Die Fashion Revolution Week setzt ein Zeichen gegen Missstände in der Textilindustrie

© Kleiderei Köln

Wo kommt eigentlich unsere Kleidung her? Sind die Arbeitsbedingungen, unter denen unsere Klamotten hergestellt werden, überhaupt menschenwürdig? Fragen, die sich viele von uns wahrscheinlich viel zu selten stellen. Genau deshalb fordert jedes Jahr im April die globale Kampagne "Fashion Revolution" die Auseinandersetzung mit der Herkunft unserer Kleidung und weist auf Missstände und notwendige Änderungen in der Textilbranche hin.

Die Bewegung ist aus der Rana-Plaza-Katastrophe in Bangladesh entstanden: Bei dem Einsturz des Gebäudekomplexes Rana Plaza kamen am 24. April 2013 über 1100 Menschen ums Leben, die unter menschenunwürdigen Bedingungen für Brands wie H&M, Primark, KIK, Hugo Boss und Co. arbeiteten. Seitdem erinnern Aktive auf der ganzen Welt mit der #FashionRevolutionWeek an das Unglück.

Und auch in Köln veranstaltet die Kleiderei in Ehrenfeld normalerweise ein Festival – dieses Jahr sieht alles ein bisschen anders aus: Events können momentan nicht stattfinden – das ist aber noch lange kein Grund dafür, dem Ganzen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Angepasst an die Corona-Lage haben sich viele Kölner Läden und Initiativen zusammengetan, um eine Woche lang, während der Fashion Revolution Week vom 20. bis zum 26. April, jeden Tag ein Zeichen gegen Fast Fashion, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung in der Modeindustrie zu setzen.

Die Kleiderei in Ehrenfeld hat beispielsweise ihr Schaufenster zu einer temporären Fotokulisse mit Demo-Vibe umgebaut – hier könnt ihr euch vor dem Schaufenster ablichten, euer Foto auf Instagram hochladen, die Marken, die ihr tragt, taggen und fragen: „Who made my clothes?“

Und auch Zero Waste und kiss the inuit fordern euch dazu auf, in der Woche mindestens ein Kleidungsstück auf links zu tragen, um so für Aufmerksamkeit für das Thema zu sorgen. Aber das ist längst nicht alles – alle Aktionen rund um die Fashion Revolution Week findet ihr hier. Lasst uns, wann immer wir Zeit haben, und ganz gleich, ob on- oder offline, eine transparentere und positivere Textilindustrie einfordern!

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