Vintage, Second Hand und Stangeneis in der Fabrik der Edlen in der Südstadt

© Nicola Dreksler

Wer in der Südstadt shoppen geht, den verschlägt es meist in all die kleinen hübschen Boutiquen. Ist der Geldbeutel mal nicht so prall gefüllt, wird man in kleineren Second-Hand-Läden fündig. Aber nicht nur da, denn die Südstadt ist neuerdings um einen Vintage-Laden reicher: Die Fabrik der Edlen. Im Ferkulum findet ihr ab sofort ganz individuelle Schätze, die eben nicht an jeder Stange hängen, dafür schon ein paar Jährchen alt sind und jetzt eine*n neue*n Besitzer*in suchen.

© Nicola Dreksler
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Die beiden Inhaber – Ferdi und Justin – haben mehr als ein Jahrzehnt im Fast-Fashion-Bereich gearbeitet und hautnah miterlebt, wie man mit schnelllebiger Massenware umgeht: Jahr für Jahr werden Textilien verbrannt– beispielsweise weil ein Knopf fehlt oder sich die Ware eben nicht verkaufen lässt. Hinzukommen die skrupellose Ausbeutung von Arbeitskräften in Billiglohnländern und die Umweltbelastung. All das konnten Ferdi und Justin nicht länger mit ihrem Gewissen vereinbaren – für sie stand fest, dass sich in der Modeindustrie etwas tun muss.

In ihrem eigenen Laden machen sie nun alles anders: Langlebigkeit statt Schnelllebigkeit, Wertschätzung statt Geringschätzung, Spenden statt Wegwerfen. Ihre Kleidung beziehen sie durch Spenden und Privatankauf. Außerdem haben sie feste Vintage-Lieferanten in Deutschland. Erhalten sie zu viele Spenden oder bleibt was übrig, spenden Justin und Ferdi die Kleidung an die Notaufnahme für Menschen ohne Obdach in der Annostraße. 

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Dort, in der Annostraße, hatten sie im Übrigen den ganzen Juli über einen Pop-Up-Store, bevor sie ihren festen Laden direkt ums Eck bezogen. Dass ihr Konzept gut ankommt, beweisen die positiven Rückmeldungen der glücklichen Kund*innen. Besonders wichtig ist Justin und Ferdi der Austausch mit ihren Kund*innen. Um diesen zu fördern, veranstalten die beiden gelegentlich Events mit tollen Aktionen, bei denen man sich bei einem Drink besser kennenlernt.

Ein weiteres Credo ist, dass sich in ihrem Laden jede*r wohlfühlt und jede*r gerne einkauft – unabhängig vom Alter, sozialen Status oder sonstigen Faktoren. Ein absoluter Wohlfühlfaktor ist auf jeden Fall das Stangeneis, das jede*r Besucher*in bekommt. Und auch Gewinnspiele und ein paar Specials wollen die zwei zukünftig anbieten. Aktuell kooperieren sie mit einer Künstlerin, die ihre Second-Hand-Kleidung bemalt und mit einer Designerin, die aus alten Basketbällen coole Taschen herstellt. Wir sind schon ganz gespannt, was die Fabrik der Edlen zukünftig so bereithält.

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Besonderheit des Ladens: Justin und Ferdi haben jahrelang im Fast-Fashion-Bereich gearbeitet – in ihrem eigenen Laden machen sie nun alles anders. Hier findet ihr wunderschöne Vintage-Mode.

Mit wem gehst du hin: mit Vintage- und Second-Hand-Liebhaber*innen

Preise: zwischen 3 und 27 Euro

Fabrik der Edlen | Im Ferkulum 34, 50678 Köln | Montag – Samstag: 10–20 Uhr | Mehr Info

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