Was diese Woche wichtig wird: Corona-Räumungen, neue Open Air Stage und Fahnenaktion gegen Rassismus

© Christin Otto

Worüber diskutiert die Stadt in dieser Woche, was sind die großen Themen und was ist eigentlich los in Köln und der Welt? Wer mitreden will, muss up to date bleiben. Doch auch wir wissen: Das ist manchmal gar nicht so einfach. Genau darum liefern wir euch jeden Montag einen kleinen Überblick, der euch helfen soll, durch (fast) jeden Small Talk zu kommen.

Corona: Räumungen am Wochenende und Köln-Marathon abgesagt

Das Wetter hat am Wochenende viele Kölner nach draußen gelockt – so viele, dass teilweise Plätze geräumt werden mussten. Am Samstag hatten sich mehrere hundert Kölner rund um den Stadtgarten versammelt, das Ordnungsamt löste die Menge zusammen mit der Polizei auf. Laut Polizeiberichten kam es am Wochenende auch vermehrt zu Unruhen und Aggression gegenüber Beamten. 

Im Moment sind in Köln 59 Menschen an Corona erkrankt. Während sich in den letzten Wochen die Lockerungen gehäuft haben und zum Beispiel am Tanzbrunnen seit letzter Woche wieder Veranstaltungen stattfinden können, gab es nun eine weitere Absage: Der Köln-Marathon wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Insbesondere die Einhaltung der Abstandsregelung, der Maskenpflicht und der Kontaktverfolgung für Läufer und Zuschauer seien bei einem so großen Sport-Event nicht möglich.

Debatte um besetztes Haus an der Bonner Straße

Seit mehreren Monaten leben Menschen in einem besetzten Haus an der Bonner Straße – aufgrund der Corona-Situation hatte die Stadt die Hausbesetzung als temporäre Lösung geduldet. Am Donnerstagmorgen sollte das Haus überraschend doch geräumt werden: Verschiedene Gruppen positionierten sich vor Ort für das OMZ – Obdachlose mit Zukunft – und erreichten eine Verschiebung der Räumung.

Die Stadt Köln will das Haus aber aufgrund von Sicherheitsmängeln trotzdem so schnell wie möglich räumen. Politische Gruppen wie die JuSos und die Grüne Jugend Köln machen sich für das OMZ stark und auch die Bewohner selbst kämpfen gegen eine Räumung: Auf Instagram erklären sie ihre Situation und rufen außerdem zu Spenden auf. 

Neue Open Air Stage im Jugendpark

Die Corona-Not macht weiter erfinderisch: Im Jugendpark hat die Summer Stage eröffnet – eine Open Air Bühne, die im Sommer Veranstaltungen, Konzerte und Festival-Feeling unter Corona-Auflagen möglich macht. Die Summer Stage entstand durch Unterstützung der KlubKomm e.V. und der Stadt Köln und soll als offene Spielstätte möglichst vielen Veranstaltern zur Verfügung stehen. Alle Veranstaltungen laufen übrigens über Kopfhörer, um die Lärmbelästigung für die Anwohner zu reduzieren.

Millionen gegen Clubsterben

Während sich einige Branchen in den letzten Wochen erholen konnten, ringen Club-Betreiber weiter ums Überleben – eine Wiedereröffnung ist für viele Locations noch lange nicht in Sicht. In Köln und vielen anderen Städten wurde letzte Woche mit der Night of Light auf die schwierige Situation aufmerksam gemacht.

Kulturstaatsministerin Grütters hat nun ein umfassendes Konjunkurpaket bekannt gegeben, welches mit einer Milliarde Euro die Kultur in Deutschland unterstützen soll – davon sollen auch 150 Millionen an die Musikkultur gehen und auch Clubs sollen profitieren. Gleichzeitig appellierte sie aber auch an die Bundesländer und ihre Verantwortung, die Clubbetreiber zu unterstützen.

Sondersitzung zum Archiveinsturz

Am Montag, 29. Juni, will der Stadtrat in einer Sondersitzung den Streit um den Einsturz des Historischen Archivs beenden. Vor elf Jahren war das Historische Stadtarchiv aufgrund von U-Bahn-Bauarbeiten eingestürzt, zwei Menschen starben. In der Sondersitzung soll ein Vergleich beschlossen werden, der die beteiligten Firmen verpflichtet, der Stadt Köln einen Ausgleich von 600 Millionen Euro zu zahlen. Der Betrag deckt zwar nicht die Kosten, die durch dein Einsturz entstanden sind, allerdings soll so ein sich über Jahre hinziehender Gerichtsprozess vermieden werden.

Die Sanierung der U-Bahn soll vermutlich 2021 beginnen, die Arbeiten werden mehrere Jahre dauern. Die U-Bahn zwischen dem Breslauer Platz und der Marktstraße soll frühestens 2027 in Betrieb genommen werden.

Abo-Aktion der KVB in den Sommerferien

Für viele heißt es dieses Jahr in den Sommerferien: Urlaub zu Hause. Die KVB startet deswegen eine Sommerferien-Aktion: Ab sofort können alle Abo-Inhaber für die gesamten Sommerferienzeit im VRS-Gebiet umsonst fahren. An Wochenende kann sogar in ganz NRW kostenlos mit einem Abo der KVB gefahren werden. Alle Infos zur Aktion und zu den Abos gibt's direkt bei der KVB.

Ferienprogramm für Kinder

Das Ferienprogramm Veedel Ferien Feez ist zum Sommerferien-Beginn gestartet: Ein vielfältiges Programm mit Kino, Zoo, Kinder-Musical, kreativen Workshops, einem Klettercamp und vielem mehr könnt ihr euch hier ansehen. In der zweiten Woche findet außerdem das Projekt "Entdecke deine Stadt" statt, bei dem Kinder bei einem großen "Spiel-, Sport- und Rätselspaß" Köln entdecken können. Alle Infos gibt's hier. 

Flaggenaktion von Kein Veedel für Rassismus startet

Das Bündnis Kein Veedel für Rassismus hatte in den vergangenen Wochen über ein Crowdfunding 11.000 "Kein Veedel für Rassismus"- Fahnen produziert. Ab dieser Woche können die Fahnen nun an verschiedenen Stellen in der Stadt abgeholt und dann an den Fenstern aufgehängt werden. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch ein Foto von eurer Fahne machen und das Projekt auf Instagram markieren – dort sind schon einigen Fahnen in der Stadt zu sehen.

Mit Unterstützung
Mit Vergnügen finanziert sich hauptsächlich durch Events und Werbung. Beides ist in den letzten Wochen stark zurückgegangen. Wenn du unsere Beiträge wertvoll findest und die Möglichkeit hast, uns zu unterstützen, freuen wir uns über eine Spende über Paypal.
Weiterlesen in Stadt
Sags deinen Freunden: