum Von-Diergardt-See

Nördlich von Mülheim gibt es jede Menge schöne Fahrradwege, Wiesen, Felder, Wälder und Natur zu erkunden. Für eine 35 Kilometer lange Radtour fahrt ihr von Mülheim aus erstmal nach Osten Richtung Dellbrück – danach geht's eigentlich nur noch durchs Grüne. Rund um die Dellbrücker Heide, den Tierpark Dünnwald, das Naturschutzgebiet am Hornpottweg und den Von-Diergardt-See gibt es jede Menge Natur zu entdecken und Radwege zu befahren. Und auch der Rückweg kann sich sehen lassen: Über Flittard geht's wieder an den Rhein und dann an Stammheim vorbei wieder nach Mülheim. Hier ist es richtig idyllisch und die Ruhe am Rhein lässt sich bestens genießen.

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© Nicola Dreksler Auf eine Wanderung oder Radtour in den Königsforst

Das Naturschutzgebiet Königsforst zwischen Köln und Bergisch Gladbach ist der ideale Ort für eine Fahrradtour oder eine umfangreiche Wanderung. Wer die Anreise mit der KVB bestreiten will, fährt mit der Linie 9 direkt bis zur Haltestelle Königsforst. Bei Wanderungen sollte man definitiv Google Maps oder eine Karte in petto haben, denn der Königsforst umfasst unglaubliche 2500 Hektar Waldgebiet. Klassiker für Wanderer*innen: Einmal hoch auf den Monte Troodelöh – Kölns höchsten Berg. Übrigens liegt am Rande des Königsforstes die Forsbacher Mühle – hier könnt ihr optimal eine Verschnaufpause einlegen. Von Bruschetta über Pizza und Pasta bis hin zu verschiedenen Fleischspezialitäten ist hier wirklich was für jeden dabei.

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© Christin Otto Ein Rundweg durch die Wahner Heide

Direkt neben dem Flughafen Köln-Bonn erstreckt sich die Wahner Heide – sie beheimatet ein Wasserschutzgebiet, schöne Eichenwälder und entspannte Wanderwege, die auch für Anfänger*innen leicht zu bewältigen sind. Auf einer 6,7 Kilometer langen Tour könnt ihr die schöne Natur genießen, kommt dabei aber noch nicht allzu sehr ins Schwitzen. Perfekt für Einsteiger*innen oder für einen entspannten Nachmittag. Am einfachsten erreicht ihr die Wahner Heide mit dem Fahrrad oder mit dem Auto, verschiedene Parkplätze sind direkt in der Nähe. Und: Wenn ihr euch beim Wandern in der Wahner Heide so richtig ausgepowert habt, könnt ihr euch danach mit einem Besuch in der Waldwirtschaft Heidekönig belohnen und euch dort Flammkuchen und Wein gönnen.

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© Tim Horsch Ein Rhein-Spaziergang an den Poller Wiesen

Mit bestem Blick auf den Dom, die Kranhäuser und den Rhein spaziert es sich an den Poller Wiesen das ganze Jahr über wunderbar. Während der Sommer hier eher von Fußballteams und Grillgeruch geprägt ist, gibt es im Herbst jede Menge Drachen am Himmel zu beobachten – oder einfach nur die Natur, die sich langsam aber sicher in herbstliche Farben kleidet. Ihr spaziert den Rhein ganz entspannt hinauf oder hinab – je nach Motivation könnt ihr natürlich auch eine Rundtour machen und den Rhein auf einer der vielen Brücken überqueren.

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© Christin Otto Natur, See & Tiere – ein Abstecher in die Dellbrücker Heide

Im Nordosten von Köln erwartet euch mit der Dellbrücker Heide eine kleine Oase zum Spazieren und Wandern. Mit der S-Bahn könnt ihr direkt nach Dellbrück fahren und sofort mit eurer Wanderung loslegen. Auf der rund zehn Kilometer langen Tour kommt ihr am Höhenfelder See vorbei und könnt schön am Wasser entlang spazieren. Kleine Bötchen und jede Menge Natur machen diesen Ort perfekt, um die Decke auszubreiten und einfach mal zu genießen. Wenn es euch noch weiter in den Norden verschlägt, begegnen euch im Dünnwalder Wildpark jede Menge Rehe, Mufflons und andere Tiere. Natürlich könnt ihr die Wanderroute auch ein wenig verlängern oder verkürzen – Wege gibt es in der Gegend genug.

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© Christin Otto Kunst und Natur im Schlosspark Stammheim

Wer im Rechtsrheinischen unterwegs ist und dem Trubel entkommen will, der findet im Schlosspark Stammheim Ruhe. Die kleine Grünanlage direkt am Stammheimer Rheinufer ist nicht nur Heimat für viele Alexandersittiche – hier treffen auch alte Baumbestände auf moderne Kunst. Rosarote Kirschblüten im Frühjahr und buntes Laub im Herbst bilden die Kulisse für verschiedene Skulpturen, die jährlich wechseln. Kunst auf grünem Rasen also und das auch noch ganz ohne Eintritt. Hier könnt ihr auf Entdeckungstour gehen oder auch einfach nur auf einer Bank sitzen und vor euch her träumen.

