Das Impact Café von Plastic2Beans: Kaffee schlürfen for a better World

© Nicola Dreksler

Vor zwei Jahren haben uns Zero Waste Köln und Plastic2Beans in dem Mietrestaurant Malve in Sülz gezeigt, dass Müllvermeidung und Nachhaltigkeit auch in der Gastronomie bestens funktionieren. Leider war das Ganze damals nur als Pop-up-Café angelegt. Die gute Nachricht: Mittlerweile ist Plastic2Beans zurück in dem hübschen Ecklokal an der Luxemburger Straße. Und zwar mit ihren eigenem Laden: dem Impact Café – diesmal sogar zeitlich unbegrenzt.

Plastic2Beans importiert nicht nur Fairtrade-Kaffee aus Äthiopien, sondern koppelt den Handel auch mit einem Kunststoffrecycling-Programm. Gründer Kalie und sein Team haben die Vision, Kunststoffrecycling dort zu stärken, wo es am meisten "Impact" hat.

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Erst kürzlich haben sie im Auftrag vom Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit eine Studie in Äthiopien durchgeführt, um dort ein unabhängiges Recycling-System für PET-Flaschen aufzubauen. Dadurch können ab 2023 jährlich circa 30.000 Tonnen CO2 eingespart werden – zudem wäre das die erste Recycling-Anlage in ganz Ost-Afrika.

Ihr merkt, Kalie, der übrigens promovierter Polymer-Chemiker ist, und sein Team nutzen ihr Wissen, um die Welt positiver zu gestalten. In den nächsten Jahren sind noch viele weitere Projekte in Äthiopien geplant, um die Kaffeequalität und die Effektivität vor Ort zu verbessern, die Wertschöpfung zu stärken und natürlich, um Arbeitsplätze zu schaffen und Kleinbäuerinnen und - bauern zu unterstützen.

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Wie auch schon vor zwei Jahren gemeinsam mit Zero Waste versucht Plastic2Beans auch jetzt, so wenig Plastik wie möglich zu verursachen, um auch hier nachhaltig zu handeln. Beispielsweise recyceln sie ihre Milchverpackungen, indem sie daraus einfach praktische To-Go-Verpackungen herstellen – ziemlich clever.

Und auch den leckeren Kaffee könnt in einer nachhaltigen Verpackung für zu Hause kaufen. Die Mehrwegflasche ist eigentlich eine handelsübliche Milchflasche. Die bekommt ihr nicht nur im Café Impact, sondern auch im Café Schnurrke, im Hofladen im Veedel, bei Blaenk und schon bald im Go2Market. Und das Beste: Wenn ihr eure Kaffeeflasche wieder refillen lasst, bekommt ihr sogar 20 Prozent Rabatt, denn die Ersparnis für die Verpackung möchten Kalie und sein Team an die Kund*innen zurückgeben.

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Nichtsdestotrotz solltet ihr euren Kaffee aber natürlich auch im Café schlürfen. In dem hübschen, grünen Hinterhof sitzt es sich nämlich besonders schön. Dazu könnt ihr euch von der Veggie-Speisekarte eine Waffel, einen Cheesecake, Injera – das ist belegtes äthiopisches Sauerteig-Fladenbrot – oder wahlweise eine saisonale Quiche bestellen – alles in Bio-Qualität. Aktuell ist sogar alles vegan.

Die fleißigen Café-Besitzer*innen haben aber natürlich noch mehr Highlights in petto. Schon bald soll es ein Tausch-Regal geben. Außerdem planen sie schon fleißig Events – wie zum Beispiel Baristakurse oder Hofkonzerte. Vor zwei Jahren haben beispielsweise Kasalla in ihrem Hinterhof gespielt. Da kann man ja nur gespannt sein, was uns dieses Jahr alles im Impact Café erwarten wird.

© Nicola Dreksler
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Besonderheit: Im Café Impact tut ihr etwas Gutes, indem ihr einfach nur Kaffee trinkt. Außerdem finden in dem Café regelmäßig coole Events statt.

Mit wem: alleine zum Arbeiten in dem schönem Hinterhof, mit Freund*innen auf eine Waffel und einen Kaffee

Veggie: Die Karte ist komplett veggie, aktuell sogar komplett vegan.

Preise: Kuchen: 3,50 Euro, Quiche: 3,50 Euro, Cappuccino: 2,70 Euro, Injera: 11,90 Euro

Impact Café | Luxemburger Straße 190, 50937 Köln | Montag – Sonntag: 10–19 Uhr | Mehr Info

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