Gegen den Lockdown-Blues: 11 Dinge in Köln, die uns gerade glücklich machen

Es sind keine einfachen Zeiten. Wir haben unsere Kontakte auf ein Minimum reduziert, treffen unsere Freunde online und versacken seit einer halben Ewigkeit vor Netflix statt in unserer Lieblingskneipe. Trotzdem stecken wir den Kopf nicht in den Sand – und erfreuen uns stattdessen an den kleinen Dingen, die uns in diesen Zeiten glücklich machen. Welche genau das sind, verraten wir euch hier. Und was vergnügt euch gerade?

Achtung: Bevor ihr die Läden ansteuert, schaut vorher auf den jeweilige Seiten vorbei oder ruft direkt an, da die Öffnungszeiten variieren können.

Caro

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© Nicola Dreksler Das Bayenthaler Nest vom Rotkehlchen

Das Café Rotkehlchen kennen und lieben die meisten bereits aus Ehrenfeld. Inzwischen hat sich das bezaubernde Vögelchen ein zweites Nest gebaut – und zwar in Bayenthal. In Sachen Gemütlichkeit steht das neue Café seiner großen Schwester in nichts nach: Dunkle Holzmöbel, Blümchen und ein Sitzbrett vor der Tür sorgen für die gewohnte Wohlfühlatmosphäre. Auch was das Essen angeht, dürfen sich Gäste auf beliebte Rotkehlchen-Renner wie Ciabatta, Foccacia, Quiche, Salate, Kuchen und wechselnde Tagesgerichte freuen. Der einzige Unterschied: Das Rotkehlchen in Bayenthal hat eine etwas kleinere Früchstücksauswahl, dafür aber ein umso größeres Mittagsangebot.

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© Carolin Franz Die Ruhe am Kalscheurer Weiher genießen

Eine eher leichte Wanderung wartet im Kölner Süden auf euch: Aus Raderthal oder Zollstock kommend lässt sich der Kalscheurer Weiher super zu Fuß erreichen. Starten könnt ihr entweder am schönen Südfriedhof in Zollstock oder weiter östlich am Fritz-Encke-Volkspark in Raderthal – und bewegt euch dann einfach weiter südlich zum Äußeren Grüngürtel. Rund um den Kalscheurer Weiher gibt es jede Menge Wiese, Wege und Pflanzen und die weitläufige Landschaft lässt euch eure eigenen Wanderrouten kreieren, egal, ob ihr fünf, zehn oder fünfzehn Kilometer wandern möchtet.

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© Nicola Dreksler Indonesisch schlemmen im Daur Lang

Direkt am Volksgarten, dort, wo früher das Volksmund war, serviert euch das Daur Lang jetzt leckere indonesische Küche. Auf der wechselnden Wochenkarte findet ihr leckere Kombis wie Gemüse und Jackfruit oder Erdnuss-Tofu, mal mit Reis, Nudeln oder Kartoffeln – je nachdem, was die beiden Inhaber Kwok-Fai und Cassie sich für die Woche überlegt haben. Informieren könnt ihr euch jede Woche auf Instagram. Und auf der einladenden Terrasse schmecken die Gerichte gleich doppelt gut. Übrigens: Nicht nur super leckeres Essen, sondern auch nachhaltige Produkte von bambusliebe oder lokale Leckereien von Bringsl könnt ihr hier erstehen – denn das Daur Lang ist Restaurant und Shop zugleich.

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© Carolin Franz Sonnenuntergang am Bayenthaler Pumpwerk

Das Bayenthaler Pumpwerk ist Kölns wohl ausgefallenster Hochwasserschutz. Dank eines speziellen LED-Systems verändert es nämlich je nach Pegelstand seine Farbe. So leuchtet es Blau oder Grün bei Niedrigwasser, Gelb oder Rot wird es bei hohem Wasserstand. Weil dieses Farbspiel besonders gut bei Dämmerung zur Geltung kommt, empfiehlt sich ein Sonnenuntergang am Pumpwerk.

Christin

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© Christin Otto Dicke Wickel & leckere Kuchen in der Mehlwerkstatt

Leckere Brote und Brötchen, mal hell, mal dunkel, mal mit Körnern und Nüssen, mal ohne – all das gibt es in der Mehlwerkstatt in Ehrenfeld. Bekannt ist die Bäckerei, die früher zu "Zeit für Brot" gehörte, aber vor allem für ihre dicken Zimtschnecken – ähm: Wickel. So heißen die Schnecken jetzt nämlich. Doch Name hin oder her – fest steht, dass diese aus Hefeteig gemachten Sünden einfach zu jeder Tageszeit gehen. Geschmacklich hat es uns vor alle die mit Ahornsirup und Walnuss angetan. Ja, sogar eine vegane Schnecke gibt es. Lecker sind aber auch die Blechkuchen – der Carrot Cake beispielsweise bringt nicht nur süßes Frosting mit, sondern auch noch Körner für den Crunch. Wer etwas Herzhaftes sucht, der wird natürlich auch fündig. Wir empfehlen in diesem Fall die Stullen – die gibt es für Veganer*innen, Vegetarier*innen und Fleischesser*innen.