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© Christin Otto Wildschweine füttern im Wildgehege Brück

Der Wildpark Brück liegt inmitten des Naherholungsgebiets "Brücker Hardt" am Rande des Königsforsts. Im Herbst ist es hier besonders schön, denn dann könnt ihr Blätter sammeln, Pilze suchen oder einfach nur durch die hohen Laubhaufen rennen – und natürlich das Rotwild und die Wildschweine bestaunen. Aber keine Sorge, ein Besuch im Wildgehege lohnt sich ganzjährig. Weil man bei einem Spaziergang durch den Wald herrlich entspannen und mal den Kopf freikriegen kann. Und weil die Wildschweine auch im Winter im Schweinsgalopp angerannt kommen – ihr müsst nur laut genug mit den Futterschachteln klappern, die man rund um das Wildgehege an verschiedenen Automaten kaufen kann. Die putzigen Tierchen zu füttern, ist ein Spaß für Jung und Alt.

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© Christin Otto Dorf-Feeling auf der Zündorfer Groov

Auch der Kölner Süden hat so einige tolle Orte in petto – die Zündorfer Groov zum Beispiel. Vom linksrheinischen Weiß könnt ihr mit der Krokodils-Fähre übersetzen. Das dauert zwar nur ein paar Minuten, ist aber ein großer Spaß. Sollte die Fähre gerade in der Winterpause sein (November bis Februar), gelangt ihr auch mit der KVB-Linie 7 bis nach Zündorf. Auf der Freizeitinsel Groov warten rund um den Marktplatz pittoreske Gasthäuser auf euch, deren Terrassen bei schönem Wetter perfekt sind für ein entspanntes Kölsch. Auch der ein oder andere Strandkorb lädt zum Entspannen ein. Im Lockdown ist die Gastro zwar geschlossen, aber für einen kleinen Spaziergang ist die Gegend trotzdem toll. Wer hier durch die Straßen flaniert, könnte wirklich meinen, er sei in einem kleinen Dorf gestrandet, fernab der Großstadt. Urlaubsfeeling gibt es auf der Groov auch direkt am Rhein, der hier sogar mit Strand aufwartet.

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© Christin Otto Einen Abstecher zum Naturschutzgebiet "Am Hornpottweg"

Unweit des Dünnwalder Wildparks findet sich ein ganz besonderes Biotop: das Naturschutzgebiet "Am Hornpottweg". In Köln ist diese Art von Lebensraum sogar einzigartig. Denn: In der Sumpflandschaft ist die Artenvielfalt besonders groß. Eigentlich war das Ganze einmal eine Kiesgrube – als die dann stillgelegt wurde, hatte man es mit dem Auffüllen aber nicht besonders eilig, sodass sich erst Tümpel und später ein ganzer Sumpf entwickelte. Weil das 40 Hektar große Naturschutzgebiet zuletzt immer mehr zuwuchs, wurden sogar zwei Wasserbüffel angesiedelt, die das Grün wegfressen. Den Sumpf selbst darf man zwar nicht betreten, aber von verschiedenen Aussichtspunkten könnt ihr den Bereich überblicken. Mit ein bisschen Glück erspäht ihr hier Eulen, Fischadeler, Kraniche und andere Tiere. Und der Weg führt durch jede Menge Wald, der herrlich ruhig ist. Wenn ihr eine Wanderung ohne Auto plant, dann fahrt vom Breslauer Platz einfach mit dem Bus 260 bis zum Nittumer Weg in Leverkusen – das dauert keine 40 Minuten und dann könnt ihr eure Route starten.

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© Christin Otto Auf Entdeckungstour im Rheinpark

Zwischen der Deutzer Messe und dem Mülheimer Hafen liegt der Rheinpark. Wie der Name es schon vermuten lässt, liegt er entlang des Rheinufers mit einem prächtigen Blick auf die Kölner Altstadt. Besonders auffällig sind die Schienen, die hier überall liegen. Denn tatsächlich fährt hier eine Kleinbahn regelmäßig ihre Runden, die 1957 zur Bundesgartenschau errichtet wurde. Es gibt noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die von der Gartenschau übrig geblieben sind. Skulpturen, ältere Gebäude oder Wasseranlagen zieren die Wege des riesigen Stadtparks. Für Kinder gibt es einen großen Abenteuerspielplatz und der Skatepark lockt ebenfalls viele Besucher*innen an. Außerdem grenzt die Claudius Therme an den Rheinpark und lädt zum Entspannen ein.

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© Nicola Dreksler Auf Street-Art-Tour mit seiLeise

Nicht nur in Ehrenfeld gibt es jede Menge Street Art zu entdecken – auch in Mülheim könnt ihr euch bei einem Spaziergang auf Entdeckungstour gehen. Hilfe bekommt ihr dabei vom Künstler "seiLeise" – der hat euch auf Instagram eine Karte mit einer Route durch Mülheim zusammengestellt, auf der euch jede Menge kleine Kunstwerke begegnen, wenn ihr nur die Augen offen haltet. Rund um den Mülheimer Hafen und am Rheinufer entlang könnt ihr euch auf euren Kunst-Spaziergang begeben. Die Outside-Gallery verändert sich ständig – alte Bilder verschwinden, neue kommen hinzu. Also lohnt es sich, immer mal wieder nach Mülheim zu spazieren.

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