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© Christin Otto Street Art entdecken in der Heliosstraße

Ehrenfeld ist das einzige Kölner Veedel mit einem Leuchtturm – und der steht an der Heliosstraße. Der Heliosturm ist aber nicht der einzige gute Grund, durch diese Straße zu flanieren. Denn: Die Wände und Mauern an der Heliosstraße sind gerade zu tapeziert mit Street Art. Das Ganze ist quasi eine Art Outdoor-Galerie, 24 Stunden geöffnet, mit ständig wechselnder Ausstellung. Man könnte die Heliosstraße am Tag drei Mal auf und ab laufen und würde wahrscheinlich immer wieder Neues entdecken. Weil sie sich überall versteckt, die Kunst. In kleinen Mauernischen, hinter rankenden Pflanzen, unter Dachrinnen.

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© Christin Otto Sich bei Goldregen einen schönen Strauß gönnen

So ein schöner Strauß Blumen lässt jedes Zuhause – im wahrsten Sinne des Wortes – aufblühen. Warum also immer erst auf den nächsten Geburtstag warten, wenn man sich auch einfach mal selbst ein paar blumige Grüße gönnen kann? Eine unserer liebsten Adressen in Sachen Flower Power ist Goldregen im Belgischen Viertel. Der kleine Blumenladen erfreut sich seit 2016 großer Beliebtheit, was nicht nur an der tollen Blumen- und Pflanzenauswahl liegt, sondern auch daran, dass Inhaberin Nina und ihr Team einfach ein tolles Gespür für wunderschöne Sträuße haben. Die Auswahl ist ungewöhnlich und besonders schön – und reicht von bunten Bouquets bis hin zu Sukkulenten, Kakteen und dazu passenden Pflanzentöpfen. Wer nicht bis in Belgische will, der findet Goldregen inzwischen übrigens auch in Ehrenfeld.

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© Christin Otto Maritimes Flair am Mülheimer Hafen

So ganz ohne Meer in Reichweite kann man die Kölner*innen wohl getrost als echte Landratten bezeichnen. Wer trotzdem Hafenluft schnuppern will, dem empfehlen wir einen Abstecher nach Mülheim. Unter der Katzenbuckelbrücke liegt ganz idyllisch der Mülheimer Hafen mit seinen Bötchen. Auf die Landzunge verirren sich nicht allzu viele Menschen, sodass man hier alleine oder zu zweit – vielleicht ja auch bei einem Date – ein paar ruhige Momente verbringen kann. Wenn euch der Hunger überkommt, dann sind das Anker 7 und das Café Rheinspaziert nicht weit. Und wenn ihr dann über die Katzenbuckelbrücke lauft, gibt's Domblick inklusive.

NILA

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© Helena Schwar Besondere Literatur in Der andere Buchladen

Die Buchhandlung am Ubierring, mit seiner großen Fensterfront, wurde in den wilden Sechzigern als „Das politische Buch“ von ein paar linken Hochschulpolitologen gegründet. Sie wollten kritische Literatur verfügbar machen. Die Zeiten haben sich geändert, aber der Laden versucht trotzdem „anders“ zu bleiben. Der Faible für kritische Literatur ist geblieben, Bücher von kleineren Verlagen liegen aus, genau wie Sachbücher, die sich gegen den Zeitgeist lehnen. Ein bisschen Mainstream ist er trotzdem. Genauso findet ihr hier nämlich auch die neusten Erscheinungen und den ein oder anderen Schmöker. In Köln gibt es gleich drei „andere“ Buchläden – und die sind natürlich alle verschieden.

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© Nicola Dreksler Tropisch schöner Winterspaziergang in der Flora

Nicht nur im Frühling und Sommer, sondern auch in den kalten Monaten können wir euch einen Spaziergang in der Flora empfehlen. Auf über elf Hektar könnt ihr hier 12.000 Pflanzenarten aus aller Welt bestaunen. Hinzukommen englische Gärten, Springbrunnen und Gewächshäuser, die subtropische Pflanzen enthalten. Die Flora ist ein wunderbarer Ort, um Kraft zu tanken und zur Ruhe zu kommen.

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© Nicola Dreksler Pizza wie in Neapel in der Antica Pizzeria Nennillo

Wer auf neapolitanische Pizza – mit fluffig dickem Rand und dünnem Boden – steht, für den ist das Nennillo in der Südstadt der Place-to-be. Der kleine Laden am Severinswall arbeitet mit besten Zutaten und die kommen allesamt direkt aus Bella Italia, außer dem Gemüse natürlich – das kommt aus der Region, der Nachhaltigkeit zuliebe. Von einer klassischen Margherita bis hin zur üppig belegten Südstadt-Pizza mit Simmenthal, Rindfleisch und Rosmarin bekommt ihr hier verschiedenste Varianten. Veganer schwören natürlich auf die Quattro Vegani – eine Pizza mit Tomaten, roter Ofenpaprika, Baby-Artischocken, Baby-Mangold, Mandelparmesan und Cashew-Ricotta. Gebacken wird das Ganze bei über 500 Grad in einem eigens in Italien angefertigtem Ofen. Einfach nur lecker!

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